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Wird die anhaltende Maskenpflicht der große Konjunktur-Killer?

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Dank Maskenpflicht Umsatzeinbußen in der Gastronomie

Wir alle kennen die lästige Maskenpflicht beim Bäcker, im Supermarkt, in Bus und Bahn. Es ist lästig. Aber aus gesundheitlicher Sicht scheint es nun mal wichtig zu sein um Infektionsketten im Keim zu ersticken. Die gesundheitliche Komponente will ich hier mal außen vor lassen. Es geht mir hier und jetzt um ein kleines Gedankenspiel, ob denn wirklich von jetzt an die konjunkturelle Erholung einsetzt. Heute früh gab es von den staatlichen Statistikern die offiziellen Daten für die Industrieproduktion im April, die im Jahresvergleich um 25,3 Prozent eingebrochen ist. Bundeswirtschaftsminister Altmaier lässt nach Veröffentlichung dieser Daten heute verkünden, dass Zitat “der konjunkturelle Tiefpunkt damit erreicht ist. Mit der schrittweisen Lockerung der Schutzmaßnahmen und der Wiederaufnahme der Produktion in der Automobilindustrie setzt nun die wirtschaftliche Erholung ein”, so Altmaier.

Maskenpflicht killt die Konsumlaune

Tja, kommt es so? Addiert man Restaurants, Bars, Clubs, Reiseindustrie, Freizeitindustrie, Cafes uvm zusammen, kommt man auf einen verdammt großen Anteil an der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Schaut man nur auf die Industrie, könnte man sagen: Ja, vielleicht erholt man sich jetzt vom Tief, und es geht wieder bergauf. Aber bei allen Segmenten der deutschen Volkswirtschaft, wo die Maskenpflicht herrscht, was ist damit? Wolfgang Müller hatte sich dazu letzte Woche schon Gedanken gemacht. Auch meine Gedanken, wenn ich über eine ernsthafte konjunkturelle Erholung nachdenke, kreisen um die Maskenpflicht. Einerseits kennt es jeder von uns aus dem Alltag. Es ist fast schon ein erstickendes, nerviges Gefühl. Man will den Supermarkt und den Bäcker so schnell wie möglich wieder verlassen, und die Maske abziehen. Es nervt einfach!

Da kommt kein Shopping-Spaß auf, erst recht nicht wenn man jetzt in wieder offene Bekleidungsgeschäfte in den Innenstädten geht. In Restaurants, wo man selbst keine Maske tragen muss, serviert der Kellner mit einer Haube aus Kunststoff vor seinem Gesicht die Getränke, und als Gast muss man seine persönlichen Daten in eine Liste eintragen. Und an vielen Orten bilden sich vor Geschäften Schlangen. Man liest es derzeit in vielen Beiträgen in sozialen Netzwerken. Die Menschen sind zunehmend genervt, dass sie selbst bei normalen Versuchen Klamotten zu kaufen, lange vor den Geschäften in der Schlange stehen müssen. Und drinnen herrscht Maskenpflicht. Da hat wirklich niemand Lust zu konsumieren!

Probleme werden immer größer

Und man kennt ja die deutsche Mentalität im Verwaltungsapparat. Lieber zu vorsichtig, und bloß kein Risiko. Man darf also annehmen, dass die Maskenpflicht in Deutschland wohl noch einige Zeit anhalten wird? Das, genau das kann meiner Meinung nach ein ernsthaftes Problem werden. Der Lust am Konsumieren (egal ob Restaurant, Cafe oder Klamottengeschäft) geht verloren, man ist nur noch genervt, auch von den Schlagen vor den Läden. Da verzichtet man lieber auf Konsum, und kauft nur noch das Nötigste. So kann nun zum Beispiel für Bekleidungsgeschäfte ein guter Teil der Umsätze des Sommergeschäfts verloren gehen!

Profitieren tut der Pizza Service und die Onlinehändler wie Amazon, Zalando und Co. Aber die große Masse der stationären Läden und Gastronomiebetriebe, wo Millionen von Menschen beschäftigt sind, die verlieren. Je länger die Maskenpflicht die Konsumlaune regelrecht abtötet, desto schlimmer wird die Lage, so meine These! Sehr viele Betriebe haben sich natürlich versorgt mit Staatskrediten bei der KfW, mit Kurzarbeitergeld etc. Aber das waren nur Maßnahmen um den Schmerz kurzfristig zu lindern. Wenn jetzt Tag für Tag, Woche für Woche gute Teile der Umsätze fehlen, potenzieren sich die Insolvenzen im Einzelhandel und der Gastronomie später um so mehr. Wir berichteten schon darüber.

Erst einmal ist die Pflicht Insolvenz anmelden zu müssen ausgesetzt. Aber die Überschuldung der Unternehmen und ihre wirtschaftliche Schieflage, die verschwinden ja nicht. Es ist nur eine optische Verschiebung der katastrophalen Lage um mehrere Monate in die Zukunft. Ab Oktober könnte es so richtig zur Sache gehen. Auch wenn es weitere optische Maßnahmen der Regierung geben sollte, oder weitere Hilfspakete für Gastronomie und Hotels. Das Grundproblem ändert sich dadurch nicht. Auch wenn zahlreiche Betriebe bis Jahresende vielleicht noch nicht vor der Insolvenz stehen. Die Maskenpflicht entzieht Ihnen (so meine Meinung) derzeit einen guten Teil der Umsätze. Welche Mitarbeiter/innen eines Restaurants, die diese Misere tagtäglich beobachten, werden Lust verspüren jetzt vielleicht zu Ramschpreisen bei VW ein Auto kaufen zu wollen? Egal wie günstig, man hat Angst um seine Job, und kauft erstmal gar nichts. Das ist nur menschlich.

Wer sieht, wie schlecht es seinem Arbeitgeber geht, denkt ständig an den möglichen eigenen Jobverlust, und wird selbst auch nicht mehr konsumieren. Nach meiner Meinung beginnt derzeit das Problem dieser Ereigniskette (zumindest bei Restaurants, Bars, Cafes, Klamottengeschäften etc) bei der Maskenpflicht. Sie hält viele, sehr viele Menschen davon ab, wie vor der Krise “normal” zu konsumieren, weil es einfach nervtötend ist und keinen Spaß macht 30 Minuten lang vor einem Geschäft zu warten, und drinnen dann mit Maske rumzulaufen. Natürlich muss die Regierung den Gesundheitsschutz über alles andere stellen, das kann man verstehen. Aber Österreich beispielsweise wird schon Mitte Juni die Maskenpflicht beenden. Wird Mutti übervorsichtig sein, und die Länderchefs dazu drängen doch bitte, bitte, bitte noch ein paar Monate die Maskenpflicht aufrecht zu erhalten? Das wäre konjunkturell für Einzelhandel und Gastronomie (so meine Meinung) eine schleichende Katastrophe!

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    8. Juni 2020 14:00 at 14:00

    Da sprechen Sie einen sehr wichtigen Punkt an Herr Kummerfeld! Ich habe ähnliches auch schon gehört, und kann das bestätigen das man da eigentlich keine Lust auf einkaufen hat, sondern nur schnellstmöglich wieder raus will. Zudem soll man vor Geschäften wie bei einer billigen Disco anstehen und hoffen dass einem Einlass gewährt wird. Wer hat da Lust auf Shopping oder auf anprobieren wenn man draußen schon 10 Leute sieht die darauf warten hereingelassen zu werden?

    Ich gebe das ganz offen zu ich bestelle mir Sachen wo immer es geht im Internet, weil ich keine Lust auf dieses “Einkaufen mit Masken” habe und auch nicht anstehen will, und dann wenn die Zeit abgelaufen ist faktisch rausgeworfen werde. Ich war seit Wiedereröffnung weder in einem Restaurant noch in einem stationären Geschäft (Lebensmittel mal ausgenommen).

    • Avatar

      berti001

      8. Juni 2020 14:35 at 14:35

      ich genau jeweils 1x mit dem Fazit: So nicht mehr! Dann lass ich es lieber!

  2. Avatar

    ohje

    8. Juni 2020 14:31 at 14:31

    ihr beitrag trifft den nagel auf den kopf! ich bestelle lieber online. teils ist das noch günstiger als vor ort im geschäft. und das trallafitti mit den masken entfällt.
    essen gehen unter diesen bedingungen? nein danke, dann kochen wir selbst oder schmeißen den grill an.
    ehe eine firma pleite geht, vergehen monate. da versucht mann erstmal zu sparen wo es geht. bis es nicht mehr geht. das dicke ende kommt im herbst. eine zweite welle, mit mutatiertem corvid (20)?, mal ganz außen vor.
    als anleger in diesen zeiten hilft nur oppertunist zu sein.

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    Hesterbär

    8. Juni 2020 14:32 at 14:32

    Ja, eine schleichende Katastrophe! Politik, Staatsmedien und Wirtschaftsinstitute lügen uns an oder erzählen uns Märchen, an die der eine oder andere Märchenerzähler sicher auch selbst glaubt oder zumindest glauben will.

    Wir waren mit Freunden am Samstag in einer unserer Lieblingsgastronomien, einem beliebten Ausflugsziel, zum Mittagessen. Es war erschreckend. Wir waren die einzigen Gäste. In Vor-Corona-Zeiten waren zur Mittagszeit immer alle Tische besetzt. Eigentlich hatte ich selbst geglaubt, nach dem Ende des Lockdowns strömen alle in ihre Lieblingslokale und genießen die neue Freiheit. Nein, sie tun es nicht. Das wird böse enden.

    Die Katastrophe, die auf uns zurollt, ist noch weitgehend unsichtbar, was sie umso gefährlicher macht. Insbesondere, weil viele die Wellen von Kettenreaktionen nicht erkennen können.

    • Avatar

      Columbo

      8. Juni 2020 17:22 at 17:22

      @Hesterbär

      „…Die Katastrophe, die auf uns zurollt, ist noch weitgehend unsichtbar…viele die Wellen…nicht erkennen konnen…

      Sie malen immer so schöne, etwas zum Kitsch neigende „Indipendence Day“ oder „Jurassic Park“ Stimmungen. Meisterhaft.

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    Robert Schröder

    8. Juni 2020 14:58 at 14:58

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    Robert Schröder

    8. Juni 2020 15:02 at 15:02

    Maskenpflicht in Deutschland: Der große Verlierer steht jetzt schon fest (26.04.2020)

    https://www.nachrichten-fabrik.de/news/maskenpflicht-in-deutschland-der-grosse-verlierer-steht-jetzt-schon-fest-156314

    Verlierer Einzelhandel: Viele Regeln, kein Einkaufserlebnis

    Man muss kein Konsumpsychologe sein, um zu erahnen, dass die ganzen Maßnahmen dem Konsumerlebnis erheblich im Wege stehen werden. Über Jahre und Jahrzehnte hinweg wurde das Verkaufserlebnis optimiert, kontinuierlich verbessert und auf Umsatz getrimmt. Das alles hat jetzt so gut wie keinen Wert mehr. Die Folgen sind absehbar. Der Umsatz im stationären Einzelhandel wird trotz Öffnung aber eben wegen der vielen Maßregelungen deutlich einbrechen.

    • Avatar

      Lausi

      8. Juni 2020 20:29 at 20:29

      Schön, dass der Konsumwahn etwas eingeschränkt wird!

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    Tino Gruchmann

    8. Juni 2020 15:21 at 15:21

    Laut Merkel gibt es die Maskenpflicht bis es einen Impfstoff gibt und ein Medikament. Hat sie letzte Woche gesagt.

  7. Avatar

    Robert Schröder

    8. Juni 2020 15:24 at 15:24

    Das Schlimmste finde ich das Warten bis man überhaupt einen Laden betreten und konsumieren DARF. Man steht da und wartet wie ein Depp.

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    Pessi-Mist

    8. Juni 2020 16:23 at 16:23

    Die Euphoristen ,die die Lockerung an der Börse schon gefeiert haben , sind Träumer. Ein Gastwirt in der Schweiz hat wieder geschlossen u.sagte.: Bei geschlossenem Restaurant verliere er 100.- Fr pro Tag, bei offenem Betrieb seien es 500.-
    Die Jammeri die jahrelang den Fachkräftemangel ausriefen werden noch ein neues Phänomen kennenlernen. Soeben gehört viele Piloten die die Stelle verlieren. Auch sonst werden viele qualifizierte Leute stellenlos werden ,was teuer wird. Und zudem Corona ist noch nicht vorbei.Es gibt Länder mit steigenden Fallzahlen ,die auch bei uns wieder wirken könnten.

  9. Avatar

    Übelkeit

    8. Juni 2020 16:36 at 16:36

    Man sägt den Ast ab auf dem man sitzt. Das System ist kaputt, ein Neustart unausweichlich und der Schuldige steht bereits fest.

    Zombieunternehmen, ein bischen Pausemodus (alle bleiben zu Hause), eine Prise Angst (Maskenpflicht) und fertig ist die Depression.

  10. Avatar

    Tom

    8. Juni 2020 16:40 at 16:40

    Thüringen schafft nächste Woche alle starren Pflichten ab.
    Ich sehe das durchaus als Großversuch für ganz Deutschland. Denn klar ist: wenn die dunklen Vorahnungen der Panikmacher sich dann eben nicht befürworten, dann dauert es 2-3 Wochen und die Masken fallen wie Dominosteine im ganzen Bundesgebiet.

    Forscher sind sich zunehmend sicher, dass es maßgeblich auf Großveranstaltungen ankommt und mit dem Restrisiko muss man dann halt leben, wie schon bisher auch. Die meisten Leute sind dazu auch bereits und wollen nicht auf Schritt und Tritt an Corona erinnert werden.

    In der Schweiz sind die Masken übrigens schon gefallen, ohne die böse zweite Welle auszulösen, der Konsum hat inzwischen wieder das Niveau von vor der Krise erreicht. Die Menschen meiden Handel und Gastro nicht aus Angst, sondern weil es so keinen Spaß macht. Dann besorgt man lieber nur das Nötigste und bestellt den Rest online.

    • Avatar

      Huckleberry

      8. Juni 2020 20:24 at 20:24

      @Tom, hoffentlich wird Thüringen kein Großversuch für Deutschland. Das ging rückblickend schon mehrfach in die Hose, kurz-, mittel- und langfristig betrachtet. Wer nicht auf Schritt und Tritt der Wirklichkeit ins Auge sehen will, kann die Wissenschaft verdrängen, Dummmacher-Drogen nehmen, Saufen oder Höcke hören.

      Einen Freifahrtschein für verrückte und verantwortungslose High-Lives und oberflächliche Feier-Clowns sollte man allerdings auch nicht ohne fundierte Grundlagen einführen.

  11. Avatar

    thinkSelf

    8. Juni 2020 16:52 at 16:52

    Ich habe seit drei Monaten z.B. keinen Bäcker mehr betreten und werde das bis zur vollständigen Aufhebung dieses Unsinns auch nicht tun.
    Bin inzwischen auf reine Discounter Versorgung plus einen großen Laden mit möglichst großem Angebot bei höherwertigen Produkten umgestiegen. Da sich selbst Frischware bei vernünftiger Lagerung locker zwei Wochen hält kann man mit vorheriger Einkaufsplanung den Aufenthalt im Laden schon sehr starkt minimieren. Wobei ich nur ncoh Zeiten ohne Warteschlange und Kassengedränge nutze.

    Alles andere habe ich vollständig auf Versandhandel umgestellt. Für die Tanke reicht der Nachtschalter. Urlaub nur noch in Nichtspinner Ländern mit dem eigenen PKW.

    Biergarten machen wir inzwischen zu Hause mit unseren Freunden. Wobei wir das Glück haben das wir und auch fast alle Freunde über einen großen Garten verfügen (worüber wir auch die Freunde in den Arbeiterschließfächern mitversorgen können). Und gegenüber den Kochkünsten meiner Frau ist die Masse der deutschen Gastronomie ohnehin Körperverletzung.

    Firmenseitig haben wir alle Veranstaltungen, Firmenbesuche etc. bis Jahresende gestrichen und soweit möglich auf Video umgestellt.
    Womit weitere erhebliche Mittel für die Dienstleister weg fallen. Wer nicht reist, benötigt auch keine Reisedienstleistungen (vom Hotel bis zum belegten Brötchen).

    • Avatar

      johansson

      13. Juni 2020 16:45 at 16:45

      @Thinkself: Sehr gute Einstellung und Reaktion. Ich halte es von Anfang an ganz ähnlich – und irritiere nebenbei bemerkt mit meinem abenteuerlichen Piratenschal sogar viele Zeitgenossen. Solange in Bahn, Flughäfen und Fliegern die Maskenpflicht gilt, reise ich ausschließlich mit den PKW, was ich mit Rücksicht auf Umweltbelange ungern mache.
      Biergärten und Außenbereiche von Restaurants betreten meine Freunde und ich schon (wieder), allerdings nur die, wo man den Tisch ohne die nicht in die mitteleuropäische Kultur passende Maske aufsuchen kann. Einerseits tun mir die Gastronomiebranche und der Handel leid, andererseits machen ihre Repräsentanten Richtung der Politik im Hinblick auf die Einschränkungen auch zu wenig Rabatz.
      Was mich speziell ärgert: 1. Beim Bund-Ländertreffen seinerzeit in Berlin hatten sich alle Ländervertreter darauf geeinigt, dass Maskentragen in Geschäften freiwillig bleiben sollte. Bereits einen Tag später führten in Bayern besonders ehrgeizige Politiker die Maske verpflichtend ein und… sämtliche Bundesländer folgten. Einfach unglaublich diese feige Haltung. 2. Die Bürger akzeptieren diese schäbigen Masken mehrheitlich. Noch! Wie obrigkeitsdevot! Nicht wenige finden sie sogar gut, obwohl sie selbst unter Medizinern umstritten sind. Sollen diese Zeitgenossen die Dinger doch bis ins Grab tragen, aber die Übrigen damit nicht länger belästigen. Wie formulieren es viele Freunde so viel versprechend: wir wissen, welche Parteien bei den Wahlen 2021 unsere Stimme gewiss nicht erhalten

  12. Avatar

    Columbo

    8. Juni 2020 17:12 at 17:12

    @Ohje
    Mutatiert hat bis jetzt noch kein Virus🤣.

    • Avatar

      leftutti

      8. Juni 2020 22:57 at 22:57

      @Columbo, du mis-vir-stehst:
      Das Virenweibchen virakuliert, während das Virenmännchen Viren ins Nest legt. Der virre Virt irrt völlig virr durch virtuelle Viralitäten, vihrend er nach Freivirr und Virenfreiheit mutatiert.

    • Avatar

      Kurti

      14. Juni 2020 14:08 at 14:08

      @Columbo, auch nicht am „Indipendence Day“??🤣🤣🤦‍♂️

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Markus Krall: “Gewaltigste Blase der Menschheit” und die große Krise

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Markus Krall über den großen Crash im Finanzsystem

Der “Guru” der Crash-Vorhersage für das deutsche Bankensystem heißt Markus Krall. Er ist anerkannter Bankenexperte, und was er zu dem Thema seit Jahren immer wieder sagt, hat Hand und Fuß. Nur, so betonen wir es auch immer wieder – ob seine Vorhersagen über den Verlauf eines großen Systemkollaps und zur Hyperinflation wirklich genau so eintreffen werden, daran sind Zweifel angebracht. Seine Aussagen zum derzeit “legalisierten Bilanzbetrug” bei deutschen Banken hatten wir schon mehrfach in Artikeln besprochen (mehr dazu hier).

Markus Krall über die große Krise und der Crash an den Märkten

Im folgenden aktuellen Video zeichnet Markus Krall das Bild der aktuellen Krise aus seiner Sicht. Die aktuelle durch den Coronavirus verursachte Krise treffe auf einen Patienten (Volkswirtschaft) mit Vorerkrankung. Die Immunabwehr dieses Patienten sei schon vorher geschwächt gewesen. Ungleichgewichte seien lange angestaut worden. Die Volkswirtschaft sei dann ohne Reserven in diese Krise gegangen, so seine Meinung.

Markus Krall ist sich sicher, dass die Märkte kollabieren werden. Als Erstes würden die Aktienmärkte einbrechen, und danach die Märkte für alternative Assets, die völlig überbewertet seien. Die gewaltigste Blase der Menschheit besteht laut Markus Krall an den Anleihemärkten. Hier werde der Crash kaskadenartig ablaufen. Dazu gibt er im folgenden Video sehr interessante Erläuterungen. Am Ende gehe es für die Anleger um die große Flucht in Cash und Gold!

Inflation und die Entscheidung zwischen Sozialismus und Freiheit

Ein fallendes Güterangebot in Europa werde laut Markus Krall auf eine steigende monetäre Nachfrage treffen, dank gedruckten Billionen von Euros, welche die EZB den Regierungen ja tatsächlich bereitstellt. (FMW: Ja, ganz klar, keine Staatsfinanzierung… Satire!) Jetzt bereits würden die Waren des täglichen Bedarfs laut Markus Krall spürbar teurer (FMW: Puhhhh, das kann man auch anders sehen, siehe Preiskrieg bei Bekleidung). Die Volkswirtschaften in Europa würden in die sogenannte “Stagflation” laufen, eine schrumpfende Wirtschaftsleistung bei gleichzeitig steigenden Preisen (hier eine ausführliche Erläuterung des Begriffs).

Zwei, drei Jahre lang werde es eine fundamentale Wirtschaftskrise geben. Danach müssten sich die Menschen entscheiden. Wolle man in einer staatlichen Zuteilungswirtschaft leben, oder entscheide man sich für die freie Marktwirtschaft (Freiheit, Eigeninitiative, Unternehmertum)? Wie üblich plädiert Markus Krall auch im folgenden Video eindringlich für die zweite Variante. Man muss seine dramatischen Vorhersagen für die nächsten Jahre nicht zwingend teilen, vor allem in Sachen Hyperinflation. Aber seine Beschreibung der Ausgangslage vor der Krise und des Ist-Zustands sind bestechend, so auch heute wieder.

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Hypotheken-Orgie in den USA – das hat einen einfachen Grund

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Hypotheken laufen wie wild - typisches Haus in US-Vororten

Hypotheken-Orgie in den USA – ja, das ist keine Untertreibung! “Egal”, würde der Wendler zur Gesamtlage in den USA wohl sagen. Millionen arbeitslose Amerikaner. Dank immer mehr Corona-Neuinfektionen nehmen in Teilen der USA Beschränkungen wieder zu. Viele Amerikaner haben ein Job-Problem. Aber da der Staat viele Amerikaner derzeit mit Geld flutet, haben einige Bürger aktuell sogar mehr Geld monatlich zur Verfügung wie vor der Krise. Daher wirkt die Krise finanziell gar nicht so schlimm? Und “egal”, die verlorenen Jobs kommen schon wieder, oder es gibt in anderen Branchen bald neue Jobs? Irgendwie wird es schon werden?

Die “Mortgage Bankers Association” veröffentlicht für die USA ein Mal pro Woche Daten zu Hypotheken-Anträgen. Vor wenigen Minuten gab es Daten für die letzte Woche. Und siehe da. Die Hypothekenanträge nahmen um 5 Prozent im Wochenvergleich zu, und noch wichtiger: Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres steigen sie sogar um 33 Prozent! Hallo? Ja, 33 Prozent höher als im Vorjahr! Also, nix mehr Krise. Party, kaufen, aber so richtig! Das Volumen der Kredite nahm um 2,2 Prozent im Wochenvergleich zu. Der durchschnittliche Hauskredit stieg auf ein Rekordhoch von 365.700 Dollar.

Laut dem Branchenverband hat dieser Ansturm auf Hypotheken in den USA auch einen ganz eindeutigen Grund. Die Zinssätze für Hauskredite seien auf ein neues Rekordtief gesunken. Die feste Zinsrate für 30 Jahre Laufzeit sank seit März um 53 Basispunkte auf 3,26 Prozent. (vor vier Wochen 3,37 Prozent) Tja, die Fed hat die Zinsen gesenkt, der Markt wird für alle Akteure (Banken, Unternehmen, Bürger) mit Geld geflutet. Da können die Zinsen für Hauskredite ja nur in den Keller krachen, und die Hausse am Häusermarkt wird weiter kräftig befeuert. Als würde es die Coronakrise in den USA gar nicht geben!

Fazit? Was lernt man daraus? Die Party geht weiter, und die Volkswirtschaft soll/muss auf Biegen und Brechen wieder in Schwung kommen. Egal, ob die Staatsschulden danach 5 oder 10 Billionen Dollar höher sind, oder ob die Konsumenten danach ebenfalls deutlich höher verschuldet sind. Die Party muss unter allen Umständen weiter gehen. Also, was lernt man daraus? Rein in den US-Aktienmarkt, denn die Kurse werden auch immer weiter steigen, wenn die totale Konsum-Party in den USA weiter geht? (zu der Party gehört ja auch alle paar Jahre der Kauf eines neuen Hauses)

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Zeitlicher Zufall? BaFin aktuell im Verbotsrausch

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Was muss man tun, wenn man vor einem Desaster steht? Sich in Szene setzen? Aber nein, wollen wir mal nicht unsachlich werden. BaFin-Chef Felix Hufeld bezeichnete den Wirecard-Skandal als “Schande” (erste Insolvenz eines Dax-Unternehmens, fehlende 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz, Milliarden-Schaden für Aktionäre). Und Hufeld machte jüngst vor einem Bundestagsausschuss in Sachen Wirecard gar keine gute Figur. Verantwortung von sich weisen – nicht zuständig, und zu wenig Kontrollmöglichkeiten. Das macht sich nicht gut, sich so zu präsentieren. Erst vorgestern geisterte die Headline “Wie Bafin-Chef Hufeld um Ruf und Posten kämpft” durch die deutsche Medienlandschaft.

Kämpft er um seinen Posten? Wirklich? Muss die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) also nach außen zeigen, dass sie doch ein scharfer, harter Aufpasser über die Finanzbranche sein kann? Sicherlich ist es eher ein zeitlicher Zufall, dass die BaFin am heutigen Mittwoch den 8. Juli gleich fünf Meldungen über aufsichtsrechtliche Verbote raushaut? Interessant ist, dass die Verbote schon vor Wochen oder mehreren Tagen ausgesprochen wurden, aber alle heute zeitgleich der Öffentlichkeit durch die BaFin zugänglich gemacht werden. Es geht hierbei um kleine Fische, wenn man die Fälle mit der Dimension eines Wirecard-Skandals in Relation setzt. Dennoch, natürlich ist es gut, wichtig und richtig, dass auch solche Problemfälle, die vor allem Privatkunden betreffen, von der BaFin beackert werden. Als da wären, im Wortlaut von der BaFin:

Trustsecure GmbH: BaFin ordnet Einstellung und Abwicklung des Finanztransfergeschäfts an
Die BaFin hat mit Bescheid vom 28. Mai 2020 gegenüber der Trustsecure GmbH angeordnet, das von ihr unerlaubt betriebene Finanztransfergeschäft sofort einzustellen und abzuwickeln. Die Trustsecure GmbH nimmt auf ihren Geschäftskonten Gelder von Privatpersonen entgegen und leitet sie auf diverse ausländische Konten verschiedener Gesellschaften weiter, die überwiegend im Ausland ansässig sind. Auf diese Weise zahlen unter anderem Kunden der nicht lizenzierten Internethandelsplattformen www.fdmtradeonline.com und www.tradesprime.com Gelder ein, damit diese ihrem intern bei der Handelsplattform geführten Handelskonto gutgeschrieben werden. Der Bescheid ist sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig.

Perontis GmbH i.Gr.: BaFin ordnet Einstellung und Abwicklung des Finanztransfergeschäfts an
Die BaFin hat mit Bescheid vom 8. Juni 2020, zugestellt durch öffentliche Zustellung am 1. Juli 2020 gegenüber der Perontis GmbH i.Gr., Anschrift unbekannt, angeordnet, das von ihr unerlaubt betriebene Finanztransfergeschäft sofort einzustellen und unverzüglich abzuwickeln. Die Perontis GmbH i.Gr. nimmt auf ihrem Geschäftskonto Gelder von Privatpersonen entgegen und leitet sie auf diverse europäische Konten verschiedener im Ausland ansässiger Gesellschaften weiter. Der Bescheid ist sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig.

Capital Letter GmbH: BaFin ordnet Einstellung des Eigenhandels an
Die BaFin hat mit Bescheid vom 30. April 2020, zugestellt durch öffentliche Zustellung am 1. Juli 2020 gegenüber der Capital Letter GmbH, München, die sofortige Einstellung des Eigenhandels angeordnet. Das Unternehmen bietet deutschen Kunden auf von ihm betriebenen Handelsplattformen www.stsroyal.com, www.gfxroyal.com und www.brightfinance.co finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for Difference – CFD) an, die auf Grundwerte wie Forex, Indizes und Rohstoffe laufen. Der Bescheid ist sofort vollziehbar aber noch nicht bestandskräftig.

SCK Securities: BaFin untersagt den unerlaubt erbrachten Eigenhandel
Die BaFin hat gegenüber der SCK Securities, Aberdeen, Großbritannien, mit Bescheid vom 23. Juni 2020 die sofortige Einstellung des grenzüberschreitenden Eigenhandels angeordnet. Das Unternehmen unterhält die Internetseite www.scksecurities.com und bietet deutschen Kunden den Erwerb von Aktien namhafter Unternehmen aus eigenem Bestand im Rahmen einer Dienstleistung an. Trotz Kaufpreiszahlung durch die Kunden bestehen Zweifel, ob es zur Übertragung dieser Aktien in ihre Depots kommt. Das Unternehmen betreibt gewerbsmäßig den Eigenhandel nach § 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 4 lit. c Kreditwesengesetz (KWG), ohne über die nach § 32 Absatz 1 KWG erforderliche Erlaubnis der BaFin zu verfügen. Es handelt daher unerlaubt. Dieser Bescheid ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig.

Rolf Brombacher, Schramberg: BaFin ordnet Einstellung und Abwicklung des Einlagengeschäfts an
Die BaFin hat Herrn Rolf Brombacher, Schramberg, mit Bescheid vom 22. Juni 2020 aufgegeben, das Einlagengeschäft sofort einzustellen und unverzüglich abzuwickeln. Herr Brombacher nahm Gelder mit dem mündlich abgegebenen Versprechen der unbedingten Rückzahlung und der Verzinsung entgegen. Damit betreibt er das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin. Er ist verpflichtet, die bislang angenommenen Gelder per Überweisung vollständig an die Geldgeber zurückzuzahlen. Der Bescheid der BaFin ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig.

Eingang zum BaFin-Gebäude in Bonn
Haupteingang bei der BaFin in Bonn. Foto: © BaFin

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