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Aktien

Wirecard, Bayer, Deutsche Bank, Volkswagen – mieser Tag für vier Dax-Titel

Claudio Kummerfeld

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Der Dax verliert heute 230 Punkte. Vier Einzelaktien fallen heute besonders auf, darunter Wirecard, Bayer, Deutsche Bank und Volkswagen. Und auch hier geistert wie fast überall dieser Tage Donald Trump durch die Kurse. Aber der Reihe nach.

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Wirecard

Wir hatten heute früh schon darüber berichtet. Wirecard hat offenbar für den Betrugs-Broker „option888“ Einzahlungen abgewickelt, und steht womöglich vor Schadenersatzforderungen. Ob Wirecard als Zahlungsabwickler überhaupt haftbar zu machen ist, und wenn ja, in welcher Höhe – das müssen wohl erst noch Gerichte entscheiden. Aber der Vorwurf steht im Raum. Fiel die Aktie heute früh vorbörslich nur um bis zu 5%, so ist es im laufenden Handel bis dato ein Minus von 11% geworden.

Eine offizielle Aussage von Wirecard zu aktuellem Thema option888 liegt seit wenigen Minuten vor. Hier im Wortlaut:

Compliance-Prozesse kontinuierlich an neue gesetzliche, regulatorische und interne Anforderungen angepasst werden. So beendete Wirecard aktiv die Kundenbeziehung mit Option888, die eine staatliche Lizenz zum Betreiben ihres Geschäfts besaßen und einer der wenigen lizenzierten Dienstleister für binäre Optionen waren, die Bankkonten bei Wirecard führten. Wirecard hat die Kundenbeziehung mit Option888 im Jahr 2016 aktiv beendet, nachdem verdächtige Transaktionsmuster auf dem entsprechenden Bankkonto festgestellt wurden. Der Gesamtumsatz von Wirecard aus der Kundenbeziehung betrug über einen Jahreszeitraum weniger als 40.000 Euro. Im Jahr 2016 hat Wirecard zudem weitere Kundenbeziehungen beendet, nachdem die BaFin das Lizenzmodell verschärft hatte. Wirecard bietet Stand heute keine Acquiring-Dienstleistungen für Anbieter von binären Optionen an.

Wer jetzt übers Wochenende in der Aktie investiert bleibt (egal ob Long oder Short), muss sich klar sein, dass er auf einem echten Vola-Papier sitzt – mehr denn je.

Bayer

Wohl nach dem Motto „Hey Leute, da ist vielleicht was zu holen“ wurde in Kalifornien durch das „Los Angeles County“ (Landkreis Los Angeles) jetzt Klage gegen Monsanto (also Bayer) eingereicht. Es geht dieses Mal überhaupt nicht um Glyphosat. Nein, seit Jahrzehnten verbotene und nicht mehr hergestellte Produkte sollen damals Gewässer in Kalifornien verunreinigt haben. Ob da letztlich was zu zahlen sein wird durch Bayer? Wie auch immer, alleine das Wort „Klage“ in Zusammenhang mit Bayer reicht aktuell wohl aus um die Aktie weiter zum Fallen zu bringen. Die Bayer-Aktie notiert heute mit einem Minus von 2,7%.

Deutsche Bank

Und ja, die Deutsche Bank. Same Procedure as every day? Ein neues Allzeittief. Ohhh ja, was für eine sensationelle Nachricht (Satire). Ja, die Aktie fällt heute tatsächlich auf einen neuen Tiefststand mit 6,03 Euro. Und das wieder ganz ohne neue Nachrichtenlage. Wie bitter.

Volkswagen

Tja, und dann kommen wir mal zu Donald Trump. Der will ja in Kürze auf alle mexikanischen Importe Richtung USA Zölle erheben, weil die bösen Mexikaner die illegalen Einwanderer nicht davon abhalten in die USA zu kommen. Einer der größten Verlierer so eines neuen Zolls ist die Volkswagen-Gruppe. Sie lässt in Mexiko fleißig Autos für den US-Markt produzieren. Damit würden sich die Volkswagen-Modelle in den USA spürbar verteuern. Die Aktie fällt heute um 4%.

Frankfurter Börse - besonders Wirecard reißt heute den Dax runter
Die Frankfurter Börse. Foto: Mylius GFDL 1.2

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Big Tech mit „enttäuschend guten Ergebnissen“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die großen Tech-Konzerne haben gestern sehr gute Quartalszahlen gemeldet. Er geht darauf ein, welche Haare in der Suppe die Anleger dennoch fanden, weshalb die Kurse dann nachbörslich fielen.

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Aktien

Experte Andre Stagge über die Tech-Zahlen, US-Wahl und EZB

Claudio Kummerfeld

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Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden Video mehrere aktuelle Börsenthemen. Vermutlich wird die EZB ab Dezember aktiver werden in Sachen Rettungsmaßnahmen. Gestern Abend haben die vier großen Tech-Konzerne Apple, Google, Amazon und Facebook ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Andre Stagge weist darauf hin, dass alle vier zwar die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen haben – und er geht auf die Gründe ein, warum die Aktien nachbörslich nicht entsprechend positiv reagierten. Auch wirft Andre Stagge einen Blick auf die große Wahrscheinlichkeit, dass Joe Biden die US-Wahl nächste Woche gewinnen könnte.

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Aktien

Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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