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Wirtschaft in Eurozone: Im 3. Quartal soll eine kräftige Erholung einsetzen

Nach Absturz im 3. Quartal spürbarer Anstieg in der Wirtschaft?

Jetzt der brutale Absturz in der Wirtschaft, dann später im Jahr eine extrem starke Erholung? So muss es nicht kommen, aber es könnte so eintreten. Jedenfalls bespricht das ifo-Institut aktuell zusammen mit dem KOF in Zürich genau dieses Szenario in ihrem „Eurozone Economic Outlook“. Immer im Vergleich von Quartal zu Quartal geht man davon aus, dass die Wirtschaft in der Eurozone im 1. Quartal bereits um 2,3 Prozent geschrumpft sei, und dass sie im zweiten Quartal sogar um 10,5 Prozent schrumpfen werden. Für das dritte Quartal sehen man ein Wachstum von 8,7 Prozent voraus! Also, wird Europa ab dem 3. Quartal tatsächlich in der Lage sein gute Teile des nun laufenden Einbruchs wieder aufzuholen? Die Wirtschaftsforscher von ifo und KOF scheinen daran zu glauben, auch wenn sie erwähnen, dass diese wirtschaftlichen Vorhersagen mit großer Unsicherheit behaftet seien.

Die Möglichkeit, dass sich die Pandemie früher abschwächt als erwartet, sei gering. Und ein Wiederaufflammen der europäischen Schuldenkrise in großem Maßstab stelle daher ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für die Prognose dar. Und ifo erwähnt heute, dass das italienische Statistikamt Istat an dieser Veröffentlichung des dieser Prognose nicht mitwirken konnte. Es werde sich aber ab der nächsten Ausgabe wieder wie üblich beteiligen. Abseits vom Einbruch der Wirtschaft und der möglichen Erholung geht die aktuelle Veröffentlichung auch ein auf die Industrie und den privaten Konsum. Dazu im Wortlaut von ifo:

„Die Corona-Pandemie ist ein beispielloser Schock für die Weltwirtschaft“, schreiben die Forscher. Eine Folge sind drastische Schwankungen in der Industrieproduktion. Diese dürfte im ersten Quartal bereits um 4,4 Prozent gesunken sein und wird um zweiten dann sogar um 18 Prozent schrumpfen. Für das dritte Quartal erwarten die Forscher wieder ein Wachstum von 19 Prozent.

Ähnlich wird der Einbruch beim privaten Konsum ausfallen: minus 3,3 Prozent (Q1), minus 13,6 Prozent (Q2), plus 12 Prozent (Q3). Bei den Investitionen sind minus 2,3 Prozent (Q1), minus 10,0 Prozent (Q2) und plus 10,4 Prozent (Q3) zu erwarten.



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