Folgen Sie uns

Allgemein

WTI Öl Lagerbestände: Rally-Potential völlig unterschätzt?

Der Ölpreis – was nun kommen wird!

Avatar

Veröffentlicht

am

Eine Analyse von forexhome.de

Es fällt mir schwer, so kurz vor dem Jahreswechsel noch an einen großen Einbruch der Rohölpreise zu glauben. Ich sehe einfach keinen Grund dafür. Jegliche Versuche der Bären den Kurs zu drücken, mündeten in der zügigen Wiederaufnahme der Rallye und bearishen Fehlausbrüchen. Ich denke es ist unverzichtbar sich bei den Energierohstoffen mit dem großen Ganzen zu beschäftigen, um frühzeitig seine Strategien planen zu können, denn die damit verbundenen Trends sind meistens sehr umfassend und nachhaltig. Ich für meinen Teil fixiere mich nicht nur auf einen Chart, sondern pendele zwischen H4- und Monatschart.

Das große Ganze

Fundamental betrachtet bin ich sehr optimistisch eingestellt, was die langfristige Entwicklung des Rohölpreises anbelangt. Die Maßnahmen hinsichtlich der Drosselung der Förderung seitens der OPEC-Mitglieder werden irgendwann Früchte tragen und bereits jetzt kann scheinbar von einer höheren Nachfrage gesprochen werden als an Angebot kurzfristig zur Verfügung steht. Ein schwacher US-Dollar, von dem ich langfristig ebenfalls ausgehe, sollte seinen Beitrag zur Preisexplosion in den Rohstoffen beitragen. Außerdem rechne ich nicht mit der immer wieder propagierten baldigen Bedeutungslosigkeit des Rohöls. Als Grundstoff in der chemischen Industrie ist das Öl nicht mehr wegzudenken und jene zaghafte Versuche einen Ersatz zu finden sind meiner Meinung nach nichts weiter als Kosmetik.


(Charts durch anklicken vergrößern!)

Interessant sind die charttechnischen Rahmenbedingungen, die meine fundamentale Einschätzung zu untermauern scheinen. Bspw. der bullishe Ausbruch aus der vermeintlichen abwärtsgerichteten Flagge, das Überwinden des 61.8er Fibonacci Expansion Levels und des mutmaßlichen horizontalen Widerstandes bei rund 54 USD. Alles in Allem rechne ich mit lang- bis sehr langfristigen Kurssteigerungen bis zunächst rund 75 USD und im Falle von einer Verknappung des Angebots (erhöhte Nachfrage plus schwere Krisen im Nahen und Mitteleren Osten) sogar mit Preisen jenseits von 120 USD. Aber begnügen wir uns erst einmal mit der 75 USD-Marke. Eine in den kommenden Monaten mögliche Überreizung ist dabei einkalkuliert. Der Bereich zwischen ca. 60.20 USD (Formationshoch Flagge) und ca. 63 USD (100.0er Fibonacci Expansion Level) sowie das damit verbundene Upper Bollinger Band könnten in den nächsten Monaten frühzeitige Warnsignale hinsichtlich einer Korrektur aussenden. Mehr dazu, wenn es soweit ist.

Luft nach oben?

Momentan stelle ich fest, dass sich der Kurs an den 30er Fibonacci Retracements der gesamten Talfahrt seit Sommer 2014 etwas abmüht und gleichzeitig die scheinbaren primären Kursziele einer großen abwärtsgerichteten Wimpelformation und abwärtsgerichteten Trendkanals bereits abgearbeitet hat. Weiter steigende Kurse, insbesondere in Verbindung mit den nahen Widerständen und einer temporär abflauenden Nachfrage, könnten in einigen Monaten zu einer stark überreizten Situation führen und den Kurs in Richtung Süden drücken. Zunächst halte ich weitersteigende Kurs bis rund 60.20/63 USD für realistisch. Kommt es bereits jetzt zu einer großen Korrektur rücken in meinen Augen die Bereiche bei ca. 48 USD und 43.75 USD in den Vordergrund. Doch dafür müssten erst einmal die entsprechenden Signale geliefert werden.

Sollte es zur beschriebenen großen Korrektur kommen, bspw. aufgrund einer bullishen Überreizung und gleichzeitiger Entspannung der aufgeheizten globalen Konjunktur, käme mir eine Retest des Ausbruchsniveaus des abwärtsgerichteten Wimpels bei ca. 37.55 USD oder auch der naheliegenden Supports sehr entgegen. Anschließend wäre eine erneute Rallye bis zunächst rund 71 USD und damit das weitere Abarbeiten der nächsten Fibonacci Retracements nicht unwahrscheinlich.

Motivation für die Bullen

Aktuell kann ich im Tageschart zwar keine bullishe Überreizung feststellen, doch es bedarf augenscheinlich dringend neuer Motivation und klarer Zeichen für die Bullen, damit diese nicht enttäuscht das Handtuch werfen und den Kurs temporär auf Talfahrt schicken respektive vor dem Jahreswechsel Gewinne sichern. Als besonders problematisch könnte sich die Kombination von mehreren Umkehrsignalen erweisen. Wir erinnern uns, dass ich im Wochenchart bereits einige meiner Kursziele abhaken konnte und auch im Tageschart wurden jüngst die vermeintlichen primären und sekundären Kursziele einer kleinen Range abgelaufen.

Im Moment kann ich auch noch keinen nachhaltigen Ausbruch über das 261.8er Fibonacci Expansion Level feststellen, sondern im Gegenteil vielleicht sogar in Kürze einen Retest von unten als Grundlage für ein bearishes Engagement heranziehen. Bislang sehe ich keinen einzigen erfolgreichen Retest, den man in Verbindung mit den überwundenen Fibonacci Expansion Levels und ehemaligen horizontalen Widerständen in Verbindung bringen kann. Das reicht allem Anschein nach bis ca. 47 USD zurück. Natürlich muss solch eine Korrektur nicht erfolgen und die Umkehrsignale haben sich auch noch nicht ausgebildet, aber ich bin gern vorbereitet.

Pessimismus gar nicht notwendig?

Habe ich inzwischen ein sehr negatives Bild gezeichnet? Das war nicht meine Absicht, denn schließlich möchte ich mich nicht auf eine Kursrichtung festlegen, sondern bin gern auf beide Entwicklungen vorbereitet. Doch was heißt beide? Es gibt nicht nur long und short, sondern wie beim Roulette noch die grüne Null. Die Seitwärtsbewegung respektive Phase verwirrender Kursbewegungen. Vor allem rund um das 23.6er Fibonacci Retracement. Da wir im Tageschart dort jedoch noch nicht angelangt waren, sehe ich durchaus das Potential für eine erfolgreiches Short-Setup nach den genannten Kriterien und oder auch für ein erfolgreiches Long-Setup nach den folgenden Kriterien.

Wenn ich mir den jüngsten Ausbruch aus der mutmaßlichen abwärtsgerichteten Flagge und das Überwinden bereits bearish durchbrochener Unterstützungen anschaue, kann ich spüren, wie mir die Bullenhörner wachsen… Deshalb werde ich dieses geplante Long-Engagement auch mit den entsprechenden Details zum Einstieg, Take Profit und Stop Loss in meinem Signaldienst übernehmen. Grob gesagt interessiert mich jetzt vor allem der gesamte Bereich zwischen ca. 56.50 USD und 57.10 USD sowie die prominenten Barrieren ab rund 60.20 USD. Mehr Informationen finden Sie hier:
https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/

Dazu der Autor im Video:

Ein Kommentar

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

Avatar

Veröffentlicht

am

Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

weiterlesen

Allgemein

Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

weiterlesen

Allgemein

Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen