China verschiebt die Kräfteverhältnisse im globalen KI-Wettlauf: Mit einem rasanten Ausbau erneuerbarer Energien – und im Gegensatz zur anhaltenden Abhängigkeit vieler Länder von fossilen Quellen – verschafft sich die Volksrepublik einen strategischen Vorsprung, der ihre KI-Vorherrschaft weiter stärkt.
China: KI-Macht dank erneuerbarer Energien
Wie Bloomberg berichtet, präsentiert sich China zunehmend als außergewöhnlich gut positioniert im Wettlauf um die Vorherrschaft in der künstlichen Intelligenz (KI). Laut Julian Wentzel, Chief Sustainability Officer bei HSBC Holdings, ist vor allem der rasante Ausbau erneuerbarer Energie ein entscheidender Faktor, der dem Land einen kaum kopierbaren Wettbewerbsvorteil verleiht – insbesondere gegenüber den USA. Ein KI-Ökosystem, das überwiegend auf erneuerbare Energie statt auf fossile Brennstoffe setzt, steigert laut Wentzel sowohl die wirtschaftliche Stabilität als auch die langfristige Kosteneffizienz.
„China hat sich in eine sehr einzigartige Position gebracht, was den Energiebedarf zur Versorgung ihrer Wirtschaft und letztlich ihrer KI-Architektur betrifft“, erklärte Wentzel in einem Interview. Die strukturellen Vorteile im Energiesektor übersetzen sich aus seiner Sicht direkt in technologische und wirtschaftliche Stärke.
China baut seine erneuerbare Energie so schnell aus wie kaum ein anderes Land. Die Volksrepublik wird voraussichtlich erneut ihre eigenen Rekorde beim Zubau von Wind- und Solarkapazitäten brechen. Dieser massive Ausbau senkt laut Wentzel die Kapitalkosten, weil erneuerbare Energie nach dem Bau der Infrastruktur nahezu ohne zusätzliche laufende Kosten betrieben werden kann. Im Gegensatz dazu sind fossile Energieträger dauerhaft an Kosten für Förderung, Transport, Verarbeitung und Distribution gebunden.
„Sobald die Infrastruktur steht und die Nachfrage wächst, kann man diese Nachfrage zum Nulltarif bedienen“, sagte Wentzel. Da die „prozentualen Kosten jedes zusätzlichen Kilojoules an Energie im Verhältnis zum Gesamt-BIP mit der Zeit sinken“, entstehe „ein äußerst kraftvoller Hebel für das grundlegende Wachstum einer Volkswirtschaft“.
Diese Dynamik verschafft China sowohl im Energiesektor als auch im KI-Sektor erhebliche Vorteile – zwei Bereiche, die immer stärker miteinander verflochten sind, da KI-Infrastruktur enorme Energie benötigt.
US-Energieengpässe bremsen KI-Ausbau
Im Gegensatz zu China verfolgt die US-Regierung derzeit eine weniger aggressive Ausbaustrategie für erneuerbare Energie. Der US-Energieminister Chris Wright warnte wiederholt, dass ein schneller Übergang zu sauberer Energie wirtschaftliche Nachteile und höhere Kosten verursachen könnte. Währenddessen decken fossile Brennstoffe weiterhin einen erheblichen Teil der Energieversorgung von US-Rechenzentren – insbesondere von KI-Zentren.

Microsoft-CEO Satya Nadella unterstrich ebenfalls, dass Energie die zentrale Engpassressource der Branche ist. Nicht Chips, sondern die Energieverfügbarkeit begrenze derzeit den Ausbau von Rechenzentren. Verschiedene Schätzungen deuten darauf hin, dass die bestehende und geplante KI-Infrastruktur der USA mit dem heutigen Energiesystem kaum zu versorgen ist.
Diese Knappheit eröffnet neue Geschäftschancen für Öl- und Gasunternehmen. Chevron kündigte an, erstmals ein Rechenzentrum in West-Texas direkt mit Gasstrom zu versorgen – ein Schritt, der die strukturelle Abhängigkeit der US-KI-Industrie von fossiler Energie zementiert und gleichzeitig neue Einnahmequellen für die Branche schafft.
Wentzel betont dagegen, dass der globale Wettbewerb um KI sich zunehmend um die Energieversorgung dreht. Erneuerbare Energie bleibe langfristig unschlagbar günstig, sobald die Infrastruktur installiert ist. Länder wie China, die große Mengen günstiger erneuerbarer Energie bereitstellen können, verschaffen sich so einen strukturellen Vorteil.
Zudem kombiniert China günstige Energie mit effizienteren KI-Entwicklungsansätzen. Das zeigte sich, als das chinesische Startup DeepSeek demonstrierte, dass die Entwicklung leistungsfähiger Modelle deutlich kostengünstiger und energieeffizienter erfolgen kann als bei US-Wettbewerbern.
China formt wirtschaftliche Machtstrukturen
Chinas zunehmende Dominanz formt mittlerweile auch die politischen Debatten auf globalen Bühnen. Auf der COP30-Konferenz in Belém, Brasilien, äußerte Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom mehrfach Besorgnis über die Risiken für die USA. Er sprach von „einer der großen Kapitulationen im Klimakampf“, dass die US-Regierung ihre Führungsrolle geschwächt habe, während Präsident Xi Jinping die Position Chinas gezielt stärke. Die USA und die etablierten Automobilhersteller „sollten besser aufwachen“, so Newsom. „Hier geht es um wirtschaftliche Macht.“
China dominiert mittlerweile rund 80 % der globalen Solarproduktion, etwa 60 % der Windkraftanlagen, 70 % der Elektrofahrzeuge und 75 % der Batterien – und produziert all dies zu deutlich geringeren Kosten als westliche Hersteller.
Gleichzeitig investiert China weiterhin in fossile Energie, insbesondere in Kohle, was den CO₂-Ausstoß erhöht. Dennoch bleibt der strukturelle Vorteil des hohen Anteils erneuerbarer Energie bestehen. Wentzel erklärt, dass Volkswirtschaften, die sich stärker auf erneuerbare Energie stützen, langfristig weniger Inflation und geringere Preisvolatilität erleben.
„Die Abhängigkeit von Brennstoffrohstoffen zu verringern, reduziert Kapitalfluktuationen, Inflationsrisiken und Preisschwankungen“, sagte er. Mit wachsender Skalierung der erneuerbaren Systeme könnten die Energiekosten gemessen am BIP langfristig sinken und so nachhaltiges Wirtschaftswachstum fördern.
FMW/Bloomberg
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken













Sorry, aber der Text ist Unsinn. Die Geschichte wonach Solar und Wind kostenlos nach dem Bau der Anlagen sind, sollte man nicht mehr erzählen. In Deutschland weiß man, dass dazu noch Investitionen in Speicher und Leitungen kommen. Im übrigen ist man in Kalifornien schon weiter als in Deutschland beim Speicherausbau, weshalb man das dort auch wissen sollte. Ich glaube allerdings, dass es dort keine Dunkelflaute gibt, was den Ausbau der EE billiger und einfacher machen würde.
@Robert
und wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Da steht nicht, dass Solar und Wind nach dem Bau kostenlos sind. Da steht „nahezu ohne zusätzliche laufende Kosten“ auskommen. Und im Vergleich zu fossilen und nuklearen Energieträtern ist die Aussage korrekt.
Leitungen werden auch so gebaut. Ob nun mit oder ohne EE’s.
In Deutschland muss das bestehende Leitungsnetz massiv umgebaut werden, weil es nun sehr viel dezentrale Einspeisung gibt. Speicher um Energie bsw vom Tag in die Nacht zu verschieben, sind weitere zusätzliche Investitionen.
Zur Frage der laufenden Kosten. Es ist richtig, dass die Kostenstruktur der EE anders ist als zB bei einem Kohkekraftwerk. Ich weiß allerdings nicht ob das tatsächlich relevant ist. Wenn ich 1 Mio auf einmal bezahle (+ dannach Zinsen für den Kredit und Rückzahlung des Kredits) oder 100.000 auf einmal und die nächsten 10 Jahre jeweils 90.000 für Brennstoff, dann ist das in der Summe ein ähnlicher Betrag.
Ich denke, was tatsächlich Solar gegenüber allen anderen Techniken hervorhebt, ist, dass es in Massenproduktion hergestellt werden kann. Die Kosten sinken deshalb ständig. Man kann davon ausgehen, dass das für Akkus genauso gilt. Das Paket Solar + Akku dürfte sich deshalb längerfristig preislich durchsetzen. Leider ist Deutschland kein guter Standort für Solar, anders als zB Kalifornien, Südchina, Arabische Halbinsel, da es mehrere Monate im Jahr kaum Sonne gibt. Windanlagen werden nicht in Massenproduktion hergestellt und wegen der Dunkelflaute braucht es dann bei uns auch noch Backup-Kraftwerke. Genau deshalb werden wir bei EE nie mit guten EE-Standorten mithalten können.
Ich stimme Ihnen zu.
Sowol das deutscge Netz ist an der Grenze, als auch braucht es erst mal Regelkraftwerke.
Diese Kosten muss man den EE zurechnen.
Ich traue der jetzigen Regierung da mehr zu, realistischer ranzugehen.
Mich würde nicht wundern wenn dabei rauskommt, dass Wärmepumpe und E Fahrzeug zurück in die Niesche kommen, dort wo sie große Vorteile haben und man das Netz erst mal so lässt und sich erst mal darauf konzentriert die alten Kohlekraftwerke abzuschalten.
Ich halte das als ehemaliger (lange her) Fan der Ökos für die zielführendste Herangehenaweise.
Wir haben weder die Rohstoffe noch das Netz für E Mobilität im großen Stil.
Daneben wärde die Dämmung der 10% schlimmsten Immobilien viel effektiver als bereits gut gedämmte für teuer Geld auf WP umzurüsten.
Die Rohstoffe für E-Autos im großen Stil sind durchaus vorhanden, insbesondere weil es auch ohne Lithium geht, etwa mit Natrium. Dann werden Akkus auch ständig billiger, da sie in sehr hohen Stückzahlen hergestellt werden können. Ich denke deshalb, dass eAutos die beste nächste Möglichkeit sind, anders als Dämmen. Ich würde sogar vorschlagen alles was Bauen billiger macht zu machen. Aktuell kosten sanierte oder neue Wohnungen um 6000 Euro pro Quadratmeter. Das müsste halbiert werden.
Die US Strategie zur Energie, die wohl noch keine ist, wird kippen.
Auch die USA und sogar unter den Reps werden EE zubauen.
Der Artikel beschreibt schön anschaulich, dass die selbsternannten Klimaschützer nicht mehr gebraucht werden.
Die EE haben sich durchgesetzt.
Und China nutzt diese nicht um den Planeten zu retten, sondern wegen den Vorteilen. Und die scheinen das Rennen zu gewinnen.
Die haben bestimmt keine masochistischen CO2 Preise und trotzdem läufts. Besser als bei uns womöglich sogar.
Warum wird in der Berichterstattung nie erwähnt, dass China für jedes neu in Betrieb genommene Kohlekraftwerk mindestens ein altes stilllegt? Im vergangenen Jahr hat das Land sogar mehr Kohlekraftwerke außer Betrieb genommen als neu gebaut. Welche Interessen könnten dahinterstecken, diese Tatsache zu verschweigen?
Moin Mr. Wan,
mich würden Ihre Info-Quellen interessieren. Bin selber in Yankuang Energy, die neben Kohle auch kräftig bei Solarparks und Windkraftanlagen dabei sind, und bei CNNC, Stichwort „Thorium“, investiert.
Aber im Allgemeinen sind Informationen diesbezüglich nicht wirklich breit gestreut.
Viele Grüße,
Birger
Wissen Sie ob die bereits Flüssigsalzreaktofen betreiben?
Hochinteressante Technologie, ich meine aUs ökonomischer Sicht.
@Großer Bär
China betreibt einen kleinen experimentellen MSR-Demoreaktor mit einer thermische Leistung von 2 MW in der Wüste Gobi.
Angeblich soll es vor einem Jahr gelungen sein, diesen erstmals per Online-Refueling im laufenden Betrieb nachzuladen.
Zu den weiteren großen technischen Herausforderungen der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, insbesondere die starke Korrosion durch die sehr heißen, aggressiven radioaktiven Salze, ist leider nichts bekannt.
Falls keine größeren Probleme aufgetreten sind, sollte ein größerer Demonstrationsreaktor mit einer elektrischen Leistung von 10 MW ab diesem Jahr gebaut werden. Leider sind sämtliche Informationen, auch in wissenschaftlichen Netzwerken, sehr spärlich gesät und daher (noch) mit äußerster Vorsicht zu genießen.
@Anna Luisa, unsere chinesischen Kollegen in der arktischen Einsamkeit berichten weiterhin von ungelösten Problemen in der Werkstofftechnik. Auch beim wiederholten Online-Refueling scheint es noch an der einen oder anderen Stelle zu stottern, wobei da aber prinzipiell, laut seltenen offiziellen Informationen, nennenswerte Fortschritte zu verzeichnen sind.
Über die dabei entnommenen, hochradioaktiven Spaltprodukte und deren Lagerung gibt es keine Informationen.
Dir muss ich ja nicht erklären, dass das alles nicht viel mehr als Gerüchte unter wissbegierigen, plaudernden Wissenschaftlern sind, die aus der inzwischen völlig paranoiden chinesischen Geheimhaltungssphäre absichtlich oder zufällig durchsickern.
Moin Großer Bär, abgesehen von Artikeln auf Miningscout hat Hannes Zipfel von Asus Gold- und Silbermünzen, vor gut zwei Wochen ein Video zum Thema Thorium hochgeladen, sehr interessant. Ist auf seinem YT-Kanal leicht zu finden. Irgendwas mit Kernenergie-Revolution. Vor zwei Wochen(!), der Miningscout-Artikel ist von 2013.
Viele Grüße,
Birger
*Ausis Gold und Silberminen* wollt‘ ich sagen.
Die Chinesen wissen aber, dass nachts die Sonne nicht scheint und auch nicht immer der Wind weht.
…Chinas Ausbau der Kernenergie erreicht neuen Rekord…
https://blackout-news.de/aktuelles/chinas-ausbau-der-kernenergie-erreicht-neuen-rekord/
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut,
immer wieder derselbe Unsinn aus deinem Schwurbelnetzwerk?
Lass uns das mal kurz auseinandernehmen: China plant bis 2050 angeblich 400 GW Atomkraft. Zur Einordnung: Bis September hat China allein 240 GW Solar, 61,1 GW Wind und 7,2 GW Wasserkraft neu installiert – summa summarum über 300 GW erneuerbare Kapazität in weniger als einem Jahr. Das bedeutet: China baut in etwa einem Jahr mehr Erneuerbares als die Atomkraft in 25 Jahren hinbekommen würde. Die neuen Atomkraftwerke ersetzen großteils alte Meiler und kommen nicht einfach zusätzlich.
Laut altem Fünfjahresplan sollte Atomenergie maximal 10 % des Energiemixes liefern. Nach aktuellem Stand werden es höchstens 8 %, wenn überhaupt. Atomkraft ist also ein marginaler Baustein, keineswegs dazu gedacht, deine heißgeliebten Dunkelflauten zu retten. Sie macht für China nur lokal in bestimmten Industrieclustern Sinn.
Wir haben dir das schon tausendmal erklärt – und trotzdem bringst du jedes Mal denselben Unsinn wieder.
Herr Anton
Chinas ältestes Kernkraftwerk ist mal gerade 33 Jahre alt.
Warum sollten die in den nächsten 20 oder 30 Jahren außer Betrieb genommen werden?
Betriebene Reaktoren: 58 (Stand Oktober 2025)
Im Bau: 33 (Stand Oktober 2025)
Geplant: 43 (Stand Oktober 2025)
Anteil am Strommix: 5 % (Stand 2021)
Nur zum Vergleich.
Spanien erzeugt etwa 20 % Atomstrom.
Insgesamt etwa 75 % des Strom sind CO2 frei.
Alleine etwa 9,5 % aus Wasserkraft
Kohlekraftwerke sind stillgelegt.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut
Bevor du rhetorische Fragen stellst, beschäftige dich bitte erst einmal mit den tatsächlichen Verhältnissen in China. Dein Kommentar offenbart einmal mehr nur deine Unkenntnis.
China ist nicht Spanien — hier lässt man Infrastruktur nicht so verkommen, bis ein landesweiter Blackout droht.
1. Du hast den Artikel über Kohlekraftwerke gelesen: Dort steht klar, dass viele Kraftwerksprojekte zu Investitionsruinen verkommen. Bei AKWs gilt dasselbe Prinzip: Was geplant wird, wird nicht zwangsläufig genehmigt; was genehmigt wird, wird nicht zwangsläufig gebaut; und was gebaut wird, geht nicht zwangsläufig ans Netz. Das haben wir dir schon oft genug erklärt. Lern es endlich.
2. Chinesische Atomreaktoren haben eine geplante Lebensdauer von 50–60 Jahren. Das heißt: In ~25 Jahren erreichen die ersten Reaktoren ihr Lebensende und müssen sukzessive ersetzt werden.
3 Seit Juli gilt in China ein neues Einspeisegesetz mit strengen Vorgaben für zulässige Einspeisekosten. Viele Kernkraftprojekte werden diese wirtschaftlichen Vorgaben nicht erfüllen.
4. Laut dem aktuellen Fünfjahresplan (FYP) soll der Anteil der Atomstromerzeugung begrenzt werden — Zielwert: max. 10 %. Unter realistischen Annahmen erreichen die bereits gebauten und geplanten AKWs bestenfalls ~8 % Anteil am Strommix.
Bevor du also hier wieder Unsinn verbreitest, informiere dich endlich richtig.
Herr Atom
Du solltest nicht so viel Unsinn zu erzählen.
Natürlich gibt es in Spanien auch grüne Spinner.
Die haben dann gefeiert, dass es mindestens einen Tag möglich war Spanien zu 100 % mit Zappelstrom zu versorgen und wundern sich dann, dass es einen Blackout gibt, weil das Netz durch die fehlenden Schwungmassen der Turbinen sich aufschaukelt.
Sie haben jetzt angeblich gelernt undl lassen die Turbinen der Kraftwerke teilweise mitlaufen, auch wenn ausreichend „Erneuerbare“ zur Verfügung stehen.
Das ändert aber nichts an dem Bericht, dass China etwa 100 Kernkraftwerke baut.
Daher sehe ich diese Diskussion als beendet an.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut
verbreitest du noch immer diesen Blödsinn? @Anna Luisa hat dir doch lang und breit erklärt, was für einen Unsinn du erzählst. Spanien wurde nicht einen Tag lang mit 100% erneuerbaren versorgt.
Und der Blackout hatte auch nichts mit erneuerbaren zu tun, sondern, w8e die spanische Regierung eingestehen musste, mit der maroden Infrastruktur.
Und dein eigener Kommentar widerlegt dich:
Zitat Helmut:
Im Bau: 33 (Stand Oktober 2025)
Geplant: 43 (Stand Oktober 2025)
Also, nicht ca. 100 AKWs sind im Bau, sondern 33.
43 sind geplant. Also nicht im Bau.
Mein Gott, hör endlich mit deinem unsagbar Blödsinn auf und bleib wenigstens in deinem Unsinn konsistent.
@Helmut
„… dass es einen Blackout gibt, weil das Netz durch die fehlenden Schwungmassen der Turbinen sich aufschaukelt.“
Ernsthaft jetzt?!
Stromnetze sind keine Kinderspielplätze mit Schaukeln, Wippen und Karussellen.
Ich hatte es schon länger vermutet, und diese erneute Aussage bekräftigt meinen Verdacht: Sie scheinen nicht zwingend zu wissen, wovon Sie überhaupt schreiben 😘
Und nochmal, auch wenn es Sie nicht interessiert. Der offizielle Zwischenbericht der Expertenkommission aus nationalen (spanischen) Übertragungsnetzbetreibern, Regulatoren und ACER auf Basis der bisherigen Erkenntnisse weist den Erneuerbaren keine grundsätzliche Verantwortung für den Blackout zu.
https://eepublicdownloads.blob.core.windows.net/public-cdn-container/clean-documents/Publications/2025/entso-e_incident_report_ES-PT_April_2025_06.pdf
Der Blackout ist demnach vielmehr auf Schwierigkeiten beim Erhalt der Spannung zurückzuführen. Schwungmassen von Turbinen und Generatoren beeinflussen hingegen vorwiegend die Frequenz.
Des Weiteren zeigt die Aufarbeitung, dass die Regeltechnik für konventionelle Kraftwerke zum Teil bedenklich veraltet ist. Erschwerend kommt die erhöhte Obergrenze der erlaubten Betriebsspannung von 435 kV anstelle der sonst in Europa geltenden 420 kV auf der 400 kV-Ebene hinzu, was einer reduzierten «Sicherheitsreserve» in Bezug auf Spannungsschwankungen gleichkommt.
Dummerweise waren erneuerbare Energien zum Zeitpunkt des Vorfalls gesetzlich nicht zur Teilnahme an der Netzspannungsregelung zugelassen.
Am 12. Juni 2025 hat Spanien endlich die Vorschriften zur Netzspannungsregelung (Betriebsrichtlinie 7.4) zu überarbeiten begonnen, um das Potenzial der EE zum Ausgleich von Spannungsschwankungen besser zu nutzen.
Und was Ihre zuverlässigen und netzdienlichen AKWs angeht: Tatsächlich gehörten die Kernkraftwerke in Spanien zu den ersten Anlagen, die im Blackout abschalteten und mit zu den letzten, die wieder hochgefahren werden konnten.
@Herr Atom
Zur geplanten Lebensdauer von 50-60 Jahren möchte ich ergänzen:
Kernkraftwerke bedürfen nach spätestens 40 Jahren einer langwierigen und aufwändigen Revision, wie vor einigen Jahren in Frankreich schmerzhaft – und sehr teuer auch für Deutschland – vor Augen geführt wurde.
Viele Materialkomponenten sind für eine technische Lebensdauer von etwa 30 bis 40 Jahren ausgelegt, oder es existieren schlicht und einfach noch keine besseren Werkstoffe und Fertigungs- bzw. Montageverfahren. Über die Zeit unterliegen Werkstoffe, wie bspw. Reaktordruckbehälter und Rohrleitungen, Alterungsprozessen durch Betriebsbedingungen, Neutronenbestrahlung und thermische Zyklen.
Wenn die Anlagen über diesen Zeitraum hinaus betrieben werden sollen, sind in der Regel umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen, Nachrüstungen und Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich, die sehr kostenintensiv und zeitaufwändig sind.
In dem Zusammenhang ist u.a. die sog. Badewannenkurve von Relevanz:
https://blog.infraspeak.com/wp-content/uploads/2023/05/ProtectionSystem_2.png
1. Frühausfälle (Region A): Eine anfänglich hohe, dann schnell abfallende Ausfallrate, verursacht durch Konstruktionsfehler, fehlerhafte Bauteile oder Installationsprobleme («Kinderkrankheiten»).
2. Konstante Ausfallrate (Region B): Eine lange Phase mit einer relativ konstanten, niedrigen Ausfallrate. Dies ist die angestrebte «Nutzungsdauer», in der die Anlage stabil und zuverlässig arbeitet.
3. Verschleißausfälle (Region C): Eine Phase, in der die Ausfallrate aufgrund von Alterung, Materialermüdung, Korrosion und Verschleiß rasch ansteigt. Diese Phase beginnt typischerweise nach der ursprünglich ausgelegten Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren.
https://www-pub.iaea.org/MTCD/publications/PDF/P1362_CD/htm/pdf/Keynote%20Speakers/008KS.pdf
https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000165764/151956344
https://blog.infraspeak.com/bathtub-curve
https://blog.ucs.org/dlochbaum/the-bathtub-curve-nuclear-safety-and-run-to-failure/#:~:text=aging%20active%20components.%E2%80%9D-,Safety%20by%20Intent,to%20stop%20this%20lawbreaking%20nonsense.
https://blog.ucs.org/dlochbaum/nuclear-bathtub-safety
@Anna Luisa
vielen Dank für die Ergänzung.
Für die ganz Dummen
…Momentanreserve-Minimum: Das spanische Stromnetz war nicht robust
Der Blackout in Spanien passierte zur Mittagszeit um 12:33 Uhr, als der Anteil von Photovoltaik auf dem Tageshöhepunkt war.
Die Momentanreserve war zu diesem Zeitpunkt auf dem Tagesminimum, da konventionelle Gaskraftwerke und Wasserkraftwerke vom Netz gingen.
Die Momentanreserve am 28.4.2025 war sogar nahe am Jahresminimum, weil 2 Wochen vorher 3 der 7 AKW planmäßig ihren Betrieb pausierten.
Das spanische Stromnetz war zum Zeitpunkt des Blackouts also relativ gesehen sehr wenig robust, aufgrund fehlender Momentanreserve.
Wäre das gleiche Netzproblem um Mitternacht oder 2 Wochen vorher aufgetreten, wäre der Frequenzabfall deutlich langsamer und beherrschbarer gewesen….
Momentanreserve: Warum kam es in Spanien zum Blackout? – Tech for Future
https://share.google/Aia5vtmSqsigrPYQp
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut
Wer ist der Dumme?
Wann war der Blackout?
28. April 2025
Von wann stammt der von dir verlinkte Artikel?
11. Mai 2025.
Was steht ganz groß ganz am Anfang des Artikels?
„Auslöser des iberischen Blackouts? XY… Ungelöst! Ein Satz vorweg: Der iberische Blackout ist erst 2 Wochen her und der genaue Hergang wird noch Monate unklar bleiben.
Für einen Blackout ist der genaue Auslöser aber auch zweitrangig. Ein Netzproblem darf nicht zum Blackout führen.“
War die Momentanreserve ursächlich für den Blackout?
Nein! Der initiale Trigger war eine Überspannung durch fehlende Blindleistung.
Was war das Problem mit der Momentanreserve?
Red Eléctrica (REE) hatte für den 28. April 2025 keine ausreichenden synchronen Reserven (Gas-, Wasser-, Kernkraft) eingeplant, obwohl der hohe Solaranteil und die Wetterprognose (strahlend sonnig, wenig Wind) seit Tagen bekannt waren.
In einfachen Worten: Managementfehler!
Ich hoffe, das ist jetzt auch so zusammengefasst, dass du das kapierst.
Hallo @ Herr Anton
Hier nochmals für die ganz, ganz Dummen.
Der Blackout in Spanien im April 2025 wurde wahrscheinlich durch eine Kombination aus unzureichender Momentanreserve und instabilen Bedingungen im Stromnetz verursacht. Die geringe Anzahl an Synchronmaschinen (wie bei Kohle- oder Kernkraftwerken), die die Spannung stabilisieren, konnte die schnellen Frequenzschwankungen nicht ausgleichen, die durch atmosphärische Störungen und den volatilen Einspeisungen von erneuerbaren Energien ausgelöst wurden.
Geringe Momentanreserve
Die Momentanreserve (auch Schwungmasse genannt) ist für die Stabilität des Stromnetzes entscheidend, da sie kurzfristig Schwankungen ausgleicht, bis andere Regelmechanismen greifen können.
Der geringe Anteil von Kohle- und Kernkraftwerken in Spanien, die mit ihren rotierenden Turbinen einen stabilisierenden Effekt haben, trug zu diesem Mangel bei.
Netzinstabilität
Atmosphärische Störungen verursachten starke Schwankungen in der Spannung und Leistung zwischen verschiedenen Netzpunkten, was zu Frequenzinstabilitäten führte.
Diese Instabilitäten führten dazu, dass Kraftwerke automatisch abgeschaltet wurden, was den Ausfall verschlimmerte.
Manche Experten vermuten, dass die Situation durch die stark steigende Einspeisung von Solarstrom verschärft wurde, da dies die Dynamik im Netz veränderte und die fehlende Trägheit der rotierenden Generatoren umso mehr zu spüren war.
Spanien erreicht historischen Meilenstein: Erster Wochentag mit 100 % erneuerbarer Energie im nationalen Stromnetz
https://share.google/AA75mJgKhagWHl4Ra
Im Jahr 2024 hat Spanien einen neuen Meilenstein bei der Umstellung auf erneuerbare Energien erreicht. Zum ersten Mal waren 75 Prozent des im Land erzeugten Stroms frei von CO2-Emissionen
Spanien erreicht Rekord bei der Ökostromerzeugung – mallorca-services.es https://share.google/JmjGvLavXuVvhgAGs
Die Angelegenheit zu dem Thema ist für mich erledigt.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Korrigierte Antwort an Helmut (aus deiner pro-EE-Perspektive)Lieber Helmut,du hast es immer noch nicht kapiert, oder? Deine „Erklärung für die ganz, ganz Dummen“ ist ein klassischer EE-Bashing-Versuch, verpackt als Sachkunde – und dabei drehst du die Fakten um, um Atom und Kohle als Retter zu verkaufen.
Die offiziellen Berichte (ENTSO-E Oktober 2025, spanische Regierung Juni 2025) sind glasklar:
Zuerst:
Auslöser: Eine beherrschbare Überspannung im Netz durch Blindleistungsmangel – kein „klassisches EE-Problem“, sondern ein Planungsfehler bei der Integration. Solarparks schalteten ab, weil das Schutzsystem überempfindlich war, nicht weil EE „unzuverlässig“ sind.
Dann:
Verstärker: Die niedrige Momentanreserve, ja – aber warum? Weil man eure geliebten Kern- und Kohlekraftwerke jahrelang runtergefahren hat (3 von 7 AKWs offline am Tag X!), um Platz für günstigen, sauberen Solar- und Windstrom zu machen. Ohne die Trägheit von rotierenden Turbinen? Klar, das verstärkt Schwankungen. Aber die Lösung ist nicht „zurück zu Atom und Kohle“ (die eh CO2-belastet und teuer sind), sondern smarte Upgrades: Synthetische Inertia in Batterien und Invertern, die genau das simulieren – und das günstiger als eure Atombau-Träume.
Ja, wir beenden die Debatte, die du vom Zaun gerissen hast.
Und bevor du nächstes Mal wieder deinen Unsinn verbreitest: Mach dich kundig und vor allem lies deine eigenen Quellen, bevor du sie verlinkst.
Sonst nehmen wir dich das nächste Mal genauso auseinander wie ein frisch erlegter andalusischer Iberico-Schinken: sauber, präzise und bis auf den letzten Knochen.
Das Lesen bezieht sich auf den Namen: Da steht nicht Herr ANTON, sondern Herr ATOM, mit M, wie Martha. Und ohne N, ohne Nordpol. Lesen, Helmut, Lesen.. Nicht-Lesen beherschen nur ganz dumme. .
Anton heißt Helmuts Claqueur und Wechselbalg aus der Schweiz. Der ist ihm anscheinend bereits derart ans Herz und in die Gedanken gewachsen, dass er manchmal mit den vielen Nicknames etwas durcheinander gerät 😘
@Helmut
Die leicht skurrilen Spekulationen von «atmosphärischen Störungen» (induced atmospheric vibration) wurden inzwischen von offiziellen Stellen widerlegt. Die spanische meteorologische Agentur (AEMET) bestätigte, dass zum Zeitpunkt des Blackouts keine ungewöhnlichen atmosphärischen oder meteorologischen Indikatoren aufgezeichnet wurden.
Spaniens größter Netzbetreiber, Red Eléctrica , veröffentlichte diesen Sommer ebenfalls einen Bericht zu dem Stromausfall. Laut einer Pressemitteilung„wurde der Vorfall nicht durch ein Trägheitsproblem verursacht“.
https://www.ree.es/en/press-office/news/press-release/2025/06/red-electrica-presents-report-incident-28-april-and-proposes-recommendations
Ansonsten kann ich in all Ihrem zusammenkopierten Sammelsurium an Aussagen keinen Widerspruch zu den Argumenten der «ganz Dummen» erkennen.
Einmal abgesehen davon, dass Ihr verlinkter Artikel kurz nach dem Blackout erschienen ist und statt Erkenntnissen zu den tatsächlichen Ursachen nur Allgemeinplätze zur Netzfrequenz beschreibt, wurden Ihnen bisher folgende Fakten mehrfach erklärt:
Der Blackout ist auf Schwierigkeiten beim Erhalt der Spannung zurückzuführen.
Schwungmassen von Turbinen und Generatoren beeinflussen hingegen vorwiegend die Frequenz.
Die spanischen Sparfüchse verwenden (fast) nur netzfolgende und keine oder zu wenig netzbildende Wechselrichter mit reserviertem Blindleistungsspielraum und robuster Spannungsregelung. Bei der netzbildenden Variante wird die rotierende Masse durch Leistungselektronik mit virtueller Inertia ersetzt.
Die spanische Regierung hatte zwar nach dem Blackout einen Gesetzesvorschlag eingebracht, erneuerbare Energien künftig stärker in die Spannungsregelung mit einzubeziehen – womit genau die netzbildenden Wechselrichter mit reserviertem Blindleistungsspielraum und robuster Spannungsregelung gemeint sind. Der ist allerdings an der Mehrheit aus «ganz dummen» Ideologen im Parlament gescheitert.
Sie schreiben nun zum wiederholten Male, das Thema sei für Sie erledigt.
Warum fangen Sie dann immer wieder damit an? Das ist irgendwie schizophren 😵
Möglicherweise ist es Ihnen aus ideologischen Gründen einfach nicht möglich zuzugeben, dass EE nicht ursächlich für den Blackout waren.
Hier werden wieder die üblichen Ökomärchen über dem Zappelstrom verbreitet. Mag sein, dass China die PRODUKTION von Zappelstromanlagen dominiert, aber der Anteil inländischer regenerativen Stroms liegt dort nur bei 15% ggü. 55% in Deutschland.
Die technischen und vor allem wirtschaftlichen Probleme des Zappelstroms steigen exponentiell mit höherem Anteil. D.h. China wird noch nicht im vollen Umfange mit den Kosten der Aufrechterhaltung der Grundlast betroffen. Deshalb liegt der Verbraucherstrompreis dort auch nur bei 7 Cent/KWh. Dieser außerordentlich günstige Preis wird massgeblich durch Atomkraft und Kohle ermöglicht. Und ist auch der Grund warum sich die Elektrokarren dort gut verkaufen. Zumindest die Hybriden. Denn dies entspräche Ladekosten, die einem Benzinpreis pro Liter von 20 bis 30 Cent bei Elektrobetrieb entspräche.
Wenn wir uns mit diesem Klimagaga nicht langsam kritischer Auseinandersetzen, werden wir in Deutschland in ernsthaften Probleme rutschen, die die aktuellen strukturellen deutlich übertreffen.
@Achim Wiesner
Wie schafft man es, in so wenig Text so viele falsche Zahlen unterzubringen?
1. Der Anteil erneuerbarer Energien an der chinesischen Stromproduktion liegt laut Ember und CREA bei rund 36 %. Nicht bei 15.
2. Der chinesische Strompreis ist deshalb niedrig, weil er staatlich festgesetzt wird – nicht wegen eines imaginären „Grundlastvorteils“.
3. Das neue Einspeisegesetz begrenzt die Vergütung klar. Ergebnis: Neu gebaute Kohlekraftwerke gehen trotz Fertigstellung nicht ans Netz, weil sie sich zu den regulierten Preisen nicht rechnen. 2024/25 kamen zwar rund 57 GW thermische Kapazität hinzu, aber sowohl Anteil als auch reale Erzeugung aus Kohle sind gesunken.
4. Atomkraft liegt bei etwa 5 % der Stromproduktion. Sie erklärt keinen Trend.
5. Der gesamte zusätzliche Strombedarf wird inzwischen nahezu vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt – und der Endkundenpreis bleibt trotzdem stabil.
Kurz gesagt: Dein Kommentar basiert auf Annahmen, die mit den realen Daten nichts zu tun haben. Oder in deiner Sprache: Dein Kommentar ist Gaga.