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Wie spielt man den Abschwung Chinas?

Von Markus Fugmann

China ist nach dem Crash ein anderes Land gworden: die Hoffnung auf ewiges, ungebremstes Wachstum ist gestorben. Mittels massiver Marktmanipulationen hat Peking den Crash erst einmal gestoppt – aber das wird vermutlich nicht von langer Dauer sein.

Dabei ist wichtig zu verstehen, dass der Crash konjunkturell voll durchschlagen wird im Reich der Mitte: 80% des Marktvolumens ist von Privatanlegern stammt, sind sie die großen Opfer des Crash. Sie haben in weniger als drei Wochen über drei Billionen Euro an Wohlstand verloren – und werden damit als Konsumenten praktisch ausfallen. Der Crash ist ein Schock für eine Gesellschaft, die glaubte, die Partei hat immer recht – und die Partei war es, die der Bevölkerung durch die Medien immer wieder geraten hat, in Aktien zu investieren. Nachdem die Sache nun schief gegangen ist, sind die Medien angewiesen worden, den Crash zu verschweigen – nach guter alter realsozialistischer Manier!

Wie aber kam man den Abschwung Chinas spielen? Investments direkt in den chinesischen Markt etwa über ETFs sind zu riskant: elementare Marktmechanismen sind an Chinas Festland-Määrkten ausser Kraft gesetzt, es ist ein vollständig manipulierter Markt. Also sollte man den Blick auf westliche Unternehmen werfen, die vom Aufschwung Chinas am meisten profitiert haben – und das sind vorwiegen die deutschen Autobauer!

So kommt heute BWM nicht zufällig unter Druck, nachdem der paritätische Joint Venture-Partner von BMW, die chinesische Brilliance Automotive, heute eine Gewinnwarnung ausgeprochen hat. BMW lag heute im Zuge der Euphorie über den Griechenland-Deal 2,5% im Plus – und hat die Gewinne nach der Gewinnwarnung von Brilliance Automotive komplett abgegeben. Das ist der Auftakt für große Schmerzen in der deutschen Autoindustrie:

BMW



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