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Wir stellen vor: Der endgültig ernannte neue US-Goldman-Finanzminister Steven Mnuchin

Nun ist es offiziell. Der US-Senat hat Steven Mnuchin zum neuen US-Finanzminister ernannt. Ehemals bei Goldman Sachs, hatte Mnuchin während der Finanzkrise zweifelhaften Ruhm erlangt und sich den Ruf des…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nun ist es offiziell. Der US-Senat hat Steven Mnuchin zum neuen US-Finanzminister ernannt. Ehemals bei Goldman Sachs, hatte Mnuchin während der Finanzkrise zweifelhaften Ruhm erlangt und sich den Ruf des „Mr. Zwangsversteigerung“ erworben während seines Intermezzos als Chef der OneWest Bank Group/Indymac. Mit zweifelhaften Methoden wurden Kreditkunden aus ihren Häusern geworfen. Mit 53 zu 47 Stimmen wurde Mnuchin gestern Abend im US-Senat bestätigt, was das Kräfteverhältnis im Senat auch wiederspiegelt.

Donald Trump hatte eigentlich im Wahlkampf verkündet die Wall Street, das Establishment und den Sumpf in Washington zu bekämpfen. Mit Mnuchin macht er genau das Gegenteil. Das Establishment wird somit in seiner Person und Position manifestiert. Er schämt sich seiner Rolle während der Finanzkrise keine Sekunde, wenn man seine Äußerungen hört. Er geht offensiv sein neues Amt an und hat bereits angekündigt die Bankenregulierungen stark zurückzufahren. Denn die Banken sollten wieder mehr Kredite vergeben für eine florierende Wirtschaft. Genau das will Trump hören. Mehr Kredite, mehr wirtschaftliche Aktivität, mehr Jobs. Aber ob es Mnuchin wirklich darum geht, oder nicht doch eher um seine Freunde in der Bankenszene?

Dass eine Lockerung der Regulierung oder eine Verbesserung der Konditionen nicht automatisch zu mehr Kreditvergabe führt, konnte man zuletzt jahrelang in der Eurozone erleben. In den USA wird es den Banken unter Mnuchin wahrscheinlich wieder erlaubt sein alte Risiken einzugehen. Die Zeche wird am Ende womöglich erneut der Steuerzahler zahlen dürfen. Aber bis die Banken sich wieder mit alten Risiken vollgesogen haben, kann es noch ein paar Jahre dauern! Das geht eben nicht über Nacht. Mit Mnuchin hat man quasi einen perfekten Lobbyisten in genau das richtige Amt bekommen – besser geht es nicht – zumindest aus Bankensicht.

Was man zunächst kaum für möglich hält: Mnuchin dürfte unausgesprochen ein Finanzminister ganz im Sinne von Wolfgang Schäuble und der Bundesbank sein. Die alte Obama-Administration hatte beim Basel-Bankenausschuss, der weltweit Banken-Regeln festlegt, dafür gekämpft, dass Banken weltweit strengere Kapitalanforderungen erfüllen müssen. Deutschland war immer dagegen – jetzt mit Mnuchin dürfte sich das Problem mit dem (lästigen?) Basel-Ausschuss erledigt haben!


Der neue US-Finanzminister Steven Mnuchin. Foto: US Treasury

Für Detail-Liebhaber. Hier ganz frisch der offiziell vom US-Finanzminsterium veröffentlichte Kurz-Lebenslauf von Mnuchin sowie seine Aufgaben. Wirtschaftswachstum schaffen usw… :


As Secretary of the Treasury, Mr. Mnuchin is responsible for the executive branch agency whose mission is to maintain a strong economy, foster economic growth, and create job opportunities by promoting the conditions that enable prosperity and stability at home and abroad. He is also responsible for strengthening national security by combating economic threats and protecting the integrity of our financial system as well as managing the U.S. Government’s finances.

Prior to his confirmation, Secretary Mnuchin was Finance Chairman for Donald J. Trump for President. In this role he spent the last year traveling with the President. He met with hundreds of business leaders. He also served as a Senior Economic Advisor to the President in crafting his economic positions and economic speeches.

Prior to his confirmation he also served as Founder, Chairman, and Chief Executive Officer of Dune Capital Management. He also founded OneWest Bank Group LLC and served as its Chairman and Chief Executive Officer until its sale to CIT Group Inc. was the first bank merger over 50 Billion dollars post financial crisis.

Earlier in his career, Secretary Mnuchin worked at The Goldman Sachs Group, Inc. where he was a Partner and served as Chief Information Officer. He has extensive experience in global financial markets and oversaw trading in US government securities, mortgages, money markets, and municipal bonds.

Secretary Mnuchin is committed to philanthropic activities and previously served as a Member of the Boards of the Museum of Contemporary Art Los Angeles (MOCA), the Whitney Museum of Art, the Hirshhorn Museum and Sculpture Garden on the Mall, the UCLA Health System Board, the New York Presbyterian Hospital Board, and the Los Angeles Police Foundation. He was born and raised in New York City. Secretary Mnuchin holds a Bachelor’s Degree from Yale University.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    leser

    14. Februar 2017 10:56 at 10:56

    In der Tat: Mit dem Sumpf trocken legen wird das so nichts. Das wird einigen Wählern sauer aufstoßen.

  2. Avatar

    traderpilot 50

    14. Februar 2017 11:11 at 11:11

    Die Hoffnung schwindet dahin!

  3. Avatar

    Vital

    14. Februar 2017 12:18 at 12:18

    Lustig, das Mnuchin seine Finger im Film the accountant drin hat. Da geht es um einen Finanzbuchhalter (Ben Affleck) für Kriminelle die Bücher kontrolliert.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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am

Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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