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Artikel-Serie Währungshandel

Wie wird man reich durch Währungshandel? Fünfter Teil einer Serie: 23 Tradingfehler, der Turbo zum Gewinn!

Redaktion

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14. Fehler: Handeln ohne Stop Loss (SL), weiter nachkaufen im Verlust, Rache Trading

Den Gewinn kann man nicht genau planen, sein Risiko aber schon. Das Risiko kann man nur steuern, wenn man es über die Handelsmenge und den SL einstellt. Ohne jeglichen SL zu handeln ist einfach nur fahrlässig, und hat mit einem mathematischen Tradingplan nichts mehr zu tun. Ein eingetragener Stop Loss schützt euch vor zu großen Verlusten, die später nicht mehr aufgeholt werden können. So kann ein Trade nicht einen gigantischen Verlust produzieren, indem man ihn immer weiterlaufen lässt, und hofft das es irgendwann mal wieder besser werden muss. Viele setzen sich mentale SL und tragen den SL nicht direkt ein. Ich würde aber immer einen direkt eingetragenen SL empfehlen. Wer schonmal kurz auf dem Klo war (oder sich wegen anderen Gründen mal kurz von PC entfernte/Internetprobleme oder Stromausfälle hatte, …) und wiederkam und eine heftige Bewegung in die falsche Richtung sah, die einen mit dem SL geschützt hätte, wird den mentalen SL nochmal überdenken.

Wo man einen Stop Loss am besten setzt, werde ich in einem extra Artikel beschreiben – da kommt es auf zu viele Faktoren an. Es ist auf jeden Fall wichtig den Spread zu berücksichtigen. Optimalerweise sollte man einen spreadgeschützten SL verwenden, also erst die Position schließen, wenn Ask und Bid Kurs den SL Kurs überschritten haben. Aber dazu auch mehr in dem Artikel über Stop Loss. Wenn der Kurs gegen einen läuft, fangen viele Anfänger an nachzukaufen (Martingale Strategie), um die Durchschnitteinstiegskurse zu reduzieren. Sie handeln getreu dem Motto zum Verlieren: „If you are in trouble -Double!“. Realistisch müsste der Spruch lauten „If you are in trouble – double for more trouble!“, da man sich einfach zu oft in noch größere Schwierigkeiten bringt. Man baut darauf, dass irgendwann der Kurs ja mal zurückkommen muss. Das Problem ist nur: WANN?

Wenn man einen Nachkauf mit einem Handelsplan macht, und die ganzen Orders sind auch mit realistischen SL versehen, dann ist noch nicht mal was dagegen einzuwenden. Wenn aber der Handel mit sehr weiten SL (oder keinem SL) und Martingale kombiniert wird, geht es nicht darum ob man am Ende verliert (das steht nahezu sicher fest), sondern nur noch wann. Gerade viele Anfänger schwören auf diesen Handelsstil, weil er viele Gewinner produziert, bis er letztendlich nahezu immer das komplette Konto zerstört. Sie versuchen es mit Auszahlungen in den Griff zu bekommen, aber jede Variante hat kein sehr tolles Chance-Risiko-Verhältnis.

Nicht umsonst sind die allermeisten „Betrüger“ mit Martingale Handelsprogrammen mit keinem oder sehr weiten SL unterwegs. Hier können sie viele Gewinne machen, und das Totalverlustrisiko (was zu jeder Stunde eintreffen kann) müssen Sie nicht tragen, sondern ihre Kunden. Also das optimalste für Betrüger, vielleicht schnelle Gewinne (die kann man dann vorweisen und seine Signalgebühr, Gewinnbeteiligung usw. fordern) und das Risiko tragen andere. Wenn andere die Risiken tragen, werden gerne die Verlierer laufen gelassen, da der Anreiz gering ist, es anders zu machen.

Zuletzt noch zum Punkt Rache-Trading: Hier hat man einen Verlust durch das traden, und kommt jetzt auf die „geniale“ Idee, die Menge dramatisch zu erhöhen, um damit die Verluste wieder mehr als einzuholen oder überhaupt einzuholen. Denn wenn es klappt, dann hat man es dem Markt gezeigt (Rache am Markt für die Verluste)! Lasst bitte sowas, haltet euch an den Tradingplan, erhöht nicht das Risiko einfach dramatisch und setzt alles auf eine große Position, um wieder in den Gewinn zu kommen oder richtig extrem danach im Verlust zu sein. Dem Markt seid ihr egal. Jegliche Emotionen hier aufzubauen, um sich durch Rachegefühle in einen hochriskanten Trade zu begeben, sind unbedingt zu vermeiden.

15. Fehler: Sich schlimme Situationen beim Handel immer wieder vorhalten und in sich reinfressen

Sollte man mal einen dummen Fehler (zum Beispiel auf andere gehört zu haben, zu hohe Risiken wurden eingegangen, … – im Endeffekt läuft es immer darauf hinaus, dass man anders als in seinem Handelsplan gehandelt hat) gemacht haben oder große Verluste haben (aus welchem Grund auch immer), dann muss man für sich eine Methode entwickeln, wie man damit klarkommt. Dieses sollte man in seinem Leben schon gelernt haben, oder muss es für sich dringend entwickeln, damit man weiß wie man so etwas sinnvoll verarbeitet, bevor es eintrifft! Ich mag zum Beispiel alles gleich rauslassen, dann ist alles erledigt. Lieber einmal kurz auf den Tisch hauen vor Ärger, und fertig, und alles ist abgearbeitet (ich empfehle deutlich keine Glastische ??).

Man kann die Vergangenheit einfach nicht mehr ändern, die Zeit ist nicht zurückdrehbar. Das Allerwichtigste ist es, damit zu leben und daraus zu lernen, um zu verhindern, dass genau dieses wieder passiert. Aber dass nichts nochmal passiert auf irgendeine Art ist utopisch, dafür sind wir Menschen. Eine der gefährlichsten Fragen der Welt ist „Was wäre wenn“. Man darf sich niemals in dieser Frage verfangen und ständig und immer wieder darüber nachdenken, was gewesen wäre, wenn man etwas anders gemacht hätte. Dies betrifft nicht nur das Traden, dieses trifft auf ganz vieles im Leben zu! Entscheidungen die man getroffen hat, kann man oft nicht leicht zurück analysieren – wir idealisieren oft unsere in der Vergangenheit besser zu treffende Entscheidung, und wissen gar nicht, was dann genau passiert wäre.

Ein Beispiel: Man war aus Zeitmangel lange Zeit nicht beim Fitnesssport. Jetzt bedauert man es, dass man einige seiner Muskeln verloren hat und man nicht hingegangen ist. Man stellt sich vor, wie es wäre, wenn man die Muskeln noch hätte. Dass man aber dadurch die Zeit effizient für anderes genutzt hatte, was dann nicht existiert hätte, oder man sich sogar beim Training vielleicht verletzt hätte, das übersieht man leicht. Man sollte es einfach ab dem jetzigen Zeitpunkt ändern und dafür sorgen, dass man ab jetzt wieder zum Training geht, und fertig.

16. Fehler: Kompliziert starten

Wenn man die Grundlagen gelernt hat, geht es an die Erstellung von Strategien.
Bevor man dieses aber tut, ist es wichtig erstmal alle Grenzen festzulegen, die diese Strategie wegen meiner Lebensumstände und meinen Fähigkeiten beachten muss. Arbeite ich zum Beispiel am Tag von 9-18 Uhr, dann ist ein Handel nur im kurzfristigen Bereich von 19-24 Uhr maximal möglich, denn genug Schlaf ist absolut wichtig, um ein zufriedenes und ausgeglichenes Leben als Händler zu haben. Unterschätzt nicht den Stress, der vielleicht auf euch zukommen kann, wenn Ihr euch nicht an euren Tradingplan haltet.

Generell gilt folgende Regel: Im Tageschart, Wochenchart und Monatschart zu handeln ist kaum Zeitaufwand und ist auch für arbeitende Menschen problemlos machbar. Die Zeitrahmen im Stundenchart und 4-Stundenchart ist ein mittlerer Zeitaufwand, und darunter steigt der Zeitaufwand stark an. Es gilt also die Regel, je höher der Chartzeitrahmen, umso geringer ist der Zeitaufwand, umso weniger Trades gibt es auch und umso leichter ist auch das Handeln (denn Trends sind hier viel leichter zu erkennen und sind dadurch auch bedeutender). Je niedriger der Chartzeitrahmen, umso höher ist der Zeitaufwand, umso mehr Trades gibt es und der Handel wird schwieriger. Das gilt auf jeden Fall für Anfänger. Später als „Profis“ könnte es auch passieren, dass Ihr es im niedrigen Zeitrahmen leichter finden könntet als im höheren (weil Ihr entsprechende Handelssysteme entwickelt habt und viel Erfahrung besitzt).

Anfänger machen leider oft den Fehler im sehr niedrigen Zeitrahmen mit dem Handel anzufangen. Sie fangen also im schwersten und zeitaufwendigsten Handel an, und arbeiten sich im Zeitrahmen nicht von oben nach unten runter (also vom einfachsten zum schweren). Der Handel im höheren Zeitrahmen ist oft deshalb leichter, weil die Trends besser erkannt werden können und wichtiger sind, und weil sie von mehr Leuten beachtet werden. Aber es hat auch einen ganz einfachen mathematischen Grund: Im höheren Zeitrahmen sind die Take Profit (TP) und Stop Loss (SL) weiter entfernt (im Durchschnitt) als in kleineren Zeitrahmen und man hat auch weniger Trades. Die Kosten für einen Trade bleiben aber gleich (Spread+Commission+Slippage), nur die Rollover-Kosten fallen bei längerfristigen Trades stärker an als bei kurzfristigen. Da man einen höheren TP hat, bei den selben Kosten, ist der Handel in den höheren Zeitenrahmen dadurch verhältnismäßig billiger. Da man auch noch mehr Trades in kleineren Zeitrahmen hat, fallen diese Kosten (die man auch erstmal jedes Mal wieder reinholen muss) auch noch öfters an. In einem Extra-Artikel wird darauf genauer eingegangen.

Kompliziert kann man es sich auch mit den Charts machen, die manche mit Indikatoren ohne Ende vollstopfen. Manche erkennen kaum noch die Kurse. Die meisten Indikatoren sind einfach nur die Preise der letzten Kerzen auf unterschiedliche Art (je nach Indikator) berechnet. Haltet es einfach, nehmt nicht mehr als maximal 2-3 davon. Indikatoren spielen oft auch eine Rolle beim zu komplizierten Erstellen einer Strategie. Man hat eine Handelsstrategie, die gute Gewinne macht und auch einige Verluste. Verluste gehören einfach zum Handeln dazu, daran muss man sich gewöhnen. Jetzt suchen viele Anfänger aber nach Methoden, auch noch die wenigen Verluste wegzubekommen, sie hauen Unmengen an Indikatoren in den Chart und testen durch, mit welchem Indikator als Filter man viel weniger Verlusttrades gehabt hätte, und merken am Ende gar nicht, dass sie um einen Verlusttrade endlich rausgefiltert zu haben, sie 6 Gewinntrades mit rausgefiltert haben. Auch zur Strategieerstellung wird ein größerer Artikel kommen.

Sagt euch immer wieder „Haltet es Einfach!“.
Bei Indikatoren hat aber jeder seine Lieblinge, bzw. seine eigenen erstellten Indikatoren. Jeder findet einiges gut, anderes total nutzlos. Es gibt da kein richtig oder falsch. Ich mag zum Beispiel Pivot und Fibonacci überhaupt nicht, da es einfach nur willkürliche mathematische Punkte sind, die maximal funktionieren, weil jemand sagt, da ist ein markanter Punkt und alle einigen sich drauf und beachten es. Das wäre mir zu wenig Relevanz und wenn man normale horizontale Linien einfach mit einem bestimmten Abstand in den Chart einzeichnet kommt man zu keinen schlechteren Umkehrsignalen im Vergleich zu den 2 Varianten. Aber jeder muss da seine eigenen Erfahrungen machen und sich mit viel Bildschirmerfahrung und durchtesten eigene Urteile bilden.

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20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    TobiasG

    27. Oktober 2017 11:08 at 11:08

    Dieser Artikel beschreibt die Realität. Jeder der mit dem Kurzfristhandel anfangen möchte, sollte diese 23 Punkte wie eine Checkliste beachten. Dabei darf man keinen Punkt beugen, oder auslassen. Zu diesem Artikel gibt es ein passendes Sprichwort „der intelligente lernt aus seinen Fehlern, der weise aus den Fehlern anderer“ Bitte mehr davon.

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    Forex-Stratege

    27. Oktober 2017 12:34 at 12:34

    Danke für deine Antwort.

    So lange Artikel sind recht zeitaufwendig. Und ich bin nicht ganz sicher, ob genug Nachfrage besteht nach tieferen Informationen. Den meisten wird das zuviel sein an Informationen und sie geben schon beim lesen von den 8 Seiten auf.
    Ich werde wohl wieder umsteigen, mehr auf die wesentlich inhaltsleereren kurzen Artikel, wo man dann nicht so in die Tiefe gehen kann.

    Es war eben ein Versuch herauszufinden, wie die Resonanz auf größere und tiefere Informationen ist im Vergleich zu kurzen Artikeln mit weniger tiefen Informationen. Und die kurzen scheinen besser anzukommen, zumindest lesen die Leute bis zum Ende und kommentieren dann öfters. Eine andere Resonanzmessung hat man ja nicht.

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      Gerd

      27. Oktober 2017 12:53 at 12:53

      Könnte man aber auch anders interpretieren.
      Die kurzen Artikel werfen viele Fragen auf oder geben bei Unklarheiten Anlass für ein Gegenargument. Also postet man Kommentare.
      Bei den Ausführlichen bleibt keine Frage offen und selbst eventuelle Ungereimtheiten werden im weiteren Verlauf des langen Artikels dann doch noch angesprochen. Fazit: Kommentare überflüssig. Außer vielleicht ein Danke.
      Aber wenn Sie jetzt Hundert Kurzkommentare mit dem Wort „Danke“ bekämen, wäre das für Sie zwar angenehm einerseits, aber evtl. dennoch langweilig.

      Gehen Sie davon aus, dass sehr viele Leser Ihnen gedanklich „Danke“ sagen und Ihnen Anerkennung zollen.

      P.S.:
      Ich danke Ihnen. Und persönlich habe schon noch eine Frage, die muss ich aber erst noch formulieren und verschiebe sie auf nächste Woche.

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        Forex-Stratege

        27. Oktober 2017 13:03 at 13:03

        Ein kurzen Feedback hilft schon.
        Am meisten würde es helfen, wenn noch offene Fragen gestellt werden oder eventuelle Themenwünsche.

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      Andreas

      27. Oktober 2017 13:01 at 13:01

      Forex-Stratege,

      bleiben sie bitte bei ihren tieferen Artikeln, inhaltsleere kurze Artikeln gibts im Web zuhauf.
      Wenn 3 bis 5 Personen durch ihre Artikel wirklich und überprüfbar bessere Trader geworden sind, dann ist es doch besser als wenn 1000 Personen ihre Artikel lesen und keinen Mehrwert davon gezogen haben.
      ich persönlich habe vor ihren Artikel auszudrucken und mit einem Textmarker bewaffnet alles durchzustudieren, Betonung auf STUDIEREN.

      Danke für die Flut an Informationen, Forex-Stratege.

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        Forex-Stratege

        27. Oktober 2017 13:43 at 13:43

        Also einen Mehrwert versuch ich bei kurzen Artikeln auch immer zu bieten, aber durch die Kürze ist der natürlich wesentlich geringer. Man kann bei kleinen Artikeln nicht durch Querverweise so leicht ineinander übergreifen und ein Thema großflächlich abarbeiten zum leichteren Verständnis. Dies ist ein so wichtiges Thema „Tradingfehler“, ich habe es schon extrem gekürzt auf diese Version, da sind erstmal nur die großen erwähnt. Ähnlich große Themen sind die Grundlagen Schritt für Schritt lernen (da könnte man ein ganzes Buch schreiben), wie man Handelssysteme findet, Wie man Tradingrisiken kontrolliert, wie man SL richtig setzt, Handelsplatform benutzen (hier wollte ich Metatrader 4 nehmen, da es noch die meistbenutzte Platform ist), Tricks der Betrüger, …..

        Ich glaube mit den Grundlagen oder der Handelsstation fortzufahren wäre das sinnvollste.

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    Michael

    27. Oktober 2017 14:15 at 14:15

    @Forex-Stratege, ich kann mich dem Kommentar von @Andreas nur anschließen. Ich fand den Artikel ebenfalls sehr gut und hilfreich und werde ihn mir auch ausdrucken.
    Bzw. werde ich mir alle Ihre Artikel kopieren, dann inhaltlich sortieren nach Basics, Fehler, Strategien und was da noch so kommen mag. Also quasi ein kleines Buch daraus erstellen, eine PDF-Datei erzeugen und diese dann ausdrucken, wenn Ihre Serie vollendet ist.

    • Avatar

      Forex-Stratege

      27. Oktober 2017 14:38 at 14:38

      Danke. Was oft sehr hilfreich ist:
      – wenn man mal einen Punkt nicht versteht oder ihn anders sieht, direkt einfach fragen: es gibt nie dumme Fragen. Eine geklärte Frage wird sofort zu Wissen und prägt sich ein.
      – alles was mathematischen Bezug hat, für sich selber einmal nachrechnen mit anderen Zahlen als im Beispiel, so bleiben Informationen länger gespeichert , man erkennt oft kleiner Zusammenhänge leichter und man kann daran auch leichter überprüfen ,ob jemand Recht hat.

      Wenn man z.B. Fragen zu eigenen Tradingfehlern hat und wie man sie vermeiden könnte, dann kann man jederzeit das auch in den Kommentaren fragen.

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    PK

    27. Oktober 2017 14:29 at 14:29

    Hallo Forex Stratege,

    super Artikel. Man merkt, daß hier ein echter Trader am schreiben war.
    Ich hoffe nur, es hilft einigen Leuten diese Fehler zu vermeiden oder wenigstens einige davon.
    Meine Erfahrung ist leider, daß nur die Schmerzen einiger vernichteter Depots die gedankliche Wende bringen. So wars bei mir am Anfang.

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      Forex-Stratege

      27. Oktober 2017 14:47 at 14:47

      Du hast Recht. Die Variante „es selber durchzumachen in real“ prägt sich viel mehr ein. aber sie ist auch die zeitaufwendigste und teuerste Variante, die einen oft Jahre zurückwirft (wegen Zeit und Geldverlust). Wenn man es real erfahren möchte um es sich dauerhaft einzuprägen, dann sollte man wenigstens mit so wenig Geld beginnen, das man sich das Problem mit den hohen Geldverlusten erspart, und nur die Zeit verliert.

      Es heißt ja immer, „wer nicht hören will, muss fühlen“. Das gilt beim Traden zu 100%.
      So verrückt wie es klingt, wenn jemand es schafft am Anfang die Finger vom Handel zu lassen (=keine Trades setzen mit dem Ziel Gewinne zu machen) und nur 2 Dinge lernt (Wie lernt man; Grundlagen Schritt für Schritt mit Demo zum Handelsplattform kennenlernen) wird er einfach oft Monate (oder Jahre) und viel Geld sparen. Gerade das „Lernen , wie man lernt“ ist oft das wichtigste, was man anfangs tun kann. man muss es sich ermöglichen, aus Primär (eigene Erfahrungen) und Sekundärerfahrungen (Erfahrungen Anderer) zu lernen, und man muss erlernen zwischen guten und schlechten Sekundärerfahrungen zu unterscheiden.

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    Positino

    27. Oktober 2017 15:07 at 15:07

    Ziehen sie ihr Projekt durch. Mein Dank im voraus. Die Ausführlichkeit sprengt zwar ein wenig den Rahmen der FMW, aber Sie können es ja als Vorarbeit zu einem Booklet oder E-Book sehen. Vieles was bislang (treffend) beschrieben wurde gilt ja allgemein für das Trading. Den forexspezifischen Teil erwarte ich mit Vorfreude.

    • Avatar

      Forex-Stratege

      27. Oktober 2017 15:26 at 15:26

      Danke.

      Es ist eben noch viel Grundlagenwissen integriert.
      Forex und z.B. Aktienhandel Handel sind ja auch nicht total verschieden, sehr viele Punkte gelten sogar gleich und kann man in beiden gleich verwenden.
      es gibt aber auch einige Unterschiede :
      – Marktspezifische Gegebenheiten zb.beim Aktienmarkt könnte theoretisch sogar jeder gewinnen (wenn Kurse ansteigen auf lange Sicht), beim Forexmarkt ist das einfach nichtmal theoretisch denkbar
      – Der Währungshandel ist viel volatiler (von NewsZeiten mal abgesehen in Einzel-Aktien)
      – es gibt Volumenunterschiede
      – Manipulationsunterschiede
      – Insider Unterschiede
      – Unterschiede bei der Sicherheit der Anlage (strukturierte Produkte vs. OTC)
      – Unterschiede bei den Handelssystemen
      – Handelszeitenunterschiede
      ……

      So direkt auf die Unterschiede wollte ich garnicht so eingehen, da ich mich direkt auf den Währungshandel nur beziehen wollte. Aber wenn es gewünscht wird, kann man es sich später auch mal machen.

      • Avatar

        Forex-Stratege

        27. Oktober 2017 15:29 at 15:29

        „kann man es sich später auch mal machen“ sollte heissen “ kann man es sicher später auch mal machen“. Nicht das es hier zu leichten Verwechslungen kommt :-)

  6. Avatar

    Forex-Stratege

    27. Oktober 2017 16:33 at 16:33

    Unter „Kommentare“ im Munü kann man die „Serie Währungshandel“ übrigens auch seid dieser Woche aufrufen, falls man nochmal einen Artikel davon lesen will und nicht erst alle Artikel durchsuchen möchte.

  7. Avatar

    Forex-Stratege

    27. Oktober 2017 16:35 at 16:35

    Wieviele von Euch verwenden denn den Metatrader 4 als Handelsplattform? Lohnt sich da ein extra Artikel dazu?

    • Avatar

      Michael

      27. Oktober 2017 17:02 at 17:02

      Ich verwende den MT4

      • Avatar

        Forex-Stratege

        27. Oktober 2017 17:42 at 17:42

        ok danke, irgendwelche Wünsche auf was ich genau eingehen soll?

        • Avatar

          Michael

          27. Oktober 2017 17:58 at 17:58

          Also, was ich immer noch nicht ganz verstanden habe, ist die Programmierung von Algos über den MetaQuotes Language Editor. Bzw. die Einbindung von brauchbaren vorhandenen Algos, denn für die Programmierung habe ich den A…. zu weit unten ;)
          Kennen Sie empfehlenswerte Quellen für solche Algos, und wenn ja, wie binde ich sie ein?
          Steht die Schaltfläche „AutoTrading“ damit im Zusammenhang?
          Und zuletzt: Es gab einmal die Möglichkeit, beim Schließen eines Trades (z. B. EURUSD) auszuwählen, dass alle entprechenden Trades dieses Währungspaares geschlossen werden.. Ist das nun komplett entfallen oder nur besser versteckt?

          • Avatar

            Forex-Stratege

            27. Oktober 2017 18:18 at 18:18

            Ich komme im Artikel dann genauer darauf, aber vorab:
            – ja , „Autotrading“ Button ist nur ein Zusatz Sicherheitsschalter (oder übers Optionsmenü aktivierbar) , das du schnell siehst, ob Programmen das setzen von Orders erlaubt ist oder nicht
            – die Möglichkeit alle zu schließen kenne ich nicht (über „closeby“ maximal alle offenen miteinander verrechnet): ich würde empfehlen hierfür ein gutes Script zu verwenden, das alle Orders schliessen kann einer Währung (oder Aller), aber besten getrennt, nach Market Orders und Pending Orders oder alle Orders. Solltest du keine Scripte dazu finden im mq5 Market, dann kann man dazu auch was fertiges programmieren
            – über die Optionen kannst du den 1-Klickhandel aktivieren, und dann über das Kreuz am Zeilen ende der order kannst du sie schnell schließen. Aber achte auf Fehlklicke dann, auch bei den Ordereingaben gilt dann 1 Click Trading.

  8. Avatar

    miru

    2. August 2019 16:22 at 16:22

    wem das zu viel Stoff ist und mit dem lesen aufhört, der macht den 24. Fehler;-)

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Artikel-Serie Währungshandel

Goldpreis robust durch die Woche – Auftrieb übers Wochenende?

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis konnte sich robust durch die nun zu Ende gehende Woche hangeln. Letzten Freitag Abend mit Niveaus um die 1.800 Dollar, ging es in dieser Woche mal auf, mal bergab, mit Kursen zwischen 1.813 und 1.795 Dollar. Bis vorhin um 15:59 Uhr sah man einen Goldpreis von 1.807 Dollar. Ab 16 Uhr ging es bis auf 1.810 Dollar, jetzt wieder runter auf 1.806 Dollar. Wirklich kein Feuerwerk zum Wochenausklang.

Goldpreis im Aufwind?

Die Quartalszahlen der großen US-Banken konnte der Gesamtmarkt doch recht gut verkraften, und der Goldpreis blieb unterm Strich unbeeindruckt. Das ist durchaus erstaunlich – am Montag sprachen wir noch von möglichen Problemen für das Edelmetall, sollten die US-Banken gute Zahlen melden (Szenario „Aktien rauf, Gold runter“). Jetzt läuft gerade das EU-Treffen zur Einführung des „großen, sensationellen“ Wiederaufbaufonds. Selbst Angela Merkel erwähnte heute früh, wie schwierig eine Einigung werden wird. Gibt es ein Scheitern oder eine Vertagung, könnte dies Gold als Sicherem Hafen ab Montag früh Aufwind verleihen.

Vorhin um 16 Uhr wurde das US-Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für Juli veröffentlicht. Eine Erholung bleibt aus, die Daten enttäuschen (Details hier). Der US-Aktienmarkt reagiert seit 16 Uhr negativ. Mit minus 103 Punkten hält sich der Schock im Dow Jones aber bis jetzt noch in Grenzen – noch. Werden die Aktienmärkte ab Montag fallen und Gold steigen, wenn übers Wochenende das EU-Treffen kein Ergebnis bringt? Das sehen wir natürlich dann erst Montag früh in den wiedereröffneten Märkten, wenn heute Abend keine Ergebnisse mehr verkündet werden.

Bisher nicht nachhaltig über 1.810 Dollar

Gold bleibt aber grundsätzlich in einer Art Aufwärtsdrang. Der Chart zeigt den Goldpreis-Verlauf der letzten 30 Tage in US-Dollar. Diese und letzte Woche ist der Kurs mehrmals daran gescheitert über das Niveau von 1.810 Dollar spürbar nach oben auszubrechen. Zinsen auf Null, Notenbanken drucken immer mehr Geld, Staaten machen immer mehr Schulden. Ist es nur eine Frage der Zeit beziehungsweise des nächsten Anlasses, dass der Goldpreis den nächsten Preissprung nach oben macht? Ist ein mögliches Scheitern der EU-Partner an diesem Wochenende ein weiterer Anlass dafür? Denkbar bleibt wie schon mehrmals die letzten Wochen und Monate geschehen aber auch, dass Gold und Aktienmärkte korrelieren, und es ab Montag gemeinsam abwärts geht. Diese Möglichkeit darf man nie ganz außer Acht lassen. Wie gesagt, dies gilt für den Fall, dass das EU-Treffen keine Einigung bringt.

Goldpreis im Verlauf der letzten 30 Tage

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Artikel-Serie Währungshandel

Wie wird man reich durch Währungshandel? Vierter Teil der Serie: Besiegst du die Kurse, oder schlagen Sie dich K.O.?

Viele Menschen würden gerne Vollzeit-Währungshändler werden. Sie wären gern unheimlich reich, und das am liebsten sofort. Die beste Art einem zukünftigen Händler zu helfen, ist ihm am Anfang den Kopf kräftig zu…

Redaktion

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Gastkommentar von @Forex-Stratege

Besiegst du die Kurse, oder schlagen Sie dich K.O.? – Habe ich überhaupt die persönlichen Vorrausssetzungen zum Währungshändler?

Generell wird man als Anfänger sich die Kurse anschauen und die Hände über den Kopf zusammenschlagen, und sich fragen, wie kann man daraus jemals etwas erkennen oder ableiten. Das geht Allen so und wie in jedem Job kommt einem am Anfang vieles schwer vor, was mit der Zeit kinderleicht wird. Ob man langfristig gewinnt oder verliert hängt von der eigenen Person fast vollständig ab.

Deshalb sollte man sich fragen, habe ich überhaupt die persönlichen Voraussetzungen zum Währungshändler?

Viele Menschen würden gerne Vollzeit-Währungshändler werden. Sie wären gern unheimlich reich, und das am liebsten sofort. Die beste Art einem zukünftigen Händler zu helfen, ist ihm am Anfang den Kopf kräftig zu waschen, ihm unrealistische Vorstellungen zu nehmen und ihm aufzuzeigen, was seine Entscheidungen bedeuten. Denn immer gilt: Schneller Reichtum ist nur unter sehr hohen Risiken erreichbar (Insider-Informationshandel und Betrug mal ausgelassen).

Generell wird es immer wieder Leute geben, die durch reines Glück auch im Währungshandel Geld verdienen. So wie in einer Lotterie und beim Pokern, kann man auch, wenn man alles „falsch“ macht und null gelernt hat, am Ende als Gewinner dastehen. Auf diese Fälle möchte ich nicht weiter eingehen. Ich möchte den systematischen Weg zeigen, wie man sämtliche Grundlagen Schritt für Schritt erlernt und sich einen Lebens- und Tradingplan erstellt. Mein Motto beim Handeln ist „Verdienen beim Überleben“. Nichts ist so wichtig wie die Risiken zu kontrollieren und auch zu lernen, welche Risiken kontrollierbar sind und wie – auch geht es darum zu lernen, welche Risiken nicht kontrollierbar sind, und welche nur reduzierbar. Dafür wird es demnächst einen Artikel geben, denn nichts ist so wichtig, wie die Risiken zu kennen und wie man sie vermeidet. Dies sollte man sich täglich immer wieder in das Gedächtnis rufen, oder sich sogar einen Spruch an die Wand hängen wie zum Beispiel „Ändere was du kannst, akzeptiere was du nicht ändern kannst, und lerne beides voneinander zu unterscheiden!“ Dieser Spruch gilt nicht nur für die Risiken, sondern sämtliche Gegebenheiten des Lebens.

Aber nun zum „Kopf waschen“

Als Händler kann man ein sehr schönes Leben haben, aber dafür muss man auch sorgen. Ein systematischer Händler wird nicht über Nacht reich, er baut sich mit einem Plan alles über die Zeit auf. Also vergesst das einfache „Schnell reich werden“. Denn um schnell reich zu werden, muss man auch extreme Risiken eingehen. Wenn man diese akzeptiert, ist es voll ok und legitim! Da dieses aber nicht meine Methode ist, gehe ich hierauf nicht näher ein.

Was unterscheidet Menschen die anfangen wollen zu handeln?

Hier soll nur ein ganz grober Rahmen erläutert werden, auf den ich jeweils in weiteren Artikeln immer genauer eingehen werde.

1. Erkennst du dich selber?
Wer bin ich? Jede Person hat eine andere Ausgangslage. Deshalb ist auch der Weg zum Händler oft total anders. Wichtig ist es, dass man sich selber erkennt und weiß, welche Charaktereigenschaften einem total im Weg stehen könnten. Ein Händler muss emotional schwer belastbar sein, Stress aushalten können in maximaler Höhe, Kritik einstecken können, ohne schwerwiegende Depressionen leben und zufrieden mit sich sein……. Zusammengefasst sollte man „belastbar“ sein, und man sollte wissen welche „schlechten“ Eigenschaften man hat, und ob man diese ausreichend kompensieren oder kontrollieren kann. Realismus ist hier ganz wichtig! Es sind nicht viele Menschen für das Leben eines Händlers geeignet.
Natürlich ist es auch wichtig, dass man gerne Schritt für Schritt die Grundlagen erlernt, nicht versucht Abkürzungen zu gehen und dann ohne ein ausreichendes Fundament versucht, ein Haus aufzubauen. Das man sich selber bremsen kann ist schwierig, kann einem aber unheimlich viel Geld und Zeit ersparen. Man muss auf das große Ziel hinarbeiten, gut planen können und sich an seine eigenen Pläne auch halten können.

2. Habe ich das Umfeld zum Handeln?
Man ist am Leben und nicht dumm – das alleine wird einen nicht weit bringen. Der Handel ist oft sehr abhängig von den Lebensumständen. Man muss das Handeln lieben, optimalerweise sollte es das Hobby sein, so dass man mit seinem Hobby seinen Lebensunterhalt später verdienen kann. Aber nur das wird auch nicht reichen. Man muss oftmals Entscheidungen treffen, die sich gegen andere Sachen stellen; z.B. Familie, Partyunternehmungen, Gesundheit, Sicherheitsgefühl, …
Eine kurze Erklärung dazu.
Familie: Ohne eine Familie, die wirklich akzeptiert was man tut, wird es schwer zu handeln (außer sie sind Single). Zu oft wird es stressige Gelegenheiten geben, wo man auch mal „lauter“ sein kann, wo man mal Stress abbauen muss, wo man mal weder Zeit noch Nerv für die Familie haben kann. Man kann sehr schnell seine Familie zerstören, wenn man den Handel falsch angeht. Wenn man nicht gerade einen Partner zuhause hat, den man gerade zufällig loswerden möchte, dann sollte man hier sehr vorsichtig sein und alles genau besprechen. Aber selbst dann könnte es immer einmal zu Problemen kommen. Solange man weiß was alles passieren kann, ist das Risiko, das es einen überrennt, deutlich geringer.
Gesundheit: Viele Leute fangen an Drogen, Alkohol, Zigaretten usw. zu verwenden, um sich vom Handeln abzulenken und ruhiger zu werden, oder um Stress abzubauen. Sollte man an einem solchen ausufernden Punkt ankommen, ist es das Ganze nicht mehr wert, und man richtet sich nur systematisch zu Grunde. Was bringt es, wenn man zwar viel Geld hat, aber man es kaum noch nutzen kann, da man sich selbst ruiniert hat dabei? Vor allem einen guten Schlaf sollte man haben, auch wenn man weiß, dass man Positionen hat, die aktuell gegen einen laufen.
Sicherheitsgefühl: Das Sicherheitsgefühl könnte bei einigen Menschen zu gering sein als Vollzeithändler, da man ja sein eigenes Geld riskieren muss, um etwas zu verdienen, und das andauernd. Man hat keinen festen Job, mit festen Urlaubszeiten und Gehalt – alles ist unsicher, bzw. nicht perfekt planbar.

3. Wie viel Geld besitze ich bereits und wieviel Risiko kann ich vertragen?
Diese Frage ist eine nicht unwichtige, denn natürlich wird jemand schneller reicher, wenn er schon 100.000 Euro besitzt, als wenn er nur 10.000 hat. Außerdem ist der Schritt zum Vollzeithändler erst durchführbar, wenn auch genug monatliche Einnahmen vorhanden sind aus den vorhergehenden Monaten oder als Kapitalbasis. Solange man dieses nicht erreichen kann, sollte man unbedingt einen festen Job weiterhin ausüben. Weiterhin sollte man wissen, innerhalb welches Bereiches man sich bei Verlusten noch wohlfühlt, bis wohin ich finanziell belastbar bin. Dieses ist eine wichtige Grenze, sobald man diese überschreitet steigen die Emotionen und man hält sich oft nicht mehr an seine eigenen Regeln und begeht Fehler. Auf diesen Risikoakzeptanzwert werden wir noch öfters eingehen, da er eine zentrale Rolle spielt bei der Erstellung von Handelssystemen und Risikoberechnung.

4. Welchen Job übe ich aus?
Für die meisten Menschen ist ein fester Job ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg zum Händler. Denn am Anfang erlernt man die Grundlagen, und wird gar nicht oder sehr wenig handeln (wenn überhaupt erfolgreich), und braucht Geld um seine monatlichen Ausgaben zu begleichen und sich ein Kapitalpolster aufzubauen. Natürlich ist hier besser, je mehr man verdient – aber auch die Art des Jobs ist hier nicht unwichtig. Ein Programmierer oder Webdesigner (der optimaler Weise von zu Hause arbeitet) kann viel mehr nebenbei für das Handeln erlernen, als ein Arbeiter am Fließband.

Lohnt sich der Weg zum Händler?

Darauf gibt es leider nur immer eine subjektive Antwort. Wenn man gut in Mathe ist (bzw. bereit das nötige zu lernen), bereit ist Schritt für Schritt die Grundlagen zu erlernen und wie man Handelssysteme findet, testet und fertig entwickelt…. und auch die charakterlichen Eigenschaften sowie das passende persönliche Umfeld mitbringt…. dann kann sich der Schritt sehr lohnen.

Es gibt auch tausende von Herangehensweisen, wie man erfolgreicher Händler werden kann. Ich werde nur auf meine Eigene eingehen, die „Pure Mathematische“ (PuMa) Herangehensweise. Hierbei werden die meisten Bedingungen immer kalkuliert und berechnet. Da der Handel sowieso ein hochgradig mathematischer/statistischer Ansatz ist, ist diese Methode nahezu ideal um jegliche nötigen Bedingungen abzubilden. Vertraut man der Methode und seinen eigenen Berechnungen, hat man die Fähigkeit, objektiv Dinge zu beurteilen, und begeht weniger Fehlurteile. Man kann dadurch auch den ganzen Emotionsteil deutlich besser unter Kontrolle bekommen und begeht deutlich weniger Fehler- aber dazu später mehr. Darauf soll in folgenden Artikeln eingegangen werden.

Eine generelle Anmerkung:
Es würde mir helfen, wenn Ihr in den Kommentaren mal Fragen oder Anregungen schreiben könntet. Auch Themenvorschläge (womit habt ihr Probleme, was würdet ihr gerne wissen…) könnt ihr sehr gerne erwähnen. Ich versuche mich immer weiter vorzuarbeiten. Bisher habe ich den Basisartikel über absolute Grundlagen (was ist ein Broker, Margin, Leverage, Pipvalue, …) weggelassen, und ich kann sehr schwer einschätzen ob ihn einige benötigen oder nicht, da es ohne Feedback unheimlich schwer zu erkennen ist, auf welchem Level ich in etwa ansetzen kann. Ich danke Euch schon mal an dieser Stelle!

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So umfangreich sieht das Tradingdesk der meisten Privat-Trader nicht aus. Foto gemeinfrei.

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Allgemein

Wie wird man reich durch Währungshandel? Dritter Teil der Serie – warum im Währungshandel viele verlieren müssen

Viele Privat-Trader haben bestimmt schon die Aussagen gehört, dass ein hoher Anteil der Währungshändler Minus macht. Aber wie viele Trader wissen wirklich, wie es dazu kommt, und wieso es nahezu unvermeidlich…

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Gastkommentar von @Forex-Stratege

Warum im Währungshandel viele verlieren müssen

Viele Privat-Trader haben bestimmt schon die Aussagen gehört, dass ein hoher Anteil der Währungshändler Minus macht. Aber wie viele Trader wissen wirklich, wie es dazu kommt, und wieso es nahezu unvermeidlich ist? Die üblichen Antworten zu den Gründe warum Händler im Währungshandel verlieren, sind zahlreich und vielfältig:

– Es werden keine mathematischen Grundlagen über den Handel und den gehandelten Markt erlernt und angewendet
– Das Risiko wird total unterschätzt
– Man ist zu selbstsicher
– Man hört auf Gurus und Seminaranbieter, ohne gelernt zu haben wie man gute von schlechten unterscheidet, und auf welche Arten betrogen wird

Alle diese Gründe sind richtig. Wir werden sie in anderen Teilen dieser Serie besprechen, da sie den Unterschied zwischen einzelnen Händlern ausmachen können. In diesem Teil soll es aber um die Gesamtheit aller Währungshändler gehen, und warum viel mehr Händler verlieren müssen, damit einige gewinnen. Anhand einer mathematischen Beispielrechnung soll hier dargestellt werden, wie die Gewinne und Verluste einzelner Händler sich auf die Gesamtheit aller Händler auswirkt.

Im Währungshandel tummeln sich die vielfältigsten Personengruppen. Es wird aus den unterschiedlichsten Gründen eine Position eröffnet und geschlossen. Es ist aber wichtig zu verstehen, dass der Währungsmarkt ein reiner Umverteilungsmarkt ist. Es wird kein zusätzliches Geldvermögen entstehen – es wechselt ständig nur von einer Hand in die andere. Vergleichbar wäre dies mit einem Pokerspiel oder einer Lotterie. Die Summe die jemand gewinnt, muss jemand anderes (oder viele Personen zusammen) verlieren. Diese Märkte sind etwas Besonderes – hier treten Eigenschaften zu Tage, die man kennen sollte, um zu wissen, was auf einen zukommt. Nur so kann man sein erreichtes Ergebnis einordnen, und ist auf mögliche Risiken vorbereitet.

Noch einmal genauer erklärt:
Für jeden Trade den jemand eröffnet, muss jemand anderes eine Gegenposition eingehen. Das heißt wenn ich in EURUSD kaufe mit 1 Lot, muss jemand anderes (oder mehrere andere zusammen) zur selben Zeit in EURUSD 1 Lot verkaufen. Ein Handel kommt nur zustande, wenn sich Käufer und Verkäufer einig sind zu einem bestimmten Preis eine bestimmte Menge zu handeln. Wenn EURUSD sich in eine Richtung bewegt, kann automatisch nur einer der beiden aktuell im Gewinn sein, der andere diesen Betrag im Verlust (hier in diesem Beispiel sind die Kosten mal unberücksichtigt).

Lassen Sie uns mit einem vereinfachten Rechenbeispiel die näheren Zusammenhänge darstellen.
Eine Person öffnet ein Tradingkonto bei einem Broker mit 10.000 Euro Kapitaleinlage. Er möchte 1% Risiko pro Tag (100 Euro) mit nur einem Trade maximal pro Tag eingehen. Nehmen wir mal an sein SL wird etwa 20 Pip sein – so würde er pro Tag einen Trade mit 0,5 Lot eingehen, da dieses etwa das Risiko von 100 Euro wäre. Für die Kosten des Trades (Spread, Commission, Rollover) nehmen wir mal 1 Pip an, also mal rund 5 Euro (es ist eine Beispielrechnung, also soll es in diesem Fall mal vereinfacht dargestellt werden mit 5 Euro – in der Realität variiert das natürlich je nach gehandelter Währung und Kostenhöhe). Dieser Wert könnte einem durchschnittlichen Händler entsprechen.

Bei 20 Handelstagen im Monat kommen wir auf Kosten von 100 Euro, im Jahr auf 1.200 Euro. Dieser eine Durschnittshändler hat also in einem Jahr 12% seines Anfangskapitals an Kosten, die er wieder reinholen muss um in den Gewinn zu kommen. Wenn wir diese Person als Durchschnitt ansehen, haben auch alle anderen Personen diese 12% Durchschnittskosten pro Jahr (manche viel weniger, manche sehr viel mehr). Und die Broker verdienen in unserer Annahme 12 % des eingezahlten Kapitals als Gebühren für ihren Service.

Nun betrachten wir die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie ein solcher Durchschnittshändler nach einem Jahr sein Kapital verändert haben kann.

1. Er ist im Breakeven (also Plus/Minus Null), er hat also weiterhin seine 10.000 Euro im Konto. In diesem Fall hat er seine 1200 Euro Kosten wieder reingeholt, indem er einen Gewinn von 1200 Euro erreichte, was nach Kosten einen Gesamtgewinn von 0 Euro ergab. Soweit die einfache Betrachtungsweise, aber nun gehen wir einen Schritt weiter.
Für jeden Trade den er eröffnet und geschlossen hat, muss irgendeine andere Person (oder mehrere) ja die Gegenposition eröffnet haben. Wenn also dieser Breakeven-Händler am Jahresende 0 Gewinn hat, hat die andere Person 2400 Euro Verlust (=24%), was genau dem Gewinn des Breakeven-Händlers + der Kosten entspricht. Den was der eine als Gewinn hat, fällt bei dem auf der Gegenseite als Verlust an, und die Kosten kommen immer für jeden dazu.
2. Der Händler hat 50% Gesamtgewinn am Jahresende (=15.000 Euro Kontostand = 5.000 Gesamtgewinn). Hier hat der Händler also 6200 Euro Gewinn gemacht, abzüglich der 1200 Kosten sind dadurch die tollen 50% Gesamtgewinn entstanden. Für die Personen die die Gegenposition hatten, sind in der Zeit 7400 Euro Verlust entstanden, also 74 %, also der Gewinn des tollen Händlers + die Kosten.
3. Der Händler hat 30% Gesamtverlust am Jahresende (7.000 Euro Kontostand = 3.000 Euro Gesamtverlust). Hier hat der Händler also 1800 Euro Verlust gemacht. Abzüglich der 1200 Euro Kosten sind dadurch die 3000 Euro Gesamtverlust entstanden. Für die Personen die die Gegenposition hatten, sind in der Zeit 600 Euro Gewinne entstanden (der Verlust des Händlers wäre hier der Gewinn abzüglich der Kosten).
4. Der Händler hat 20% Gesamtverlust am Jahresende (8.000 Euro Kontostand = 2.000 Euro Gesamtverlust). Hier hat der Händler also 800 Euro Verlust gemacht, abzüglich der 1200 Euro Kosten sind dadurch die 2000 Euro Gesamtverlust entstanden. Für die Personen die die Gegenposition hatten, sind in der Zeit 400 Euro Verluste entstanden (der Verlust des Händlers wäre hier der Gewinn minus die Kosten).

Das Ergebnis:

Wir sehen, dass in einem Markt, indem Kosten entstehen und es auch hohe Gewinner geben kann, es unweigerlich viel mehr Verlierer braucht, um die Gewinner zu bezahlen. Es wird durch die Kosten immer deutlich mehr verloren als eine andere Person gewonnen hat, und so können auch die Fälle zahlreich entstehen, das bei Händlern mit Minus am Jahresende auch beim Gegenpositionshändler ein Minus entsteht. Um beim Lotto zum Beispiel hoch zu gewinnen, muss es genauso unweigerlich extrem viele Verlierer geben, die dieses bezahlen. Selbst wenn alle keine Fehler beim Handeln begehen würden, würde diese Gesetzmäßigkeit bleiben. Wenn man mathematische Kenntnisse und Marktgrundlagen Schritt für Schritt erlernt und befolgt (und natürlich auch erlernt wie man Handelssysteme findet und erstellt, usw..), sollte man sich zu den Gewinnern zählen können – aber man sollte sich immer bewusst sein, wie der Markt aufgebaut ist.

Man sieht nach diesem Artikel auch deutlich, wie entscheidend die Kosten sein können, die je nach Höhe das Ergebnis auch deutlich verändern. Und die Kosten eines Trades sind hier nur einfach berücksichtigt, die tatsächlichen sind oft höher. Man sollte aber auch bedenken, dass jeder seine Trades freiwillig eingegangen ist. Der Gewinner muss sich also nicht schuldig fühlen, dass wegen ihm andere verloren haben. Denn die Gegenposition war in dem Fall falsch.

Vielleicht fällt es nach diesem Artikel manchen Leuten leichter, ihre eigenen Ergebnisse einzuordnen. Sie müssen nur ausrechnen wie hoch ihre Kosten und ihre zusätzlichen Gewinne/Verluste sind, und sie können etwa berechnen, wieviel sie der Allgemeinheit der anderen Trader an Gewinnen/Verlusten verursacht haben.

Natürlich sei hier noch folgendes angemerkt zu den Berechnungen und Beispielen: Die Berechnungen des Verlustes der Gegenpositions-Seite betreffen nie direkt eine Person (das war vereinfacht so dargestellt), denn nahezu nie wird immer dieselbe Person ständig ihre Gegenposition einnehmen (Market Maker-Broker ausgenommen). Die Verluste sind auf eine Menge Leute aufgeteilt, aber die Berechnung ist deshalb genauso richtig, wenn man sie auf alle Händler gesamt betrachtet. Auch wird es fast nie vorkommen, dass genau dieselbe Person mit der Gegenposition den Trade genau zu unserer Zeit wieder schließt, und dort unserer Gegenpart ist (Market Maker-Broker mal ausgenommen).

Dadurch kann diese andere Person mit der Gegenposition auch gewonnen haben (zu einer anderen Zeit verkauft), aber dafür müsste dann eine andere Person den Verlust haben. Die Rechnung für die Allgemeinheit der Händler geht immer auf, sie wird sogar noch schlechter, je mehr „Zwischentrade-Händler“ (siehe Satz davor) es gibt, denn dadurch erhöhen sich die Kosten enorm. Wir haben also schon den günstigsten und billigsten Kostenfall berücksichtigt für einen solchen Durchschnittshändler.

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Beispielbild für aktiven Börsenhandel. Foto: Andyhill8/Wikipedia /Gemeinfrei

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