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Wo endet die Korrektur? Einschätzungen von Rüdiger Born

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Mit der so plötzlich rasant gestiegenen Zahl an Infizierten und Toten durch das Coronavisrus sind die Aktienmärkte heute in den risk-off-Modus übergegangen. Wo sind nun die Kursziele dieser Korrektur bei Dax und Dow Jones? Dazu Einschätzungen von Rüdiger Born, der diesmal ein beschauliches Ambiente in Tokio gewählt hat..

Hinweis: Top-aktuelle Einschätzungen und Analysen von Rüdiger Born kann man auf sein Smartphone kostenlos und unverbindlich erhalten, wenn man sich bei dem Service „Trade to go“ registriert!

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Aktienmärkte werden kollabieren, warnt JP Morgan

Über den Weg des größten Schmerzes für die Aktienmärkte

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An den Aktienmärkten lautete das Motto im Grunde seit Oktober 2019, als kurz zuvor die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik auf ultraexpansiv (Anleihekäufe, massive Intervention im Repo-Markt) gestellt hatte: diesmal ist alles anders! Bewertungen würden keine Rolle mehr spielen, nur die Liquidität und damit der monetäre Faktor seien ausschlaggebend für die Kursentwicklung vor allem an der Wall Street. Daherauch  seien die parabolisch steigenden Kurse eben eine „Fahnenstange mit Substanz“. Wirklich? Vor letztem Donnerstag, als die Aktienmärkte der Wall Street plötzlich (ohne Nachrichten) schärfer korrigierte, waren alle herömmmlichen Parameter auf extremen Niveaus.

Es reichten der letzte Donnerstag und Freitag sowie der heutige vorbörsliche Abverkauf, um den Dow Jones, das Lieblingsbaromter von US-Präsident Trump für seine eigene Leistung, sogar ins Negative zu drücken seit Jahresbeginn. Seltsam, dass Donald Trump aktuell nicht über den Dow Jones tweetet..

Im Fokus steht natürlich das Cornavirus und dessen rapide Ausbreitung vor allem in Italien und Südkorea – die Sorge vor einem globalen Abschwung und Stillstand wie in China, ja die Angst vor einer Art „Wuhanisierung“ auch andere Länder, wächst.

Und dass die Aktienmärkte diese Gefahr trotz der bisherigen Kursverluste seit Donnerstag nicht annähernd eingepreist haben – angesichts nach wie vor nicht großer Entfernungen von den Allzeithochs vieler Aktienmärkte – ist evident. Die Investoren sind weitgehend ungehedged – die einzige Absicherung scheint bei einigen Investoren lediglich eine Wette auf einen steigenden Goldpreis zu sein. Selten, so könnte man daher sagen, trifft ein schwarzer Schwan die meisten Player am Markt unvorbereiter als derzeit!

Die Börse aber geht meist den Weg des größten Schmerzes – und der größte Schmerz für die meisten Investoren lag während der heißen Phase des Handelskriegs in steigenden Kursen. Nun aber, nachdem der Handelskrieg scheinbar beigelegt und viele Investoren sich daher voll auf der Long-Seite positioniert haben, ist der Weg des größten Schmerzes eindeutig in fallenden Kursen zu finden.

Genau davor warnt nun Marko Kolanovic von JP Morgan – der alles anders als ein notorischer Bär ist, eher im Gegenteil. Mitte letzter Woche schrieb Kolanovic („global head of macro quantitative and derivatives strategy“ bei JP Morgan) an die Kunden der Bank:

“Bonds, momentum stocks, and low volatility stocks rallied – pushing the valuation spread between defensive and cyclical stocks to a level 2x worse than during the peak of the late-’90s tech bubble. The bubble we are describing is expressed in equity factors … We caution investors that this bubble will likely collapse, i.e. this time is not ‘different.“

Diesmal also ist wohl doch nicht alles anders, so Kolanovic. Im folgnden Video von CNBC zeigt Kolanovic, welche Aktien besonders gefährdet sind – und welche eben eher nicht:

Stehen die Aktienmärkte zumindest vor einem kurzfristiger Kollaps?

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart an der Wall Street

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Markus Koch berichtet im folgenden Video LIVE zum Handelsstart an der Wall Street. Neben dem Coronavirus als Grund für die fallenden Kurse nennt er auch Bernie Sanders und die viel zu große Euphorie, die in den Kursen vorhanden war.

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Aktuell: So brutal bricht die Börse in Italien heute ein aufgrund des Coronavirus

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Der Aktienmarkt in Italien bricht heute brutal ein. Der Leitindex MIB40 verliert heute 1.135 Punkte oder 4,58%. Es sieht so aus, als würde der Index heute den stärksten Tagesabsturz erleben, den die Aktienkurse in Italien seit knapp vier Jahren erlebt haben! Der folgende Chart zeigt den Index der Mailänder Börse mit den 40 wichtigsten italienischen Aktien seit August 2019.

Italien größter Ausbruchsherd es Coronavirus in Europa

Der Grund für den heutigen Absturz ist klar. Nord-Italien ist seit dem Wochenende der größte Ausbruchsherd des Coronavirus in Europa! Laut aktuellen Berichten seien 150 Menschen infiziert, andere Quellen sprechen sogar aktuell schon von 219. Fünf Menschen sind bereits gestorben. Städte werden abgeriegelt, damit das Coronavirus bloß nicht die Großstadt Mailand erreicht. Karnevals-Veranstaltungen und Fussballspiele wurden abgesagt. Abseits der menschlichen Tragödien darf der Betrachter der wirtschaftlichen Auswirkungen davon ausgehen, dass weniger gesellschaftliche und kulturelle Aktivität (auch weniger Reisen) gleichbedeutend sind mit weniger Konsum, weniger Nachfrage, weniger Wirtschaftsleistung. Das betriff die gesamte Volkswirtschaft, und somit indirekt auch Deutschland.

Daher fällt heute verständlicherweise auch der Dax, aktuell um 3,55%. Auch der um 10 Uhr verkündete bessere als erwartete ifo-Index konnte den Dax nicht zum Umdrehen bringen. Die Meldung von ifo war halt nur minimal besser. Über den Brenner ist es für das Coronavirus ein relativ kurzer Weg nach Deutschland. Oder geht der Weg auch Richtung Frankreich? Die Unsicherheit ist groß, zumal der Erst-Infizierte in Italien noch nicht identifiziert werden konnte. Daher wird es wohl aktuell auch schwer sein zu prüfen, woher die Ansteckung in Italien kam, und wer mit wem in Kontakt war. Aktuell lässt sich der Aktienmarkt weltweit von der Lage in Italien anstecken. Der Dow 30 notiert vorbörslich auf Future-Basis mit gut 700 Punkten im Minus.

Italien Aktienindex seit August 2019

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