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Wirecard Aktie: Wo geht die Reise hin?

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Die Wirecard Aktie hat in den letzten Wochen eine turbulente Reise hinter sich. Wegen der Krise lagen die Verluste zeitweise bei bis zu 41%. Den Tiefpunkt bezeichnet der 18. März mit einem Kurs von 83,20 Euro. Aktuell findet sich das Papier wieder bei ca. 111 Euro und konnte die Verluste zum größten Teil wettmachen. Die Geschäfte laufen gut und Wirecard konnte viele neue Kooperationen schmieden, aber es sind noch nicht alle Negativschlagzeilen restlos ausgeräumt. Doch wie dürfte es weitergehen? Sollten Anleger zugreifen oder lieber noch abwarten?


Abbildung 1: Wie steht es aktuell um die Wirecard-Aktie? Geht der Aufwärtstrend weiter oder kommt es zu einem jähen Ende? Neben vielen guten Impulsen existieren auch Risiken. Bildquelle: @ StockSnap / Pixabay.com

Wirecard: Zuletzt waren nicht alle Nachrichten positiv

Wirecard kämpfte zuletzt vermehrt mit schlechten Nachrichten, die auch für Investoren oft wie Warnsignale aussahen. Dazu gehören:

1) Angebliche Bilanztricksereien in den Regionen Indien und Singapur

Wirecard stand lange negativ im Fokus, da es angeblich Bilanztricksereien in den Regionen Singapur und Indien gegeben haben soll. Zusätzlich enthielten die Vorwürfe der Financial Times im Jahr 2019 auch noch Probleme beim Forderungsvorfinanzierungsgeschäft sowie bei der Zusammenarbeit mit Drittpartnern. Die Sonderprüfung der Bilanzen durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG läuft zwar noch, aber es gab bereits erste Hinweise darauf, dass Wirecard in großen Teilen entlastet ist. Dies gilt zumindest für die ersten drei Bereiche. Ein umstrittenes Geschäft mit Drittpartnern könnte jedoch noch zum Stolperstein werden. Die Prüfung wird erst am 22. April abgeschlossen.

2) Angebliche Zusammenarbeit mit illegalen betrügerischen Online-Trading-Webseiten

Ein zweiter schwerer Vorwurf resultiert aus einer Strafanzeige der Anlegerschützer der Wiener „European Funds Recovery Initiative“ (EFRI). Dabei geht es um den Vorwurf, dass Wirecard in der Vergangenheit verschiedenen betrügerischen Trading-Portalen Konten bereitgestellt hat. Dazu gehören laut Finanzen100.de Anbieter Ban de Binary, Option888 oder 24-Option sowie die Ermöglichung von Finanztransfers für illegale Gambling-Webseiten. EFRI vertritt nach eigenen Angaben 780 Opfer, die einen Schaden von insgesamt 28 Millionen Euro erlitten hätten. Wirecard selbst bestreitet die Vorwürfe und bekräftigt, dass das Unternehmen in diesen Bereichen nur mit Anbietern zusammenarbeite, die eine gültige, staatliche Lizenz aufweisen.

Trotz dieser Vorwürfe scheint die Wirecard-Aktie relativ robust zu reagieren. Aktuell muss festgehalten werden, dass keiner der Vorwürfe restlos bewiesen wurde. Es bleibt abzuwarten, wie diese Streitigkeiten ausgehen und wie die Anleger auf die Ergebnisse reagieren.

Wirecard entwickelt Geschäft weiter: Neue Kooperationen angekündigt

Auf der anderen Seite erhalten Investoren gerade in Bezug auf die Kooperationen täglich neue spannende Nachrichten über Wirecard. So wurde beispielsweise Mitte März angekündigt, dass das Unternehmen zusammen mit Klarna alle 3 Klarna-Bezahlmethoden in einer einzigen Integration zur Verfügung stellt.

Gerade die „Sofort bezahlen“-Option erweist sich bei vielen Nutzern und Händlern als sehr beliebte Option. So gibt es in vielen Branchen Anbieter, die Sofortüberweisung unterstützen. Künftig lassen sich auch die Optionen „Kauf auf Rechnung“ und „Ratenkauf“ bei Händlern integrieren, ohne dass es dafür eines zusätzlichen technischen Aufwands bedarf.

Weitere Kooperationen im Überblick:

1) Zusammenarbeit mit UNAS fix

Wirecard bietet künftig die eigenen Zahlungsoptionen auch den ca. 5.000 Händlern an, die mit der ungarischen E-Commerce-Agentur UNAS zusammenarbeiten. So hat das Unternehmen erfolgreich einen Fuß in die Tür des dynamischen ungarischen Marktes erhalten.

2) WeChat Pay künftig als Bezahllösung für europäische Händler

Europäische Händler können über Wirecard künftig WeChat Pay in ihren Shops anbieten und sich damit auch für chinesische Konsumenten interessanter machen. Das Angebot erfolgt in Zusammenarbeit mit der schweizerischen Post und wird als Gesamtpaket aus technischer Integration, Zahlungsabwicklung, Zoll und Logistik zur Verfügung gestellt.

3) Kleinstunternehmer und Freiberufler auf Xolo erhalten digitale Banking-Services

Wirecard ist zudem eine Kooperation mit der Online-Plattform Xolo (vormals LeapIN) eingegangen. Die 30.000 Nutzer können dort ein virtuelles Kleinstunternehmen gründen und erhalten Gründungs-, Steuer- und Buchhaltungsdienstleistungen. Nun bietet Wirecard auch nahtlose Banking-Dienstleistungen, die den Service noch erweitern sollen. Ein zusätzliches Umsatzpotenzial für den DAX-Konzern.

4) Wirecard arbeitet mit der SIGNAL IDUNA an der Digitalisierung der Dienstleistungen

Auch die SIGNAL IDUNA ist eine Kooperation mit Wirecard eingegangen. So können die Versicherungskunden künftig beispielsweise Reiseversicherungen online abschließen und danach auch sofort bezahlen. Dabei können die Kunden auf eine breite Palette an Bezahlmöglichkeiten setzen, so dass hier ein echter Mehrwert zur Verfügung gestellt wird.

Grundsätzlich scheint das Geschäft sich also in eine positive Richtung zu bewegen. Das Unternehmen hält zudem trotz aller Risiken an der Umsatzprognose für 2020 fest und erwartet ei EBITDA von 1,0 bis 1,12 Milliarden Euro.

Kursrichtung: Viel wird vom KPMG-Bericht abhängen

Die Geschäfte von Wirecard scheinen trotz allem sehr gut zu laufen. Die Kursrichtung zeigte zuletzt nach oben, jedoch hängt viel vom KPMG-Bericht am 22.April ab, sollte dieser das Unternehmen auch im letzten Punkt entlasten, könnte es dem Kurs der Wirecard-Aktie einen richtigen Schub versetzen. Die Analysten sehen das Papier fast durchweg positiv und geben mehrheitlich Kursziele von 185 Euro und mehr vor. Sollten diese Prognosen eintreten, könnten sich Aktionäre auf ein Gewinnpotenzial freuen, welches im Bereich von 80-100% liegt.


Abbildung 2: Genau hinschauen: Die Wirecard-Aktie war zwar zuletzt sehr volatil, hat aber großes Potenzial. Entscheidend werden die nächsten Wochen sein. Bildquelle: @ PIX1861 / Pixabay.com

Wirecard-Aktie: Viel Licht, aber auch ein wenig Schatten

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Wirecard-Aktie aktuell großes Potenzial aufweist. Das Unternehmen konnte viele spannende Kooperationen festmachen und somit das eigene Geschäft deutlich ausbauen. Die Analysten sehen das ähnlich und senden mehrheitlich Kaufsignale. Darüber hinaus wurde Wirecard durch den KPMG-Bericht zumindest in 3 von 4 Punkten bereits jetzt entlastet. Doch genau hier liegt auch der Knackpunkt der nächsten Wochen. Sollte der KPMG-Bericht auch im vierten Punkt (Geschäfte mit Drittpartnern) eine Entlastung sehen, steht einem positiven Kursverlauf kaum etwas im Wege. Andernfalls könnte dies einen Schatten auf die positive Entwicklung werfen und die Karten würden neu gemischt. Bis dahin heißt es für Anleger: Wer einsteigen möchte, macht auf dem aktuell recht niedrigen Kursniveau sicherlich nicht allzu viel falsch. Doch wie weit die Reise nach oben gehen wird, zeigt sich unter anderem erst bei der endgültigen Fassung des KPMG-Berichts.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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