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Wo ist Fugi? Das Sommerdrama 2017 von 3p Comics

Während der Abwesenheit von Markus Fugmann hat @Michael folgendes „Machwerk“ verfasst mit dem Titel „Wo ist Fugi?“ Darin wird engültig erklärt, was wirklich passiert ist – und warum die Aktienmärkte scharf Richtung Süden gefallen sind während dieser Zeit. Unten im Artikel können Sie das ganze PDF abrufen, und uns bleibt nur, danke zu sagen an @Michael!

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Wo-ist-Fugi_2017

Anmerkung der FMW-Redaktion

Während der Abwesenheit von Markus Fugmann hat @Michael folgendes „Machwerk“ verfasst mit dem Titel „Wo ist Fugi?“ Darin wird engültig erklärt, was wirklich passiert ist – und warum die Aktienmärkte scharf Richtung Süden gefallen sind während dieser Zeit. Unten im Artikel können Sie das ganze PDF abrufen, und uns bleibt nur, danke zu sagen an @Michael!

4. August 2017, Hamburg
Um 18:07 Uhr publiziert der Finanzmarktprofi und Analyst Markus F. ein letztes Marktgeflüster. Am Abend dieses denkwürdigen Tages verschwindet der beliebte und sympathische Autor dann plötzlich spurlos unter bisher ungeklärten Umständen. Wurde Fugi das Opfer einer perfiden Verschwörung?

7. August 2017, weltweit
Angst, Entsetzen und Betroffenheit beherrschen inzwischen die Finanzmarktwelt rund um den Globus. Alle quält nur noch die eine entscheidende Frage: „WO IST FUGI?

Nicht nur seine Anhänger trauern in bitterer Einsamkeit, auch Kritiker und die globalen Handelsmärkte sind in den ersten Tagen seiner Abwesenheit vollkommen paralysiert. Auf vielfachen Wunsch seiner verzweifelten Fans und Leser haben wir schließlich unsere besten Paparazzi darauf angesetzt, Licht in das Dunkel zu bringen und das mysteriöse Verschwinden von Fugi aufzuklären.

Hier erfahren Sie die ganze Geschichte!

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Goldlover

    21. August 2017 17:46 at 17:46

    Welcome back, hoffe sie hatten einen entspannten Urlaub

  2. Avatar

    Alexander Gliese

    21. August 2017 17:53 at 17:53

    „Nicht nur seine Anhänger trauern in bitterer Einsamkeit, auch Kritiker und die globalen Handelsmärkte sind in den ersten Tagen seiner Abwesenheit vollkommen paralysiert. Auf vielfachen Wunsch seiner verzweifelten Fans und Leser haben wir schließlich unsere besten Paparazzi darauf angesetzt, Licht in das Dunkel zu bringen und das mysteriöse Verschwinden von Fugi aufzuklären.“
    Der erste Satz ist zweifelsfrei richtig. Beim zweiten handelt es sich allerdings wohl um eine »Fake News«, jedenfalls glaube ich das dem Autor der Dokumentation nicht wirklich.

    • Avatar

      Michael von 3p Comics

      21. August 2017 18:10 at 18:10

      @Alexander Gliese
      Haben Sie denn auch die ganze Dokumentation (verlinkte PDF) gelesen? Ich weiß, es mag unglaublich klingen, aber: Superhelden können sowas ;)

  3. Avatar

    Sprenzi

    21. August 2017 18:23 at 18:23

    Weil der Fugi soooo lange weg war, hab ich jetzt lauter Minuspositionen laufen und bin fast mit 100 Euro im Gesamt-Minus.
    Juristische Schritte behalte ich mir vor :-)

    PS: Ohne Fugi ist die finanzmarktwelt.de keine finanzmarktwelt.de, sondern eine finanzmarktwelt.ade

  4. Avatar

    bauer

    21. August 2017 19:05 at 19:05

    der @bauer sitzt das aus,denn 1300 dollar im gold,die hat er auf dem Felsen sich wahrlich ausgesessen….
    wo war fugi?
    Bei mir in Thailand aufm Weissbier mit Sicherheit nicht!
    @Michael,ein passender Comic,der zu mir passt,danke!

    • Avatar

      Michael von 3p Comics

      21. August 2017 19:34 at 19:34

      @bauer, Freut mich, dass Innen der Comic gefällt, vielleicht gibt es noch ein paar Bände ;)
      Es ist aber in erster Linie ein Comic, der unserem Helden Markus F. gewidmet ist. Ich freue mich dennoch sehr, wenn Sie sich damit identifizieren können! Und mindestens eine Seite ist sicherlich von Ihnen inspiriert.
      Wenn Fugi nicht bei Ihnen war, dann vielleicht bei Walter?

  5. Avatar

    Lars

    21. August 2017 19:11 at 19:11

    Ich ringe nach meiner Lachattacke noch immer nach Luft :)
    Das sind sensationell gute Bildmontagen, sehr lustige Texte und Bildmotive, in die das Konterfei von Herrn Fugmann perfekt eingepasst wurde. Schön sind auch die kleinen ironisch-zynischen Seitenhiebe auf den ein oder anderen Troll hier in diesem Forum ;)
    @Michael: Ist das immer dasselbe Bild von Herrn Fugmann, dass Sie verwendet haben? Wie kommt man eigentlich auf so eine Idee? Ist so etwas in der Qualität nicht ein sehr hoher Zeitaufwand?

    • Avatar

      Michael von 3p Comics

      21. August 2017 20:36 at 20:36

      @Lars, herzlichen Dank für Ihr positives Feedback.
      Zwei Fragen lassen sich kurz und einfach beantworten:
      Ja, es ist immer das Bild von Seite 2, das verwendet wurde.
      Ja, es ist ein unglaublich hoher Zeitaufwand, um ein Gesicht an verschiedenste Szenen, Stimmungen, Lichtverhältnisse, Schattenwürfe, Filmkörnungen, Perpektiven usw. anzupassen.
      Auf die Idee bin ich aus folgendem Grund gekommen:
      In einem Photoshop-Workshop zum Thema „Motive freistellen und fortgeschrittene Bildmontagetechniken“ wollte ich nicht willkürliche Motive verwenden, die immer von Ausgangspunkt her (Beleuchtung, Farbe, Perspektive) bereits perfekt passen. Ich wollte ein einziges Motiv in alle möglichen und unmöglichen Szenarien integrieren. Wenn es der Kontext verlangt hat, wurden noch weitere Personen, Requisiten und Landschaften in derselben Sorgfältigkeit eingefügt.
      Und Kontext war mein persönliches Ziel, nicht ein paar einzelne nette Bilder zu erstellen, sondern diese mittels einer kleinen kurzen Comic-Story in einen größeren Zusammenhang zu bringen: Börsenentwicklungen, private und globale politische und ökologische Ansichten, aktuelle Nachrichten und vor allem eine Wertschätzung dessen, was Markus Fugmann hier täglich leistet.

  6. Avatar

    Murat Dundar

    21. August 2017 22:10 at 22:10

    ihr seid klasse supergut. :)))))

  7. Avatar

    Leftutti

    21. August 2017 23:27 at 23:27

    Fugi is Back! Das Drama endet. Der Comic ist super!
    Auf Seite 2 der Dokumentation hat @Michael vor 14 Tagen antizipiert, was Seite 8 heute bestätigt. Die FMW-Leser leben wieder, die Anzahl der Posts steigt exponentiell. Sogar @bauer lebt wieder.
    Klasse Idee, gibt es Fortsetzungen?

  8. Avatar

    Lausi

    22. August 2017 07:34 at 07:34

    Ja, super-gutes Comic. Mit 22km-Kerze im Dow-Gebirge, fat finger & Thai-Bauer ist alles drin, was das Herz eines FMW-Leser höher schlagen lässt!

  9. Avatar

    Petkov

    22. August 2017 09:15 at 09:15

    Herzlich willkommen zurück, Herr Fugmann! Ich bin mir sicher, die Alpenluft hat Ihre schöpferischen Kraftvorräte wieder aufgefüllt.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      22. August 2017 09:16 at 09:16

      Vielen Dank, @Petkov! Ja, die Alpenluft hat mein Gehirn ein bißchen durchlüftet :)

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US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

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Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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