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Wird die US-Notenbank auf die Marktturbulenzen schon bald reagieren?

Das Rezessionsgespenst geht um!

Eine kurze Bestandsaufnahme

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Die Federal Reserve hat eigentlich zwei Kernaufgaben. Für Preisstabilität zu sorgen und den Arbeitsmarkt mit zinspolitischen Maßnahmen zu stützen. Beides bedingt derzeit eigentlich keine Intervention. Aber es gibt zwei weitere Bedrohungen, die die Notenbank zum Handeln veranlassen könnten:

 

  1. Der von Donald Trump angetriebene Handelsstreit, der das Zeug dazu hat eine globale Rezession heraufzubeschwören.
  2. Und ein Absturz der Zinsen, wie es ihn schon seit der Finanzkrise nicht mehr gegeben hat (Stichwort Bankenprofitabilität). Das Rezessionsgespenst geht um und viele Industrieländer haben bereits Einkaufsmanagerindizes im Bereich der Kontraktion (dazu heute später ein gesonderter Artikel..)

Der Rentenmarkt signalisierte es schon Ende März, als sich die Zinskurve kurzzeitig invertierte. Seit ein paar Tagen gibt es im Zinsverfall kein Halten mehr und die Diskussion über die Zuverlässlichkeit des Signals der inversen Zinskurve dürfte wieder aufbranden. Gestern lag der Kurzläufer schon 20 Basispunkte über dem Zinsniveau des Langläufers. Bekanntermaßen ist diese Konstellation die sicherste Frühindikation einer auf Jahresfrist zu erwartenden Rezession.

 

Wird die Fed frühzeitig gegensteuern?

 

Betrachtet man die Aktienmärkte, neben dem bereits erwähnten Arbeitsmarkt, so könnte man konstatieren – keine Eile.

Der S&P 500 notiert gerade mal 6% unter seinem 52-Wochenhoch (zugleich ATH), zum Vergleich wie der Shanghai Composite und unser Dax mit einem ähnlichen Rückgang. Das KGV des weltgrößten Index liegt derzeit bei 16,1, zu Monatsbeginn waren es noch 17,2 – und wenn man den historischen Durchschnitt heranzieht, könnte der Index noch auf 2650 Punkte fallen. Eine „verdächtig“ oft genannte Marke von Analysten. Bis dahin wäre es nur eine Korrektur des starken Aufwärtstrend seit Jahresbeginn.

Ganz nebenbei bemerkt: Welcher Analyst hat vorausgesehen, dass die Anleihemärkte die Aktienmärkte im letzten halben Jahr „outperformen“ würden? Die 10-jährige US-Staatsanleihe notierte Anfang Oktober bei 3,25 Prozent, gestern nur noch bei knapp 2,10. Wie bereits dargelegt, bringt ein Prozent Zinsrückgang bei diesem Langläufer schon ca. 10 Prozent Kursgewinn.

 

Mein Fazit

Die US-Notenbank wird sich wieder vermutlich bald wieder einmal in der Neutralität ihrer Aussagen übertreffen. Aber Jerome Powell weiß um die Bedeutung der Aktienmärkte für die Amerikaner nach einem Vermögenszuwachs infolge des Anstiegs der US-Aktienmärkte von 10 auf weit über 30 Billionen Dollar von 2009 bis heute. Was er in meinen Augen noch stärker betrachtet, ist der Zustand der Unternehmensanleihen (das billionenschwere BBB-Risiko). Bei einer zu starken Abschwächung der Konjunktur droht den Anleihen der Junkstatus und der Auslöser der Krise wäre geschaffen.

Aber es könnte noch ein Weilchen dauern!

 

 



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1 Kommentar

  1. Die „vielsagenden“Wahlplakate sind,bis auf wenige Ausnahmen,weg.Es wird also Zeit für neue Slogans!(um die Bevölkerung nicht weiter zu verunsichern!).1.:Invertierte Zinskurven haben Null Aussagekraft,Staatsschulden sind eigentlich keine Schulden,die Inflation ist ausgestorben,die Zinsen müssen sinken(auch ins negative)für den Endsieg der tausendjährigen ultralockeren Geldpolitik.Und last but not least der Klassiker:Dieses Mal ist alles anders!

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