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Gold/Silber

Die WHO-Amazon-Euphorie – so reagieren Goldpreis, Ölpreis, Aktien

Claudio Kummerfeld

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Gestern Abend, da war noch was los. Goldpreis, Ölpreis und US-Aktien bewegen sich plötzlich. Erst hielt die Weltgesundheitsorganisation WHO um 20:45 Uhr ihre PK zum Coronavirus ab. Man erklärte wie erwartet den globalen Gesundheitsnotstand. In dem Zusammenhang hätte man beispielsweise erwartet, dass die WHO Reisewarnungen ausspricht, und empfehlen würde Reisebeschränkungen einzuführen. Aber nein. Man lobte sogar noch ausdrücklich die tolle Arbeit der chinesischen Regierung. Der Notstand sei eher eine präventive Verkündung, um den Blick zu schärfen für die Länder, die organisatorisch nicht so gut wie China reagieren könnten auf so eine Krise. Dabei soll es wohl um Drittewelt-Länder gehen, auf die sich die Augen richten würden, wenn auch dort der Coronavirus ankommt.

Markus Fugmann besprach die Lage vorhin mit einer kritischeren Betrachtungsweise (siehe hier). Die Äußerungen der WHO wurden am Markt gestern Abend nach einigen Minuten Nachdenken als entspannend und harmlos bewertet. Dann kam kurz nach 22 Uhr noch Amazon mit seinen Quartalszahlen. Der Gewinn wurde 50% höher vermeldet als erwartet. Wow, tolle Zahlen! Nachbörslich stieg die Aktie um 9,8%. Sie wird also heute im offiziellen Börsenhandel deutlich höher eröffnen. Aber schauen wir uns mal die Märkte genauer an. Wie hat man auf WHO und Amazon in den großen Kursbarometern reagiert?

Goldpreis fällt, Aktien und Ölpreis steigen

Tja, der Markt zeigt sich erleichtert, dass zumindest laut WHO-Wohlfühl-PK und Amazon-Jubelzahlen die Welt doch (oberflächlich) ganz gut da steht. Läuft doch alles? Und so ist der Dow 30 von 28.600 auf 28.932 Punkte in der Nacht geklettert. Bis jetzt kam er wieder auf 28.786 zurück, aber liegt somit immer noch im Plus. Die tollen Amazon-Zahlen waren auch ein Push-Faktor für diesen Anstieg. Der Dax notiert vom Zeitpunkt kurz vor der WHO-PK bis jetzt unterm Strich 20 Punkte höher. Der Ölpreis konnte ganz klar profitieren. WTI-Öl stieg von 52,16 auf 53,33 Dollar in der Spitze heute Nacht, und notiert jetzt immer noch gut im Plus bei 52,81 Dollar. Gut, vorher ist er auch tagelang kräftig gefallen. Da war so ein kleiner Anstieg eh mal überfällig? Der Goldpreis als „Sicherer Hafen“ für Krisenzeiten zeigte von allen Assets am Deutlichsten, dass der Markt dank der WHO-PK erstmal durchschnauft nach dem Motto „Ja super, ist doch alles nicht so schlimm mit dem Coronavirus“.

Der Goldpreis fiel nämlich ab 20:45 Uhr gestern Abend von 1.577 auf bis zu 1.570 Dollar heute Nacht. Er ist aber jetzt schon wieder auf 1.577 Dollar gestiegen. Gold hat also anders als Aktien und Öl die kleine WHO-Euphorie schon wieder ganz bei Seite geschoben. Folgen Aktien und Öl auch noch, und fallen auf ihr Niveau von gestern Abend zurück? Die Aktienmärkte zumindest könnten sich noch an der Amazon-Euphorie berauschen! Wichtig: Heute Mittag (ca 13 Uhr) meldet der Gigant unter den Baumaschinen-Herstellern Caterpillar seine Quartalszahlen. Sehr wichtig für die US-Konjunktur und die Aktienmärkte! Im folgenden Chart sehen wir die Bewegung im Goldpreis seit gestern Mittag (rot-grün) gegen den Dow 30 in blau.

Goldpreis vs US-Aktien seit gestern Mittag

Drei Analystenkommentare

Hier noch ein aktueller Marktkommentar von Milan Cutkovic, Marktanalyst bei AxiTrader. Zitat:

Die Hoffnungen der Investoren ruhen jetzt auf der Weltgesundheitsorganisation. Nachdem die WHO gestern Abend eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen hatte, drehte die Wall Street ins Plus. Zuvor war sie noch wegen der Angst vor einer unkontrollierbaren Ausbreitung des Coronavirus und den negativen wirtschaftlichen Folgen zusammen mit den europäischen und asiatischen Börsen nach unten gerauscht. In Erwartung von durch die WHO koordinierten internationalen Maßnahmen setzt nun wieder eine leichte Erholung an den Märkten ein.

Und hier im Wortlaut der Kommentar von Jasper Lawler, Head of Research bei der London Capital Group. Zitat:

Oil bounced back yesterday after taking a drubbing that took prices back to the lows reached in October. The WHO recommendation that travel continues is great news for oil. Brent crude oil bounced back above $59 per barrel yesterday and we are eyeing a move over the key $60 threshold on Friday. Gold prices failed at $1585 per oz and closed down and near lows of the day. Gold will be the punching bag in any risk-recovery but for its outlook we just need to monitor the extent of the declines.

Hier der aktuelle Kommentar von Jochen Stanzl von CMC Markets:

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Gold/Silber

Goldpreis wacklig unterwegs – Achtung US-Dollar und US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Gestern berichteten wir über das größere Bild für Gold, und warum der Goldpreis nach einem Biden-Wahlsieg in den USA eventuell spürbar steigen könnte (hier der Artikel). Heute schauen wir auf die Tagesaktualität. Die Gold-Bullen könnten im Keller verschwinden und stundenlang schreien vor Wut. War der Goldpreis noch vorgestern auf 1.931 Dollar gestiegen, und sah es endlich nach dem großen Durchbruch nach oben aus, so rauschte das Edelmetall gestern mal wieder unter die Marke von 1.900 Dollar, auf bis zu 1.893 Dollar im Tief.

Goldpreis mit Blick auf US-Dollar und Anleiherenditen

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.909 Dollar. Nach fast zweitägigem Ansteigen zeigt der US-Dollar seit heute wieder Schwäche. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) fällt heute von 93,08 auf 92,69 Indexpunkte. Kann man ein Niveau im Goldpreis von um die 1.900 Dollar inzwischen als charttechnische Unterstützungsmarke betrachten? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es seit Wochen ein elendiges Rauf und Runter um diese runde Marke.

Wichtig für Gold-Bullen ist, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit einigen Tagen am Steigen ist. Binnen genau einer Woche steigt sie von 0,73 Prozent auf 0,85 Prozent. Damit werden Anleihen in Relation zum zinslosen Gold also wieder attraktiver, was den Goldpreis anfälliger für Rückschläge macht.

Die Analysten der Commerzbank merken in einem aktuellen Kommentar zu Gold an, dass die steigenden US-Renditen womöglich auch der Grund seien, dass ETF-Investoren gestern den dritten Tag in Folge Positionen verkauft haben. In den letzten drei Tagen summieren sich die Abflüsse auf 7,6 Tonnen. Auch einige spekulative Finanzinvestoren könnten laut CoBa weitere Long-Positionen geschlossen haben. Einen Eindruck hierüber gebe die CFTC-Statistik heute Abend.

Der folgende Chart zeigt seit Dienstag Abend in rot-grün den Goldpreis gegen den Dollar-Index in blau. Der ganz aktuell fallende US-Dollar könnte heute Mittag dem Goldpreis Aufschub verleihen. Aber man vergesse bitte wie gesagt nicht die steigenden US-Renditen. Und es ist weiterhin unklar, wie nun mit dem möglichen Konjunktur-Stimulus in den USA verfahren wird.

Chart zeigt Vergleich zwischen Goldpreis und US-Dollar

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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