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Wirecard-Aktie: Stramm aufwärts, FT-Lücke fast geschlossen, 3 Gründe

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Die Wirecard-Aktie ist im Aufwärts-Fluss. So hatten wir es schon vorgestern geschrieben. Die Deutsche Bank erhöhte ihre Einstufung für die Aktie von Halten“ auf „Kaufen“. Das Kursziel erhöhte man vorgestern von 170 auf 200 Euro. Das brachte die Aktie weiter nach oben von Freitag Abend um 10 Euro auf 150 Euro gestern Abend.

FT-Lücke fast geschlossen

Im Chart sieht man den Verlauf der Wirecard-Aktie seit Oktober 2018. Im Januar und Februar brachten kurz nacheinander drei Artikel der Financial Times (FT) die Aktie arg ins Rutschen von 167 auf 86 Euro. Nach 150 Euro gestern Abend notiert die Aktie aktuell bei 156,85 Euro. Damit ist die „FT-Lücke“, also der Verlust, welcher durch die Artikel der Financial Times verursacht wurde, fast aufgeholt. Man vergesse nicht: Vor Kurzem lieferte Wirecard starke Zahlen und einen steigenden Ausblick. Und Ende März veröffentlichte das Unternehmen das für sie (zumindest oberflächlich) entlastende Gutachten einer Kanzlei aus Singapur. Dort sei alles im Großen und Ganzen mit rechten Dingen zugegangen (keine all zu schlimmen Buchhaltungstricks).

Aktuelle Gründe für den Anstieg in der Wirecard-Aktie

Aktuell hilft der Wirecard-Aktie unter anderem, dass sie gestern ihre 200 Tage-Linie nach oben durchbrechen konnte. Außerdem hat Wirecard heute mit dem indischen Staatsunternehmen UTIITSL eine Vereinbarung getroffen. Man soll in Indien über „lokale Agenten“ Unterlagen von Verbrauchern einsammeln. Sie werden digitalisiert und an UTITSL weitergereicht, wo dann sogenannte PAN-Karten erstellt werden sollen. Damit sollen die Bürger dann Finanztransaktionen durchführen können.

Sie sollen auch als Identitätsnachweise genutzt werden. Wirecard spricht selbst in seiner aktuellen Mitteilung von 15.000 lokalen Agenten in Indien. Zahlen werden nicht erwähnt, aber bei so einer Größenordnung man darf doch davon ausgehen, dass für Wirecard bei diesem Deal ein paar Rupien als Gewinn hängen bleiben! Und drittens gibt von der DZ Bank positive Aussagen zu Wirecard. Von den Manipulationsvorwürfen seien keine schädlichen Auswirkungen auf das Geschäft zu erwarten. Es brumme auf Hochtouren.

Also: Im Augenblick scheint es keine negativen Nachrichten zu geben. Die Wirecard-Aktie bleibt im Aufwärts-Fluss. Sollte man jetzt noch einsteigen? Da halten wir uns raus. Entscheiden Sie das bitte selbst. Die Aktie ist und bleibt eine volatile heiße Kiste. Aber wie gesagt, momentan sieht es gut aus.

Wirecard-Aktie seit Oktober 2018

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Aktien

Handelskrieg: Apple will Teile der Produktion aus China heraus verlagern

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Der US-Konzern Apple will laut einem Bericht der gewöhnlich sehr gut informierten japanischen „Nikkei“ Teile der Produktion aus China heraus verlagern. Dabei gehe es um 15% bis 30% der Produktion in China:

„Apple has asked its major suppliers to evaluate the cost implications of shifting 15% to 30% of their production capacity from China to Southeast Asia as it prepares for a fundamental restructuring of its supply chain (..)“.

Ursache der geplanten Produktionsverlagerung: die Risiken durch den Handelskrieg zwischen den USA und China:

„The California-based tech giant’s request was triggered by the protracted trade tensions between Washington and Beijing, but multiple sources say that even if the spat is resolved there will be no turning back. Apple has decided the risks of relying so heavily on manufacturing in China, as it has done for decades, are too great and even rising (..).“

Mit Software-Entwicklern, iOS-Programmierern etc. hängen an Apple ca. fünf Millionen Jobs in China, Apple selbst beschäftigt 10.000 Mitarbeiter im Reich der Mitte. Mehr als 90% der Apple-Produkte werden in Chna hergestellt.

Apple selbst weiß, dass diese Verlagerung ein langfristiger und gleichzeitig kostspieliger Prozeß ist: neue Lieferketten müssen etabliert werden, und es dürfte alles andere als einfach sein, genügend Fachpersonal in Ländern zu finden, die ausreichend qualifiziert sind. Das ginge vermutlich nur in hochtechnisierten Ländern mit ausreichendem Kompetenz-Pool wie Taiwan oder Südkorea – aber dort sind die Arbeitslöhne deutlich höher, gleichzeitig die Arbeitnehmerrechte auf einem viel höheren Niveau!

Das bedeutet: die geplante Verlagerung der Produktion wird entweder die Marge reduzieren – oder Apple muß seine Preise erhöhen. Und das zu einem Zeitpunkt rückläufiger Nachfrage nach dem Flagschiff iPhone, deren shipments im 1.Quartal 2019 zum Vorjahresquartal um satte -30% gefallen sind:

Bezeichnenderweise scheint Apple bei der Verlagerung der Produktion keinen Gedanken daran zu verschwenden, wieder mehr in den USA zu produzieren – dafür sind dort die Löhne dort schlicht zu hoch (was die Ursache ist für die seit Jahren bestehende Abwanderung der Produktion aus den USA; damit verbunden wiederum ist das gigantische Handelsbilanzdefizit des Landes – vor allem mit China). Trump scheint also zumindest im Fall von Apple sein Ziel der Re-Industrialisierung nicht zu erreichen, aber eben doch China zu schwächen. Zwar hat sich Peking auf das Gesprächsangebot von Trump auf dem G20-Gipfel wieder eingelassen, aber die Wirkung des Trumpschen Handelskriegs sind Fakten, an denen auch eine freundlichere Rhetorik der US-Regierung nichts ändert.

Solange Trump nicht wieder hinter die rote Line zurück kehrt – den Huawei-Bann – wird es keinen Deal zwischen den USA und China geben können..


Verstehen sich offenkundig prächtig: Trump und Apple-Chef Tim Cook

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Giovanni Cicivelli: Ausblick auf Dax, Forex, Fed, Aktien

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Im folgenden Video biete ich an dieser Stelle eine ganz kurze Vorschau auf mein heutiges aktuelles Video vor dem Börsenstart in Frankfurt. Es gibt viele Themen zu besprechen, als da wären Fed, Dax, Forex-Trades und Einzelaktien. Hast Du meinen Service noch nicht abonniert? Einfach hier anmelden, es ist kostenlos!

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Deutsche Bank: Aktie mit Doppelschub

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Meine Güte, wie schlimm verprügelt wurde die Deutsche Bank-Aktie in den letzten Monaten und Jahren. Heute gibt es gleich zwei positive Nachrichten. Heute früh kam zunächst Mario Draghi und half dem gesamten Markt, aber besonders auch den Bankaktien. Es könnte wohl neue Anleihekäufe durch die EZB geben. Das brachte den Euro nach unten, und Aktien nach oben. Die Deutsche Bank stieg von heute früh bis 15 Uhr von 6,04 Euro auf 6,19 Euro. Immerhin ist das ein Plus von 2,5%.


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Dann ab 15 Uhr ging es weiter aufwärts in der Aktie von 6,19 auf bis zu 6,27 Euro (aktuell 6,25). Grund dafür ist ein Bericht, aus dem hervorgeht, dass die Deutsche Bank angeblich ihren Investmentbanking-Chef Garth Ritchie und Finanzvorstand James von Moltke entlassen will. Offiziell bestätigt ist das nicht. Aber denkbar wäre es. Denn letztlich will Bankchef Christian Sewing doch einen „echten“ Neuanfang machen. Und zum Beispiel der gute Herr Ritchie hat zu verantworten, dass in London nach wie vor ein Heer an Top-Verdienern immer noch innerhalb der Branche durch ein sehr hohes Gehalt auffällt, und nicht durch sensationelle Renditen für die Mutter in Frankfurt (hier ein Bericht mit erschütternden Zahlen). So schön die heutige Lage auch sein mag. Der folgende Chart seit Mitte Mai zeigt, wie klein und unbedeutend der aktuelle Anstieg im großen Bild ist.

Deutsche Bank

Erst recht im ganz großen Bild seit August 2018 kann man den kleinen grünen Strich ganz rechts am Rand überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Also: Dieses aktuelle Plus sollte nicht zu all zu viel Euphorie führen.

Deutsche Bank

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