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Konjunkturdaten

Wie man Arbeitslose wegzaubert? Ein aktuelles Beispiel aus den USA

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von Claudio Kummerfeld

Wer den Begriff noch nie gehört hat: In den USA wird monatlich die „Labor Force Participation Rate“ veröffentlicht. Sinkt diese prozentual dargestellte Zahl, stehen dem US-Arbeitsmarkt offiziell weniger Arbeitskräfte zur Verfügung, von daher machen die Menschen, die Arbeit haben, einen immer größeren Teil der „Labor Force“ (der Gesamtmasse der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Menschen über 16 Jahre) aus.

Die Participation Rate ist in den letzten 10 Jahren von 66% auf aktuell 62,6% gesunken. Wie das geht? Nun ja, in den USA lassen sich viele Menschen einfach gar nicht als arbeitslos registrieren, weil sie keine Aussicht auf einen Arbeitsplatz sehen und auch keinen Anspruch auf staatliche Gelder haben. Diejenigen, von denen man glaubt ,sie suchten nicht mehr aktiv nach Arbeit, zählt man einfach auch nicht mehr dazu. Da kann man als Statistiker so einiges an „Menschenmaterial“ rausrechnen.

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Grafik: US Bureau of Labor Statistics

Das ist NUR eine der Erklärungen, wie es die USA auf eine aktuell sensationelle Arbeitslosenquote von 5,3% schaffen. Hier noch ein paar weitere…

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Dieter Mühlböck

    2. Juli 2015 18:17 at 18:17

    Die Labor Force Participation Rate sinkt auch deshalb weil Menschen keine Aussicht mehr auf Arbeit haben und daher in Rente gehen und „Social Security“ beziehen. Derzeit gehen halt mehr Menschen in Rente als neue auf den Arbeitsmarkt drängen. Dies passiert natürlich auch zwangsweise, nicht gesetzlicher Zwang sondern wirtschaftlicher Zwang. Irgendwo muss ja das Geld herkommen zum monatlichen Auskommen. Rentner zählen aber auch nicht als arbeitslos und daher sinkt die Arbeitslosenrate bei gleichzeitig sinkender LFPR.
    Die Arbeitslosenrate gibt Auskunft über die finanziellen Verpflichtungen des Staates.
    Die LFPR ist ein Indikator über den Wohlstand der Gesellschaft bzw. wie leicht es ist Arbeit zu bekommen und natürlich zeigt es wie die zukünftige Entwicklung der Steuereinnahmen sein wird. Weniger Menschen in Arbeit zahlen weniger Steuern. Damit geht sich dann die nächste Invasion eines missliebigen Landes finanziell nicht mehr aus.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände -9,9 Mio Barrels (jetzt 476,7 Mio)

Claudio Kummerfeld

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am

Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 476,7 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 9,9 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +0,4 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit +2,5 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +1,7 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit -5,3 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (+0,6 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit +25 Cents auf 52,75 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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Europa

Konsumklima in Deutschland sinkt kräftig

Claudio Kummerfeld

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am

Einkaufswagen

Das Konsumklima in Deutschland verschlechtert sich. Das ist leicht nachvollziehbar beim seit Wochen laufenden zweiten Lockdown. Bevor wir zu den heute früh veröffentlichten Aussagen der „GfK“ kommen, darf von unserer Seite auch die Frage gebracht werden, ob nicht auch die seit Anfang Januar wieder angehobene Mehrwertsteuer eine Rolle spielt. Denn viele hochpreisige Anschaffungen (Küchen, Autos, Fernseher, Möbel) fanden vermehrt in den letzten Monaten zu reduzierten Mehrwertsteuersätzen statt. Dieser Konsum fehlt jetzt natürlich. Aber gut. Schauen wir auf das offizielle GfK-Konsumklima. Es sinkt für Februar auf einen Wert von -15,6 Punkte, und liegt damit 8,1 Punkte tiefer als im Januar dieses Jahres (revidiert -7,5 Punkte).


source: tradingeconomics.com

Dazu einige Aussagen der GfK hier im Wortlaut:

Der erneute Einbruch des Konsumklimas ist neben dem moderaten Rückgang der Einkommensaussichten vor allem dem Absturz der Anschaffungsneigung zuzuschreiben.

„Die Schließung von Gastronomie und weiten Teilen des Handels Mitte Dezember 2020 hat die Konsumneigung ähnlich hart getroffen wie beim ersten Lockdown im Frühjahr des vergangenen Jahres. Aktuell fällt die Anschaffungsneigung auf null Punkte. Dies ist gegenüber dem Vormonat ein Minus von 36,6 Punkten, während des ersten Lockdowns im April 2020 betrugen die Einbußen 36 Punkte“, so Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte.

Angesichts der kürzlich beschlossenen Verlängerung der harten Maßnahmen für den Lockdown haben zudem die Hoffnungen auf eine zügige Erholung des Konsumklimas schwinden lassen.

Bürkl weiter: „Dem Konsumklima stehen im ersten Quartal dieses Jahres schwierige Zeiten bevor. Für eine nachhaltige Erholung ist es notwendig, dass die Infektionszahlen stärker als bislang zurückgehen, damit die Maßnahmen spürbar gelockert werden können. Das heißt, die für dieses Jahr von vielen erhoffte Erholung wird noch etwas auf sich warten lassen.“

Ergebnisse einer aktuellen GfK eBUS®-Umfrage zeigen zudem: Vier von fünf Bundesbürgern (81 Prozent) sind der Meinung, dass COVID-19 für Deutschland eine große bzw. sehr große Bedrohung darstellt. Das ist der höchste Wert, der seit Beginn der Erhebungen (Mitte April 2020) gemessen wurde. Nur 15 Prozent verspüren eine eher geringe Bedrohung oder zeigen sich völlig unbeeindruckt. Auch bei der Frage nach den Sorgen um die persönliche wirtschaftliche Zukunft angesichts der Corona-Krise erreichen die Werte einen Höchststand: 54 Prozent machen sich sehr große bzw. eher große Sorgen um ihre persönliche wirtschaftliche Zukunft in diesen Krisenzeiten. 43 Prozent zeigen sich eher weniger oder gar nicht besorgt.

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Konjunkturdaten

US-Verbrauchervertrauen (Conference Board): aktuelle Lage schwach

Markus Fugmann

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am

Das US-Verbrauchervertrauen (Conference Board; Januar) ist mit 89,3 leicht besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 89,0; Vormonat war 88,6)

Die Erwartung liegt bei 92,5 (Vormonat war 90,3)

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 84,4 (Vormonat war 87,5)

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