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Wenn Trump Autozölle einführt, hat die EU schon ein Antwort parat

Donald Trump sagte jüngst wie wundervoll Zölle doch seien, auch Autozölle. Seit dieser Woche liegt ihm ein „Gutachten“ des Commerce Department vor, mit dem er ab sofort eigentlich Zölle auf Autoimporte aus der EU verhängen kann. Ja, wie schrecklich doch diese Autoimporte aus Europa sind. Wie unfair die Europäer doch die US-Industrie behandeln (Satire).

Trump hat nun schon diverse Male klar gemacht, dass er die Autozölle einführen wird. Die Frage ist nur, wann er dies verkündet. An den Stahlzöllen hat man gesehen, dass er es ernst meint. Die EU hatte deswegen schon geantwortet mit Zöllen auf diverse US-Produkte. Und wie durch aktuelle Berichte jetzt bekannt wird, hat sich die EU auch schon auf die wohl anstehenden Zölle auf EU-Autos vorbereitet.

Treten sie in Kraft, wolle die EU Importzölle verhängen auf Produkte, die in den USA hergestellt werden von den Unternehmen Caterpillar, Xerox und Samsonite. Vor allem treffen dürfte es Caterpillar, den weltgrößten Baumaschinenhersteller. Er ist ein Indutrie-Schwergewicht in den USA. Wenn sich seine Fabrikate für EU-Abnehmer durch Zölle sprunghaft verteuern, dürften sich unter anderem japanische Hersteller freuen, die allzu gerne die Lücke füllen werden.

Das dürfte Trump und vor allem die Caterpillar-Arbeiter im Mittelwesten der USA wenig freuen. Auch schon bei der Reaktion auf die Stahlzölle hatte sich die EU-Kommission Produkte herausgepickt, die vermeintlich Firmen treffen, wo Trumps Wählerschaft anzutreffen ist. Die Aktie von Caterpillar zeigte aktuell, dass die Börsianer in New York die Vorbereitungen der EU ernst nehmen – zumindest für einen Augenblick. Die CAT-Aktie fiel vorhin vorbörslich auf 137,50 nach 138,88 Dollar gestern Abend. Zum Handelsstart war die Aktie vorhin im Tief bei 138,02 Dollar. Jetzt aktuell ist sie sogar leicht im Plus bei 139,15 Dollar. Kurz ein Schreck, und schon wieder alles ok? Ziemlich erstaunlich bei solchen Nachrichten!


Eine Caterpillar-Baumaschine. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0



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3 Kommentare

  1. „Wie unfair die Europäer doch die US-Industrie behandeln (Satire).“

    Ich verstehe nicht so ganz was daran Satire sein soll, die EU Zölle auf Autos sind 5 mal höher als andersherum. Die EU hat also schon Strafzölle auf US Autos.
    Bin deshalb über die allgemeine Berichterstattung irritiert. Herrscht so ein Ausmaß an Ignoranz oder ist es einfach nur der Hass auf Trump der zu einer solchen Berichterstattung führt?

    1. @Viktor, das ist leider sachlich falsch! Bei den größeren Fahrzeugen (SUVs, SUV-Mischformen etc.) die in den USA dreimal so viel verkauft werden wie normale Autos, erheben die USA 25% (!) Zölle auf Autos, die importiert werden. Und das sind die Fahrzeuge, bei denen die Marge besonders hoch ist!

      https://finanzmarktwelt.de/trumps-drohung-gegen-die-eu-warum-er-gar-nicht-daran-interessiert-sein-kann-die-zoelle-abzuschaffen-93739/

      1. Ok danke für die Antwort, das ist mir neu.

        „Aber es kommt noch besser: nur ca. 15% der in Europa verkauften amerikanischen Autos werden dort überhaupt bezollt mit 10%! Der Grund dafür: bei den anderen 85% ist der Protentanteil von Komponenten hoch genug, die in Europa selbst hergestellt werden, weswegen keine Bezollung in Europa stattfindet!“

        Nur hier schreibst du ja selber, dass die ja quasi gezwungen sind einen Großteil des Autos in Europa zu bauen, ansonsten fallen 10% Zoll an. Bei der starken Konkurrenz hier und einem Nachteil von 10% ist es doch kein wunder, dass ansonsten praktisch nichts verkauft wird.
        Denn ob nun 10 oder 25% so hoch sind die Renditen der Autobauer nicht, die können sich weder das eine noch das andere leisten.

        Auf jeden Fall ist es eine total eklige Situation. Die EU hat keinerlei Interesse an niedrigen Zöllen weil die direkt in den EU Haushalt eingehen, man würde neben den Briten noch eine weitere Einnahmequelle verlieren.

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