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Williams (Fed): Zinsanhebung vermutlich später diesen Jahres

Von Markus Fugmann

Der Präsident der San Francisco Fed, John Williams, erwartet die erste Zinsanhebung „später“, aber noch in diesem Jahr. Dies sagte der Notenbanker vor wenigen Minuten bei einer Rede in Singapur (mit dem leicht kryptischen Titel: „Macroprudential Policy in a Microprudential World“).

Erst in einigen Jahren werde man zu „normalen“ Zinsniveaus zurück kehren, so der Notenbanker weiter. Gleichwohl blieben die Zinsen „strukturell niedriger“ als in den vergangenen Jahren. Subtext: es wird keine konstante Folge von Zinsanhebungen geben wie in früheren Perioden von Zinswenden, vielmehr wird die Fed Daten-abhängig und unter Rücksicht auf die Entwicklung der Weltwirtschaft (siehe dazu unseren gestrigen Artikel) behutsam vorgehen.

Man hat immer mehr das Gefühl, dass die Fed den ersten Zinsschritt vor allem aus symbolischen Gründen gehen wird: man hat den Märkten jahrelang signalisiert, dass man die ultralaxe Geldpolitik beenden wird und fürchtet, das „Gesicht zu verlieren“, wenn man weiter macht wie bisher. Daher dürfte die erste Zinsanhebung im Herbst oder Dezember kommen – und dann erst einmal lange nichts mehr. Die amerikanische Notenbank, das hat ihr Vizepräsident und geistige Kopf, Stanley Fischer, erneut klar gemacht, will Turbulenzen an den Märkten unter allen Umständen verhindern.



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