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Wo liegt der faire Wert von Gold? Die Deutsche Bank hat dies grundsätzlich analysiert und kommt zu diesem Ergebnis

Was ist Gold, was ist der faire Wert von Gold? Ist der aktuelle Goldpreis am Markt zu billig oder zu teuer? Wo kann man einen fairen Wert ansetzen? Haben Sie sich solche Fragen auch schon mal gestellt? Um dies herauszufinden…

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FMW-Redaktion

Was ist Gold, was ist der faire Wert von Gold? Ist der aktuelle Goldpreis am Markt zu billig oder zu teuer? Wo kann man einen fairen Wert ansetzen? Haben Sie sich solche Fragen auch schon mal gestellt? Um dies herauszufinden, hat die Deutsche Bank Gold verglichen in Relation zu diversen verschiedenen Maßeinheiten, weil Gold ja nicht nur ein Edelmetall ist. Denn jeder sieht in Gold etwas anderes. Der eine sieht darin eine Art Währung. Der andere betrachtet es nur als Rohstoff wie Silber, Aluminium etc. Der nächste betrachtet Gold als sicheren Hafen für Krisen (Versicherung), sozusagen als letzten Zufluchtsort wenn alles crasht.

Und viele sehen es als eine Art von Geldanlage an. Daher denkt die Deutsche Bank man müsse versuchen Gold mit verschiedene Maßeinheiten zu vergleichen. Wenn man für jede Kategorie den Wert des Goldes bestimmt hat, könne man aus allen Einzelpreisen einen Durchschnittswert errechnen. Und dieser Durchschnittswert soll dann der tatsächlich faire Wert von Gold sein.

Gegen insgesamt neun verschiedene Kategorien wird Gold in Relation gesetzt und bewertet. Gold als Rohstoff in Relation zu Kupfer habe beispielsweise einen Wert von 956 Dollar. Gold in Relation zu Öl habe einen Wert von 838 Dollar. Setze man Gold in Relation zu den Bilanzen von vier großen Zentralbanken, habe es laut Deutscher Bank einen Wert von 1.648 Dollar. In Relation zum S&P 500 koste Gold als „Wertaufbewahrungsmittel“ 991 Dollar.

1.015 Dollar ist laut Deutscher Bank der durchschnittliche Goldpreis basierend auf diesem Modell, und liegt damit 19,4% unter dem aktuellen Marktpreis von 1.260 US-Dollar. Wie gesagt, das ist die theoretische rechnerische Annahme der Deutschen Bank. Und was sagt sie dazu, dass der aktuelle am freien Markt gehandelte Goldpreis eben um diese 19,4% höher liegt? Es gäbe laut Deutscher Bank am Markt eine verstärkte Wahrnehmung von Risiken und Unsicherheiten, die den Preis hochtreiben würden.

Gegenüber dem hausinternen „Fair Value-Modell“ der Deutschen Bank, nachdem Gold bei 1.185 Dollar stehen sollte, liegt der Goldpreis aktuell 6% höher.


Beispielbild für Gold. Foto: Agnico-Eagle – Agnico-Eagle Mines Limited / Wikipedia Gemeinfrei

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Marcel

    2. Juni 2017 11:20 at 11:20

    Dabei wurde der Inflationsschutz vergessen. Inflationsbereinigt würde der „Wert“ des Goldes bei ca. 2300$ liegen müssen. Aber das zu nennen, wäre den Banken/der Politik wahrscheinlich zu gefährlich.

    • Avatar

      sabine

      2. Juni 2017 20:42 at 20:42

      Die Banken hassen Gold, denn da verdient man nichts dran. Wie auch Silber. Das ist das ganze Geheimnis. Und deswegen hat die DB ja auch den Goldpreis nach unten manipuliert. Was offensichtlich war und nun unnötigerweise (für die Schlachtschafe und TV-Glotzer) jetzt auch noch offiziell bestätigt wurde.

      • Avatar

        sabine

        2. Juni 2017 21:07 at 21:07

        Und dann legt die DB den Wert des Goldes so niedrig wie möglich, damit niemand sich über das Runtermanipulieren aufregt. Und zwar muß die Masse manipuliert werden. Nicht die paar AFD–Wähler, die die Qualitätsmedien wegen der 100%-gen Fake News nicht mehr nutzen.

  2. Avatar

    frank.trg

    2. Juni 2017 11:24 at 11:24

    Das ist zwar ein sehr fantasiereiches Modell, aber ich finde es gar nicht so schlecht. Möchte nicht wissen wie viele Analysten da Wochen dran gesessen sind um alle Daten zusammenzutragen und auszuwerten. Im Ergebnis kommt die DB also auf rund 1.000 USD. Finde ich nicht unrealistisch.

  3. Avatar

    Helmut Josef Weber

    2. Juni 2017 11:43 at 11:43

    Wenn Gold seit dem Jahre 2000 nur so zugelegt hätte wie der DAX, dann würde Gold heute bei ca. 450,00 Euro pro Unze stehen.
    Bei den dann etwa 62% Kursgewinnen und bei der Halbierung der Kaufkraft, hätte man dann auch nur (wie beim DAX) Geld verbrannt.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  4. Avatar

    Tom

    2. Juni 2017 12:15 at 12:15

    Ein „Fair Value-Modell“ in einem Satz mit der DB zu nennen ist schon heavy!

    • Avatar

      Cosmo

      13. September 2019 09:07 at 09:07

      :-) genau mein erster Gedanke

  5. Avatar

    Jan

    2. Juni 2017 15:36 at 15:36

    Entschuldigung der Ausdruck aber: so ein Unsinn.
    Der eine vergisst Inflation, der Andere glaubt dass die Bilanzen der große Zentralbanken der Goldwert bestimmen oder das der Ölpreis das bestimmt.
    Was die noch alle wissen beim Bank.
    Ich weiß es: jetzt um 15:32 CET zeigt mein Tradingprogram ein Goldpreis von 1275,xx USD, je nachdem wie schnell ich schreibe richtig oder fast richtig.
    Vor genau eine Stunde waren es noch 12 USD weniger, da haben sich die Bilanzen der Bänke vermutlich über eine Minute um 1% angehoben.
    Hahaha, man muss auch mal lachen an Freitagnachmittag.

  6. Avatar

    Alexander Pfender

    2. Juni 2017 17:19 at 17:19

    Einen „wahren“ Wert gibt es nicht.
    Stürzt sich die Menschheit darauf geht der Preis ins Unendliche.
    Interessiert sich niemand dafür kann ich es im besten Fall verschenken

  7. Avatar

    Roland

    2. Juni 2017 18:01 at 18:01

    Das aus dem Mund einer der Banken, die nachweislich die Preise der Edelmetalle manipuliert haben…. hahaha

    http://www.zerohedge.com/news/2017-06-02/deutsche-bank-admits-guilt-fraud-conspiracy-rig-precious-metals-markets

    • Avatar

      Lars

      2. Juni 2017 18:28 at 18:28

      …und auf diese Art und Weise weiter versuchen zu manipulieren.
      Lesen, lächeln und vergessen ;)

  8. Avatar

    Martin

    2. Juni 2017 19:47 at 19:47

    Die Deutsche Bank lag in den letzen 10 Jahren sehr gut (am Aktienkurs zu erkennen).
    Gold ist Geld und hat seit über 2000 Jahren den ungefähren Wert von 320 Brotlaiben.
    Es hat alle Währungen überlebt und wird auch den Untergang von Euro und Dollar locker überstehen. Die Silbernummer ist noch viel interessanter. Warum hat JP Morgan den Keller voller Silber und shortet trotzdem wie blöde an der COMEX ?
    Sie kaufen wie die Geisteskranken physkalisches Silber!!!
    Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

  9. Avatar

    Lars

    2. Juni 2017 19:55 at 19:55

    Diese Studie ist tatsächlich nett und fantasiereich, hat aber bestenfalls trotz der sicherlich enormen Kosten nur einen dünnen Anstrich von wissenschaftlicher oder statistischer Qualität und bestenfalls einen Nebenartikel in der „Brigitte“ verdient.
    Es fehlt an jeglichen Vergleichswerten anerkannter Studien und setzt teilweise Relationen zu „Werten“ voraus, die ans Lächerliche grenzen und nicht vergleichbar sind. Als da wären: „zu den Bilanzen von vier großen Zentralbanken, … In Relation zum S&P 500….
    Was ist der Wert von vier großen Zentralbanken, wie berechnen die ihre Bilanzsummen?
    Was an Gold wird in Relation gesetzt? Die verfügbare Menge? Wie hoch ist die?
    Die Relation zu Öl, wie ist der Wert von Öl, wenn man die Umweltschäden, die Spätfolgen, die geologischen Verwerfungen und die Grundwasserverseuchung beim Fracking, die politisch bedingten Schwankungen berücksichtigt? (- 175 $ pro Barrel nach meiner Expertise ;)

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Zinskosten: So gigantisch sind die Ersparnisse für Kreditnehmer im Langzeitvergleich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Dass Kreditnehmer in einem jahrelangen Umfeld immer weiter fallenden Zinsen die großen Gewinner sind, das ist kein Geheimnis. Aber es ist mal interessant zu sehen, wie viel Zinsen ein Häuslebauer vor 20 Jahren gezahlt hat, im Vergleich zu einem heutigen Abschluss, bei selber Kreditsumme und Tilgungshöhe. Die Interhyp AG hat aktuell einen Vergleich veröffentlicht, der die tatsächliche Dimension aufzeigt, wie viel Geld man heutzutage spart.

Hat man im Jahr 2000 abgeschlossen, entstanden bei einer Darlehenssumme für einen Immobilienkredit über 300.000 Euro und 2 Prozent Tilgung in 10 Jahren insgesamt 172.000 Euro an Zinskosten. Damals lagen die Zinsen bei 6,5 Prozent. Mit heute nur noch 0,8 Prozent hat man gerade mal noch 22.000 Euro Zinskosten! Das lohnt sich natürlich besonders für Häuslebauer, weil die Darlehenssummen hier so hoch sind, so möchten wir anmerken – aber die Sache hat einen Haken. Wo man als Kreditnehmer für Häuschen oder Eigentumswohnung extrem stark bei den Zinskosten spart, da zahlt man auf der anderen Seite drauf bei den in den letzten Jahren explodierten Immobilienpreisen.

Sicherlich sind die aktuellen Informationen der Interhyp AG auch eine schlecht versteckte Eigenwerbung, aber sei es drum. Die Experten sagen, auszugsweise im Wortlaut:

Auch wenn vielerorts die gestiegenen Immobilienpreise höhere Darlehenssummen erfordern, bleiben die Raten für viele Menschen leistbar. Der Zinsvorteil ermöglicht in vielen Fällen eine höhere Tilgung als früher. Die Expertin rät Eigenheimbesitzern, die Sparchancen für ihre Anschlussfinanzierung zu nutzen und sich schneller zu entschulden. Bauherren und Käufer sollten die Finanzierung wohlüberlegt angehen. Wichtig sei, bei der Finanzierung einen möglichen Zinsanstieg in Zukunft einzukalkulieren und mit langen Zinsbindungen und hohen Tilgungen vorzusorgen.

Hier auszugsweise weitere Aussagen von Interhyp. Zitat:

Im März 2020 sind die Zinsen auf ein neues Allzeittief von rund 0,7 Prozent im Mittel gefallen und auch jetzt liegen sie nur knapp darüber, berichtet Interhyp. Zum Teil sind sogar Bestzinsen von unter 0,5 Prozent möglich. Die Monatsrate für einen Musterkredit über 300.000 Euro (0,8 Prozent) beträgt im Herbst 2020 bei einer zweiprozentigen Anfangstilgung nur noch 700 Euro. Die Zinskosten über 10 Jahre liegen dafür heute nur bei 22.000 Euro – einem Bruchteil der Kosten bei Abschluss im Jahr 2000.

Rat der Experten: Sparchancen für schnelle Entschuldung nutzen

Um die Zinsersparnis zu verdeutlichen, hat Interhyp in der Beispielrechnung immer mit der gleichen Anfangstilgung gerechnet. Der Rat der Finanzierungsexperten ist jedoch, heute eine höhere Tilgung zu wählen. Das sei möglich mit Raten, die nicht wesentlich über denen früherer Jahre liegen. Mirjam Mohr: „Unsere Daten zeigen, dass Kreditnehmer ihre Entschuldung im Blick behalten. Die anfängliche Tilgung bei Bauherren und Käufern ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von unter zwei im Mittel auf über drei Prozent gestiegen. Bei der Anschlussfinanzierung ist sie sogar von unter drei Prozent auf rund sechs Prozent gestiegen.“ Viel sparen im Vergleich zu früher könnten vor allem Eigenheimbesitzer mit Bedarf für eine Anschlussfinanzierung. Bauherren und Käufer sollten mit Blick auf hohe Kaufpreise und Darlehenssummen auf Sicherheit achten, zum Beispiel, indem sie günstige Zinsen mit langen Zinsbindungen festschreiben oder viel tilgen. „Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das Zinsniveau über die Jahre deutlich ändern kann“, sagt Mirjam Mohr.

Grafik zeigt im Langfristvergleich sehr stark gesunkene Zinskosten

Chart zeigt langfristig extrem stark sinkende Zinsen

Grafiken und Daten: Quelle Interhyp

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

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Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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