Folgen Sie uns
  • Börsenseminar
  • Brokervergleich
  • Kostenlos das TRADERS´ Magazine erhalten

Aktien

Wer in Berlin steckt hinter der Fusion Deutsche Bank/Commerzbank? Eine Liste gibt etwas Einblick

Veröffentlicht

am

Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfte es nicht sein, denn in einer Übersicht, die der Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt, angefertigt hat, kommt die Regierungschefin kaum vor.

Sie hält sich erkennbar zurück, es gab nur ein einziges Treffen mit Vorstandschef Sewing, am 27. Juni 2018 und gar keines mit dem Commerzbank-Chef Zielke in dem betreffenden Zeitraum.

 

Intensives Treiben im Finanzministerium

Aufgrund einer parlamentarischen Umfrage der Grünen musste eine Liste erstellt werden, auf der die Treffen von Regierungsmitgliedern mit den betreffenden Banken aufgelistet wurden. Während sich die Bundeskanzlerin deutlich zurückgehalten hat (vermutlich allein schon wegen der Wogen, die ihre Geburtstagsfeier für Josef Ackermann im Bundeskanzleramt verursachte), hatte ihr Wirtschaftsberater Lars-Hendrik Röller schon mehr Kontakt mit den Fusionskandidaten.

Wesentlich intensiver gestalteten sich aber die Aktivitäten aus dem Finanzministerium: Vier Treffen mit Finanzminister Scholz und gleich 23 mit Staatssekretär Jörg Kukies, dem engsten Mitarbeiter des Ressortchefs.

Damit dürfte Jörg Kukies, der frühere Deutschlandchef der US-Investmentbank Goldman Sachs, die treibende Kraft hinter den Fusionsgesprächen sein. Dafür spricht auch die Tatsache, dass sich Kukies schon mehrfach mit Vertretern seines früheren Arbeitgebers getroffen hat. Die amerikanische Großbank berät Finanzkreisen zufolge die Commerzbank in den Fusionsgesprächen mit der Deutschen Bank. Goldman Sachs als finanzieller Profiteur der Fusion und ein ehemaliger Mitarbeiter aus der Führungsebene als Antreiber – der Schwabe würde sagen, dies hat ein bisschen ein „Gschmäckle“.

 

Fazit

Auch wenn sich der Ex-Oberbürgermeister von Hamburg derzeit in der öffentlichen Diskussion zurückhält: Das Interesse des Finanzministeriums ist gemäß der Liste der Treffen doch sehr evident und diesem steht nun einmal Olaf Scholz vor. Auch wenn von Seiten seiner Partei heftig gegen die Fusion gewettert wird – alleine schon wegen des unerlässlichen Arbeitsplatzabbaus von 30000 Mitarbeitern, ohne den der Zusammenschluss kaum Synergieeffekte zeitigen würde. Nach der gestrigen Zinsprognose der EZB ist noch mehr Feuer unter dem Dach der Banken. Nach Dr. Krall erodieren die Einnahmen und die Kosten sinken in Zeitlupe.

 

Von Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=67282923

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. sabine

    12. April 2019 14:35 at 14:35

    – Das ist ja wieder mal typisch und oberlink: – Offiziell gegen die Fusion wettern (man ist ja sozial und SPD), aber auf die eigenen Untergebenen Druck ausüben, genau das umzusetzen. Denn das er nicht weiß, was in seinem Haus los ist, Hahaha.
    – Und natürlich wieder GoldmanSachs dabei. Dann muß es ja schlecht sein: Für den Steuerzahler bzw. den kleinen Mann.
    – Die haben doch auch Griechenland in die EU gelogen. Und dabei sehr kräftig verdient.
    https://www.focus.de/finanzen/banken/tid-33723/darth-vader-der-wall-street-goldman-sachs-hinter-der-maske-des-weltlenkers-goldgrube-griechenland_aid_1110688.html
    600 Mill. dürfen Griechen und Europäer an Goldman zahlen. Danke.

    Mir hat ein Grieche letzte Woche erzählt, das Leben sei nur noch schlecht in Griechenland. Deswegen ist er lieber arm bei uns. Hab ihm gesagt, unser Reichtum ist nicht mehr lange.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Marktbericht: Fed, Trump, Microsoft – Amis laufen besser als der Dax

Veröffentlicht

am

Von

Donald Trump feuert mal wieder volle Kanne gegen die Fed. Die solle gefälligst endlich die Zinsen senken, so quasi seine Anweisung an die Fed (hier nachzulesen). Unglaublich, aber inzwischen hat man sich an diesen Ton ja fast schon gewöhnt, obwohl die Fed unabhängig agiert! Aber das war heute für den Markt gar nicht wichtig. Wir wollten es vorab nur nochmal erwähnen, was da vor sich geht. Trump macht den Mini-Erdogan! Aber kommen wir jetzt mal zum konkreten Marktgeschehen.

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Fed-Aussagen

Einzelne Funktionäre der Fed haben mit Aussagen gestern und heute die Kurse durcheinander gewirbelt. Da wäre zunächst der in Notenbankkreisen wichtige Chef der New York Fed John Williams. Er hielt gestern Abend eine am Markt viel beachtete Rede, deren Aussagen (Zinsen senken, sobald Wirtschaft schwächelt) dem Markt suggerierte, dass die Zinsen noch stärker gesenkt werden, als bislang erhofft. Heute wurden diese Äußerungen relativiert als grundsätzliche ökonomische Aussagen, aber im Nachhinein kann man Börsenkurse ja auch nicht mehr ändern… und so fiel der US-Dollar gestern Abend sprunghaft, und fast alles, was gegen den Dollar gehandelt wird, stieg sprunghaft an (gut sichtbar im folgenden EURUSD-Chart seit Mittwoch früh).

Dann wurden heute Äußerungen des St. Louis Fed-Chefs Bullard bekannt, der sich klar für nur 25 Basispunkte Zinssenkung am 31. Juli aussprach. Das müsse reichen. Diese Äußerung brachte den Dollar wieder nach oben, und den Euro wieder nach unten.

Und die Indizes?

Im folgenden Chart sieht man den Dax (blau) gegen den Dow seit Mittwoch früh. Seit gestern Abend laufen die Amerikaner besser als der Dax. Sie scheinen die Fed-Story unterm Strich besser wegzustecken. Und außerdem konzentriert man sich aktuell eher auf die heimischen Quartalszahlen. Vor allem berauschen sich die Amerikaner aktuell an den Quartalszahlen von Microsoft, die gestern nach Börsenschluss positiv überraschten. Und Deutschland? Hierzulande hat Angela Merkel sich heute in letzten Aussagen vor ihrem Sommerurlaub auch zur Wirtschaftslage geäußert. Dabei ging es auch um die Konjunktur. Die laufe nicht sonderlich gut usw. Den heutigen Absturz im Dax ab 11 Uhr ab 12.323 Punkten kann man zeitlich gut in Zusammenhang bringen mit Merkels Aussagen. Thema Sommerloch? Wenn solch ein paar allgemeine Worte schon für -80 Punkte gut sind? Denn so stark fiel der Dax. Hätte sich der Dax heute an die Amerikaner gekoppelt (was ja eigentlich der Standard ist), dann könnte man jetzt vielleicht bei 12.350 Punkten stehen? (reine Vermutung) Aktuell notiert der Dax jedenfalls mit 12.229 Punkten, und geht relativ schlaff ins Wochenende.

Dax vs Dow

Öl und sonstige Ereignisse

Der Ölmarkt wurde diese Woche (vor allem heute und gestern) überflutet mit Gründen für steigende und fallende Kurse. Zuletzt war vor allem der Iran ein Thema (bitte hier genauer nachlesen). Für Bullen wie auch Bären lassen sich Argumente finden. Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit Montag. Schubweise ging es immer weiter bergab. Man kann eindeutig das Gefühl haben, dass der Markt diese Woche einfach fallen wollte. Trotz einem angeblichen US-Abschuss einer iranischen Drohne zeigt sich der Markt eher fallend. Ein Wahnsinnsmarkt war Öl diese Woche! Wie gesagt, bitte im obigen Link die Details nachlesen.

Die Verbraucherstimmung der Uni Michigan kam vorhin fast genau rein wie erwartet. Diese Daten brachten also keine Impulse. Vorausschauend kann man sagen: Die Amerikaner scheinen mit guter Grundstimmung in die kommende MEGA-Woche zu starten. Es hagelt jede Menge extrem wichtiger Daten von deutschen und US-Konzernen. Der Dax scheint mit seiner müden Sommerloch-Stimmung hinterher zu hinken. Man muss auch bedenken: Die negativen Industrie-Daten in Deutschland liegen wie ein Brett im Magen der Börsianer in Frankfurt, während die Konsumgesellschaft auf der anderen Seite des Atlantik weiter ihre Party auf dem brodelnden Vulkan feiert. Übrigens: Bis jetzt haben 15% aller im S&P 500 enthaltenen Aktiengesellschaften ihre Quartalszahlen gemeldet. Laut FactSet haben 79% davon die (zuvor oftmals gesenkten) Erwartungen übertroffen. Also, kann die Party in den USA nächste Woche weitergehen?

weiterlesen

Aktien

Aktien: Aktuelle Stories und Ausblick auf Q-Zahlen – Höhepunkt nächste Woche!

Veröffentlicht

am

Von

Microsoft hat gestern glänzende Quartalszahlen vermeldet. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um 49%. Ohne Sondereffekte war es immer noch ein Plus von 20%. Irgendwie kaum bemerkt, haben die Microsoft-Aktien aktuell einen Marktwert von über 1 Billion US-Dollar. Damit steht man im Wert vor Amazon und Apple! Heute reagiert die Aktie vorbörslich mit +3,1%. Sie wird heute somit auf einem neuen Allzeithoch eröffnen!

Wirecard

Wirecard hat verkündet, dass man nun auch die Zahlungsabwicklung für Aldi übernehmen wird (sämtliche Zahlungen mit Kreditkarten und internationalen Debitkarten). Das bringt den Aktien von Wirecard heute ein Plus von 5,2%. Charttechnisch gesehen befindet sich der Aktienkurs seit Anfang Juni noch in einer Seitwärtsphase. Will sie ausbrechen, müsste sie das Zwischenhoch bei 162 Euro vom 28. Mai überlaufen.

Boeing

Der durch zwei Flugzeugabstürze arg gebeutelte Hersteller Boeing vermeldet 4,9 Milliarden Dollar abschreiben zu müssen. Die Abschreibung wird für die Zahlen im 2. Quartal verbucht (hier die Originalmeldung). Vorbörslich notiert die Boeing-Aktien mit 1,9% im Plus. Offenbar hatte der Markt wohl Schlimmeres erwartet?

Bayer

Ein US-Gericht hat nun eine gigantische 2 Milliarden Dollar-Strafe gegen Bayer im Fall von zwei Krebspatienten deutlich entschärft. Nun geht man davon aus, dass die Strafe bei bis zu 200 Millionen Dollar liegen könnte. Endgültig klar ist das noch nicht. Aber damit könnten folgende Klagen abgemildert werden nach dem Motto „Leute, Leute, bitte keine utopischen Summen verlangen“. Denn das Gericht sagt, dass die ursprüngliche Milliardenstrafe sich nicht im verfassungsrechtlich angemessenen Rahmen bewegt habe. Insgesamt kann man sagen: Die Klage-Welle gegen Bayer ist nicht ausgestanden, sondern steht offenbar immer noch am Anfang. Wie teuer die Sache letztlich für Bayer wird, ist immer noch völlig ungewiss. Die Aktien von Bayer waren heute schon mal stärker im Plus – aktuell ist es noch ein Plus von 0,8%.

Gesponserter Inhalt

Trade.com bietet einen der geringsten Spredas aller CFD-Broker beim Germany 30 CFD. Vollständiger Kunden-Support in deutscher Sprache! Und wir bieten Ihnen ein umfangreiches und kostenloses Ausbildungspaket für Ihr zukünftiges Trading. Handeln Sie zum Beispiel Google, Apple, GBP/USD, EUR/GBP, Gold, FTSE, DAX und über 2.100 weitere globale CFDs, einschließlich den neuen Cannabis-Aktien Mehr dazu erfahren Sie beim Klick an dieser Stelle.

Ausblick auf nächste Woche – der Höhepunkt der Quartalssaison

Nächste Woche geht es richtig rund in Sachen Quartalszahlen. Am Dienstag meldet Texas Instruments (wie überstehen die Chiphersteller den Handelskrieg?). Ebenso meldet am Dienstag Snapchat seine Quartalszahlen. Ein erneutes Debakel im Kampf gegen Facebook?

Am Mittwoch melden früh morgens Deutsche Bank und Daimler ihre Zahlen. Was für eine Spannung! Daimler voll im Angesicht der Autokrise, und die DB voll im Angesicht der eigenen Krise! Auch meldet Boeing Mittwoch Mittag seine Zahlen, und vor allem Caterpillar! Mittwoch Abend dann melden Facebook und Tesla ihre Quartalszahlen. Das wird hochspannend für die Börsianer.

Dann am Donnerstag den 25. Juli melden BASF (wie schlimm wird es wirklich?) und Volkswagen. Abends kommen dann Intel, Google und Amazon!

Am Freitag dann meldet Twitter seine Quartalszahlen.

Also, nächste Woche wird DIE Woche aller Wochen in Sachen Quartalszahlen.

Seattle, Heimat von Amazon - diverse Aktien-News und Q-Zahlen
Die Skyline von Seattle, Sitz von Amazon. Facebook ist zwar interessant. Aber noch mehr schaut der Markt nächste Woche wohl auf die Amazon-Zahlen. Foto: Unsplash @MILKOVÍ

weiterlesen

Aktien

American Express-Quartalszahlen: Vorjahreswerte übertroffen, Kunden weiter im Konsumrausch

Veröffentlicht

am

Von

American Express hat soeben seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 10,84 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 10/erwartet 10,8).

Der Gewinn liegt bei 2,07 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,84/erwartet 2,05).

Die Vorjahreswerte bei Umsatz und Gewinn wurden spürbar übertroffen, und die Erwartungen wurden gerade eben so übertroffen.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,1%.

Die Vorsorge für Kreditausfälle steigt im Jahresvergleich um 7% auf 861 Millionen Dollar.

Konsumausgaben der Kunden über die Amex-Karten steigen um 7%. Kreditwachstum 11%.

Die Amex-Kunden sind weiter im Konsumrausch. Zitat Amex:

“We continued the broad-based momentum throughout our business with the eighth straight quarter of FX-adjusted revenue growth at 8 percent or better,” said Steve Squeri, chairman and chief executive officer. “Once again, our performance was driven by a well-balanced mix of spending volumes, lending income and card fees. “FX-adjusted Card Member spending was up 7 percent, led by consumers. This spending is occurring against the backdrop of an economy that is growing at a steady, but modest pace relative to 2018. Total loans grew 11 percent, with over 60 percent of that increase coming from our existing customers. Credit performance continued at industry-leading levels.

American Express-Quartalszahlen

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen