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Wer treibt Apple auf Allzeithoch? Warren Buffett!

FMW-Redaktion

Gestern stieg die Apple-Aktie auf ein neues Allzeithoch – einer der Gründe dafür sind neben den starken Zahlen für das 4.Quartal sowie die Hoffnungen, dass das neue iPhone ein Verkaufsschlager werden wird. Aber ein mindestens ebenso wichtiger Grund sind die massiven Käufe von Warren Buffet, dem Orakel von Omaha. Gestern veröffentlichte Daten (die quartalsweise veröffentlichten, sogenannten 13f filings) zeigen nämlich, dass Buffett mit seiner Firma Berkshire Hathaway im vierten Quartal 2016 seinen Aktienanteil an Apple um mehr als 300% erhöht hat – auf nun 57,3 Millionen Aktien des kalifornischen Unternehmens – noch im Vorquartal hatte Berkshire Hathaway lediglich 15 Millionen Apple-Aktien im Depot, mithin wurden also mehr als 42 Millionen Aktien gekauft ! Nachdem die Apple-Aktie gestern ein neues Allzeithoch erreicht hat, ist die Beteiligung Buffetts an Apple derzeit 7,7 Milliarden Dollar wert – und die Firma dürfte damit einen Buchgewinn von ca. 1,2 Milliarden Dollar verbucht haben in der Zwischenzeit (zum Stichtag 31.Dezember lag der Wert bei 6,5 Milliarden Dollar)!

Damit hatte Buffett einmal mehr den besseren „Riecher“ als einige Dickschiffe unter den amerikanischen Hedgefonds – so zum Beispiel Tiger Global Management, das im 4.Quartal die Apple-Atien aus dem Depot geworfen hatte, oder der von Daniel Loeb geleitete Hedgefond Third Point Capital, der im 4.Quartal seine Anteil an Apple deutlich reduziert hatte. Buffett dagegen zählt nun zu den Top 10 der Apple-Aktionäre. Insider sagen, dass solche großen Käufe nur der Chef persönlich tätige, während andere Transaktionen meist vom Mitarbeitern ausgeführt würden.


Warren Buffett.
Foto: Mark Hirschey / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Auffallend ist auch, dass Berkshire Hathaway im 4.Quartal massiv in US-Fluglinien investiert hat: so etwa bei American Airlines, bei dem die Firma nun zweitgrößter Aktionär ist inzwischen mit einem Anteil von 8,79% (von zuvor 4,2%) und Delta Airlines. Und wie der Zufall nun einmal so spielt, hatte Donald Trump kürzlich bei einem Treffen mit den CEOs amerikanischer Fluglinien den Unternehmen in Aussicht gestellt, Steuern und Abgaben zu reduzieren, um die US-Airlines, unter Druck durch staatlich gepäppelte Linien wie Etihad, zu unterstützen. Oder vielleicht doch kein Zufall? Hat Buffett hier vielleicht mehr als andere gewußt aus Gesprächen mit Trump – schließlich zeigte er sich bislang sehr euphorisch in Sachen Trump, obwohl er eigentlich in der Vergangenheit eher den Demokraten zuneigte.

Stark reduziert hat Buffett übrigens seinen Anteil an Wal-Mart – und zwar um mehr als 90%. Wal-Mart-Aktien sind seit der Wahl Donald Trumps einer der schlechtesten Performer im Dow Jones, vorwiegend aus Sorge darüber, dass die Trump-Administration Importzölle auf vor allem chinesische Waren einführen könnte – und das würde Wal-Mart empfindlich treffen.



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1 Kommentar

  1. Seinen ersten Posten Apples hat er angebl.
    ca. Januar 2016 schon bei unter 100 gekauft.

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