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Wohnungsknappheit und steigende Mieten: Warum hier wohl die Entlastung ausbleibt

Wohnungsknappheit und steigende Mieten, das ist ein Riesenthema, was im Wahlkampf aber kaum bis gar nicht stattfindet. Dabei könnten staatliche Wohnungsgesellschaften massiv aufstocken und neue Wohnungen bauen - viel mehr als aktuell. Aber neueste Daten...

FMW-Redaktion

Wohnungsknappheit und steigende Mieten, das ist ein Riesenthema, was im Wahlkampf aber kaum bis gar nicht stattfindet. Dabei könnten staatliche Wohnungsgesellschaften massiv aufstocken und neue Wohnungen bauen – viel mehr als aktuell. Aber neueste Daten belegen, dass die Wohnungen wohl knapp bleiben werden, und die Wohnungsmieten wohl weiter steigen werden. Denn wo die Nachfrage dramatisch schneller wächst als das Angebot (obwohl das ja auch wächst), steigen die Preise. Das ist an der Börse so, auf dem Wochenmarkt, im Supermarkt, und auch bei Immobilien.

Die Mietpreisbremse wird eh ignoriert, von daher müsste es eigentlich der Markt regeln. Doch der freut sich wohl eher über weiter steigende Preise. Denn wie ganz aktuelle Daten vom Statistischen Bundesamt zeigen, sind von Januar bis Juli im Vergleich zum Vorjahr die Baugenehmigungen für neue Wohnungen um satte 6,6% zurückgegangen (im Schnitt aller Einzelbereiche). Einige Fakten sind dabei besonders erwähnenswert.

Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden (Dachausbau, Dachaufstockungen etc) gehen um 23,3% zurück! Genehmigungen für neue Wohnheime (Flüchtlinge) gehen um 29,9% zurück. Gut, das kann man noch nachvollziehen, da der große Schwung aus 2015 nachgelassen hat, und nach und nach die Leute aus den Heimen auf den freien Wohnungsmarkt drängen. Um so mehr müsste hier viel mehr gebaut und genehmigt werden. Wohngebäude mit einer Wohnung (Einfamilienhäuser) lassen bei den Genehmigungen um 7,7% nach – also ist der große Boom beim Hausbau vorbei, weil viele schon mit einer Zinswende rechnen?

Und man sieht, dass die Genehmigungen für den Neubau von Wohngebäuden mit drei oder mehr Wohnungen (also Wohnblocks, was am meisten benötigt wird) um 1,9% zunehmen. Damit erreichte die Anzahl genehmigter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit 96.300 Wohnungen den höchsten Wert von Januar bis Juli seit zwanzig Jahren (im vergleichbaren Zeitraum 1997: 135.100 Wohnungen). Also gibt es zwar ein winziges Plus im Jahresvergleich, aber es ist doch viel zu wenig! Hier könnte oder müsste ein Plus von 20% oder 30% stehen, und zwar Jahr für Jahr. Denn gerade der Zuzug in die großen Städte ist so massiv, dass dort viel mehr getan werden müsste!

Wohl gemerkt: Bei diesen heutigen Daten geht es nicht um den Neubau von Wohneinheiten, sondern um Baugenehmigungen. Also werden die Neubau-Zahlen vielleicht in einem Jahr drastisch nachlassen!



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2 Kommentare

  1. Und bei diesen unbefriedigend wenig Neubauten wird völlig ignoriert, wieviel Gebäude auf der anderen Seite Jahr für Jahr zudem auch noch abgerissen werden (müssen, aus Altergründen).

  2. ….und nach und nach die Leute aus den Heimen auf den freien Wohnungsmarkt drängen…..

    Und wer hat nebenbei gesagt, den Fluechtlingen die Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt ermoeglicht bzw.bezahlt??
    Wo wird denn der Familiennachzug wohnen,der nach den BT-Wahlen nach DE stroemen wird,unterkommen??
    Der Muenchner Hbf z.b.ist groesstenteils bereits schwarz geplastert!
    In der Nacht sieht man hauptsaechlich nur dt.Obdachlose herumlungern!
    Wo pennt der Fluechtling?
    Klar… auf dem freien Wohnungsmarkt…
    Da kann einem kotz uebel werden,wennst als Deutscher Michel ne Bude brauchst!

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