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Wirecard-Aktie nach Absturz: Gestrige Finanzdaten ignoriert? Die Kaufgelegenheit?

Claudio Kummerfeld

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Die Wirecard-Aktie stürzte gestern Nachmittag übelst ab von 163 auf 126 Euro. Wer gestern ganz tief verkaufte, machte einen kräftigen Verlust, und schaut schon heute früh mächtig in die Röhre. Wie schon so oft in den letzten Jahren haben Schnäppchenjäger bei Rückschlägen in der Wirecard-Aktie zugeschlagen. In diesem Fall haben sie die Aktie bis zum Handelsschluss wieder auf 145 Euro steigen lassen.

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Wirecard-Aktie nach FT-Bericht abgestürzt

Fehlen nun also noch 18 Euro um die Lücke nach oben wieder zu schließen. Doch was war passiert? Die „Financial Times“ brachte einen Bericht über Unregelmäßigkeiten bei Wirecard. Diesbezüglich hat das Unternehmen nun ein eindeutiges Dementi geliefert. Der FT-Journalist sei mit falschen Informationen versorgt worden. Zu dem Unternehmen, welches angeblich mit involviert sei in krumme Geschäfte, habe Wirecard keine Verbindung. Was gestern offenbar völlig unterging im Zuge dieses FT-Berichts: Wirecard brachte gestern auch eine kurze Vorab-Veröffentlichung für seine Jahreszahlen 2018. Die endgültigen Zahlen gibt es am 4. April. Zitat Wirecard:

Der Konzernumsatz 2018 hat sich um knapp 40 Prozent von 1,5 Mrd. EUR im Vorjahr auf 2,1 Mrd. EUR erhöht. Der vorläufige operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um ca. 38 Prozent auf 568,3 Mio. EUR (2017: 412,6 Mio. EUR). Im vierten Quartal erhöhte sich der vorläufige konsolidierte Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 36 Prozent von 468,6 Mio. EUR auf 637,5 Mio. EUR. Der vorläufige operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) hat sich in diesem Zeitraum um rund 37 Prozent auf 172,9 Mio. EUR erhöht (Q4/2017: 126,1 Mio. EUR). Der Vorstand bestätigt seine Guidance, für das Geschäftsjahr 2019 einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in einer Bandbreite von 740 Mio. EUR bis 800 Mio. EUR zu erzielen.

Nach Zahlen optimistische Analysten

Diese Zahlen haben zum Beispiel die DZ Bank veranlasst ihr Kursziel für die Wirecard-Aktie von 177,20 auf 200 Euro anzuheben. Der Trend zur bargeldlosen Bezahlung begünstige die Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Die Baader Bank belässt Ihre Kauf-Einschätzung mit ihrem Kursziel von 198 Euro. Also gibt es gemäß dieser Kursziele noch viel Luft nach oben. Und gestern gab es schon verdammt günstige Einstiegskurse für alle, die an den Erfolg des Unternehmens glauben. Werden viele Börsianer noch zu den „günstigen“ Kursen zugreifen, die dank der FT gestern entstanden sind? Nach der Eröffnung heute früh bleiben noch gut 13 Euro Luft bis zum Schließung der Lücke (bei Gott, wir wollen natürlich niemanden zum Kauf animieren!).

Die Wirecard-Aktie seit Mai 2018
Die Wirecard-Aktie seit Mai 2018. Sogar in dieser langfristigen Betrachtung ist der gestrige Absturz als großer Balken erkennbar.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Steven

    31. Januar 2019 10:28 at 10:28

    In den USA hätte die FT jetzt ein fucking Problem.

    Tjaja fie lieben Medien

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Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden Video mehrere aktuelle Börsenthemen. Vermutlich wird die EZB ab Dezember aktiver werden in Sachen Rettungsmaßnahmen. Gestern Abend haben die vier großen Tech-Konzerne Apple, Google, Amazon und Facebook ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Andre Stagge weist darauf hin, dass alle vier zwar die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen haben – und er geht auf die Gründe ein, warum die Aktien nachbörslich nicht entsprechend positiv reagierten. Auch wirft Andre Stagge einen Blick auf die große Wahrscheinlichkeit, dass Joe Biden die US-Wahl nächste Woche gewinnen könnte.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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