Interessantes aus der Presse

Wolfgang Münchau gibt Gas: Merkel-Kritik wegen Eurobonds

Wolfgang Münchau ist der nicht eben unumstrittene Finanzmarkt-Beobachter bei „Spiegel online“. In seiner aktuellen Kolumne wirft er Merkel vor, nicht der Einführung von Eurobonds zugestimmt zu haben, sodass es nun auf ein Anleihekaufprogramm der EZB hinauslaufe:

„Was wir in Form der Anleihen-Ankaufprogramme jetzt bekommen, ist die teuerste, unwirtschaftlichste und undemokratischste Variante der Fiskalunion, die man sich vorstellen kann“.

Und dann die ganz harte Grätsche gegen Mutti:

„Das ist der eigentliche Skandal von Angela Merkels Politik. Sie behauptet, dass sie Eurobonds verhindern will und erreicht das Gegenteil. Diese Politik ist wirtschaftlich ruinöser als alles, was Europa-Fanatiker wie ihr Kolumnist jemals vorzuschlagen gewagt hätten“.

Und seine Alternative? Die kommt hier:

„Ein offizieller Eurobonds, also eine gemeinsame Anleihe aller Euro-Staaten, hätte dagegen kaum etwas gekostet. Damit hätte man ein Wertpapier geschaffen, das die Zentralbank in einer Krise hätte aufkaufen können. Die Verfügungsgewalt über das Geld hätte auf der europäischen Ebene gelegen. Die nationalen Regierungen hätten keinen Zugriff auf das Geld gehabt. Sie wären haushaltspolitisch zu Bundesländern degradiert worden. Es wäre dann nicht mehr so entscheidend, ob sie ihre Altschulden bedienen oder nicht“.

Na wenn das die Alternative ist, lieber Herr Münchau, werde ich doch glatt noch zum Merkel-Fan..

Den ganzen Artikel von Münchau bei Spiegel online lesen Sie hier..



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