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Wird Apple kaum vom Samsung-Desaster profitieren? Charttechnisch gute Lage?

Kann Apple vom Samsung Galaxy Note 7-Desaster profitieren, dessen Produktion inzwischen wegen der Akku-Brände eingestellt wurde? Eine gute Frage. Experten sprechen von einer Lücke…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Kann Apple vom Samsung Galaxy Note 7-Desaster profitieren, dessen Produktion inzwischen wegen der Akku-Brände eingestellt wurde? Eine gute Frage. Experten sprechen von einer Lücke von 25 Millionen Smartphones, die jetzt geschlossen werden muss.

Laut Alliance Bernstein wechseln in Betrachtung der letzten Jahre gesehen nur selten Smartphone-Nutzer das Betriebssystem – von daher sei es unwahrscheinlich, dass Android-Nutzer zu Apple´s iOS wechseln würden, zumindest nicht in großen Mengen. Auch der CNBC-Kommentator Bill George ist der Meinung die meisten Käufer, die eigentlich vorhatten das Galaxy Note 7 zu kaufen, werden wohl eher zu LG, Google und Huawei wechseln. Laut Bernstein würden wohl ganz grob geschätzt vielleicht 20% der Kunden zu Apple wechseln, was 5 Millionen zusätzlich verkaufte iPhones bedeuten würde.

Naja, immerhin, das wäre auch schon mal ein netter Volumenzuwachs. Und wer erstmal gewechselt ist, der wechselt so schnell nicht wieder zurück? Man muss kein großer Ananlyse-Experte sein. Es ist wohl eine Sache der Gewohnheit. Apple kriegt einen gewissen Teil der Samsung-Kunden ab, und die verbleiben dann wohl auch längerfristig bei Apple. Die meisten aber bleiben als Gewohnheitstiere auf Anwenderoberflächen, an die sie sich jahrelang gewöhnt haben.

Kann Samsung sich als Smartphone-Hersteller von diesem Imagedesaster erholen, abseits von den 2,3 Milliarden Dollar weniger an operativem Gewinn? Das hängt laut dem CNBC-Kommentator zumindest für den US-Markt entscheidend davon ab, ob das Samsung-Management sich versteckt und in Probleme verstrickt wie Volkswagen, oder ob man voll in die Offensive geht und das Problem zügig löst.

Charttechnik

Rein charttechnisch hat die Apple-Aktie Potenzial bis auf 130 Dollar, zumindest wenn es nach Piper Jaffray geht. Seit Februar 2015 sei die Aktie aktuell in ihrer längsten Aufwärtsphase. Sie habe bei 90 Dollar eine robuste Unterstützung gefunden, und werde in Kürze bei 120 Dollar ankommen. Zu erwarten sei dann ein kleiner Rücksetzer. 120 ist das alte Kursziel der Investmentbank. In den nächsten 6-12 Monaten könne die Aktie ihre alten Hochs aus Mai 2015 bei 130 Dollar erreichen.

Wir versuchen uns an dieser Stelle nicht als Chart-Experten. Jeder interpretiere den Chart wie er will. Fundamental ist und bleibt die Aktie jedenfalls spottbillig mit KGV´s um die 11. Jenseits der Charttechnik sind für Apple nach unserer Meinung auch jedes Mal die quartalsweise veröffentlichten iPhone-Verkaufszahlen extrem von Bedeutung, da man man quasi nur davon zehrt. Gerade jetzt im entscheidenden Weihnachts-Quartal, wo die Konsumenten immer am Stärksten daruf los kaufen, könnten einige der anfangs erwähnten 5 Millionen Zusatz-Geräte Apple´s Zahlen aufbessern. Die sieht man dann aber erst im Quartalsbericht für das 4. Quartal, der Anfang 2017 veröffentlicht wird.

apple
Die Apple-Aktie seit Anfang 2014.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

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Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Quartalszahlen und Inflation

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. IBM und Intel werden heute Abend ihre Quartalszahlen veröffentlichen – sie werden von ihm vorab besprochen. Auch das Thema Inflation ist auf der Tagesordnung.

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