Artikel-Serie Währungshandel

Wie wird man reich durch Währungshandel? Fünfter Teil einer Serie: 23 Tradingfehler, der Turbo zum Gewinn!

Gastkommentar von @Forex-Stratege

23 Tradingfehler – der Turbo zum Gewinn

Fehler beim Traden – und das soll ein Turbo beim Gewinnen sein? Wie soll das gehen?

Ich werde hier typische Fehler im Trading vorstellen. Indem man sie beachtet und vermeidet, wird man für sich selbst Gewinne erzielen, direkt oder indirekt. Man erspart sich viel Geld und Zeit, wenn man nicht dieselben großen Fehler wiederholt, die schon so viele vor einem machten.


Verpulvern Sie nicht sinnlos Ihr Geld!

Allerdings ist es schwerer als man denkt, aus den Sekundärerfahrungen anderer Personen zu lernen. Viele schaffen es nur als Primärerfahrung und müssen mit den „Konsequenzen“ leben. Es hört sich so einfach an – man hört von Fehlern, denkt sich „klingt logisch“, aber man begeht sie trotzdem oft selber. Derjenige, der systematisch Schritt für Schritt das Handeln erlernt, wird eine geringere Chance haben diese Fehler zu begehen, aber trotzdem wird es ab und an passieren, denn wir sind und bleiben nur Menschen.

Dieser Artikel ist nicht kurz, aber ich wollte ihn aus mehreren Gründen nicht reduzieren, bzw. habe ihn sogar schon deutlich zusammengefasst. Ich wollte nichts für mich wichtiges weglassen (bestimmt wurde auch so etwas vergessen), nur damit jemand es schneller zu Ende lesen kann. Ich denke die Informationen sind es wert, dass man sich die Zeit zum Durchlesen nimmt, aber das mag jeder für sich beurteilen. Ich habe zu den Fehlern die Erklärungen dazu geschrieben, warum es falsch ist und ergänzte auch entsprechende Lösungen. Bei umfangreichen Themen werden noch weitere Artikel folgen. Ab und an werden Querverweise auf andere Stellen im Artikel vorhanden sein. Da die meisten größeren Fehler in diesem Artikel gesammelt sind, ist es leichter, immer mal wieder nachzulesen, und Kommentare zu schreiben. Ich hoffe also, dass die Artikellänge nicht abschreckt, es wird durch den Mehrwert an Information mehr als ausgeglichen.

Generell sei noch zu dem Artikel gesagt, dass man mir nicht bei allen Sachen zustimmen muss. Es mag Leute geben, die durch solche Fehler durch Glück sogar Gewinne machten oder es einfach anders sehen. Aber da ich ein Mensch bin, der den puren mathematischen Ansatz bevorzugt, halte ich es mit dem Glück (= Zusatzturbo) folgendermaßen: „Ohne Glück gut verdienen, mit Glück extrem gut verdienen“.

Beim Erlernen des Handelns geht es ganz grob darum, sich Wissen anzueignen, es über Praxiserfahrungen zu vertiefen und zu erweitern, und sich psychologisch/emotional in einem guten Zustand zu befinden. Hier sollen jetzt die großen Fehler, die man auf der Reise zum Händler begeht, besprochen werden. Die kleineren einzelnen Tradingfehler werden ein anderes Mal besprochen. Die Reihenfolge soll keine unterschiedliche Rangwertung darstellen.

1. Fehler: Kein schrittweises Erlernen der Basics

Dazu möchte ich mal eine kurze Geschichte erzählen: „Ich habe vor sehr vielen Jahren mal eine Weile lang einen Fechtverein besucht. Alle Teilnehmer waren gut im Üben der Schritte und der Waffenhandhabung. Es gab dort auch einige Fechter, die schon sehr lange dabei waren. Und es gab zwei, die sich deutlich von den anderen älteren Fechtern unterschieden. Sie waren nahezu unbesiegbar für mich – nur durch Glück und hohes Risiko konnte man auch mal einen Punkt bekommen. Sie waren nicht länger dabei als die anderen, und sie waren nicht besser von Anfang an. Aber sie wurden anders trainiert. Wie ich später im Gespräch erfuhr, wurden diese zwei Fechter zuerst mit den Basics vertraut gemacht. Mir wurden die Schrittfolgen gezeigt, ein Florett in die Hand gedrückt und los ging es. Diese beiden haben ein Jahr lang nur die Schrittfolgen geübt, nur das Tag ein und Tag aus, ohne Waffen zu benutzen. Sie waren so flott mit der Beinarbeit, man war chancenlos.

Exakt genauso läuft es beim Erlernen des Währungshandels, je genauer und intensiver ich die Grundlagen lernen, umso höher ist meine Chance, das ich später deutlich besser bin. Nur beim Währungshandel geht es um Geld. Würde man beim Fechten gleich als Anfänger auf sich Wetten abschließen, wenn man gegen anderen antritt? Natürlich nicht, man würde erst üben, und je sauberer man übt, umso besser werden die Chancen (Talent vorausgesetzt). Eigentlich müsste man einem Trading-Anfänger also verbieten irgendwas zu handeln, bis er sich jegliche Grundlagen angeeignet hat, wie zum Beispiel:
– Alle mathematischen Grundlagen und Zusammenhänge, die mit dem Währungshandel und seinen Berechnungen zu tun haben
– Grundlagen des Währungshandels: Welchen Markt handel ich, was sind Besonderheiten, welche Gesetze gelten
– Vor und Nachteile unterschiedlicher Broker, und wie kann man sie finden (auch sämtliche Dokumente eines Brokers durchlesen und verstehen)
– Erlernen der Handelsplattform (lese dir die komplette Anleitung durch, erlerne die Shortcuts, richte dir die Station ein, übe in einem Demokonto bis du alles kennst was es gibt – und mit alles meine ich Alles!)
– Welche Instrumente gibt es: Währungen, CFD, Futures, Optionen, Optionsscheine, Bonds, Aktien, …. (Funktion, Vorteile und Nachteile müssen bekannt sein)
– Was bedeuten Kurse bzw. wie bilden sich Kurse!
– Risikoakzeptanzwert bestimmen und anpassen können (wird noch genauer erläutert in diesem Artikel)
– Erwartungswertberechnung / Chance-Risiko-Verhältnisse verstehen und verbessern können
– Welche Risiken gibt es im Handel und wie vermeide ich sie, bzw. welche sind nicht kontrollierbar
– Nicht zu verlieren ist wichtiger als viel zu gewinnen: das muss verinnerlicht werden, das der Kapitalerhalt das wichtigste Ziel ist (vor allem am Anfang)
– Wie finde ich ein Handelssystem (das einen statistischen Vorteil oder sogar einen fundamentalen Vorteil enthält), wie entwickle ich es, wie erweitere und verbessere ich es, wie teste ich es ohne mich selbst dabei zu betrügen, wie handele ich es …
– Wie nutze ich einen Backtester: Was kann er, was kann er nicht, wie muss ich die Werte korrigieren um sie als reale Daten nutzen zu können
– Wie erstelle ich einen Plan für mein Traden und mein Leben, an den ich mich auch halten kann (beides kann man nicht trennen!)
– Unterschiede lernen zwischen „Wie tradet man als Anfänger“ und „Wie tradet man als Fortgeschrittener“ (zum Beispiel Kontogröße, Risiko pro Trade, usw. wird in beiden Fällen komplett anders berechnet)
– Welche statistischen Kennzahlen sind wichtig zur Systembeurteilung und Auswertung, welche sind nahezu sinnlos, welche total sinnlos
– Vieles mehr…

Nur wenn man diese Grundkenntnisse erlernt, hat man eine gute Chance, später sich selbst, andere Händler und den Markt beurteilen zu können. Man wird alles ganz anders einschätzen und begeht deutlich weniger Fehler. Man ist auf alles vorbereitet, und das allerbeste: Man hat einen Plan, nach dem man vorgeht.

Der Versuch, einfach so mal mit dem Traden anzufangen ohne die Grundlagen zu erlernen, wird einfach nur gnadenlos schiefgehen und euch viel Geld und Zeit kosten. Derjenige, der die Größe besitzt, zu akzeptieren, dass er noch nicht bereit ist (wir reden hier nicht von ängstlich, sondern realistisch), wird Unglaubliches erreichen können. Diese Fähigkeit besitzen sehr wenige Menschen, und wer immer diese hat, vor dem habe ich allergrößten Respekt. Es ist einfach in der Natur des Menschen, immer zu denken, man ist besser als alle anderen, und muss es unbedingt selber versuchen, ob es denn wirklich stimmt. Aber der Währungshandel ist ein teurer Lehrmeister. Seid gewarnt, macht es richtig, oder bezahlt mit Zeit und Geld für die Erfahrung.

2. Mit für die eigene Situation „sinnlosen“ Ideen Zeit verschwenden

Es gibt einfach Sachen beim Währungshandel (wie bei allem in der Welt), die sind nicht sinnvoll möglich. Es gibt Grenzen für alles, die meisten sind über den puren mathematischen Ansatz sehr leicht ersichtlich. Dann gibt es noch bestimmte Grenzen, die man nicht auf Anhieb sieht. Hier kann man Monate und Jahre Zeit in Projekte stecken, die logisch klingen und in der Theorie toll sind, aber in der realen Welt eines Marktes mit beschränktem Volumen und vielen Wettbewerbern einfach nicht funktionieren.

Ein Beispiel soll hier Arbitrage-Handel sein. Beim Arbitrage-Handel wird nahezu risikolos zur selben Zeit an unterschiedlichen Orten (Märkten, Brokern, Währungen, …) gekauft und verkauft, um Kurs- und Zinsunterschiede auszunutzen. Natürlich klingt das alles total logisch, ist es ja auch. Man handelt zum Beispiel bei einem Broker verschiedene Währungen gleichzeitig, so dass sie sich ausgleichen, während man einen Gewinn dabei einbucht. Wenn hierzu Fragen entstehen, kann ich es in einem Extra-Artikel ausführlicher erläutern (bitte im Kommentar dann ansprechen).

Dadurch dass es so logisch ist, und in der Theorie auch unheimlich toll klingt, fallen viele darauf herein. Man schreibt sich Handelsprogramme, kommt auf super Ergebnisse im Backtest und im Handel mit dem Demokonto, und man rechnet sich schon die Millionen aus, die man verdienen wird. Man kann selber keinen Fehler finden. Das Problem liegt in dem Fall an der Erfahrung. „Wenn etwas zu einfach klingt, stimmt was nicht“ oder „Wenn etwas so toll funktioniert, warum verkauft man solche Software dann?“ – diese Sätze sollte man nie vergessen beim Handeln sowie generell im Leben.

In der Realität sieht es leider wie folgt aus: Um diese Arbitrage-Vorteile zu nutzen, muss man das gerade am Markt vorhandene Volumen auch selber bekommen. Da aber enorm viele Leute diesen „einfachen risikoloseren“ Weg versuchen, hat sich ein wahrer Technikkrieg entwickelt. Es geht darum die schnellste Datenleitung zu haben, die man für Geld kaufen kann. Kleinste Zeitunterscheide gewinnen – die Server müssen direkt neben den Rechenzentren der Broker stehen, man muss direkt von den verschiedenen Liquiditätsprovidern die Kurse einzeln bekommen, und sie mit den anderen in Sekundenbruchteilen vergleichen, … hier ist es nötig mindestens 6- bis 7-stellige Summen in die Hand zu nehmen, um überhaupt auch nur eine Chance zu haben. Noch dazu: Macht man es mit seinem eigenen Broker (der vielleicht einen langsamen Datenfeed hat), dann ist der eigene Gewinn der Verlust des Brokers, und er wird alles dafür tun euch loszuwerden oder nicht auszuzahlen.

Soviel zum kurzen Beispiel. Es gibt noch so viele Beispiele, die im Chart besser aussehen, als sie real zu handeln sind. Zum Beispiel sind bei den wichtigen News die Spreads hoch und die Bewegungen im Markt extrem schnell, so dass man mit eingetragenen Stop-Orders nur mit einer sehr hohen Slippage in den Markt kommt, und man die gigantischen Gewinne, die man sich im Chart ausgerechnet hat, gar nicht erreichen kann. Man sollte also immer wissen, unter welchen Umständen man in der Realität des entsprechenden Marktes die Handelsideen überhaupt anwenden kann.

3. Fehler: Handeln gegen den eigenen Broker

Irgendjemand muss immer die Gegenposition einnehmen. Es ist egal wer es ist, solange es nicht andauernd der eigene Broker ist (reiner Marketmaker-Broker). Denn das führt unweigerlich zu Interessenkonflikten. Verliert Ihr, wird der Broker euch lieben (denn euer Verlust ist der Gewinn des Brokers, da er ja die Gegenposition hält). Gewinnt ihr aber (und zwar deutlich mehr als der Spread und die Kommission dem Broker an Gewinn bringen), dann wird der Broker mit euch Geld verlieren. Da kein Broker sich das lange gefallen lassen wird (denn er ist ein normales Unternehmen was seine Gewinne maximieren möchte), werden alle Maßnahmen getroffen, dass ihr weniger gewinnt: Verbindungsabbrüche, Trades dauern länger zum Schließen, Konto wird aufgelöst, …

Man sollte also auch immer wissen, welche Broker reine Marketmaker-Broker sind und bei welchen Produkten. Zum Beispiel kann man davon ausgehen, dass bei nahezu allen Broker beim Handel mit Binären Optionen der Broker der Gegenpart des Trades ist, und dadurch ständig ein starker Interessenkonflikt entsteht. Deshalb schon alleine würde ich nie Binäre Optionen auch nur anrühren, da es schon durch diese Ausgangslage keine Zukunft auf gute Gewinne gibt.

Generell gilt im Währungshandel (wie bei allem in der Welt): Schaffe dir erst das nötige Umfeld, damit Du überhaupt mit einer guten Chance gewinnen kannst. Solange es zu Interessenkonflikten mit dem eigenen Broker kommt, kann man keinen langfristigen Erfolg erwarten. Ein weiteres Beispiel für ein richtiges Umfeld wären die Kosten (Spread, Slippage, Commission, Rollovergebühr), die je nach Broker unterschiedlich sind. Je günstiger die Kosten, umso mehr Strategien sind auch profitabel und sinnvoll. Ein weiteres Beispiel ist die Lebenssituation. Man sollte sein Leben so aufgebaut haben, dass man ohne Probleme die monatlichen Kosten decken kann (durch monatliche Einnahmen oder ausreichend Kapital), ohne dass man auf die Tradinggewinne sofort angewiesen ist. Auch sollte in der Familie immer alles besprochen sein und sich auch über den Risikoakzeptanzwert geeinigt werden – es bringt wenig, wenn die Ehefrau sie mit Nudelholz vor Ihrem Computer hin- und herjagt, weil sie nicht erwähnt haben, dass sie einen größeren Betrag ihrer Ersparnisse investiert oder sogar verloren haben – Sie werden unter Druck kaum noch sinnvoll handeln können.

4. Fehler: Kenne nicht deinen Risikoakzeptanzwert (RAW)

Erkenne deine eigenen Grenzen: Sie sollten wissen, wie hoch Ihr gesamtes Kapital ist (alle Wertanlagen zum aktuellen Marktwert), wie hoch Ihre monatlichen Ausgaben (vergesst hier nicht die Ausgaben für eine Partnerschaft) und festen Einnahmen sind, und wie hoch ist Ihr persönlicher Risikoakzeptanzwert (wieviel Geld wäre ich bereit zu verlieren (direkt oder indirekt als Opportunitätskosten), ohne dass ich mich deutlich darüber aufregen würde und es mich emotional stark belastet. Dieser Risikoakzeptanzwert ist eine der wichtigsten persönlichen Kennzahlen, die es gibt. Er hängt stark von der Risikobereitschaft, dem Kapital und den monatlichen Ausgaben und Einnahmen ab. Besitzt man z.B. 30.000 Euro und hat einen RAW von 5.000 Euro, dann bedeutet das, dass man beim Handeln alles so berechnen sollte, dass man optimalerweise nie auf die 5.000 Euro Verlust kommen wird, sondern vorher alles verkauft ist.

In dem Beispiel wäre es mit der maximalen Drawdowngrenze für ein Gesamtportfolio gleichzusetzen. Was macht diesen RAW aber so bedeutend? Überschreitet man diesen Wert, dann fängt man an nervös zu werden und hat Angst. Man fühlt sich nicht mehr wohl, man wird emotional, man begeht Fehler und handelt nicht mehr nach seinem Plan, selbst wenn alles gar nicht mal so schlimm aussieht. Dieser Wert stellt den Grenzwert da, ab wo man anfängt Dummheiten zu begehen und nicht mehr in der PuMa (pure mathematische) Ansatzmethode denken und vorgehen kann.

Dieser Wert ist je nach Person natürlich oft schwankend über die Zeit. Bei manchen erhöht er sich über die Zeit mit den Gewinnen, bei anderen aber auch nie – jede Person ist da total anders und es gibt da kein richtig und falsch, man muss den Wert aber für sich bestimmen! Dieser Wert muss von jeder Person genau gekannt werden. Oftmals hat man in seiner theoretischen Überlegung anfangs einen falschen Wert angesetzt. Merkt man dann beim Handeln, dass einem ein bestimmter Verlust schon nervös macht, dann sollte man sofort den RAW auf diesen Wert runterkorrigieren und ihn mit der Zeit von diesem Wert erst wieder erhöhen. Es ist dringend nötig mit einem niedrigen RAW anzufangen, und ihn fließend über die Monate/Wochen/Tage in ganz kleinen Schritten zu erhöhen, um sich so daran zu gewöhnen. An große Gewinne kann man sich leichter gewöhnen als an große Verluste – lernt den RAW zu lieben, er schützt euch vor Übertreibung und lässt euch gut schlafen.

Der RAW ist für euch dann ein Maximalwert, der nicht ausgereizt werden sollte. Er beschränkt andere Risikowerte, wie das Gesamtrisiko, und gibt einen Rahmen vor, in dem man arbeiten kann.

Generell gilt aber: Niemals sollte man mehr Geld riskieren, als man bereit ist auch zu verlieren. Und NIEMALS sollte man auf Kredit traden.



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20 Kommentare

  1. Dieser Artikel beschreibt die Realität. Jeder der mit dem Kurzfristhandel anfangen möchte, sollte diese 23 Punkte wie eine Checkliste beachten. Dabei darf man keinen Punkt beugen, oder auslassen. Zu diesem Artikel gibt es ein passendes Sprichwort „der intelligente lernt aus seinen Fehlern, der weise aus den Fehlern anderer“ Bitte mehr davon.

  2. Danke für deine Antwort.

    So lange Artikel sind recht zeitaufwendig. Und ich bin nicht ganz sicher, ob genug Nachfrage besteht nach tieferen Informationen. Den meisten wird das zuviel sein an Informationen und sie geben schon beim lesen von den 8 Seiten auf.
    Ich werde wohl wieder umsteigen, mehr auf die wesentlich inhaltsleereren kurzen Artikel, wo man dann nicht so in die Tiefe gehen kann.

    Es war eben ein Versuch herauszufinden, wie die Resonanz auf größere und tiefere Informationen ist im Vergleich zu kurzen Artikeln mit weniger tiefen Informationen. Und die kurzen scheinen besser anzukommen, zumindest lesen die Leute bis zum Ende und kommentieren dann öfters. Eine andere Resonanzmessung hat man ja nicht.

    1. Könnte man aber auch anders interpretieren.
      Die kurzen Artikel werfen viele Fragen auf oder geben bei Unklarheiten Anlass für ein Gegenargument. Also postet man Kommentare.
      Bei den Ausführlichen bleibt keine Frage offen und selbst eventuelle Ungereimtheiten werden im weiteren Verlauf des langen Artikels dann doch noch angesprochen. Fazit: Kommentare überflüssig. Außer vielleicht ein Danke.
      Aber wenn Sie jetzt Hundert Kurzkommentare mit dem Wort „Danke“ bekämen, wäre das für Sie zwar angenehm einerseits, aber evtl. dennoch langweilig.

      Gehen Sie davon aus, dass sehr viele Leser Ihnen gedanklich „Danke“ sagen und Ihnen Anerkennung zollen.

      P.S.:
      Ich danke Ihnen. Und persönlich habe schon noch eine Frage, die muss ich aber erst noch formulieren und verschiebe sie auf nächste Woche.

      1. Ein kurzen Feedback hilft schon.
        Am meisten würde es helfen, wenn noch offene Fragen gestellt werden oder eventuelle Themenwünsche.

    2. Forex-Stratege,

      bleiben sie bitte bei ihren tieferen Artikeln, inhaltsleere kurze Artikeln gibts im Web zuhauf.
      Wenn 3 bis 5 Personen durch ihre Artikel wirklich und überprüfbar bessere Trader geworden sind, dann ist es doch besser als wenn 1000 Personen ihre Artikel lesen und keinen Mehrwert davon gezogen haben.
      ich persönlich habe vor ihren Artikel auszudrucken und mit einem Textmarker bewaffnet alles durchzustudieren, Betonung auf STUDIEREN.

      Danke für die Flut an Informationen, Forex-Stratege.

      1. Also einen Mehrwert versuch ich bei kurzen Artikeln auch immer zu bieten, aber durch die Kürze ist der natürlich wesentlich geringer. Man kann bei kleinen Artikeln nicht durch Querverweise so leicht ineinander übergreifen und ein Thema großflächlich abarbeiten zum leichteren Verständnis. Dies ist ein so wichtiges Thema „Tradingfehler“, ich habe es schon extrem gekürzt auf diese Version, da sind erstmal nur die großen erwähnt. Ähnlich große Themen sind die Grundlagen Schritt für Schritt lernen (da könnte man ein ganzes Buch schreiben), wie man Handelssysteme findet, Wie man Tradingrisiken kontrolliert, wie man SL richtig setzt, Handelsplatform benutzen (hier wollte ich Metatrader 4 nehmen, da es noch die meistbenutzte Platform ist), Tricks der Betrüger, …..

        Ich glaube mit den Grundlagen oder der Handelsstation fortzufahren wäre das sinnvollste.

  3. @Forex-Stratege, ich kann mich dem Kommentar von @Andreas nur anschließen. Ich fand den Artikel ebenfalls sehr gut und hilfreich und werde ihn mir auch ausdrucken.
    Bzw. werde ich mir alle Ihre Artikel kopieren, dann inhaltlich sortieren nach Basics, Fehler, Strategien und was da noch so kommen mag. Also quasi ein kleines Buch daraus erstellen, eine PDF-Datei erzeugen und diese dann ausdrucken, wenn Ihre Serie vollendet ist.

    1. Danke. Was oft sehr hilfreich ist:
      – wenn man mal einen Punkt nicht versteht oder ihn anders sieht, direkt einfach fragen: es gibt nie dumme Fragen. Eine geklärte Frage wird sofort zu Wissen und prägt sich ein.
      – alles was mathematischen Bezug hat, für sich selber einmal nachrechnen mit anderen Zahlen als im Beispiel, so bleiben Informationen länger gespeichert , man erkennt oft kleiner Zusammenhänge leichter und man kann daran auch leichter überprüfen ,ob jemand Recht hat.

      Wenn man z.B. Fragen zu eigenen Tradingfehlern hat und wie man sie vermeiden könnte, dann kann man jederzeit das auch in den Kommentaren fragen.

  4. Hallo Forex Stratege,

    super Artikel. Man merkt, daß hier ein echter Trader am schreiben war.
    Ich hoffe nur, es hilft einigen Leuten diese Fehler zu vermeiden oder wenigstens einige davon.
    Meine Erfahrung ist leider, daß nur die Schmerzen einiger vernichteter Depots die gedankliche Wende bringen. So wars bei mir am Anfang.

    1. Du hast Recht. Die Variante „es selber durchzumachen in real“ prägt sich viel mehr ein. aber sie ist auch die zeitaufwendigste und teuerste Variante, die einen oft Jahre zurückwirft (wegen Zeit und Geldverlust). Wenn man es real erfahren möchte um es sich dauerhaft einzuprägen, dann sollte man wenigstens mit so wenig Geld beginnen, das man sich das Problem mit den hohen Geldverlusten erspart, und nur die Zeit verliert.

      Es heißt ja immer, „wer nicht hören will, muss fühlen“. Das gilt beim Traden zu 100%.
      So verrückt wie es klingt, wenn jemand es schafft am Anfang die Finger vom Handel zu lassen (=keine Trades setzen mit dem Ziel Gewinne zu machen) und nur 2 Dinge lernt (Wie lernt man; Grundlagen Schritt für Schritt mit Demo zum Handelsplattform kennenlernen) wird er einfach oft Monate (oder Jahre) und viel Geld sparen. Gerade das „Lernen , wie man lernt“ ist oft das wichtigste, was man anfangs tun kann. man muss es sich ermöglichen, aus Primär (eigene Erfahrungen) und Sekundärerfahrungen (Erfahrungen Anderer) zu lernen, und man muss erlernen zwischen guten und schlechten Sekundärerfahrungen zu unterscheiden.

  5. Ziehen sie ihr Projekt durch. Mein Dank im voraus. Die Ausführlichkeit sprengt zwar ein wenig den Rahmen der FMW, aber Sie können es ja als Vorarbeit zu einem Booklet oder E-Book sehen. Vieles was bislang (treffend) beschrieben wurde gilt ja allgemein für das Trading. Den forexspezifischen Teil erwarte ich mit Vorfreude.

    1. Danke.

      Es ist eben noch viel Grundlagenwissen integriert.
      Forex und z.B. Aktienhandel Handel sind ja auch nicht total verschieden, sehr viele Punkte gelten sogar gleich und kann man in beiden gleich verwenden.
      es gibt aber auch einige Unterschiede :
      – Marktspezifische Gegebenheiten zb.beim Aktienmarkt könnte theoretisch sogar jeder gewinnen (wenn Kurse ansteigen auf lange Sicht), beim Forexmarkt ist das einfach nichtmal theoretisch denkbar
      – Der Währungshandel ist viel volatiler (von NewsZeiten mal abgesehen in Einzel-Aktien)
      – es gibt Volumenunterschiede
      – Manipulationsunterschiede
      – Insider Unterschiede
      – Unterschiede bei der Sicherheit der Anlage (strukturierte Produkte vs. OTC)
      – Unterschiede bei den Handelssystemen
      – Handelszeitenunterschiede
      ……

      So direkt auf die Unterschiede wollte ich garnicht so eingehen, da ich mich direkt auf den Währungshandel nur beziehen wollte. Aber wenn es gewünscht wird, kann man es sich später auch mal machen.

      1. „kann man es sich später auch mal machen“ sollte heissen “ kann man es sicher später auch mal machen“. Nicht das es hier zu leichten Verwechslungen kommt :-)

  6. Unter „Kommentare“ im Munü kann man die „Serie Währungshandel“ übrigens auch seid dieser Woche aufrufen, falls man nochmal einen Artikel davon lesen will und nicht erst alle Artikel durchsuchen möchte.

  7. Wieviele von Euch verwenden denn den Metatrader 4 als Handelsplattform? Lohnt sich da ein extra Artikel dazu?

    1. Ich verwende den MT4

      1. ok danke, irgendwelche Wünsche auf was ich genau eingehen soll?

        1. Also, was ich immer noch nicht ganz verstanden habe, ist die Programmierung von Algos über den MetaQuotes Language Editor. Bzw. die Einbindung von brauchbaren vorhandenen Algos, denn für die Programmierung habe ich den A…. zu weit unten ;)
          Kennen Sie empfehlenswerte Quellen für solche Algos, und wenn ja, wie binde ich sie ein?
          Steht die Schaltfläche „AutoTrading“ damit im Zusammenhang?
          Und zuletzt: Es gab einmal die Möglichkeit, beim Schließen eines Trades (z. B. EURUSD) auszuwählen, dass alle entprechenden Trades dieses Währungspaares geschlossen werden.. Ist das nun komplett entfallen oder nur besser versteckt?

          1. Ich komme im Artikel dann genauer darauf, aber vorab:
            – ja , „Autotrading“ Button ist nur ein Zusatz Sicherheitsschalter (oder übers Optionsmenü aktivierbar) , das du schnell siehst, ob Programmen das setzen von Orders erlaubt ist oder nicht
            – die Möglichkeit alle zu schließen kenne ich nicht (über „closeby“ maximal alle offenen miteinander verrechnet): ich würde empfehlen hierfür ein gutes Script zu verwenden, das alle Orders schliessen kann einer Währung (oder Aller), aber besten getrennt, nach Market Orders und Pending Orders oder alle Orders. Solltest du keine Scripte dazu finden im mq5 Market, dann kann man dazu auch was fertiges programmieren
            – über die Optionen kannst du den 1-Klickhandel aktivieren, und dann über das Kreuz am Zeilen ende der order kannst du sie schnell schließen. Aber achte auf Fehlklicke dann, auch bei den Ordereingaben gilt dann 1 Click Trading.

  8. wem das zu viel Stoff ist und mit dem lesen aufhört, der macht den 24. Fehler;-)

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