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Wirtschaftsstabilisierungsfonds pumpt 8,7 Milliarden Euro – hier die Liste der Empfänger

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Der deutsche Staatsfonds (Wirtschaftsstabilisierungsfonds oder abgekürzt WSF) wurde von der Bundesregierung aufgrund der Coronakrise gegründet um angeschlagenen Unternehmen zu helfen, um diese besondere Krise durchstehen zu können. Der Fonds richtet sich grundsätzlich an Unternehmen, die zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen: Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro, mehr als 50 Millionen Euro Umsatz sowie mehr als 249 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt. Stabilisierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 8,66 Milliarden Euro wurden bislang umgesetzt.

Laut Angaben des Wirtschaftsstabilisierungsfonds flossen davon alleine 5,85 Milliarden Euro an die Lufthansa. Dafür erhielt der WSF 20 Prozent der Aktien. Erst gestern verkündete der WSF, dass man bis zu 5 Prozent der Lufthansa-Anteile in den nächsten Wochen verkaufen will. Den zweitgrößten Block an Rettungsgeldern stellte der Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Tui AG zur Verfügung in Höhe von insgesamt 1,24 Milliarden Euro. Platz drei belegt FTI Touristik wurde mit 485 Millionen Euro. GALERIA Karstadt Kaufhof belegt Platz 4 mit 460 Millionen Euro, und auf Platz 5 sehen wir die MV Werften mit 300 Millionen Euro Stabilisierungssumme.

Danach folgen 15 vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds bedachte Unternehmen mit Summen von jeweils weniger als 100 Millionen Euro, von denen die meisten im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen. Dazu zählen folgende Firmen: German Naval Yards Kiel, Schlote Holding, NOVUM Hospitality, A-Kaiser, Blacklane, SANHA, Berge & Meer Touristik, Trendtours Holding, Georgsmarienhütte Holding (58 Millionen Euro), Orcan Energy, Ludwig Görtz, Adler Modemärkte, FRIMO Group, eno energy und die Global Retool Group. Man sieht: 5 der vom WSF unterstützten Unternehmen (auch die mit den größten Rettungssummen) kommen aus der Reisebranche.

Aber jetzt fragen Sie sich vielleicht: Was genau ist denn so eine „Stabilisierungsmaßnahme“, von der beim WSF gesprochen wird? Es geht dabei um Rekapitalisierungsmaßnahmen nach § 22 Stabilisierungsfondsgesetz. Damit ist nicht nur die einfache Zufuhr von Geld ins Eigenkapital der Unternehmen gemeint, sondern auch folgende Möglichkeiten: Der Erwerb von nachrangigen Schuldtiteln, Hybridanleihen, Genussrechte, stille Beteiligungen, Wandelanleihen, die Übernahme sonstiger Bestandteile des Eigenkapitals dieser Unternehmen.



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2 Kommentare

  1. Und ich als kleines Unternehmen versuche vergeblich ein kfw Darlehen zu bekommen…. Tja…

  2. Pingback: Aktuelles vom 18. August 2021 | das-bewegt-die-welt.de

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