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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Aktien

Zwei Aktien im Fokus: Wirecard und Tesla

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Seit dem 8. Februar hat Wirecard keine offizielle Erklärung mehr zum Thema Financial Times, angebliche Buchungstricks und Kursmanipulationen veröffentlicht. An dem Tag hatte Wirecard übrigens verkündet, dass man rechtlich gegen die FT und ihre „unethische Berichterstattung“ vorgehen werde. Auch wies man die Anschuldigungen eindeutig zurück.

In einem heutigen Interview des Wirecard-Chefs Markus Braun mit der „FAZ“ heißt es plötzlich nicht mehr, dass man gegen die FT rechtlich vorgehe. Die Formulierung lautet aktuell, dass man „prüfe“, ob die Form der Berichterstattung der FT angemessen war, gerade im Hinblick darauf, wie man gegen die Verleumdung von Mitarbeitern vorgehen könne. Aha. Auf einmal will man prüfen statt klagen. Auch eine klare Zurückweisung der FT-Vorwürfe gibt es jetzt auf einmal nicht mehr. Jetzt heißt es nämlich nur noch, man müsse untersuchen, ob die Darstellung in den Artikeln (der FT) stark übertrieben waren. Ah ja, ok. Das heißt? War doch was dran an den Vorwürfen?

Immer noch betont Braun, dass nach einer internen Untersuchung an den Vorwürfen nichts dran sei. Die Veröffentlichung des externen Prüfberichts könne sehr schnell gehen. Bislang war da aber von mehreren Wochen die Rede. Er werde aber keinen Zeitraum nennen. Aber es werde (bei der Anwaltskanzlei in Singapur) mit Hochdruck am Bericht gearbeitet.

Zum Aktienkurs zeigt sich Braun nach wie vor mehr als optimistisch. Das Geschäft laufe super. Und er sei sicher, dass sich die Unternehmensentwicklung auch bald wieder im Aktienkurs zeigen werde, wenn die Vorwürfe aufgeklärt seien. Diese Aussage (so meinen wir) lässt darauf deuten, dass er sich wirklich sicher zu sein scheint, dass die Prüfung der Anwälte positiv für Wirecard ausfällt. Sonst hätte er wohl ein echtes Rechtfertigungsproblem. Die Wirecard-Aktie hat sich seit ein paar Tagen über 100 Euro beruhigt, und notiert aktuell bei über 114 Euro. Nach wie vor warten die Börsianer auf die Veröffentlichung der Kanzlei-Analyse aus Singapur (Chart seit Dezember).

Wirecard

Tesla

Das in den USA stark beachtete Verbrauchermagazin „Consumer Reports“ hat seine Empfehlung für das Modell 3 von Tesla zurückgezogen. Als Grund nennt man Probleme mit dem Lack, nicht fest sitzenden Außenteilen und defekte Scheiben. Tesla selbst sagt dazu, dass man bereits Fortschritte bei der Behebung solcher Mängel erzielt habe. Das Problem ist, dass der E-Autohersteller seine Produktionsmenge quasi mit Brachialgewalt hochgefahren hatte, um eigene Ziele zu erreichen und vor allem die Erwartungen der Börse zu befriedigen. Denn die Börsianer hatten sensationelle Mengensteigerungen schon lange im Vorweg im Aktienkurs von Tesla eingepreist, und machen daher logischerweise Druck.

So hatte Tesla auf seinem Produktionsgelände nahe San Francisco beispielsweise eine zusätzliche Fertigungslinie in einem großen Zelt hochgefahren (kein Witz). Zahlreiche Berichte und Aussagen ehemaliger Mitarbeiter aus den letzten Monaten zeichnen ein chaotisches Bild. Dass deshalb die Qualität leidet, ist nicht zwangsläufig zu erwarten, aber dennoch ist dies keine Überraschung. Elon Musk hatte quasi das Blaue vom Himmel versprochen, und musste irgendwann auch mal liefern.

Im vorletzten Quartal hatte Musk völlig überraschend einen fetten Gewinn für Tesla präsentiert, und vor drei Wochen für das letzte Quartal erneut. Ob die glanzvolle Gewinnstrecke anhält, darf bezweifelt werden. Aber zumindest die letzten beiden Quartale stach Musk seine Kritiker aus. Aktuell aber reist die Verkündung von „Consumer Reports“ die Tesla-Aktie nach unten. Gestern verlor sie im laufenden Handel von 301 auf 291,23 Dollar zum  Handelsschluss. Laut ganz aktueller Indikation soll die Aktie heute bei 294,50 Dollar in den US-Handel starten. Im Chart sieht man die Tesla-Aktie seit Juni. Die beiden Aufwärtspfeile zeigen den Verlauf nach der Verkündung der letzten beiden Quartalszahlen. Aktuell sieht die Tendenz zumindest negativ aus. Aber man unterschätze nie das Potenzial der Musk-Jünger, die den Kurs immer wieder hochbringen.

Tesla-Aktie

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Aktien

Aktienrückkäufe: Kontroverses Thema im Detail besprochen

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Der Börsen-YouTuber Jens Rabe bespricht aktuell ausführlich das Thema Aktienrückkäufe. Und er sagt es ganz zu recht. Es ist ein kontroverses Thema! Im Video spricht er die Grundthematik an wie auch das Pro und Contra. Wir meinen: Kurzfristig und vordergründig mögen Aktienrückkäufe für die Aktionäre vielleicht reizvoll sein. Aber langfristig entziehen sie dem Unternehmen Cash, das man besser für Zukunftsinvestitionen nutzen sollte. Auch haben viele US-Konzerne in den letzten Jahren auf Pump (die tollen Niedrigzinsen) eigene Aktien zurückgekauft. Was für ein Wahnsinn. Und dann am Ende landen einige dieser Unternehmen im Voll-Desaster, siehe General Electric. Aber schauen Sie selbst das folgende Video (bitte erst ab Minute 3 gucken, dann ersparen Sie sich das Intro-Gelaber).

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Aktien

Vapiano: Kurze Pause vom Dauer-Desaster

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Die Vapiano-Aktie ist ein Dauer-Desaster. Kommen die meisten Kunden irgendwann auf den Trichter, dass Kantinen-Flair zu Restaurant-Preisen doch nicht das Wahre ist? Mal ganz zu schweigen vom teilweise langen  Schlangestehen? Da nützt auch kein Olivenbaum mit Holztisch für ein hippes Ambiete, um das grundlegende Problem zu kaschiren? Gut, das mag ein langfristiges Problem sein, ob die Kunden dem angeblich hippen Restaurant-Betreiber auch in Zukunft die Bude einrennen.

Aber schauen wir doch mal zurück bis zum Börsengang von Vapiano. Im Jahr 2017 mit 24 Euro als ersten Börsenkurs hat die Aktie bis heute eine katastrophale Entwicklung hingelegt. Aktuell notiert die Aktie bei 6,03 Euro, was gegenüber gestern Abend ein Plus von 1,69% darstellt. Bei der ganz aktuellen Nachrichtenlage ist das ein Witz. Denn eigentlich hätten heute mal locker +5% drin sein können? Denn immerhin hatte Vapiano heute Nacht etwas Erfreuliches zu verkünden. Zitat:

Am heutigen Tage hat Vapiano die Refinanzierungsverhandlungen zur finanziellen Restrukturierung der Gesellschaft sowie zur weiteren Umsetzung der strategischen Neuakzentuierung erfolgreich abgeschlossen. Die Gesellschaft hat die verbindlichen Kreditzusagen im Gesamtvolumen von rund 30 Mio. EUR von den finanzierenden Banken und den Großaktionären Mayfair Beteiligungsfonds II GmbH & Co. KG, VAP Leipzig GmbH & Co. KG und Exchange Bioset GmbH & Co. KG erhalten. Die finale Dokumentation erfolgt in Abstimmung mit den kreditgebenden Banken bis Mitte Juni 2019.

Zwei Mal schon hatte Vapiano die Veröffentlichung seines Jahresabschlusses verschoben. Eigentlich sollte es heute so weit sein. Aber aufgrund weiterer Anforderungen an die Dokumentation der ausgehandelten Refinanzierung werde der Jahresabschluss auf den 18. Juni verlegt, wie man es aktuell verkündet hat.

Tja, erstmal 30 Millionen frisch aufs Konto, aber als Kredit wohlgemerkt! Die Begeisterung hält sich aber doch in Grenzen. Nur ein winziges Kursplus. Seit Oktober 2018 befindet sich der Kurs in einem fast komatösen Zustand, seitwärts auf extrem niedrigem Niveau. Dieser heutige Mini-Anstieg ist da noch nicht mal im Chart wahrnehmbar. Ahnen die Aktionäre, dass diese 30 Millionen Euro nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind? Fehlt der Glaube an einen dauerhaften nachhaltigen Erfolg des Konzepts?

Vapiano in Fürth
Vapiano in Fürth. Foto: VAPIANO CC BY-SA 4.0

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Aktien

Giovanni Cicivelli: Rückschau auf gute Trades und Vorschau auf neue Ideen

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An dieser Stelle nur eine ganz kurze Rückschau und auch Vorschau. Es gibt neue Forex-Ideen für den heutigen Freitag, und auch einiges bei Aktien zu beachten. Wollt ihr das vollständige Video von heute sowie für die kommenden Tage sehen, dann meldet euch einfach hier an. Es ist kostenlos.

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