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Wirecard – Shortattacke oder neues Enron? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Am deutschen Aktienmarkt ist heute Wirecard das große Thema nach einem erneuten Artikel in der „Financial Times“, wonach es auf Konten des Unternehmens zu betrügerischen Aktionen gekommen sei. Die Wirecard-Aktie stürzt darauf (erneut) massiv ab und belastet damit erneut den Dax – das alles erinnert an den Enron-Skandal Ende 2001! Ansonsten im Fokus der Märkte heute wieder die Lage der globalen Konjunktur: während aus China, Deutschland und Italien wieder extrem schwache Daten kommen, fallen die US-Arbeitsmarktdaten (und abgeschwächt auch der amerikanische ISM Index) sehr stark aus. Wenn die kürzlich so extrem dovishe Fed wirklich Daten-abhängig wäre (und nicht S&P-abhängig..) müsste sie, wenn das so weiter geht, eigentlich die Zinsen anheben..

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6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Savestrax

    1. Februar 2019 18:32 at 18:32

    Zieht man die Revision der Vormonate ab, bleibt doch gar nicht mehr soviel von den achso tollen Arbeitsmarkdaten übrig. Ich weiß nicht ob ich einem Denkfehler unterliege, aber waren nicht auch tausende Mitarbeiter der Regierung während des shutdowns gezwungen irgendwelche Jobs anzunehmen, um an Geld zu kommen? Stecken diese Jobs dann nicht auch in diesen Zahlen?

    • Avatar

      Columbo

      1. Februar 2019 21:47 at 21:47

      @Savestrax,
      @tm fragen?

    • Avatar

      Michael

      2. Februar 2019 13:33 at 13:33

      @Savestrax, die Zahlen sind seit jeher ein statistisches Wunder, das man nicht allzu ernst nehmen sollte. Vor einiger Zeit war das Ganze auf den FOREX-Märkten noch das legendäre allmonatliche NFP-Schlachtfest, an dem sämtliche Währungen und Edelmetalle vs. USD regelmäßig in den Boden gestampft wurden. Inzwischen nimmt den Schmarrn aber tatsächlich niemand mehr ernst, wie die praktisch nicht vorhandenen Kursbewegungen gestern gezeigt haben.

      Zu den statistischen Wundern gehören z. B.:

      Aktuell ein Zuwachs von 8K bei den Regierungsjobs trotz Government-Shutdown

      Seit 99 Monaten (seit November 2010) gab es nicht einen einzigen Rückgang, sondern andauernden Stellenzuwachs um monatlich durchschnittlich etwa 200K.
      Ergibt also etwa knapp 20 Millionen neue Jobs, während gleichzeitig die Erwerbsquote von 64,1 auf 63,1% gefallen ist.
      Die Zahl der Arbeitskräfte, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen, stieg in diesem Zeitraum um etwa 6 Mio von 154 auf 160 Mio, während die Zahl der Arbeitsfähigen ab 16 Jahren, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, von Allzeithoch zu Allzeithoch sprang (um 11 Millionen von 84 auf 95 Mio.).
      11 Millionen frustrierte und entmutigte Mitarbeiter, die gerne einen Job hätten, aber keinen finden (bei gleichzeitig 20 Millionen neuen Jobs).

      Jobwunder à la Amerika ;)

      Aber Amerika und seine Statistiken auf allen möglichen Gebieten war ja auch bereits vor 9 Jahren eine Belustigung:
      https://www.handelsblatt.com/politik/international/geschoente-wachstumsdaten-der-statistik-schmu-der-amerikaner/3452502.html

    • Avatar

      leftutti

      2. Februar 2019 13:54 at 13:54

      @Savestrax, alleine die jüngste Revision der Januarzahlen von 312K auf 222K (fast 30%) zeugt von der Seriosität dieser Statistiken. Bereits die Erhebungsgrundlagen haben mehr mit Raten und Schätzen gemein, als mit wissenschaftlichen Fakten :)

      Aber jetzt Schluss damit, wir ignorieren schon wieder Mathematik und Wissenschaft, Zahlen und Fakten und zweifeln mit völlig abwegigen Argumenten an allen Statistiken, die uns nicht gefallen…

    • Avatar

      Bundessuperminister für Statistik und Fakten

      7. Februar 2019 11:10 at 11:10

      @Savestrax, @Michael, Sie haben wohl beide recht. Folgende Aussagen wurden vom Bureau of Labor Statistics, der Statistik-Wunderbehörde der USA, veröffentlicht:
      The number of persons employed part time for economic reasons (sometimes referred to as involuntary part-time workers) increased by about one-half million to 5.1 million in January. This may reflect the impact of the partial federal government shutdown. (Persons employed part time for economic reasons would have preferred full-time employment but were working part time because their hours had been reduced or they were unable to find full-time jobs.)

      However, there also was an increase in the number of federal workers who were classified as employed but absent from work. BLS analysis of the underlying data indicates that this group included federal workers affected by the shutdown who also should have been classified as unemployed on temporary layoff. Such a misclassification is an example of nonsampling error and can occur when respondents misunderstand questions or interviewers record answers incorrectly. If the federal workers who were recorded as employed but absent from work had been classified as unemployed on temporary layoff, the overall unemployment rate would have been higher than reported. However, according to usual practice, the data from the household survey are accepted as recorded. To maintain data integrity, no ad hoc actions are taken to reassign survey responses.

      Angestellte im öffentlichen Sektor, die eigentlich als (zumindest vorübergehend) arbeitslos eingestuft werden müssten, tauchen als beschäftigt auf. Solche Fehler können auftreten, wenn die Befragten die Fragen missverstehen oder die Interviewer die Antworten falsch aufzeichnen. Jedoch werden nach gängiger Praxis die offensichtlich falschen Daten der Umfragen als korrekt erfasst verbucht und nicht nachträglich berichtigt, um die Datenintegrität zu wahren.

      Gratulation an alle, die immer noch blind an die Statistiken aus den monatlichen Haushaltsbefragungen glauben, die übrigens auch die wahren Daten und Fakten für Einkommen und Verschuldung liefern.

  2. Avatar

    Hinterfrager

    1. Februar 2019 21:26 at 21:26

    Großartige Analyse(n) mit einem sehr hilfreichen Blick in die Tiefe! Da können sich so manche oberflächliche Marktschreier und Gefälligkeitsanalysten eine dicke Scheibe abschneiden! Ich denke, gerade in der Unabhängigkeit liegt auch ein Maximum an Freiheit!

    Schönes Wochenende!

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Dank Notenbanken immun: Vermögen wachsen trotz Krisen immer weiter

Claudio Kummerfeld

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am

Vermögen in Form vieler US-Dollars

Die Gelddruck-Orgien der Notenbanken haben die weltweiten Vermögen immunisiert gegen Verluste, egal wie schlimm die Krise in 2019 auch war, und jetzt in 2020 dank Corona noch geworden ist. Zu diesem Schluss kommt der ganz frisch veröffentlichte „Allianz Global Wealth Report“, in dem das Wort „Immunisiert“ sogar explizit so genannt wird.

Vermögen steigen weiter an

Die Headline-Aussage der Allianz besagt, dass die Vermögen in den letzten zehn Jahren noch nie eine so große Zunahme des Wohlstands verzeichnen konnten. Weltweit sei das Brutto-Geldvermögen im Jahr 2019 um 9,7 Prozent gewachsen, und habe damit das stärkste Wachstum seit 2005 hingelegt. Angesichts der Tatsache, dass das Jahr 2019 von sozialen Unruhen, eskalierenden Handelskonflikten und einer industriellen Rezession geprägt war, sei diese Leistung mehr als erstaunlich, so die Allianz. Doch als die Zentralbanken einen Kursschwenk hin zu einer breit angelegten geldpolitischen Lockerung vollzogen, habe dies zu einem kräftigen Plus von 25 Prozent an den Aktienmärkten geführt, losgelöst von den Fundamentaldaten. Dadurch seien auch die Geldvermögen kräftig angehoben worden. Allein die Anlageklasse der Wertpapiere nahm 2019 um satte 13,7 Prozent zu – nie war das Wachstum im 21. Jahrhundert stärker, so die Headline-Aussage. Versicherungen und Pensionen erreichten laut Allianz ein Plus von 8,1 Prozent, was hauptsächlich auf den Anstieg der zugrundeliegenden Vermögenswerte zurückzuführen sei – die Bankeinlagen stiegen um 6,4 Prozent.

Vermögen auch in 2020 immunisiert gegen Verluste

Und was wird 2020 unterm Strich passieren? Es geht wohl nach dem Motto „Je schlimmer die Krise, desto mehr drucken die Notenbanken, und helfen damit Aktien und Immobilien nach oben“. So sagt der Report nämlich, dass „die selbe Geschichte sich im Jahr 2020 wiederholen“ dürfte, nur ins Extrem gewendet. Denn als die Coronakrise die Weltwirtschaft in die tiefste Rezession seit 100 Jahren stürzte, legten Zentralbanken und Finanzbehörden auf der ganzen Welt beispiellose geld- und fiskalpolitische Hilfspakete auf und schirmten so die Haushalte und ihr Geldvermögen vor den Folgen einer Welt in Unordnung ab, so die Allianz. Man gehe davon aus, dass die privaten Haushalte ihre Verluste aus dem ersten Quartal wettmachen konnten und bis zum Ende des zweiten Quartals 2020 einen leichten Anstieg des globalen Geldvermögens um 1,5 Prozent verzeichneten. Hauptreiber der Entwicklung seien die Bankeinlagen, die dank großzügiger öffentliche Unterstützungsprogramme und vorsorglicher Ersparnisbildung um kräftige 7,0 Prozent zunahmen. Es sei daher sehr wahrscheinlich, dass das Geldvermögen der privaten Haushalte im Jahr 2020 im Plus enden werde.

Die Allianz merkt kritisch an, dass die Geldpolitik im Moment zwar die Vermögen gegen Corona quasi immunisiert habe. Aber man solle sich nichts vormachen. Null- und Negativzinsen seien ein süßes Gift. Sie würden die Vermögensbildung untergraben, und verschärfen die soziale Ungleichheit, da Vermögenseigentümer satte Mitnahmegewinne einstreichen können. Das sei nicht nachhaltig. Auch noch interessant: Das Wohlstandsgefälle zwischen reichen und armen Ländern habe sich wieder vergrößert. Im Jahr 2000 sei das Netto-Geldvermögen pro Kopf in den Industrieländern im Durchschnitt 87-mal höher gewesen als in den Schwellenländern. Bis 2016 war dieses Verhältnis auf 19 gesunken. Seither ist es wieder auf 22 (2019) angestiegen, so die Allianz.

Was lernen wir daraus?

Nun, die Allianz steht wohl kaum im Verdacht gegen den Kapitalismus zu hetzen, oder Notenbanken arg kritisch gegenüber zu stehen. Von daher ist es schon interessant, dass sie so klipp und klar ausspricht, was viele andere Kommentatoren (wie auch wir bei FMW) seit geraumer Zeit sagen. Nämlich dass die obszöne Geldschwemme von EZB, Fed und Co Assetpreise wie Immobilien oder Aktien kräftig antreibt, losgelöst von der Realwirtschaft. Dies ist also kein Mythos und keine Verschwörungstheorie, wenn man die Allianz als seriöse Informationsquelle für diese Information zählt.

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Fed: US-Bürger ignorieren die mächtigste Notenbank der Welt

Dass die Kommunikation der Fed mit den US-Bürgern kaum Auswirkungen hat, zeigt jedoch eine Studie von vier Ökonomen der Notenbankstelle in Cleveland

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Für die Finanzmärkte ist die US-Notenbank Fed das Maß aller Dinge – aber auch für die US-Bürger, also die „normalen Leute“, die Main Street?

Wer sich die Mühe macht, die Statements der US-Notenbank Fed nach ihren Sitzungen zu lesen und die Pressekonferenzen zu verfolgen, die Jerome Powell jedes Mal „zelebriert“, so könnte man auf zwei Schlussfolgerungen kommen: Erstens, dass er sich mit seiner unglaublich gehäuften Darlegung des gesetzlichen Auftrags der Fed „Prize Stability and Maximum Employment“ eine kleine Entschuldigung für seine Geldpolitik sucht, die dem Open Market Committee keine andere Wahl lasse. Dass dies – zweitens – aber einen Versuch darstellt, die Öffentlichkeit zu informieren und den Bürger zu einem gewünschten Verhalten innerhalb der finanziellen Repression zu veranlassen. Dass Letzteres nicht gelingt, beweist eine Umfrage aus dem Wissenschaftsumfeld der Fed unter US-Bürgern.

Fed: Das flexible Inflationsziel

Ende August hatte Fed-Chef Powell in einer Rede ausgesprochen, was man schon längere Zeit vermutet hatte. Man würde zinspolitisch die „Füße stillhalten“, auch wenn die Inflationszahl für längere Zeit über der bisherigen Zielmarke (Inflation target) von zwei Prozent liegt. Klingt erst einmal unsinnig, denn schließlich sollte sich die Teuerung in den nächsten Jahren nicht einmal richtig der Zielzone nähern. Eindeutig dürfte dahinter sich die Absicht der Notenbank verbergen, dass man die finanzielle Repression dauerhaft fortsetzen wird: Zinsen für längere Zeit unterhalb der Teuerungsmarke, bei gleichzeitigem BIP-Wachstum, ergibt eine prozentuale Absenkung des Verschuldungsniveaus. Das ist ein Verfahren, welches die USA und Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg für viele Jahre praktiziert hatten. Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt: die Fed könnte durch eine höhere Inflationserwartung Konsumenten und Unternehmen zu höheren Ausgaben veranlassen. Dass die Kommunikation der Fed mit den US-Bürgern kaum Auswirkungen hat, zeigt jedoch eine Studie von vier Ökonomen der Notenbankstelle in Cleveland.

US-Bürger haben wenig Ahnung von der Fed-Politik

Targeting and Household Expectations heißt die Arbeit der Ökonomen, die sich mittels Befragung unter Bürgern mit der Frage beschäftigt haben, wie der kleine Mann den Wechsel in der Notenbankpolitik aufnimmt. Das Ergebnis dürfte recht erschütternd sein für den Chef der US-Notenbank: Nur eine kleine Minderheit gab an, überhaupt von einer neuen Strategie der Fed gehört zu haben. Und die, die davon gehört hatten, gaben auch noch falsche Ziele wieder. Man glaubt allgemein, dass das Ziel der Notenbank ein starker Dollar sei und niedrige Zinsen, damit sich der Staat seine Verschuldung leisten kann.

 

Fazit

Auch wenn das zigfache Wiederholen des gesetzlichen Auftrags der Fed (Maximum Employment und Prize Stability) durch Jerome Powell in den Pressekonferenzen schon fast nervig wird: beim Bürger kommt anscheinend nicht viel davon an, was die Damen und Herren im Elfenbeinturm des Geldes in Washington D.C. vorhaben.

So könnte seine letzte Strategie mit der Aufforderung beim Bürger mehr zu investieren auf taube oder gar keine Ohren gestoßen sein. Höhere Inflationserwartungen sollten zum Vorziehen von Konsumausgaben führen. Wobei man sich schon fragen muss, wie es sein kann, dass man das Volk mit den vielen (überzogenen) Kreditkarten überhaupt zum Geldausgeben animieren muss..

Die Fed dringt mit ihren Aussagen nicht wirklich zu den Bürgern durch

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Battery Day und Tesla: Live-Kommentar zum Event

Markus Fugmann

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am

Elon Musk hatte den „Battery Day“ im Vorfeld als „einer der aufregendsten Tage der Tesla-Geschichte“ bezeichnet, gestern jedoch die Erwartungen in einem Tweet deutlich gedämpft – die Tesla-Aktie daher heute mit 5% im Minus.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, kommentiert den Battery Day live ab 22.15Uhr

:

Live-Kommentar zum lange erwarteten Battery Day von Tesla

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