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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Wirecard-Aktie: Dauert die Unsicherheit noch bis Anfang April?

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Die Wirecard-Aktie bleibt eine wacklige Kiste. Seit dem 8. Februar gibt es von Wirecard selbst kein neues offizielles Statement. Aber diese Woche tat sich ja etwas anderes. Durchgesickert war die Zeugenaussage eines Shortsellers gegenüber der Staatsanwaltschaft in München, dass er vorab genaue Kenntnis hatte, wann die FT ihre Artikel über Wirecard veröffentlichen würde.

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Dieser Sachverhalt lenkt natürlich dieser Tage erstmal die Scheinwerfer weg von Wirecard, und hin zur FT. Hat der dort zuständige Journalist gemeinsame Sache mit Börsenzockern gemacht, oder sich bestechen lassen? Nichts genaues weiß man noch nicht – alles reine Spekulation. Gestern dementierte die FT – alles haltlose Vorwürfe gegen die Redaktion. Tja, aber warum sollte ein Shortseller so etwas zugeben, wenn es gelogen ist? Das ergibt irgendwie keinen Sinn.

Bleibt die Wirecard-Aktie noch bis Anfang April eine wacklige Kiste?

Im Kursverlauf der Wirecard-Aktie sieht man, dass Stand heute etwas Ruhe eingekehrt ist. Aber man vergesse bitte nicht die drei wie aus dem Nichts erschienenen Artikel der FT. Kommt noch mehr? Niemand weiß es. Wichtig ist, dass Wirecard vor einigen Tagen selbst sagte, dass die Prüfung möglicher dubioser Vorgänge der Filiale in Singapur noch „mehrere Wochen“ dauern würde. Die Prüfung der Kanzlei Rajah &Tann sei noch nicht abgeschlossen, aber bisher sei nichts Weltbewegendes dabei herausgekommen. Aus Medienberichten war zu entnehmen, dass diese Prüfung noch ca sechs Wochen dauern könnte.

Stimmt diese Dauer, dann wäre das ein sehr großer Zufall. Denn am 4. April veröffentlicht Wirecard seine Zahlen für das Gesamtjahr 2018. Tickt die Uhr, und einerseits soll die Prüfung so gründlich wie möglich vorgenommen werden? Andererseits soll das Ergebnis noch zusammen mit dem Jahresabschluss 2018 veröffentlicht werden? Auch Wirtschaftsprüfer und Aufsichtsräte müssen den Jahresabschluss ja noch abnicken. Also, so eine natürlich rein theoretische Überlegung: Lässt man sich maximal viel Zeit, aber will den Prüfbericht noch in die 2018-Veröffentlichung inkludieren?

Wenn ja, dann liefe das Drama noch gut sechs Wochen lang. Natürlich bedeutet dieses Szenario für Anleger und Zocker, dass die Aktie noch weitere sechs Wochen in einem Ozean namens „Unsicherheit“ schwimmen würde. Denn alle Welt will nun wissen, ob etwas dran ist an den Manipulationsvorwürfen. Die Analysten von HSBC und DZ Bank haben diese Woche übrigens ihre Kursziele für die Wirecard-Aktie spürbar gesenkt auf 170 und 150 Euro.

Aktuell notiert die Aktie bei 101,40 Euro. 150 und 170 Euro, das ist genau die Größenordnung, wo die Aktie kurz vor der ersten FT-Veröffentlichung notierte. Bei 167 Euro notierte die Aktie noch am 29. Januar, bevor es dann dank drei FT-Artikeln drei Mal ruckartig abwärts ging. Seit genau einer Woche ist nun eine Ruhephase für die Aktie eingetreten um die 100 Euro-Marke herum. Wir meinen: Vorsicht ist geboten, bis die Kanzlei aus Singapur etwas zu vermelden hat, beziehungsweise bis Wirecard das Ergebnis des Berichts veröffentlicht.

Wirecard-Aktie wacklige Kiste - Firmenzentrale in München
Unternehmenszentrale in München. Foto: Wirecard AG

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Aktien

easyjet: Umsatz +7%, Verlust verfierfacht, Aussichten mau, Aktie steigt

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Bei dieser Logik kommen wir nicht ganz mit. Aber was verstehen wir Kleingeistigen schon von Börse. Der britische Billigflieger easyjet hat heute seine Halbjahreszahlen veröffentlicht für den Zeitraum von Oktober 2018 bis März 2019. Erstmal zu den Fakten.

Der Umsatz steigt um 7% auf 2,34 Milliarden Pfund (Vorjahr 2,18).

Der Verlust verfierfacht sich (!) und liegt bei 272 Millionen Pfund (Vorjahr -68).

Die Zahl der Passagiere legt um 13,3% zu von 36,8 auf 41,6 Millionen.

Explodierende Verluste bei steigendem Umsatz. Das sollte für jeden Unternehmer ein Alarmsignal sein. Zumal es sich hier um kein Startup mit hohen Anfangskosten handelt, sondern um eine längst im Markt etablierte Airline! Schuld an den heutigen Zahlen seien laut easyjet gestiegene Kosten für Treibstoff sowie niedrigere Ticketpreise. Die Billigflieger fressen sich selbst auf? Welche eine Ironie der Geschichte wäre das.

Und was sagt easyjet zu den Zahlen? Man habe im Rahmen der Erwartungen performt. “easyJet has performed in line with expectations in the first half.“ Und die bisherigen Erwartungen für die Headline-Zahl beim Gewinn für das Fiskaljahr 2019 bleibe unverändert, so easyjet.

Und was macht die Aktie? Die hat heute zu keinem Zeitpunkt unter dem Niveau von gestern notiert. Sie liegt aktuell mit 3,29% im Plus. Wie kann das sein? Sind die Zukunftsaussichten vielleicht so toll, dass man die aktuellen Grusel-Zahlen ignorieren kann? Abgesehen davon, dass man die Gewinn-Erwartungen halten will, sagt man folgendes. Es gäbe es große Unsicherheiten wegen dem Brexit – sie würden nicht dabei helfen höhere Ticketpreise durchzusetzen. Auch die schwächere Konjunktur in Europa sei nicht hilfreich.

Aber die Aktie steigt. Na dann ist ja alles in Ordnung.

easyjet Halbjahreszahlen

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Aktien

Markus Koch aktuell LIVE von der Wall Street: China, Pinterest, Baidu, Deere

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Markus Koch berichtet ganz aktuell LIVE von der Wall Street. Es geht um den Handelskrieg zwischen China und den USA, sowie um Einzelaktien.

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Pinterest: Verlust deutlich höher als erwartet, Aktie -15%

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Das halbwegs als soziales Netzwerk zu bezeichnende Unternehmen Pinterest (Foto-Pinnwand nach Themen aufgeteilt) ging vor genau vier Wochen an die New Yorker Börse. Heute Nacht hat man zum ersten Mal als börsennotiertes Unternehmen seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

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Der Umsatz liegt bei 201,9 Millionen Dollar (Vorjahresquartal 131/erwartet 200).

Der Verlust (Non GAAP) liegt bei 40 Millionen Dollar (Vorjahresquartal -48).

Der Verlust pro Aktie lag mit 32 Cents dramatisch höher als erwartet (-11 Cents).

Die EBITDA-Marge „verbessert“ sich im Jahresvergleich von -35% auf -19%.

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer steigt im Jahresvergleich von 239 auf 291 Millionen.

Nachbörslich hat die Aktie 15% verloren auf nur noch 26,10 Dollar!

Am 18. April startete die Aktie mit einem ersten Börsenkurs von 23,75 Dollar. Kurz zuvor wurden die Aktien an Erstzeichner zu 19 Dollar ausgegeben. Also liegen diese Anleger der ersten Börsenstunde auch jetzt noch im Plus. Zwischenzeitlich konnte die Aktie in den Tagen nach dem IPO sogar über 34 Dollar steigen, und sich die letzten Wochen immer so um die 30 Dollar halten.

Pinterest im Wortlaut:

„The IPO was a significant milestone, but our focus at Pinterest hasn’t changed. We want to help people discover inspiring ideas for every aspect of their lives, from fashion and home decor to travel and fitness,“ said Ben Silbermann, Co-Founder, President and CEO of Pinterest. „Our success can be seen in our Q1 results, and we’re excited to continue to grow our reach and impact in the years to come.“

„Pinterest executed well in Q1. Revenue grew 54% year-over-year to $202 million, surpassing $200 million for the second consecutive quarter,“ said Todd Morgenfeld, CFO. „We were particularly encouraged by the strength we saw in U.S. revenue and international user growth. Our strong revenue performance allowed us to expand net margin by 20 percentage points year-over-year, reflecting our continued prioritization and disciplined execution across our strategic priorities.“

Full year 2019 outlook

Total revenue is expected to be between $1,055 million and $1,080 million.
Adjusted EBITDA is expected to be between $(70) million and $(45) million.

Pinterest Zahlen

Pinterest
Foto: Pinterest

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