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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Wenn der Handelsdeal USA-China kommt, ist das dann auch uneingeschränkt gut für die EU und Deutschland? Trumps Obsession um das Handelsdefizit

Warum sollte Donald Trump mit seinen Zollforderungen Europa verschonen?

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Warum sollte Donald Trump mit seinen Zollforderungen Europa verschonen?

Hatte er denn nicht erst mit Mexiko und Kanada Erfolg gehabt und wie es aussieht, wird auch China im Sinne der USA etwas einlenken. Deshalb ist zu erwarten, dass er spätestens Anfang Mai in Richtung Europa aggressiver wird und ganz speziell gegenüber Deutschland mit seinen verhassten Automobilen.

 

Europa derzeit in ungünstiger Lage

Klar müsste nach zehn Jahren Aufschwung eine Schrumpfung der Wirtschaft erfolgen, um unvermeidbare Fehlentwicklungen zu korrigieren. Das will man aber derzeit partout nicht zulassen und die Staaten bekommen massiv Unterstützung durch ihre Notenbanken.

Aus den unterschiedlichsten Gründen. China darf keine starke Schwächung der Wirtschaft zulassen, um keine Arbeitslosigkeit bei den Millionen Wanderarbeitern im Lande zu riskieren, mit entsprechenden sozialen Folgen. Europas Notenbank hat sich den Zusammenhalt der Eurozone zum Ziel gesetzt und unternimmt alles, um ein Ausscheren Italiens zu verhindern. In den USA braucht Donald Trump eine starke Wirtschaft und einen starken Aktienmarkt, um wiedergewählt zu werden. Und um das Wohlwollen seiner Stammwählerschaft zu behalten, denen er im Wahlkampf einiges versprochen hat – und daraus entstand u.a. auch der größte Unsicherheitsfaktor für die Weltwirtschaft, der Handelskrieg mit China.

Unter diesem leidet der globale Handel und damit auch besonders die Exportnation Deutschland. Trotzdem ist es fraglich, ob man sich in Europa eine mögliche Einigung zwischen Washington und Peking herbeisehnen oder fürchten soll. Auf der einen Seite wäre mit einem Deal die Gefahr eines Handelskriegs vorerst gebannt und die globale Wirtschaft würde insgesamt profitieren. Auf der anderen Seite wäre klar, dass nach einer Einigung mit China wieder die Europäische Union in den Fokus des US-Präsidenten rücken würde. Er hatte schon mehrfach über die unfaire Euro-Zone lamentiert und angekündigt, dass sich das bald ändern werde.

Trump sind besonders deutsche Automobile in den USA ein Dorn im Auge, ein Anliegen mit obsessiver Ausprägung.

Zölle auf deutsche Autoexporte in die USA beträfen nur einen kleinen Teil unseres BIP, aber viel verheerender wäre die psychologische Wirkung.

Europa hat derzeit seinen Ärger mit den ständigen Fristverlängerungen des Brexit, mit den Aktionen der populistischen Regierung in Italien gegen die EU-Defizit-Abmachungen und mit der Unsicherheit der kommenden Europawahl.

Keine guten Voraussetzungen für eine Auseinandersetzung mit einem „dealsüchtigen“ US-Präsidenten.

 

Aktuelle Gefahren für den Aufschwung

Die steigenden Aktienkurse zeigen vor allem eines. Man glaubt an eine Fortsetzung des Wirtschaftsaufschwungs im Herbst und in das Jahr 2020 hinein, aufgrund „dovisher“ Notenbanken und der Alternativlosigkeit der Aktienanlage. Eben, weil man an ein Einlenken der USA in Sachen Handelsstreitigkeiten glaubt, immer dann, wenn der US-Aktienmarkt anfängt richtig zu korrigieren. Eine Eskalation vertrüge die Weltwirtschaft nicht, deshalb auch die ständigen Warnungen von Madame Christine Lagarde.

Das ist zugleich die Hoffnung der Europäer, dass der US-Präsident mehr und mehr Rücksicht auf sein großes Ziel legt.

Aber wenn noch nicht?

 

President Donald J. Trump and President Xi Jinping at G20, July 8, 2017

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Hesterberg

    17. April 2019 12:21 at 12:21

    Es würde mir nicht einleuchten, warum Trump zugunsten eines Deals mit China einlenken und sich stattdessen anschließend mit seinem Bündnispartner Europa anlegen sollte. China gefährdet die Vormachtstellung der USA, nicht Europa. Die Chinesen würden sich ins Fäustchen lachen.

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Indizes

Dax: Die Euphorie der Anderen!

Warum der Dax gut daran tut, den Rausch der Amerikaner nicht nachzuvollziehen..

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Gestern erreicht der Nasdaq 100 einmal mehr ein Allzeithoch, der S&P 500 auf Schlußkurs-Basis ebenso – nur der Dax reagierte gestern kaum auf die Rally an der Wall Street und ist nach wie vor sehr weit entfernt von seinen Allzeithochs!

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Gestern trotz der Party an den US-Aktienmärkten kaum Bewegung beim deutschen Leitindex:

 

Auf was wartet der Day? Auf den ifo Index heute (10.00Uhr)? Auf die Zahlen der Untenrehmen aus dem Dax? Jedenfalls kann der Software-Riese SAP heute punkten und gewinnt vorbörslich nach Anhebung der Prognose um +2,5% hinzu.

 

Aber all das ist doch sehr verhalten im Vergleich zu den euphorischen Amerikanern! Wir sind nun bereits über den Hochs aus dem Januar 2018, und das ist schon etwas merkwürdig, weil:

 

  • seitdem die globale Konjunktur sich stark eingetrübt hat
  • die Zahlen der Firmen zwar wenigr schlecht sind als erwartet, aber von den Gewinnen von Anfang des Jahres 2018 sehr weit entfernt sind (gestern etwa nachbörslich Texas Instruments mit Umsatzrückgang)
  • die Wirkung der US-Steuerreform kaum mehr nachweisbar ist, anders als im Januar 2018

Man könnte die Reihe fast endlos fortsetzen. Vor allem der Nasdaq-Chart derart parabolisch,  dass man sich auch als eingefleischter Bulle fragen sollte, wie lange das noch gut gehen kann:

 

Gleichzeitig gibt es große Fragzeichen zur inneren Struktur der Nasdaq-Rally – etwa bei 52-Wochen-Hochs bzw. 52-Wochen-Tiefs:

Oder dem Bullish Percentage Index, der trotz der Anstiege fällt und damit auf geringere Marktbreite der Rally schließen läßt:

(Chart: northmantrader.com)

 

Von solchen Extremen ist der Dax weit entfernt – heute geht es wieder um die Konjunktur, also um den ifo Index und die Zahlen von Caterpillar, die auch für den deutsche Leitindex als Konjunktur-Indikator von großer Relevanz sind.

 

Und so bleibt dem Dax nur – wie im Film „Das Leben der Anderen“ das neidische Bobachten des prallen Lebens der Anderen, sprich der Party-Könige an der Wall Street. Vielleicht aber hat der Dax dann später auch weniger Kopfschmerzen, wenn der Rausch vorbei ist und bei den US-Indizes der unvermeidliche Kater einsetzt..

 

Foto: Impawards.com

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Lives_of_Others

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Finanznews

Das ist der Hochpunkt! Videoausblick

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Heute ist der Hochpunkt der US-Berichtssaison – alleine 122 Firmen werden nachbörslich ihre Zahlen veröffentlichen, darunter Microsoft, Facebook und Tesla. Mittags (13.30Uhr) kommen die Schwergewichte Caterpillar (Indikator für die Weltwirtschaft) und Boeing (größter Exporteur der USA). Gestern waren es einmal mehr die inzwischen extrem überkauften US-Tech-Werte, die die Märkte nach oben gezogen hatten, aber auch der S&P 500 auf Schlußkursbasis mit neuem Allzeithoch. Der Dax dagegen blieb gestern wenig beeindruckt und eröffnet heute wohl schwächer, weil die Aktienmärkte in Japan und China schwächeln – und wartet dabei auf den ifo Index (10.00Uhr)..

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Finanznews

Warum steigt der Dollar? Marktgeflüster (Video)

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Normalerweise ist es kein sehr gutes Zeichen für die Aktienmärkte, wenn der Dollar stark zulegt – aber der Dollar-Index steigt heute auf den höchsten Stand seit Juni 2017. Passiert das, weil wieder verstärkt Geld in die US-Aktienmärkte fließt nach heute überwiegend guten Zahlen von US-Unternehmen? Der S&P 500 hat nun ein KGV von 19, zahlreiche Bewertungs-Parameter sind am Anschlag – das gilt umso mehr für die Tech-Werte im Nasdaq 100. Heute hat der Leitindex S&P 500 das Schlußkurs-Allzeithoch überwunden (2830 Punkte), intraday liegt der Rekord bei 2940 Punkten. Der Dax aber bewegt sich trotz der Rally an der Wall Street kaum von der Stelle heute – normalerweise müßte der schwächere Euro doch eigentlich Rückenwind geben..

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