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Wirtschaftsforscher: Weiter gute deutsche Konjunktur vor der Überhitzung

Alles läuft blendend, bestens sogar. Man schreibt sogar, dass eine Überhitzung drohe…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Die bekanntesten Wirtschftsforscher haben heute ihre sogenannte „Gemeinschaftsdiagnose“ im Auftrag der Bundesregierung veröffentlicht (Herbstgutachten 2017). Dazu gehören das „Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung“ (DIW Berlin), das „ifo Institut“, das „Institut für Weltwirtschaft Kiel“ (IfW) und das „Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle“ (IWH). Vorab zusammengefasst: Alles läuft blendend, bestens sogar. Man schreibt sogar, dass eine Überhitzung drohe. Zitat:

Gleichwohl nimmt die Wirtschaftsleistung in diesem und im nächsten Jahr stärker zu als die Produktionskapazitäten wachsen. Im Ergebnis steigt die gesamtwirtschaftliche Auslastung, und die Wirtschaftsleistung liegt über dem Produktionspotenzial. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 1,9 Prozent und im nächsten Jahr um 2 Prozent zulegen (kalenderbereinigt 2,2 bzw. 2,1 Prozent).

Der Grafik kann man auch die anderen wichtigen Kennzahlen entnehmen. Der Staat wird steigende Überschüsse erzielen, die deutsche Volkswirtschaft steigende Überschüsse im Außenhandel usw. Der Ist-Zustand lautet: Alles läuft auf „volle Pulle“. Zitat:

In der ersten Jahreshälfte beschleunigte sich das Expansionstempo deutlich – die Jahresrate betrug 2,5 Prozent. „Impulse kamen von den Exporten, die in der ersten Jahreshälfte in beschleunigtem Tempo anzogen. Aber auch die inländische Verwendung blieb eine treibende Kraft der Expansion“, sagte Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am Kieler Institut für Weltwirtschaft. Die privaten und die staatlichen Investitionsausgaben nahmen kräftig zu. Die Bautätigkeit wurde weiterhin von niedrigen Zinsen und erhöhtem Bedarf an Wohnraum angeregt. Auch die Ausrüstungsinvestitionen expandierten kräftig; sie dürften nicht zuletzt vom anziehenden Auslandsgeschäft stimuliert worden sein.

Und hier zur bevorstehenden Überhitzung:

„Da die Konjunktur bereits seit einiger Zeit kräftig aufwärtsgerichtet ist, machen sich in einigen Segmenten der Wirtschaft erste Zeichen einer Anspannung bemerkbar“, sagte Kooths. Am Arbeitsmarkt hat die Zahl der gemeldeten Stellen deutlich zugenommen, und es dauert immer länger, bis eine gemeldete Stelle besetzt werden kann. Insbesondere in der Baubranche geben mehr und mehr Unternehmen an, dass ein Mangel an Arbeitskräften ihre Produktion beeinträchtige. In diesem Sektor steigen die Preise inzwischen recht kräftig. Auch die Erzeugerpreise (ohne Energieträger) sind im bisherigen Verlauf dieses Jahres merklich gestiegen, während sich die Teuerung auf der Verbraucherebene moderat erhöht hat.

Die Aussicht lautet wie folgt (auszugsweise):

Im weiteren Prognosezeitraum dürfte sich der Aufschwung fortsetzen. Er steht mittlerweile auf deutlich breiterer Basis als noch vor einem Jahr. Auch die Investitionen tragen spürbar zur gesamtwirtschaftlichen Expansion bei, und es kommen weiterhin kräftige Impulse aus dem Ausland. Für das nächste und übernächste Jahr rechnen die Institute mit einem Anstieg des Bruttoinlands­produkts um 2 Prozent bzw. 1,8 Prozent. Die Investitionstätigkeit kommt spürbar in Gang, auch wenn die Expan­sions­raten hinter den Werten früherer Hochkonjunkturen zurückbleiben. Da die Kapazitätsauslastung inzwischen hoch ist, dürften die Unternehmen mehr und mehr Erweiterungsinvestitionen vornehmen.

Weitere Detailtexte ersparen wir Ihnen, da zu allgemein und belanglos.


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35 Kommentare

35 Comments

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    Bademeister

    28. September 2017 17:01 at 17:01

    Jetzt nach den Wahlen darf die Hose schön langsam wieder zu stinken beginnen!

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    Wolfgang M.

    28. September 2017 20:16 at 20:16

    Wenn die führenden deutschen Forschungsinstitute in ihrem Gutachten feststellen, dass die dt. Wirtschaft schon seit Quartalen hervorragend läuft und dass jetzt sogar die Überhitzung droht, was kann man daraus schließen? Vielleicht, dass die Dax-Kurse in diesem Jahr keine heiße Luft waren, sondern tatsächlich Unternehmensgewinne dahinter standen. (Ich rede nicht von den USA). Da interessiert doch nicht, welche Umstände dafür verantwortlich waren, sondern nur die Tatsache der Umsetzung. Klar hat jeder Zyklus mal ein Ende, aber das bisherige, häufige Blasen-Lamento wird durch das Gutachten nicht bestätigt.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      28. September 2017 20:43 at 20:43

      @Wolfgang, mal etwas überspitzt formuliert: was hat der Dax mit der deutschen Wirtschaft zu tun? Der Dax stieg von Januar bis März 2015 von 9600 Punkte auf knapp 12500 Punkte – weil die deutsche Wirtschaft sich so toll entwickelt hatte in diesem Zeitraum?? Oder weil die EZB ihr QE begann? Ausserdem sagt niemand (auch FMW nicht), dass der Dax eine Blase sei – wohl aber dass wir an den US-Aktienmärkten Blasen sehen, an den Anleihemärkten sowieso..
      Demnach: wenn die EZB ihr QE einstellt, dann wird der Dax fallen, völlig unabhängig davon, wie es dann der deutschen Wirtschaft geht zu diesem Zeitpunkt!

      • Avatar

        Wolfgang M.

        28. September 2017 20:54 at 20:54

        @Markus. Ich meinte das Jahr 2017 und dass der Index nach oben und unten übertreibt ist doch häufig zu verfolgen. Langfristig besteht aber ein direkter Zusammenhang zwischen dem Wirtschaftswachstum und dem Leitindex, mit Ausreißern, ansonsten könnte man sich das seit Jahrzehnten berechnete KGV gleich schenken.

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    Gerd

    28. September 2017 22:14 at 22:14

    Nur allein mit der E i n s t e l l u n g von QE ist das aufgeblähte Geldvolumen ja noch nicht kleiner geworden.
    Meine bescheidene Meinung, der DAX wird mit der Einstellung lediglich nicht mehr u n e n d l i c h weiter steigen können.

    Und erst wenn dann sogar mal mit der Rückführung begonnen wird, dürfte der Dax-Anstieg nach und nach zum Stillstand kommen. Da der gesamte Rückführungszeitraum sich aber wahrscheinlich auch noch endlos in die Länge ziehen wird, ähnlich wie in Amerika, sehe ich keine v o n
    D e u t s c h l a n d ausgehenden kräftigen und nachhaltigen Kursrückgänge. Vorausgesetzt es werden nebenher nur mäßige Zinserhöhungen vorgenommen.

    Erst dann, wenn die Liquidität so stark verknappt werden w ü r d e , dass weniger Geld im Umlauf bliebe als vor dem Start des QE, sollte man sehr wachsam sein. Aber das würde erstens noch viele Jahre dauern und zweitens wahrscheinlich sowieso nicht passieren. Da haben wir eher selbstfahrende Autos oder Elon Musk ist bis dahin dauerhaft auf den Mars umgesiedelt.

    Wohlgemerkt ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, insbesondere eben der Geld- und Zinspolitik. Und nur unter dem Aspekt meiner am späten Donnerstag Abend vorherrschenden Betrachtungsweise.

    Und bitte nicht vergessen, es gibt noch zig andere Gründe, aufgrund derer die Kurse auf Talfahrt geschickt werden könnten.
    Und dass sowas kommen wird, ist so sicher wie das Amen in der Moschee.

    • Avatar

      Michael

      28. September 2017 23:54 at 23:54

      @Gerd
      Wieso schreiben Sie eigentlich wiederkehrend in Ihren unendlichen Kommentaren zu jedem Thema einzelne Buchstaben mit Leerstellen?
      W a s s o l l u n s d a s s a g e n ? S i e s t o t t e r n ? O d e r h a b e n S i e e i n f a c h s t ä n d i g e A u s s e t z e r i n I h r e r A r g u m e n t a t i o n u n d k e i n e k l a r e L i n i e ?
      So lückenhaft und unverbindlich, wie Sie ständig argumentieren: „Dürfte… da aber wahrscheinlich…vorausgesetzt…würde… aber wahrscheinlich sowieso nicht…wohlgemerkt ausschließlich…und nur unter dem Aspekt…könnte“, lese ich in Ihren Kommentaren leider nur argumentativ glitschigen Schleim, dem am Ende nach mindestens 90% Sinnlosigkeit ein klares Statement von ein, zwei Sätzen folgt.
      Letzteres würde schon reichen, alles andere zuvor ist für den Leser anstrengend, sinnlos, populistisch und akademisch betrachtet, bestenfalls Ballaststoff.
      U n d w o f ü r d e r g u t i s t , w i s s e n w i r a l l e . . .

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    Gerd

    29. September 2017 13:39 at 13:39

    @Markus Fugmann
    Das wollte ich seit Monaten immer schon mal gefragt haben, bietet sich aber aus gegebenem Anlass heute gut an:

    Vorab. Bereits vor etlichen Monaten hatte ich geschrieben, dass ich es ablehne mit realitätsverweigernden Ignoranten zu kommunizieren, weil ich für solche nicht den Erklärbären spiele.
    Da ist ein gewisser Michael, der sich womöglich manchmal auch Lars nennt. Aber selbst, wenn es sich bei den beiden Namen tatsächlich auch um zwei völlig verschiedene Wesen handeln sollte, ist das fast schon unerheblich. Beide weisen so sehr viele auffällige Gemeinsamkeiten auf, dass das auch schon keinen Unterschied mehr macht.
    Zudem traten sie früher meistens als Doppelpack auf, in letzter Zeit nur noch ab und zu, um sich gegenseitig Mut zuzusprechen, dass ihre Sicht der Welt die allein seligmachende ist.

    Jetzt kommt es. Ich bin der Meinung, dass Michael im Auftrag von FMW schreibt.
    Zum einen weil er bemerkenswert oft dann die Bühne betritt, wenn jemand anders einen Kommentar abgibt, der ganz stark der veröffentlichten Meinung des Redaktionsleiters widerspricht und besonders dann, wenn dieser von der Uhrzeit her bereits im wohlverdienten Feierabend ist.
    Nebenbei ist auch die Grundhaltung zu Aktien bei Michael, oh wie passend, ähnlich bärisch wie die von FMW.

    Der eigentlich Anlass zu dieser, meiner Vermutung ist aber das Privileg, welches Michael/Lars beim Schreiben hier im Forum genießen. Sie können kursiv und Fettdruck nutzen in genau der selben Art wie FMW es schreibt. Und machen auch gerne Gebrauch davon. Unsereiner muss Betonungen gesondert hervorheben. Der eine machts mit
    L e e r z e i c h e n , der andere mittels GROßBUCHSTABEN.

    Es spricht allerdings auch ganz stark was g e g e n meine Vermutung.
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen dass FMW jemand anstellt, der s o o dumm ist, einen anderen Kommentator ob seiner durch Leerzeichen dargestellten Pointierung zu kritisieren, so dass dieser erst recht auf das Privileg aufmerksam wird und Verdacht schöpft, er könne zum FMW-Team gehören.

    Jetzt erwarte ich aber mal ordentlich Widerspruch, und zwar je mehr und um so heftiger, desto richtiger ich die Sache einschätze.
    Viel konstruktiver als Widerspruch wäre allerdings ein hilfreicher Tipp, wie ich und alle anderen Schreiber selbst in die Lage versetzt werden können, die Texte zu formatieren.

    Abschließend stelle ich fest, es ist garantiert nicht verboten, wenn ein Websitebetreiber zusätzliche Schreiberlinge beschäftigt. Die generieren durch kontroverse Debatten zusätzliche „Klicks“ und können zudem auch als Verstärker für die Meinung des Web-Site-Betreibers fungieren.

    Also nichts für das man sich schämen müsste. Von der Idee her sogar clever.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      29. September 2017 14:19 at 14:19

      @Gerd, nur soviel: @Michael ist ein Leser wie Sie auch, daher nicht Teil der FMW-Redaktion; und zweitens ist @Michael nicht dumm. Und schon gar nicht deshalb dumm, weil er die AfD kritisch sieht, der Sie ja erkennbar nahestehen..

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        Gerd

        29. September 2017 14:27 at 14:27

        Jetzt haben Sie natürlich das Wichtigste geflissentlich nicht gebracht.

        Wie wird es auch dem normalen Schreiber ermöglicht, dass er hier ebenso formatieren kann wie der nicht dumme Michael?

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          29. September 2017 14:34 at 14:34

          @Gerd, @Michael hat keinen Zugang auf die Software, mit der wir hier arbeiten; wenn er das so formatieren kann, dann vermutlich deshalb, weil er dazu in der Lage ist (oder weil es einfach möglich ist)..

          • Avatar

            Gerd

            29. September 2017 14:57 at 14:57

            Das ist doch mal ne dankenswerte Antwort.
            Wobei er ja auch mal erwähnte, dass er sogar aus dem Webdesign käme. Allerdings kam andererseits auch mal durch, dass sich Michael und Lars nicht kennen würden – und trotzdem haben beide zufällig die Fähigkeit zum Formatieren. Aber egal.

            Wichtig ist mir viel mehr, dass ich ihn n i c h t als dumm bezeichnet habe. Und schon gleich zweimal nicht, weil er der AfD kritisch gegenüber stünde. Das kann doch jeder machen wie er meint.

            Ich habe nur feststellen müssen, dass er mich übel (Stotterer? hat Aussetzer?) polemisch kritisiert hat, weil i c h zur Betonung Leerzeichen verwenden muss (in seinem vorstehenden Beitrag hier oben drüber).
            Und dumm wäre er m. E. nur unter der w e i t e r e n Bedingung, dass er eigens von FMW mit diesem Vorzug des Formatierens ausgestattet worden wäre u n d das dann dennoch auf diese Art breit treten würde.

          • Avatar

            Segler

            30. September 2017 13:08 at 13:08

            Man benutzt ganz simpel die HTML Formatierung mit den basic tags. Beispiel
            „zentrierter Text“
            HTML für Anfänger
            oder
            „normaler Text kursiver Text wieder normaler Text“
            normaler Text kursiver Text wieder normaler Text

            PK sprach erneut den Wunsch nach strukturierten Diskussionen an. Erfordert jedoch die Installation und vor allem das Monitoring einer professionellen Forum-Software.
            Ein ordentlicher Webmaster kann das problemlos zusammenbauen.
            Die Wartung ist überschaubar. Moderation kann man delegieren.
            Meine Empfehlung:
            a) Schnelle Beitragskommentare eingeschaltet lassen – Ventilfunktion !
            b) Schmalvariante einer Forensoftware, Anmeldung als User nur mit verifizierter Adresse und email.
            Sollte es Ihnen über den Kopf wachsen, kann man das Ding in eine eigene Seite bringen. Falls es eine Totgeburt ist, dann halt einmotten.
            So würden Beiträge erhalten bleiben und bestimmte User können eigene Threads eröffnen. Themen hätten wir ja mehr als genug.
            Allein das Optionsthema oder den Vola-Handel, oder auch die Profile …
            Tagesroutinen, Echtgeldkonto .. um nur mal von meiner Seite zu sprechen.
            Ich kenne die Arbeitsbelastung von Herr Fugmann nicht, aber das Wort „Arbeitstier“ käme der Beschreibung vermutlich nahe.
            Ich an seiner Stelle würde mir zweimal überlegen ein Forum ans Bein zu binden, das man hinterher nicht mehr stoppen kann.
            Vorteile sind klar:
            1. Neue User
            2. Wesentlich mehr Clicks
            3. Saubere Diskussionsstränge
            4. Andere User-Klientel
            5. Zunehmene Seriosität
            6. Abkehr vom Negativ-Szenario-Image
            7. Höhere Attraktivität für Sponsoren

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            30. September 2017 15:35 at 15:35

            @Segler, sehr interessant! Könnten Sie mich auf fugmann@finanzmarktwelt.de anschreiben, wie Sie sich das genauer vorstellen und was diese Fourm-Software können soll bzw. was Priorität hat?

        • Avatar

          Petkov

          30. September 2017 11:46 at 11:46

          @Gerd: Es ist einfacher als gedacht. Ich dachte, Ihre Freunde nutzen BBCodes, aber die Einstellungen der Forumsoftware akzeptieren auch Plain-HTML. Also wenn Sie was fettgedruckt schreiben wollen, setzen Sie Ihren Text einfach zwischen b-Tags. <b> … </b>

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            Gerd

            30. September 2017 19:01 at 19:01

            Danke, Petkov, das nenne ich mal einen konstruktiven Beitrag zu diesem Thema.
            Ihre Beschreibung wird bestimmt den einen oder anderen Schreiber freuen, ganz besonders natürlich meinen Freund Michael. Da braucht der keinen erneuten cholerischen Anfall kriegen, falls ich mal wieder das Bedürfnis haben sollte, mit Hervorhebungen zu schreiben.

            Nun muss ich nur noch @leftutti ersuchen, dass er meinen eigentlichen Themenbeitrag eingangs dieser Seite auch noch schön kurz und prägnant gestaltet. Dann unterlässt es Michael womöglich, auf meinen reinen Sachbeitrag wie aus heiterem Himmel mit Beleidigungen zu antworten. Was die Moderation in der Folge dieses Mal ja sogar veranlasste, mir irgendeine Schuld in die Schuhe schieben zu wollen.
            Ist halt wie zur Zeit noch im richtigen Leben.
            AfD-Sympatisanten werden angegriffen und Schuld dran sind diese auf jeden Fall immer selbst. Egal wie, so wie es auch in meinem Beitrag über QE überhaupt nicht um Politik ging.

            Schöne Wochenendtage wünsche ich Ihnen.

    • Avatar

      leftutti

      29. September 2017 20:58 at 20:58

      @Gerd
      Erst einmal vorab: Ich bin weder Michael, noch Lars und kenne auch keinen von beiden. Aber auch ich kann formatieren ;)
      Was Michael aber oben über Ihre Art der Argumentation schreibt, kann ich nur unterstützen: Sie drücken sich derart unverbindlich aus, benötigen sinnlos viele Zeilen und Worte für nichts und oszillieren in einer Geschwindigkeit zwischen These und Antithese, dass selbst einem Elektron im Plutonium239-Isotop schwindelig werden könnte.

      Beispiel 1:
      „Da ist ein gewisser Michael, der sich womöglich manchmal auch Lars nennt. Aber selbst, wenn es sich bei den beiden Namen tatsächlich auch um zwei völlig verschiedene Wesen handeln sollte, ist das fast schon unerheblich…[4 weitere Zeilen folgen]“
      Sinnlos, ohne Aussagekraft…
      Ausreichend wäre: Michael und Lars sind in der Lage…

      Beispiel 2:
      „Es spricht allerdings auch ganz stark was g e g e n meine Vermutung.“
      Danach wieder ein halber Roman…
      Dazwischen verborgen, in zwei Zeilen, findet sich das, was Sie eigentlich sagen bzw. wissen wollen, auch wenn Sie gleich am Satzbeginn Ihr technisches Nichtwissen durch eine haltlose, selbst konstruierte Unterstellung (ein nur von Ihnen erwarteter Widerspruch) kaschieren: Viel konstruktiver als Widerspruch wäre allerdings ein hilfreicher Tipp, wie ich und alle anderen Schreiber selbst in die Lage versetzt werden können, die Texte zu formatieren.
      Warum schreiben Sie nicht einfach:
      Lieber Herr Fugmann, die Benutzer @Michael und @Lars formatieren regelmäßig wichtige Abschnitte und Zitate in fetter oder kursiver Schrift. Können Sie mir sagen, wie das funktioniert, weil ich selbst gerne von dieser Möglichkeit Gebrauch machen würde.
      Eine einfache und höfliche Frage, zwei Sätze, drei oder vier Zeilen, und gut isses… ;)

      • Avatar

        Gerd

        30. September 2017 19:30 at 19:30

        Recht nett, @leftutti.
        Ich brauche halt scheinbar einen Lektor.
        Nachstehend habe ich in meinem eigentlichen Sachbeitrag am Anfang dieser Seite (den Casus Knacktus sozusagen) schon mal zum Zwecke der allgemeinen Harmonie die unmäßig vielen Lücken ordentlich formatiert erneut verfasst (hoffe, dass es geklappt hat).
        Wenn sie jetzt die Güte hätten, auch diesen Beitrag zu redigieren – sprich ggf. zu straffen und von Umständlichkeiten zu befreien. Der ist der Stein des Anstoßes für Michael gewesen. Nicht der, den Sie freundlich schon mit einem Bearbeitungsvorschlag neu eingestellt hatten. Ich hatte nicht nur mit meinen Leerzeichen, welche auf Stottern und Aussetzer hindeuten, sein Aggressionspotential geweckt sondern der Beitrag war ihm auch viel zu lang, viel zu dies und viel zu das. Sie haben gezeigt, leftutti, dass Sie es können. Wäre schön, denn dann könnte Michael auf meine Sachargumente ebenfalls mit Argumenten antworten – wenn er denn wollte – und müsste nicht irgendwas an den Haaren herbeiziehen, was mit dem Thema „gute deutsche Konjunktur“ rein gar nichts zu tun hatte.
        Viele Grüße

        Here we go:
        Nur allein mit der Einstellung von QE ist das aufgeblähte Geldvolumen ja noch nicht kleiner geworden.
        Meine bescheidene Meinung, der DAX wird mit der Einstellung lediglich nicht mehr unendlich weiter steigen können.
        Und erst wenn dann sogar mal mit der Rückführung begonnen wird, dürfte der DAX-Anstieg nach und nach zum Stillstand kommen. Da der gesamte Rückführungszeitraum sich aber wahrscheinlich auch noch endlos in die Länge ziehen wird, ähnlich wie in Amerika, sehe ich keine von Deutschland ausgehenden kräftigen und nachhaltigen Kursrückgänge. Vorausgesetzt es werden nebenher nur mäßige Zinserhöhungen vorgenommen.
        Erst dann, wenn die Liquidität so stark verknappt werden würde, dass weniger Geld im Umlauf bliebe als vor dem Start des QE, sollte man sehr wachsam sein. Aber das würde erstens noch viele Jahre dauern und zweitens wahrscheinlich sowieso nicht passieren. Da haben wir eher selbstfahrende Autos oder Elon Musk ist bis dahin dauerhaft auf den Mars umgesiedelt.
        Wohlgemerkt ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, insbesondere eben der Geld- und Zinspolitik. Und nur unter dem Aspekt meiner am späten Donnerstag Abend vorherrschenden Betrachtungsweise.
        Und bitte nicht vergessen, es gibt noch zig andere Gründe, aufgrund derer die Kurse auf Talfahrt geschickt werden könnten.
        Und dass sowas kommen wird, ist so sicher wie das Amen in der Moschee.

        • Avatar

          Gerd

          30. September 2017 19:35 at 19:35

          Und wenn ich Sie mal wieder mit sie angeredet habe, liegt das an meinem defekten Tastatur-Umschalter.

        • Avatar

          leftutti

          2. Oktober 2017 21:08 at 21:08

          @gerd
          Nachdem Sie nun so stolz sind, dass Sie Wörter in fett und kursiv formatieren können, will ich Ihr kindliches Hochgefühl eigentlich nicht mit inhaltlichen Redigierungen jetzt schon wieder ins Wanken bringen.
          Sie freuen sich so sehr über Ihre neuen Fähigkeiten, dass Sie Ihren klasse Kommentar mit geschwellter Brust erneut der Lesergemeinde präsentieren.
          Nur eine einzige Kleinigkeit: Sätze wie Erst dann, wenn die Liquidität so stark verknappt werden würde, dass weniger Geld im Umlauf bliebe als vor dem Start des QE, sollte man sehr wachsam sein. Aber das würde erstens noch viele Jahre dauern und zweitens wahrscheinlich sowieso nicht passieren. könnte man sich ersparen, weil sie sich quasi per se und sui generis in Nichts auflösen.

          • Avatar

            Gerd

            2. Oktober 2017 22:00 at 22:00

            Aber angenommen leftutti, ich wollte genau damit für alle verständlich ausgedrückt haben wollen, dass Herr Fugmann mit seiner Unterstellung aus meiner Sicht falsch liegt?

            Der 3. Kommentar auf dieser Seite ist von Markus Fugmann und der endete so:
            „Demnach: wenn die EZB ihr QE einstellt, dann wird der Dax fallen, völlig unabhängig davon, wie es dann der deutschen Wirtschaft geht zu diesem Zeitpunkt!“

            Und den Kommentar habe ich erwidert. Und genau das, was Sie als überflüssig ansehen, zeigt auf, wann nur überhaupt aus geldpolitischer Sicht der DAX fallen müsste. Und der gleichzeitige Hinweis darauf, dass dieses Ereignis in ewig weiter Ferne liegen wird, verdeutlicht, dass der DAX aus diesen Gründen eben gar nicht fallen wird.

            Dennoch Danke für Ihr Bemühen. Ich werde mich jetzt noch in Ihrem Sinne an meinen Formatierungskenntnissen erfreuen. In meinem eigenen Sinne freue ich mich über meine Fähigkeit, volkswirtschaftliche Gegebenheiten zu verstehen.
            Ach ja, und den ganzen Feiertag über werde ich daheim üben, auch komplizierte Sachverhalt möglichst in einem einzigen Satz auszudrücken.

        • Avatar

          Lars

          2. Oktober 2017 21:49 at 21:49

          Hallo @Gerd, ich gratuliere zu Ihren neu erworbenen Fähigkeiten!
          Gleichzeitig hoffe ich, dass Sie sich zumindest im Geiste bei @Markus Fugmann, @Michael und mir für die haltlosen Verdächtigungen entschuldigen.
          Ein wenig Recherche, mal einfach bei Bekannten oder bei Wikipedia nachzufragen hätte diese peinliche Diskussion ganz einfach erspart.
          Die rechtspopulistische Grundeinstellung hingegen scheint solche verbalen Ergüsse und Verschwörungstheorien derart anzufeuern, dass Sie lieber erst drei Menschen zu Unrecht verdächtigen, bevor Sie das ABC des Internet erlernen wollen.

          • Avatar

            Gerd

            3. Oktober 2017 12:31 at 12:31

            Danke für die Gratulation.
            Gleichzeitig unterstellen Sie mir „haltlose Verdächtigungen“, die Sie anscheinend derart schlimm einschätzen, dass Sie dafür eine gedankliche Entschuldigung erhoffen.

            Wenn ich Sie verdächtigt haben würde, ein linkes A… zu sein, und das wäre falsch, dann hätte ich mich nicht nur gedanklich sondern auch höchst offiziell entschuldigt, ja sogar entschuldigen müssen.
            Aber dazu würde es nie kommen, weil eventuelle Unterstellungen dieser Art meinen gedanklichen Bereich nicht verlassen würden und niemals über meine Lippen kämen. Geschweige denn, dass ich so etwas Niederträchtiges schreiben würde.

            Ich schrieb hingegen ganz lapidar: „Ich bin der Meinung, dass Michael im Auftrag von FMW schreibt.“ Und zum Schluss: „Also nichts für das man sich schämen müsste. Von der Idee her sogar clever.“
            Stellen Sie eine solche Aussage auf eine Stufe mit der zuvor fiktiv konstruierten A..-Aussage? Könnte das Ihr Ernst sein?

            Aber schreiben Sie ruhig noch ein bisschen weiter. Ich wiederhole auch extra noch mal, was ich schon im besagten Kommentar schrieb:
            „Jetzt erwarte ich aber mal ordentlich Widerspruch, und zwar je mehr und um so heftiger, desto richtiger ich die Sache einschätze.“
            Obwohl mir die Angelegenheit so sehr unwichtig ist, wie nur irgendwas, bemerke ich nebenbei dennoch, dass der Widerspruch auf dieser Seite sogar heftiger ist, als ich erhofft hatte.

            P.S.:
            Es widerstrebt mir ja bekanntlich Ihnen zu antworten, aber weil ich nun einmal dabei bin, schreibe ich dies auch noch.
            Gönnen Sie sich zusammen mit Michael doch mal etwas Nachhilfe in Wirtschaftskunde. Diskutieren Sie z.B. mal mit ihm über die Definition für Rezession.
            Das täte Ihnen beiden besser gut, als hier – so wie Sie es tun – andauernd rumzustänkern. Wie schrieb mal jemand (evtl. Persephone?), das Gemäckere müsste bei Ihnen wohl krankhaft sein.

            Vor ein paar Monaten hat man versucht, mich in die unterste intellektuelle Schublade zu stecken, weil ich zu widersprechen wagte, als hier behauptet wurde, Amerika sei bereits in der Rezession. Oder zumindest nur noch einen winzigen Atemzug davon entfernt. Und das obwohl ich auf die laufend reinkommenden Daten verwies, die allesamt Wachstum signalisierten.

            Ja, ja „Ein wenig Recherche, mal einfach bei Bekannten oder bei Wikipedia nachzufragen hätte diese peinliche DiskussionFEHLEINSCHÄTZUNG ganz einfach erspart.
            Eine rechtslinkspopulistische Grundeinstellung hingegen scheint solche..“ Ja, scheint solche,
            zu mehr Erkenntnis verhelfenden Recherchen wohl zu verhindern. Ja?

            Der aktuellste Amerika-Bericht auf FMW, auch das Thema Rezession tangierend:
            https://finanzmarktwelt.de/aktuell-ism-index-besser-preise-ziehen-stark-an-69902/
            Und das trotz Zinserhöhungen.

            Nur realitätsverweigernde Ignoranten behaupten, dass Amerika sich in einer Rezession befindet. Womit auch dieser von mir verwendete Begriff noch erläutert ist.
            Und ich wiederhole mich noch mal ganz deutlich, für solche Menschen bin ich nicht bereit, meine Zeit herzugeben und den Erklärbären zu spielen.

            Deshalb machen Sie es gut. Für lange Zeit zunächst mal.

          • Avatar

            Gerd

            3. Oktober 2017 12:42 at 12:42

            Eine rechtslinkspopulistische Grundeinstellung hingegen scheint solche..

            Korrektur eines kleinen, aber gewichtigen Formatierungsfehlers.

    • Avatar

      Petkov

      30. September 2017 07:33 at 07:33

      Das müsste mit BB-Codes gehen. Probieren wir es aus:
      [b] Michael und Lars [/b] wollen den [highlight] Gerd [/highlight] zu völlig unreflektierter Solidarität zwingen, indem sie ihn [color=red] ausgrenzen [/color].

      • Avatar

        Petkov

        30. September 2017 07:38 at 07:38

        Sch…..ade. ‚Geht das hier‘?

      • Avatar

        Petkov

        30. September 2017 07:54 at 07:54

        @FWM: bevor ich hier das Forum mit BBCode Versuchen zuspame, könnten Sie vielleicht die benutzte Software preisgeben :-)
        Bei der Gelegenheit könnten wir auch die Anregung von @Katamaransegler aufgreifen, wie man die Aufbereitung wertvoller Trading Signale und live Diskussionen auch auf FMW ermöglichen könnte. Das kann FMW einen neuen, massiven Entwicklungsschub verpassen. Das würde mich sehr freuen.

        • Avatar

          Petkov

          30. September 2017 08:32 at 08:32

          @FMW: [b]Noch eine Frage[/b]: Ist es nicht mittlerweile möglich, Netiquette Bots zu nutzen, um die Beitragsmoderation zumindest teilweise zu automatisieren? Die Bots können ja auch AI gestützt sein, d.h. selbstlernend. Sie werden dann mit steigender Anzahl der moderierten Beiträge besser.

  5. Avatar

    Michael

    29. September 2017 15:30 at 15:30

    @Markus Fugmann
    HerzlichenDank ;)

    @Gerd
    Weder bin ich Lars, noch kenne ich ihn. Und zur Redaktion gehöre ich auch nicht. Und ein realitätsverweigernder Ignorant bin ich auch nicht, nur weil ich andere Ansichten als Sie vertrete.
    Es ist doch kein Wunder und eher selbstverständlich, dass Menschen mit ähnlichen Ansichten auch relativ zeitnah und übereinstimmend zu Themen kommentieren, bei denen mal wieder die gebündelte populistische Garde angetreten war.
    Und was Sie Herrn Fugmann hier schon wieder unterstellen, nur weil ich formatieren kann. Spekulativ und nicht sehr nett…

    • Avatar

      Lars

      29. September 2017 16:39 at 16:39

      Treffend kommentiert @Michael, oh Sie, mein Alter Ego, von dem ich bisher nichts wusste :) Sind wir schizophren? Gibt es überhaupt ein „Wir„? Was soll man dazu noch mehr sagen?
      @Gerd Fett und kursiv kann jedes Kind formatieren, fragen Sie doch einfach mal einen Ihrer Gesinnungsgenossen, der technisch auf einem Stand nach 1990 ist.
      Und was „
      und trotzdem haben beide zufällig die Fähigkeit zum Formatieren“ betrifft: Das muss uns angeboren sein, eine seltene zufällige Genkonstellation ;)

  6. Avatar

    Einzahler

    1. Oktober 2017 01:12 at 01:12

    Versuch

  7. Avatar

    falke61

    3. Oktober 2017 00:51 at 00:51

    und I R R T U M ;)

  8. Avatar

    Gerd

    3. Oktober 2017 11:28 at 11:28

    Versuchund Irrtum

  9. Avatar

    Segler

    3. Oktober 2017 12:30 at 12:30

    WOW –
    Jetzt haben die Spielkinder die HTML Formatierung entdeckt und vermüllen die Beiträge.
    Gratulation ! – Willkommen in der digitalen Steinzeit von 1990
    Da kann die Pubertät bald kommen.
    Termin für die Konfirmation steht auch schon fest ?
    Ja – So macht diskutieren spass.

    • Avatar

      Gerd

      3. Oktober 2017 13:26 at 13:26

      Bleiben Sie doch einfach konstruktiv, treffen Sie sich mal wie von Ihnen vorgeschlagen, mit PK. Sie beide, wären für mich das, was früher mal unter der lobenden Bezeichnung Team Lotus bekannt war.

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Aktien

Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Allgemein

Ölpreis: Aufwärtstrend geht weiter? Was macht Biden? API-Daten lassen aufhorchen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis war seit dem 5. Januar im Aufwärtstrend. Nach einer Mini-Pause ging es Anfang dieser Woche weiter nach oben, von unter 48 Dollar im WTI-Öl am 5. Januar bis auf derzeit knapp unter 53 Dollar. Zahlreiche Gründe für die jüngst gestiegenen Preise und womöglich auch weiter anziehenden Preise hatten wir die letzten Tage genannt.

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Positiv für den Ölpreis zu werten waren die inzwischen seit fünf Wochen fallenden Lagerbestände für Öl in den USA, die großen Stimulus-Hoffnungen an den neuen US-Präsidenten, und vor allem die zusätzlichen freiwilligen Kürzungen der Öl-Fördermenge durch Saudi-Arabien (minus 1 Million Barrels pro Tag für Februar und März).

Gestern Abend wurden die privat ermittelten API-Lagerbestände für Öl veröffentlicht mit einer Wochenveränderung von +2,6 Millionen Barrels. Die API-Daten gelten stets als Vorschau auf die am folgenden Tag vermeldeten offiziellen Lagerdaten. Diese Woche verschieben sich viele Konjunkturdaten in den USA um einen Tag nach hinten, weil am Montag Feiertag war. Die offiziellen Lagerdaten aber verschieben sich aufgrund der gestrigen Amtseinführung von Joe Biden um noch einen weiteren Tag nach hinten auf Freitag Nachmittag. Bis dahin könnte der Ölpreis also zittrig bleiben, in der Vorschau auf möglicherweise steigende Lagerbestände in den USA.

Was bringt Joe Biden für den Ölpreis?

Positiv für die Öl-Bullen ist zu werten, dass Joe Biden gestern im Rahmen diverser präsidialer Dekrete die Keystone XL Pipeline gestoppt hat, deren Bau in den USA noch nicht begonnen hat. Damit wird zukünftig nicht noch mehr Öl aus Kanada in Texas ankommen. Grundsätzlich ist dies vorsichtig positiv für den Ölpreis zu werten, da die Angebotsmenge geringer ausfallen dürfte. Aber na ja… werden die Kanadier ihr Öl dann nicht anderweitig auf dem Weltmarkt anbieten?

Also, bringt Joe Biden tendenziell für die nächsten Jahre dank dem Pipeline-Stop und sicherlich diversen schärferen Umweltgesetzen die Öl-Förderung in den USA zu einem Wachstumsstop, oder sogar zu einer Schrumpfung? Das wäre gut für alle Trader, die einen höheren Ölpreis sehen wollen. Aber da gibt es noch die andere Seite der Medaille. Man darf annehmen, dass sich die Beziehung zwischen den USA und dem Iran unter dem neuen US-Präsidenten entspannt. Sollten die US-Sanktionen gelockert werden, dürfte der Iran wohl zügig mehr Öl fördern und auf dem Weltmarkt verkaufen. Denn das Land braucht wohl jeden Petro-Dollar. Dies wäre folglich schlecht für den Ölpreis. Also ist es nicht so einfach zu beantworten, ob Joe Biden nun gut oder schlecht für einen potenziell weiter steigenden Ölpreis zu betrachten ist. Schaut man auf den Chart 30 Tage zurück, dann ist der Ölmarkt noch im Aufwärtstrend. Die Grundstimmung ist vor allem wegen dem möglichen anstehenden Mega-Stimulus in den USA positiv.

Chart zeigt Kursverlauf im Ölpreis in den letzten 30 Tagen
Chart zeigt Ölpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen.

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Allgemein

Christine Lagarde: Headlines der PK der EZB: entscheidende Fragen unbeantwortet

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Hier die wichtigsten Aussagen von Christine Lagarde auf der heutigen Pressekonferenz der EZB – im offiziellen Statement bislang wenig Neues:

– Lagarde beginnt mit warmen Wünschen für 2021

– Impfungen wichtiger Meilentstein

– Industrie weiter robust, Dienstleistung weiter schwach, wenngleich weniger schwach als in der ersten Corona-Welle

– Inflation bleibt niedrig

– Kurzfristig überwiegen die Risiken

– Wirtschaft der Eurozone dürfte auch im 4.Quartal geschrumpft sein

– Pandemie wird auch 1.Quartal 2021 belasten

– es wird trotz Impfungen noch dauern, bis Herdenimmunität erreicht ist

– Impfungen und Brexit-Deal sind ermutigend, aber übergeordnet bleiben die Risiken bestehen

– Headline-Inflation dürfte bald ansteigen, auch wegen deutscher Wieder-Anhebung der Mehrwertsteuer

– Inflation dürfte mittelfristig anziehen, Inflationserwartungen sind gestiegen

– Kreditvergabe: Banken etwas vorsichtiger geworden

– Europäische Länder sollen schnell beschlossene EU-Hilfsmaßnahmen in ihren Parlamenten beschließen, um Erholung anzuschieben

– Lagarde „hat fertig“, jetzt Fragen

—-
– Lagarde: positiv sind Impfungen, dass der Brexit-Dealk zustande gekommen ist, dazu bessere Aussichten auf Kooperation mit der neuen US-Regierung

– schärfere Lockdowns wegen Mutationen durchaus möglich

– Frage nach Zombiefirmen: bislang weicht Lagarde einer Antwort aus – da redet sie minutenlang herum, aber die Frage zielte letztlich auf die negativen Konsequenzen der EZB-Politik, und das ließ sie (wieder einmal!) unbeantwortet!

– Frage nach (unausgesprochener) yield curve control der EZB (Berichte darüber, dass EZB versucht, die Renditen für Anleihen vor allem italienischer Anleohen nicht zu stark gegenüber deutschen Anleihen als Benchmark steigen zu lassen:: wieder keine konkrete Antwort von Lagarde!

– Frage nach digitalem Euro: was soll der für die Menschen bringen? Lagarde: ein digitaler Euro würde das Bargeld nicht ersetzen (FMW: echt??)
Lagarde: wir wollen in Sachen Digitaleuro sehr transparent sein (FMW: wohl eher pseudo-transparent..)
Lagarde:Einführung des digitalen Euros würde noch Jahre dauern; viele Fragen darüber noch offen und schwierig, wenn er käme, wäre er für alle gut, nicht nur für Elite

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