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Wirtschaft kommt laut Bundesbank recht gut durch den Lockdown, aber…

Lockdown Schriftzug

Die Bundesbank hat vor wenigen Minuten ihren Monatsbericht für Januar veröffentlicht. Demnach kommt die deutsche Wirtschaft recht gut durch den Lockdown. Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist laut Bundesbank im letzten Quartal 2020 durch das erhöhte Infektionsgeschehen und die wieder erheblich verschärften Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zwar ausgebremst worden. Aber es habe jedoch keinen größeren Rückschlag gegeben, da sich weniger durch die Maßnahmen betroffene Bereiche der Wirtschaft weiter erholten. Insbesondere die Industrie aber auch die Bauwirtschaft hätten nach den bis November vorliegenden Zahlen kräftig zugelegt.

Die Auftragseingänge in der Industrie hätten im November das Vorkrisenniveau vom Schlussquartal 2019 sogar deutlich überstiegen. Zudem seien die Einzelhandelsumsätze bis November noch erheblich gewachsen. Dies hätte ein Gegengewicht zu den Einbußen gebildet, die aufgrund der im Dezember angeordneten Schließungen im stationären Einzelhandel entstanden sein dürften. Die Unternehmensstimmung hellte sich im Dezember laut ifo Geschäftsklimaindex trotz des Wiederaufflammens der Pandemie auf. Diese ermutigenden Signale lassen laut aktueller Bundesbank-Aussage darauf hoffen, dass auch die zu Beginn des neuen Jahres verlängerten und weiter verschärften Einschränkungen die wirtschaftliche Erholung nicht allzu weit zurückwerfen.

Aber die Bundesbank versieht diese rosigen Aussagen mit einer kleinen Warnung, wie es nicht anders zu erwarten wäre. Bei dieser Krise sind ja „Risiko-Disclaimer“ fast schon unverzichtbar, da niemand eine Glaskugel hat und unzählige Variablen vorhersehen kann. Sollte das Infektionsgeschehen jedoch nicht erheblich nachlassen und die gegenwärtigen Beschränkungen der Wirtschaftstätigkeit länger anhalten oder noch weiter verschärft werden, so könne es gleichwohl noch zu einem spürbaren Rückschlag (für die Wirtschaftsleistung) kommen, so die Bundesbank.

Auch beim Thema Arbeitslosigkeit sieht die Bundesbank offenbar keine ernsthaften Probleme. So blieb der Arbeitsmarkt laut Aussage der Bundesbank trotz der wieder strikteren Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bemerkenswert stabil. Zwar seien im November und Dezember vermehrt Anmeldungen zur Kurzarbeit eingegangen, diese entsprächen jedoch nur einem Bruchteil der Anzeigen aus dem vergangenen Frühjahr. Die aktuellen Anzeigen würden sich vor allem auf den von den angeordneten Schließungen betroffenen Hotel- und Gaststättenbereich sowie Teile des Handels beschränken. Die registrierte Arbeitslosigkeit sei im Dezember wie schon in den beiden Monaten zuvor spürbar zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen sei um saisonbereinigt 37.000 gegenüber dem Vormonat gesunken, die entsprechende Arbeitslosenquote läge damit bei 6,1 Prozent.



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5 Kommentare

  1. Mal ganz ehrlich:
    Bundesbank hin, Bundesbank her:
    Kann man der Statistik noch glauben?
    Wenn ja: Dann läuft es OHNE Kunden im Einzelhandel offenbar besser als MIT.
    Für Hotels und Pensionen bitte KEINE Gäste mehr.
    Fluglinien machen OHNE Passagiere mehr Umsatz als MIT.
    Restaurants, Kinos, Theater bleiben bis 2025 GESCHLOSSEN, denn dann sind sie finanziell saniert.
    Wenn Sie gerade vom Bauen sprechen: für mich drei Häuser, bitte, übergroß.
    Dazu zwei Einkaufszentren für meine Frau.
    Bezahlt wird das von der Corona-Hilfe, die ich noch nicht auf dem Konto habe.

    Mal ganz ehrlich: Auch hier wird uns unter dem Deckmäntelchen einer Bundes-Institution mittlerweile Systemquatsch offeriert.
    Ähnlich den „Wachstumszahlen“ aus China.

    Das soll uns wohl einflüstern: Alles supi, alles prima, lehnt euch zurück. Mutti macht das.

    Da würde ich mir von FMW doch bitte eine kritische Würdigung wünschen…

  2. @Macwoiferl
    Erinnert mich ehrlich gesagt alles an eine Sendung aus vergangenen Zeiten:
    „Hurra Deutschland“
    https://www.youtube.com/watch?v=b8IcNqicI5U

    Wir schreiben das Jahr 2021…das sich aber irgendwie nach „1984“ anfühlt…das Wahrheitsministerium verkündet und das Volk lauscht.. Das ganze Volk?
    Der Gutgläubige und der Wohlstandsverwahrloste Teil der Gesellschaft, des Denkens entwöhnt, bekommt DAS was es verdient: eine Mutti, die für Ackermann und Co. Partys im Kanzleramt organisiert, ihr das Denken abnimmt und sie scheinbar gut behütet durch die Krise führt. Schafe wollen nun mal geführt werden, leider ist der Hütehund gerade im HomeOffice und am Waldrand lauern die Wölfe, obendrein hört niemand auf die paar Schwarzen Schafe. Diese allerdings begeben sich bereits in die Mitte der Schafherde😁

  3. Genau mein Gedanke.
    Ich habe ebenfalls allergrößte Zweifel an den veröffentlichten Zahlen der Bundesrepublik und erkenne gewisse Parellelen zu der chinesischen Staatsmacht.
    Wie bei den Chinesen muss man inzwischen über mehrere Ecken denken um auf die tatsächlichen Zahlen zu kommen.
    Beispiel Corona: Die Gesamtsterblichkeit ist in etwar gleichwertig gegenüber den Vorjahreszahlen. Fast alle Sterblichkeiten werden inzwischen der Corona zugeschrieben und an Fieber fast niemend mehr. Faktisch bedeutet dies das wir den Grippevirus komplett besiegt haben ohne ein Wundermittel einzusetzen. Schon irgendwie komisch?!
    Genauso ist es mit den Wirtschaftszahlen, wenn man genau hinsieht kann etwas nicht stimmen.

  4. Chinas Exporte sind nicht ohne Grund explodiert. So lange die Güter gegen Euro und Dollar liefern kann man die Krise tatsächlich eine ganze Weile einfach „wegdrucken“. Nur wertgeschöpft wird trotzdem nichts.

    Genau so wie man natürlich über ständig steigende Vermögen jubeln kann. Ebenfalls kein Kunststück, sind die Vermögen doch der Spiegel der Schulden.

    Wie schon gelegentlich erwähnt, ist China vorerst an weiterer Geldgewinnung interessiert. Denn diese Kohle nutzen sie dazu sowohl den Amerikanern wie den Europäern ihre noch vorhandenen Restwerte abzukaufen. Dabei bauen sie ihre Produktionsstellung weiter aus (die Flucht von Firmen in den fernen Osten hält unvermindert an) und werden dann zu gegebener Zeit dem „Westen“ einfach den Stecker ziehen. Und solange das nicht passiert, wird auch keine Hyperinflation auftreten.
    Statt dessen wird das Japan Szenario fortgesetzt. Eine langsame und kontinuierliche Verarmung der breiten Masse. Aber das ist eben die alte Geschichte mit dem langsam gar gekochten Frosch.

  5. OHA !!! Ist denn heute schon Generalversammlung der Klarseher, Dauerzyniker, professionellen Untergangsprediger, Muttikomplex-Warner, Schafscheerer, Wolfsflüsterer und Statitik-Entschlüssler? Stell dir vor, die treffen sich ganz digital 4.0 auf FMW, und kaum einer klickt hin.

    Nur Mut, ihr allseits wissenden und warnenden schwarzen Paarhufer, die sich feige, opportun und mit stets erhobenen Zeigehuf ins Zentrum ihrer schützenden sozialen Gruppe zurückgezogen haben. Es kann noch etwas dauern, bis auch der große dumme Rest einer bis dato sozial agierenden Herde verstanden hat, dass sozial und sozialistisch zwei paar Hufe sind. Bis jedes Mutterschaf und kleine Lämmchen zum bockenden und tretenden Alpha-Leistungshammel mutiert. Wie einzelne Wirtschaftsbereiche aus Gastronomie und Touristik mit den Auftragseingängen der Industrie korrelieren. Was Umfragen des ifo, dessen Präsident von 1999 bis 2016 der hoch angesehene und anerkannte Ökonomie-Guru H.W. Sinn war, mit Bundesinstitution und Wahrheitsministerium gemein haben. Und warum Fieber schon immer eine originäre Krankheit war, und nicht Symptom oder Immunabwehrreaktion auf einen zumeist externen Erreger.

    Die oberen paar „wohlstandsverwahrlosten“ (welch wahrloses Unwort) Prozent an schwarzfelligen Leistungsträgern haben längst die planwirtschaftlichen und diktatorischen Parallelen zwischen Deutschland und China registriert und verstanden. Seit jeher glaubhafte und jederzeit belastbare Vorzeige-Statistiken aus dem angelsächsischen Wirtschaftsraum müssen daher an dieser Stelle nicht extra erwähnt oder zum Vergleich herangezogen werden.

    Summa summarum endlich eine kritische Würdigung, die nichts zu wünschen übrig lässt…

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