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Wirecard-Aktie Richtung Penny Stock? Erneut schlechte Nachrichten

Mit heute minus 19 Prozent oder 2,67 Euro notiert die Wirecard-Aktie immer noch ganz schön hoch. Hallo? Wirecard hat am 25. Juni Insolvenz angemeldet. Ein Ex-Vorstand ist auf der Flucht, der andere nur dank Kaution auf freiem Fuß. 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz gab es wohl nie, so darf es vermutet werden. Und dass die Wirecard-Aktie heute „nur“ um 19 Prozent fällt, darf man wohl unter der Rubrik „Wir zocken weiter in dieser Aktie“ verbucht werden.

Schlechte Nachrichten

Denn wie die Financial Times (sie berichtete schon diverse Male über dubiose Machenschaften bei Wirecard) jetzt berichtet, sollten die mutmaßlichen Luftbuchungen von Wirecard wohl auch die entstandenen Verluste im Kerngeschäft kaschieren. Die Märkte Europa und Amerika hätten seit Jahren rote Zahlen produziert. Im Jahr 2018 (da stieg die Wirecard-Aktie in den Dax auf), sollen die unter direktem Einfluss des Unternehmens gestandenen Geschäfte einen Verlust von 74 Millionen Euro gemacht haben. Auch davor sei man defizitär gewesen, während die nach außen kommunizierten Finanzkennzahlen im positiven Bereich lagen, und immer besser wurden.

Das bedeutet aktuell? Dass die Frage immer lautet wird, ob selbst bei einer Zerschlagung von Wirecard für die Aktionäre überhaupt noch was herauskommt bei der Resteverwertung! Und ob ein Kurs von 2,67 Euro überhaupt noch gerechtfertigt ist. Wo ein innerer Wert des Unternehmens derzeit wirklich anzusetzen ist, wer kann das schon derzeit sagen? Nur die Wirecard-Aktie, die könnte nach und nach ein echter Penny Stock werden. Die aktuelle Lage in der Aktie bezeichnen viele Börsianer dieser Tage als „Insolvenz-Zock“. Rein und raus in einer Aktie, wo das Unternehmen bereits die Insolvenz verkündet hat.

Zockerei in Wirecard-Aktie

Es ist die pure kurzfristige Zockerei in der Wirecard-Aktie, die derzeit läuft. Schaut man sich längerfristige Charts an, erkennt man nur den großen Absturz von über 100 Euro, zack runter auf unter 10 Euro, und das in nur sechs Handelstagen. Danach nur noch ein Chart, der seit dem 25. Juni seitwärts verläuft. Aber wer sich die Charts viel kurzfristiger anschaut, der merkt: Intraday waren zuletzt auf bei Wetten auf steigende Kurse mal entspannt 20 Prozent Gewinn möglich. Aber natürlich fuhr besser, wer seit Tagen auf fallende Kurse setzte. Das Szenario scheint doch realistisch zu sein, dass sich die Aktie nach und nach Richtung Penny Stock bewegen könnte. Immerhin: Am 26. Juni lag sie schon mal bei 1,15 Euro.

Verlauf in der Wirecard-Aktie seit dem 2. Juli
Verlauf der Wirecard-Aktie seit dem 2. Juli.



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