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Wilde Zeiten und viele Chancen: Dow Jones und Gold aktuell

Dow Jones und Gold stehen auf jeden Fall wieder im Rampenlicht, denn vor allem freitags werden die Marktteilnehmer gern von diesen beiden Werten geärgert..

Redaktion

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Eine Analyse von Peter Seidel, httptr8ersmind.de

Dow Jones und Gold stehen auf jeden Fall wieder im Rampenlicht, denn vor allem freitags werden die Marktteilnehmer gern von diesen beiden Werten geärgert. Kurze Erklärung dazu: Generell wird davon ausgegangen, dass die Indizes vor dem Wochenende recht schwach sind und die Edelmetalle bzw. Gold zulegen kann. Das mag alles seine Berechtigung haben, doch vor allem in den Abendstunden wird der Dow Jones gern noch einmal kräftig gekauft und die Edelmetalle geben in dieser Zeit wieder etwas von ihrem Anstieg ab. Diesen Umstand sollte man im Hinterkopf behalten, um sich vor dem Wochenende nicht noch komplett falsch zu positionieren. Das Analysevideo finden Sie ganz unten.


(Alle Charts durch anklicken vergrößern)

Gold Prognose übergeordnet: Vorsicht Chaoszone

Im Wochenchart befindet sich der Goldpreis allem Anschein nach an den 20er Fibonacci Retracements der letzten Talfahrt und das lässt mich vor mittelfristigen Engagements zurückschrecken. Schließlich gelten diese Retracements für mich als absolute Chaoszone.

 

Dennoch könnte die Ausgangslage kaum spannender sein. Mit dem bearishen Ausbruch aus der mutmaßlichen aufwärtsgerichteten Flagge geht ein sehr negatives Geschmäckle einher. Ich gehe mittelfristig vom Erreichen der 50er Retracements (Ausbruchsniveau) und ggf. des 89er Retracements (Gap Close) aus. Scheitert der Goldpreis an diesen Barrieren, könnte es zu einer Talfahrt kommen, die nicht weniger als die Tiefs von 2016 und 2015 als Zielt hat.

Die Korrektur als notwendige Testbewegung?

 

Im Monatschart wird deutlich, was solche eine Talfahrt für eine ungeahnte Bedeutung haben könnte. Schließlich käme ein Test der Morning Star Formation in Frage.

Eine höchst brisante Möglichkeit, denn stimmen auch die fundamentalen Faktoren und Segmente der Korrelationsthematik in Bezug auf die Indizes, könnten wir massive Kurssteigerungen bis rund 1700 USD oder sogar 2100 USD sehen.

Gold aktuell im Tageschart: Das Gute liegt so nah

Sofort fällt auf, dass sich das Gold knapp unterhalb der wichtigen 30er Fibonacci Retracements im Tageschart befindet und damit noch etwas Platz in Richtung 1235 USD hat. Wünschenswert wäre eine anschließende Talfahrt bis rund 1173 USD, um die mutmaßliche Morning Star Formation einem Test zu unterziehen.

 

Geht dieser Test gut, können die Bullen mittelfristig wahrscheinlich sehr glücklich werden. Selbstverständlich verfolgen wir diese Entwicklung auch in meinem Follower Service. Fall Sie ebenfalls meine Gedanken im Detail anzapfen möchten, holen Sie sich am besten hier weitere Informationen: https://tr8ersmind.de/tr8ersmind-premium/

 

Dow Jones in wilden Zeiten: Support hält (noch)

Der Kursverlauf des Dow Jones im Tageschart gefällt mir recht gut, denn die 50er und 61.8er Fibonacci Retracements haben ihren Zweck erfüllt und den Kurs gestützt.

Deshalb gehe ich weiterhin von steigenden Kursen in Richtung 26500/26800 Punkten aus.

Der Kursverlauf wird wieder gesitteter

Nach den zügigen Abverkäufen und der ermüdenden Konsolidierungsphase, zeigt der Dow Jones wieder charttechnische Disziplin. Bspw. sorgte das Erreichen der 30er Fibonacci Retracements für die erwartete Korrekturbewegung.

Aufgrund der derzeitigen Nervosität des Marktes, kann ich mir einen weiteren Kursrutsch in Richtung 8er Retracement bzw. in die Kaufzonen bei rund 25000 Punkten sehr gut vorstellen.

Dow Jones aktuell Intraday

Als ersten Schritt, innerhalb der Umsatzschwachen European Session, erwarte ich das Erreichen des Beginns der Asia Session bei ca. 25370 Punkten. Die ermittelten Kursziele des aufwärtsgerichteten Trendkanals im M15 Chart untermauern diese These. Außerdem sieht man dieses Phänomen Tag für Tag.

 

Ein erfolgreicher bearisher Durchbruch, evtl. mit Beginn der US Session, könnte den Kurs weiter drücken, wie bereits im H4 Chart angemerkt. Kleine Erholungen dienen demnach als mögliche bearishe Einstiegschancen.
Zusammengefasst hat der Markt derzeit einiges zu bieten und es bleibt spannend. Ich wünsche Ihnen noch einen entspannten Wochenausklang.

 

Dazu der Autor auch im Video:

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Markus Krall über das große Debakel als Resultat der Gelddruck-Orgie

Claudio Kummerfeld

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Dunkle Wolken über Frankfurt

Markus Krall erlebt man in letzter Zeit leider öfters vor allem bei Twitter mit zweifelhaften Äußerungen zu Corona-Themen. Aber dennoch wollen wir seine hochinteressanten Aussagen zur Geldpolitik und Wirtschaftsordnung präsentieren. Denn seine inhaltlichen Aussagen zu diesen Themen sind bestechend. Sicherlich kann man bei einigen seiner Aussagen anderer Meinung sein, dennoch erweitern seine Thesen den Horizont und regen zum Nachdenken an.

Der folgende gestern veröffentlichten Vortrag stammt zwar schon vom 24. Oktober 2020, dennoch ist er auch heute noch aktuell. Die wirtschaftlichen und geldpolitischen Folgen der Coronakrise werden besprochen. Dabei zeichnet Markus Krall ein düsteres Bild über eine bevorstehende massive Inflation und das Ende des Euro. Richtig los geht es ab Minute 12:40 im Video. Banken und Zombieunternehmen sind Klassiker-Themen in seinen Vorträgen, die auch dieses Mal zur Sprache kommen. Auf jeden Fall ist dies mal wieder ein spannender Vortrag von Markus Krall.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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