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Wie gewinnt man einen Handelskrieg? Die Sicht eines Spieltheoretikers

Redaktion

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Wer wissen will, welche Entwicklungen wahrscheinlich sind im derzeit eskalierenden Handelskrieg zwischen den USA und China, der kommt an der Spieltheorie nicht vorbei: hier werden Entscheidungssituation zwischen Konfliktparteien analysiert und die Ausgangslagen der Parteien als Basis ihrer Strategie auf den Punkt gebracht:

„Die Spieltheorie modelliert die verschiedensten Situationen als ein Spiel. Dabei ist der Begriff „Spiel“ durchaus wörtlich zu nehmen: In der mathematisch-formalen Beschreibung wird festgelegt, welche Spieler es gibt, welchen sequenziellen Ablauf das Spiel hat und welche Handlungsoptionen (Züge) jedem Spieler in den einzelnen Stufen der Sequenz zur Verfügung stehen.“
(https://de.wikipedia.org/wiki/Spieltheorie)

Genau das tut der Spieltheoretiker Marcus Schreiber in einem bemerkenswerten und sehr sehenswerten Interview mit „Mission Money“:

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    bassmaker

    5. Juni 2019 14:40 at 14:40

    „…rationaler Obama, friedensorientiert“
    Unglaublich, wie der einzige amerikanische Präsident, der vom ersten bis zum letzten Tag seiner Amtszeit illegale Kriege (ohne UN Mandat) geführt hat (das hat nicht einmal George W. geschafft), bis heute als besonnen und friedensorientiert dargestellt werden kann.
    Obama ist ein Kriegsverbrecher und Friedensnobelpreisträger (lol, in unserer Propagandazeit scheinbar kein Widerspruch).
    Schade, hier hat Herr Schreiber über 1 Mio Kriegstote durch Obama mal eben übersehen.
    Sonst super Beitrag.

    • Avatar

      leftutti

      6. Juni 2019 00:04 at 00:04

      @Mr. Bassmaker
      Obama ist ein Kriegsverbrecher
      Starke Worte von einem populistischen Knülch oder Bot oder Troll (bassmaker = Stimmungsmacher), erklären Sie uns doch bitte die schweren Vorwürfe gegen das internationale Völkerrecht, ohne in völkische Plattitüden abzugleiten.

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        Gixxer

        6. Juni 2019 15:39 at 15:39

        Wie wäre es mit der Bombardierung von Libyen oder Syrien?
        Die Einmischung der Amerikaner begannen meines Wissens während seiner Amtszeit.

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        bassmaker

        6. Juni 2019 16:57 at 16:57

        @leftutti
        schade, dass man gleich beleidigt wird. Das muss doch auf FMW wirklich nicht sein, oder? Konstruktive Kritik und eine sachliche Diskussion aber jederzeit gerne.

        Das Bombardieren fremder Länder, Überschreiten von Grenzen mit Militärgerät, ja selbst Sanktionen und Embargos sind verboten, außer es liegt ein UN-Mandat (beschlossen vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen) vor.
        Eine solche Resolution ist notwendig, da Staaten grundsätzlich über eine staatliche Souveränität verfügen und durch das „Prinzip der Nichteinmischung“ vor der Einflussnahme anderer Staaten geschützt sind.
        Liegt kein UN-Mandat vor und die USA bombardieren trotzdem andere Länder (soll ich hier wirklich alle aufzählen?), dann liegt ein Verstoß gegen das Völkerrecht vor.
        Werden dabei Menschen verletzt/getötet, liegt ein Kriegsverbrechen vor. Entsprechend ist Obama ein mehrfacher Kriegsverbrecher (wie Clinton, Bush, usw, ja selbst Gerhard Schröder!).
        Dies hat er auch selbst bestätigt.
        https://www.youtube.com/watch?v=1WCxYNZZJbA

        Obama hat im letzten Jahr seiner Amtszeit über 25000 Bomben auf 7 arabische Länder abgeworfen (alle ohne UN-Mandat), am meisten Deportationen durchgeführt, die meisten Waffenexporte, meisten Drohnenmorde aller US-Präsidenten. Aber er hat den Friedensnobelpreis erhalten.
        Wie gesagt, es geht hier ja nicht um Obama. Das betrifft leider natürlich auch viele andere (auch nicht amerikanische) Präsidenten. Leider fast immer ohne Konsequenzen.
        Verurteilt werden vom Internationalen Gerichtshof fast ausschließlich afrikanische Machthaber.

        • Avatar

          leftutti

          6. Juni 2019 18:30 at 18:30

          @bassmaker, wenn Sie das so sehen und definieren, haben Sie natürlich recht und ich entschuldige mich für meine harsche Kritik. Nach Ihrer Definition ist jeder bewaffnete Konflikt im In- oder Ausland, für den kein UN-Mandat vorliegt und bei dem ein Mensch verletzt oder getötet wird, ein Kriegsverbrechen. Also folglich bereits der Krieg an sich. Allerdings entspricht dies nicht der gängigen Definition von Kriegsverbrechen, von der ich natürlich ausgegangen bin:

          Nach heutigem Stand des Völkergewohnheitsrechts sind Kriegsverbrechen ausgewählte und schwere Verstöße gegen die Regeln des in internationalen oder nichtinternationalen bewaffneten Konflikten anwendbaren Völkerrechtes. Als schwere Verletzungen und somit Kriegsverbrechen sind aufgeführt: vorsätzliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung als solche, Folterung und unmenschliche Behandlung einschließlich biologischer Versuche, vorsätzliche Verursachung großer Leiden oder schwerer Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit, die Zerstörung und Aneignung von Eigentum, die durch militärische Erfordernisse nicht gerechtfertigt sind, ferner die rechtswidrige Verursachung schwerer Schäden unter der Zivilbevölkerung und zivilen Objekten, die Verschleppung von Zivilpersonen u. a.

  2. Avatar

    Politologe

    5. Juni 2019 15:42 at 15:42

    Schöne Theorien, dieses Spiel wird der Gröpaz verlieren.Es sieht so aus dass der China -Boss u. Putin
    seine Gegenspieler sein werden.Dies könnte ein Vorteil für die EU sein, könnte er doch versuchen mindestens die EU in sein löchriges Boot zu holen.

    • Avatar

      Michael

      6. Juni 2019 10:40 at 10:40

      Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es unbedingt von Vorteil und weise wäre, mit dem GröPaZ gemeinsam in einem löchrigen Boot gegen China und Russland anzutreten…

  3. Avatar

    bassmaker

    11. Juni 2019 19:08 at 19:08

    @leftutti: Danke für Ihre Antwort! Die Entschuldigung nehme ich gerne an!
    So macht eie Diskussion Sinn und ist möglicherweise auch für andere Leser interessant.

    Die Definition lautet: Kriegsverbrechen sind schwere und systematische Verstöße gegen die Vereinbarungen, die politisch oder militärisch verantwortliche Personen in bewaffneten Konflikten oder Kriegen ANORDNEN oder ZULASSEN.
    Entsprechend ist Obama schuldig an Ihren aufgezählten Verbrechen:
    – Anordnung verschiedener Angriffe auf souveräne Staaten ohne UN-Mandat
    – vorsätzliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung (siehe Wikileaks Videos)
    – Bewaffnung von Rebellengruppen
    – wöchentliche Drohnenmorde ohne Gerichtsverfahren
    – Folterung und unmenschliche Behandlung von Gefangenen (Stichwort Guantanamo)
    – Aushungern von Zivilisten (Embargos, Sanktionen gleich mehrerer Länder)

    Ich kann Ihnen folgendes Video des Friedensforschers Dr. Daniele Ganser empfehlen:
    https://www.youtube.com/watch?v=EKQfzRvFa4I
    Falls Sie nur Obama hören möchten, ab Minute 56.

    Herzliche Grüße
    bassmaker

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Aktienmärkte: Stimulus – so sicher wie das Amen in der Kirche

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Im Artikel von Hannes Zipfel („Der Stimulus kommt garantiert!“) wird auf die überragende Bedeutung der Stimuli seitens der US-Regierung sowie der Federal Reserve hingewiesen: Ohne diese Billionen würden die so essenziellen Aktienmärkte der USA auf ganz anderen Höhen (oder besser: Tiefen) stehen.

Hierzu noch ein paar ergänzende Bemerkungen: Die Stimuli müssen kommen, angesichts der aufflammenden Pandemie, so dass der neuen (oder alten) US-Regierung sowie der Notenbank gar nichts anderes übrig bleibt, als zu „stimulieren und zu drucken“, was das Zeug hält.

Warum die Aktienmärkte Recht haben, wenn sie den Stimulus als sicher ansehen

Die offizielle Zahl der US-Arbeitslosen beträgt derzeit immer noch um die 11 Millionen Menschen. Wenn deren Unterstützung ausbleibt, wird der Konsum leiden, der 70 Prozent des US-BIP ausmacht. Die Erholung des Arbeitsmarkt wird durch die Infektionszahlen bestimmt,  und Fed-Chef Jerome Powell betont es immer wieder gebetsmühlenartig: Seinen gesetzlichen Auftrag, die Erreichung von „Maximum Employment.“

Die Coronakrise hat die amerikanischen Aktienmärkte in Mitleidenschaft gezogen: diese haben immer mehr an Marktkapitalisierung hinzugewonnen in den letzten Jahren und bringen inzwischen fast 40 Billionen Dollar auf die Waage und sind somit eine wichtige Quelle der US-Macht.

Dementsprechend ist ein nachhaltiges Absacken der Aktienmärkte nicht nur ein Problem für die oberen 50 Prozent und die Wall Street, sondern auch für die Renten-Sparpläne 401k, die Millionen Pensionäre versorgen müssen. Das ist also eine Doppel-Achillesferse der Vereinigten Staaten.

Sollte es nach einem Regierungswechsel zu einer Verweigerung der Unterstützung durch den Staat kommen, hat die blockierende Partei meiner Meinung nach bereits jetzt den schwarzen Peter für die nächsten (in 23 Monaten stattfindenden) Midterm Elections. Man hätte dann einen Schuldigen für das Elend der unteren Schichten – und was wird die Wall Street und das große (Spenden)Kapital machen für die Gouverneure und Senatoren, die mit dafür verantwortlich sind? Den Kapitalhahn zudrehen, beziehungsweise dies androhen, so wie man es im Dezember vor der großen Steuerreform gemacht hat. Ruckzuck war die Reform vor Weihnachten durch.

„Money makes the world go round“, …..wenn Konsum und Wall Street tangiert werden….auch die Demokraten und selbstverständlich die Republikaner sitzen auf Bergen von Aktien und profitieren direkt, wenn die Aktienmärkte steigen.

Die Wahl rückt angesichts der Situation im vierten Quartal 2020 fast ein bisschen in den Hintergrund.

Die Aktienmärkte erwarten weitere Stimulus-Maßnahmen

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Rüdiger Born: Bei Dax und Dow nach Absturz jetzt die Einstiegschance?

Rüdiger Born

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Gibt es bei Dax und Dow nach dem tagelangen Absturz jetzt die Einstiegschance, wo sich heute die Kurse ein wenig beruhigen? Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart genauer an.

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Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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