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Wer vom Wahnsinn befallen war und diese Broker-Aktie 2015 oder 2016 günstig kaufte, ist heute der glänzende Gewinner

Es gibt das Sprichwort „wer nichts wagt, der nichts gewinnt“. Und auch hört man manchmal das Sprichwort „nur wer gegen den Strom schwimmt, kann richtig fett Gewinn machen“. Diese „Weisheiten“ treffen wohl beide auf das folgende…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es gibt das Sprichwort „wer nichts wagt, der nichts gewinnt“. Und auch hört man manchmal das Sprichwort „nur wer gegen den Strom schwimmt, kann richtig fett Gewinn machen“. Diese „Weisheiten“ treffen wohl beide auf das folgende Beispiel zu. Der CFD-Broker „Plus500“ geriet 2015 (erster Abwärtspfeil im Chart) in arge Probleme, nachdem mehr als die Hälfte der Kundenkonten von Aufsichtsbehörden eingefroren wurden. Es gab Probleme mit Geldwäscheprävention, zum Beispiel der ordentlichen Identitätsfeststellung usw. Eigentlich bedeutet so eine Nachricht fast schon das Aus für einen Broker – ein Imagedesaster!

Dementsprechend krachte die Aktie 2015 auch in den Keller von 750 auf 200 Pence. Das war es dann? Nein. Die Aktie erholte sich bis Herbst 2016 wieder auf genau das Niveau von 750 Pence. Man konnte die Probleme beseitigen, die Kunden und Umsätze halten beziehungsweise steigern. Dann im Dezember 2016 folgte der zweite große Absacker für die Plus500-Aktie zusammen mit anderen Broker-Aktien (IG Group etc). Denn der britische Finanzmarktregulierer FCA verschärfte die Bedingungen, unter denen CFDs an Privatkunden offeriert werden können.

Der Markt rechnete dementsprechend mit starken Umatzeinbußen. Wer 2015 im Tief bei 200 oder 300 Pence die Plus500-Aktie gekauft hatte, und die Chance gehabt hätte bei zum Beispiel 700 Pence ein Jahr später zu verkaufen, muss wahnsinnig geworden sein. Zack, nach der FCA-Verkündung im Dezember 2016 lag die Aktie bei 320 Pence (zweiter Abwärtspfeil). Da hätte man endgültig frustriert verkaufen können. Aber wer in 2015 oder 2016 die Nerven behielt, an diese Aktie glaubte und  zwischenzeitlich günstig einkaufte, hätte aus heutiger Sicht (einfach gesagt) ein glänzendes Geschäft gemacht.

Die Ergebnisse von Plus500 wurden seitdem immer besser. So stieg auch die Aktie immer weiter in den letzten elf Monaten von 320 auf jetzt 1023 Pence. Was für ein Gewinn, was für ein Chart! Der sensationell gute Lauf bei der Plus500-Aktie wird aktuell von glänzenden Zahlen des Unternehmens bestätigt. Man halte sich fest (siehe zweite Grafik): Der Umsatz stieg vom 3. Quartal 2016 zum 3. Quartal 2017 von 77 auf 116 Millionen Dollar, ein Zuwachs von 50%. Der Gewinn (EBITDA) steigt von 33 auf 70 Millionen Dollar. Eine Marge von 60% gegenüber 43% vor einem Jahr – was für eine Profitabilität!

Da könnte man fast anfangen an der Echtheit so guter Zahlen zu zweifeln, aber nein. Es sind die offiziell verkündeten Daten des Unternehmens. Die muss man so akzeptieren, auch wenn es auf den ersten Blick unrealistisch wirkt, dass ein Broker bei 116 Millionen Umsatz 70 Millionen Gewinn macht! Die Zahl neuer Kunden steigt übrigens binnen eines Jahres um 69%. Die Kosten um einen neuen Kunden zu gewinnen sinken von 1300 auf 689 Dollar. Den Ausblick zeichnet das Unternehmen wie es bei solchen Zahlen zu erwarten ist positiv. Zitat:

Looking ahead to 2018, the Board believes that Plus500 is well positioned to take advantage of growth opportunities such as new licences and new instruments, whilst retaining its competitive advantage derived from its lean cost structure and technology leadership; these factors are expected to assist in mitigating the impact of any regulatory changes. Plus500 has attracted a record number of new customers and active customers so far this year through its efficient investment in marketing and its retention initiatives, providing good momentum for the final quarter of 2017 and going into 2018. Accordingly, the Board believes that the Company is on track to report results which are ahead of market expectations for the year as a whole.

Was soll man dazu noch sagen? Wenn Sie die Aktie schon besitzen, dann Glückwunsch. Wenn Sie noch kaufen wollen, überlegen Sie es sich gut. Der Kursanstieg im Chart sollte Warnung genug sein, aber wir wollen niemanden von seinem Glück/Unglück abhalten!


Die Plus500-Aktie seit Ende 2014.

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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