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Welcher Staat in Europa nimmt seinen Bürgern am meisten ab? Hier der Vergleich

Also, welches europäische Land hat denn die höchste Steuerquote? Die EU-Statistikbehörde hat alle Staatseinnahmen (inkl. Sozialabgaben) in Relation zum Bruttoinlandsprodukt gesetzt. Heraus kommt Folgendes: Am Teuersten…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nein, das ist natürlich eine bösartige Überschrift. Denn Steuern, Sozialabgaben und sonstige Staatseinnahmen fließen letztlich über Leistungen zurück an den Bürger. Von daher betrachten Sie die Überschrift bitte nur als Mittel Sie zum Lesen dieses Artikels zu animieren. Also, welches europäische Land hat denn die höchste Steuerquote? Die EU-Statistikbehörde hat alle Staatseinnahmen (inkl. Sozialabgaben) in Relation zum Bruttoinlandsprodukt gesetzt. Heraus kommt Folgendes: Am Teuersten ist Frankreich mit sagenhaften 47,9%, direkt gefolgt von Dänemark und Belgien.

Wie zu erwarten, belegen die anderen skandinavischen Ländern ebenfalls Spitzenplätze. Der EU-Durchschnittswert liegt bei 40% im Jahr 2015, unverändert gegenüber 2014. Deutschland liegt genau im Schnitt mit 40%, was 0,3% mehr ist als 2014. Aber im Langfristvergleich sind die Abgaben gestiegen. 2005 waren es nämlich noch 38,5% in Deutschland. Auch interessant: Der östliche Teil der EU liegt mit seinen Quoten durch die Bank bei unter 35% und sogar teilweise unter 30%! Irland wurde deutlich günstiger, was aber bilanztechnische Gründe hat. Deutlich günstiger wird anscheinend nur Dänemark, während tendenziell die Osteuropäer ihre Staatskosten von einem tiefen Niveau hochfahren.

Zum Vergrößern bitte jeweils das Bild anklicken.

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Eurostat hierzu in der Anmerkung:

In Schweden haben die Produktions- und Importabgaben den höchsten Anteil an der Steuerquote, in Dänemark die Einkommens- und Vermögenssteuern und in Frankreich die Nettosozialbeiträge Bei der Betrachtung der Hauptabgabenkategorien zeigen sich große Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der EU. Im Jahr 2015 war der Anteil der Produktions- und Importabgaben am höchsten in Schweden (mit 22,1% des BIP), Kroatien (19,7%) und Ungarn (18,9%). Am geringsten war dieser Anteil dagegen in Irland (8,9% – siehe länderspezifische Anmerkung), in Deutschland und der Slowakei (je 11,0%). Einkommen- und Vermögensteuern waren in Dänemark mit einem Anteil von 30,4% des BIP die größte Quelle des Steuer- und Abgabenaufkommens, dahinter folgten Schweden (18,4%), Belgien (16,7%) und Finnland (16,6%). Am niedrigsten lag die Quote der Einkommen- und Vermögensteuern im Verhältnis zum BIP in Bulgarien (5,4%),  Litauen (5,5%) und Kroatien (6,0%). Während die Nettosozialabgaben in Frankreich (18,9%), Belgien (16,7%) und Deutschland (16,5%) einen beträchtlichen Anteil des BIP ausmachten, war dieser Anteil in Dänemark (1,0% des BIP) und Schweden (3,7%) am geringsten. Im EU-Durchschnitt hatten die Produktions- und Importabgaben 2015 (13,6% des BIP) den größten Anteil am Steuer- und Abgabenaufkommen, dicht gefolgt von den Nettosozialabgaben (13,2%) und den Einkommen- und Vermögensteuern (13,0%). Für den Euroraum ergibt sich eine etwas andere Reihenfolge der Abgabekategorien. Hier entfiel der größte Anteil des Steuer- und Abgabenaufkommens auf die Nettosozialabgaben (15,3%); dahinter folgten die Produktions- und Importabgaben (13,3%) und die Einkommen- und Vermögensteuern (12,6%).

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Mulinski

    25. November 2016 22:01 at 22:01

    In Ungarn werden gar keine Steuern verlangt, von Familien mit 3 Kindern.

    • Avatar

      Riadh

      26. November 2016 17:07 at 17:07

      danke für die info wusste ich nicht

  2. Avatar

    Rudi

    1. Januar 2018 19:12 at 19:12

    Bei Familien mit Kindern sieht es sicherlich wieder zu gunsten Deutschlands anders aus

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Einzelhandelsumsätze: Krise vorbei – nur Bekleidungsgeschäfte haben ein Problem

Claudio Kummerfeld

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Frau mit Einkaufstaschen

Erst vorgestern berichteten wir über das veränderte Konsumverhalten der Deutschen im Zuge der Coronakrise. Die Menschen würden den Rotstift zuerst bei Urlaub, Bekleidung oder Schmuck ansetzen. Und diese Erkenntnis, gewonnen aus Umfragedaten von Creditreform, erkennt man auch in den heute veröffentlichten Einzelhandelsumsätzen vom Statistischen Bundesamt für den Monat August. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau sind demnach nämlich die Einzelhandelsumsätze in den Bereichen Textilien, Bekleidung, Schuhe, Lederwaren, sowie der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) mit real -10,1 % und -2,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Aber abgesehen davon sind die gesamten Einzelhandelsumsätze im Vergleich zu Februar und auch im Jahresvergleich zu August 2019 inzwischen wieder höher! Damit kann man also sagen: Die Menschen konsumieren wieder mehr als vor der Krise, von daher ist die Konsum-Angst offenbar verflogen – nur das Konsumverhalten hat sich verschoben, zum Beispiel von Bekleidung hin zu Wohnungseinrichtung. Deutlich zugenommen hat auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit einem realen Plus von 8,1 Prozent.

Die gesamten Einzelhandelsumsätze sind im August im Jahresvergleich um 3,7 Prozent gestiegen (der August 2019 hatte sogar einen Verkaufstag mehr), und im Monatsvergleich um 3,1 Prozent. Hier weitere Details der Statistiker im Wortlaut:

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im August 2020 real 2,6 % und nominal 5,4 % mehr um als im August 2019. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real 2,9 % und nominal 5,6 % über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (wie zum Beispiel der Facheinzelhandel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte im entsprechenden Vergleich real 0,3 % und nominal 3,7 % mehr um. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im August 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 4,5 % und nominal um 5,4 %. Das größte Umsatzplus zum Vorjahresmonat mit real 23,0 % und nominal 24,4 % erzielte der Internet- und Versandhandel.

Grafik zeigt Details der Einzelhandelsumsätze im August

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Das ist die erfolgreichste deutsche Anlegerin – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern ist Beate Sander mit 82 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Hierzulande wurde sie bekannt als die „Börsen-Oma“, die in den 90er-Jahren völlig unbeleckt an die Börse startete und aus 60.000 DM weit über 2 Millionen Euro machte. Sie gilt zu Recht als die erfolgreichste Privatanlegerin Deutschlands.

Dabei war ihr der Börsenerfolg definitiv nicht in die Wiege gelegt. Sie wuchs in Rostock auf und hat im Arbeiter- und Bauernstaat sicherlich nicht viel über den freien Markt gelernt. Als Jugendliche kam sie nach Süddeutschland und schlug dort eine Laufbahn als Realschullehrerin ein.

Im Alter von 60 Jahren hat sie dann ihrem Leben eine Wende gegeben und wurde Börsianerin, ohne dabei ihre Aufgaben als Pädagogin zu vernachlässigen. Ich wiederhole mich, ihrem Sohn hinterlässt sie nun ein Depotvermögen von weit über 2 Millionen Euro. Daneben setzte sie sich erfolgreich für die Aktienkultur in Deutschland ein, schrieb einige Börsenratgeber und verfasste regelmäßig Börsen-Kolumnen etwa in der Bild-Zeitung.

Ihre Erfolgsformel: Kaufen, wenn die Welt vermeintlich untergeht

Was war ihr Erfolgsrezept? Frau Sander pflegte einen offensiven Anlagestil und war in besonderem Maße an Technologie und Innovation interessiert. Gewissermaßen war das Silicon Valley ihre zweite Heimat. Daneben zeichnete sie sich durch einen streng antizyklischen Ansatz aus. So nutzte sie die Finanzkrise bzw. den Börsen-Crash von 2008, um ihr Depot nochmals auszubauen. Sie hat damals, als viele Anleger…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Arbeitsmarkt im September: Leichte Erholung – aber zwei Probleme gibt es!

Claudio Kummerfeld

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Bundesagentur für Arbeit ist zuständig für Integration am Arbeitsmarkt

Am deutschen Arbeitsmarkt zeichnet sich eine kleine Erholung ab, aber die Lage bleibt instabil. Erst einmal zu den aktuellsten Daten, welche die Bundesagentur für Arbeit vor wenigen Minuten veröffentlicht hat. Im September sinkt die offizielle (!) Arbeitslosigkeit um 108.000 gegenüber August auf 2,847 Millionen Personen. Im  Vorjahresvergleich sind es immer noch +613.000. Die offizielle Arbeitslosenquote liegt bei 6,2 Prozent nach 6,4 Prozent im August. Die tatsächliche Arbeitslosenquote (offiziell als „Unterbeschäftigung“ bezeichnet) liegt bei 7,7 Prozent nach 7,9 Prozent im August. Die Zahl der „Unterbeschäftigten“ sinkt von 3,69 auf 3,61 Millionen Personen. Die Bundesagentur für Arbeit sagt aktuell, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt nach wie vor deutlich sichtbar seien. Es würden sich aber leichte Zeichen der Besserung zeigen.

Kurzarbeit

Bevor wir zu zwei anstehenden Problemen am deutschen Arbeitsmarkt kommen, besprechen wir hier noch kurz das Thema Kurzarbeit. Die Bundesagentur für Arbeit sagt dazu aktuell folgendes, Zitat:

Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurde vom 1. bis einschließlich 24. September für 85.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Damit geht die Zahl der Personen, für die Kurzarbeit angezeigt wird, weiter zurück. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Juli zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im Juli für 4,24 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Damit hat die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds nach dem bisherigen Höchststand im April mit 5,95 Millionen sukzessive weiter abgenommen. Das ifo-Institut sprach gestern in seiner aktuellsten September-Umfrage (die Daten sind ziemlich zuverlässig) von einem Monatsrückgang um 1 Million auf 3,7 Millionen Kurzarbeiter in Deutschland (hier die Details).

Kurzarbeit als Form der Arbeitslosigkeit

Gut, man könnte jetzt sagen, dass die Kurzarbeit eigentlich nur eine andere Art von Arbeitslosigkeit ist, und dass man die 3,7 Millionen Kurzarbeiter zu den 2,8 Millionen offiziell Arbeitslosen statistisch hinzu addieren sollte. Das würde die Statistik am deutschen Arbeitsmarkt ehrlicher machen. Aber die Kurzarbeit hält die Belegschaft nun mal offiziell im Betrieb, als Angestellte. Auch wenn man nichts zu tun hat und das Geld vom Amt kommt, zählt man weiterhin als im Betrieb beschäftigt.

Konzerne mit Massenentlassungen

Wo die Kurzarbeit rückläufig ist und auch die offizielle Arbeitslosigkeit auch, da verbleiben zwei Probleme, welche diese vordergründige Erholung am Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten in einen Albtraum verwandeln könnten (dies kann so kommen, muss es aber nicht). Zahlreiche Konzerne, vor allem Autohersteller und Zulieferer, haben die letzten Tage und Wochen Massenentlassungen angekündigt, oder zumindest einen Stellenabbau, der wie üblich über sozialverträgliche Maßnahmen stattfindet wie Vorruhestand etc. Continental baut massiv Stellen ab, so auch MAN, Daimler uvm. Hier eine kleine Übersicht, wie viel die großen Zulieferer in Deutschland derzeit planen abzubauen. Diese Lawine an Entlassungen ist ja jetzt noch nicht umgesetzt, sondern es folgen nach der Verkündung Verhandlungen mit Gewerkschaften, Sozialpläne etc. Anders als in den USA, wo so ein Stellenabbau sehr schnell vonstatten geht, dürften diese Entlassungen erst nach und nach in den nächsten Quartalen umgesetzt und am Arbeitsmarkt sichtbar werden.

Insolvenzwelle ab 1. Oktober

Das zweite Problem besteht in der monatelang aufgestauten Insolvenzwelle, die nun ab 1. Oktober losgetreten werden könnte. Dies haben wir jüngst thematisiert (siehe hier im Detail). Monatelang wurde die Pflicht Insolvenz anmelden zu müssen ausgesetzt. Für zahlungsunfähige Unternehmen besteht diese Pflicht ab morgen den 1. Oktober wieder – von daher könnte ab morgen eine große Masse von kleinen und mittelgroßen Unternehmen zum Amtsgericht laufen und Insolvenz beantragen. Denn tun sie dies nicht, wären die Geschäftsführer dieser Unternehmen ab morgen auch wieder strafrechtlich wegen dem Vorwurf der Insolvenzverschleppung haftbar zu machen.

Ab Januar droht dann die nächste Pleitewelle in der Wirtschaft, weil dann auch die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht ausläuft für die Unternehmen, die zwar noch nicht zahlungsunfähig sind, dafür aber bereits überschuldet. Auch sie müssen dann ab 1. Januar Insolvenz anmelden. Wie groß der seit März aufgestaute Berg an Pleitefirmen ist, der sich erst ab morgen offenbaren wird – das weiß niemand. Aber schon bald dürfte man es wissen. Denn ist der Laden wirklich platt, darf der Geschäftsführer nicht einen Tag warten, sondern müsste eigentlich gleich morgen am 1. Oktober die Insolvenz anmelden! Für den Arbeitsmarkt könnte dies schon für den Monat Oktober einen spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit bedeuten – abwarten wie die Oktober-Statistiken ausfallen werden!

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