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Märkte

WTI-Ölpreis bei 54 Dollar: Was war zuerst da, der steigende Preis oder die Gründe dafür?

Man könnte sich fragen, was zuerst da war. Der höhere Ölpreis, oder die Gründe dafür? Man kann auch sagen, dass der Markt schlicht und einfach höhere Ölpreise sehen will, und sich danach die Gründe…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Man könnte sich fragen, was zuerst da war. Der höhere Ölpreis, oder die Gründe dafür? Man kann auch sagen, dass der Markt schlicht und einfach höhere Ölpreise sehen will, und sich danach die Gründe dafür gesucht hat. Im folgenden Chart sieht man den Ölpreis-Anstieg seit Freitag. Was ist passiert?

Seit Monaten ist es ein offenes Geheimnis, dass vor allem die Saudis die Fördermengen-Kürzung von 1,8 Millionen Barrels pro Tag nur zu gerne verlängern würden. Einige Terminhändler führen nun an, dass sich dieser Wunsch bei immer mehr Teilnehmern der Kürzung durchsetzt. Andere Trader allerdings verweisen auf den Zeitpunkt des Ölpreis-Anstiegs, nämlich Freitag Mittag. Kurz davor hatten die Öl-Giganten Chevron und Exxon ihre aktuellsten Quartalszahlen veröffentlicht.

In den USA sind Beobachter der Meinung, dass es einen Schub im Ölpreis gab, weil diese beiden Konzerne in ihren Berichten zeigten, dass sie im 3. Quartal ihre Produktionsziele nicht erreich haben. Auch kann man der Meinung sein, dass der Anstieg durch die Eindeckung von Short-Positionen verstärkt wurde. Im zweiten Chart kann man gut erkennen, dass der Preis in dem Augenblick weiter nach oben schoss, als er das Hoch vom 28. September überschritt. Auch das ist ein Zeichen dafür, dass vielleicht mehrere Gründe zum selben Zeitpunkt zusammenfielen, und dann in diesem raschen Preisanstieg mündeten.

Und was macht der US-Dollar als wichtiger Einflussfaktor für den Ölpreis? Der Dollar-Index fiel von Freitag Mittag bis jetzt von 95,00 auf 94,70. Dies kann ebenfalls leicht unterstützend wirken. Auch wenn es so aussehen mag, als wollten wir den Ölpreis ständig schwach reden, so ist die Produktionsausweitung in den USA doch real vorhanden. Ebenfalls gibt es das Problem, dass die gekürzte Menge von 1,8 Millionen Barrels pro Tag als Angebot wieder auf den Markt zurückkehrt, wenn die Kürzung ausläuft. So scheint es derzeit logisch zu sein, dass die Kürzung zeitlich immer weiter verlängert werden muss, damit diese Menge nicht auf den Markt zurückkehrt.

Ob so eine gesunde Ausbalancierung von Angebot und Nachfrage erreicht wird? Die Kürzung ist nur eine künstliche Verzerrung, und nicht wenige OPEC-Länder würden nur zu gerne deutlich mehr fördern (Irak, Iran etc). Jetzt sind es noch genau vier Wochen bis zum nächsten OPEC-Meeting in Wien. Der Gerüchte-Countdown kann jetzt wieder beginnen, wo jedes OPEC-Mitglied ständig irgendein Statement in den Ring wirft. Und der Markt will anscheinend erstmal etwas höhere Preise.


Der WTI-Ölpreis seit Freitag früh. Es gab einen Anstieg von 52,50 Dollar auf bis zu 54,40 Dollar heute Mittag.


Der WTI-Ölpreis seit 18. September.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Steve

    31. Oktober 2017 09:43 at 09:43

    Spätestens seit Freitag müsste jedem klar sein , das der derzeitige Anstieg „gemacht“ ist und nichts mit dem Markt zutun hat. Schongarnicht mit dem Angebot

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Anleihen

Aktienmärkte: Ist das das nächste große Ding? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der Wall Street heute allesamt mit neuen Allzeithochs, während der Dax weiter stagniert und sogar einen leichten Wochenverlust ausweist – und das trotz neuem Optimismus in Sachen Brexit. Aber der Fokus richtet sich nun immer mehr auf die US-Anleihemärkte mit steigenden Renditen, die Zinskurve versteilt sich weiter (gut für Finanz-Aktien, nicht so gut für Tech, daher der Nasdaq heute nur mit kleinen Gewinnen). Sollten die Renditen weiter steigen, werden US-Anleihen wieder zunehmend zur Konkurrenz für die Aktienmärkte. Dort aber herrscht nach wie vor eine „Rundum-sorglos-Stimmung“, vor allem die „Corona-Verlierer“ werden wieder gekauft (der Sektor Energie daher wider mit den größten Gewinnen)..

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Allgemein

Negativzinsen und Druckerpresse: Auswirkungen auf Menschen und Schrottunternehmen

Claudio Kummerfeld

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Negativzinsen helfen Schrottfirmen und schaden den Sparern

Die Druckerpressen von EZB, Federal Reserve und Co laufen auf Hochtouren. Und dank dem neuem US-Präsidenten Joe Biden (Vereidigung am 20. Januar) dürfte das Tempo an neu geschaffenem Geld und neuer Staatsverschuldung nochmal Fahrt aufnehmen. Auch die Eurozone steht dem mit der EZB in Nichts nach. Die Null- und Negativzinsen bleiben weiter dort wo sie sind, und das auf lange Zeit. Das haben die Notenbanker auf beiden Seiten des Atlantiks klar gemacht. Was passiert, wenn Negativzinsen und Druckerpresse auf Menschen und Schrottunternehmen treffen? Hier kurz und knapp zwei Beispiele.

Die Schrottunternehmen werden auch gerne als Zombieunternehmen bezeichnet. Dies sind Unternehmen, die zum Beispiel noch nicht mal genug Geld verdienen um ihre Zinslast auf Kredite bedienen zu können. Oder sie überleben nur noch dank Staatshilfen, aber nicht aus strukturell echten Einnahmen. Wer Schrott ist, muss am Kapitalmarkt für Schulden eine höhere Risikoprämie zahlen. Denn der potenzielle Käufer von Schrottanleihen will sich das höhere Risiko einer Nicht-Zurückzahlung der Anleihe natürlich honorieren lassen. Von daher notieren die Renditen von Junk Bonds (Anleihen begeben von Unternehmen mit zweifelhafter Bonität) immer deutlich höher als die von gut angesehenen Unternehmen.

Derzeit aber, wo die Notenbanken alles mit frisch gedrucktem Geld überschwemmen und wo die Negativzinsen alles runterdrücken, da profitieren auch die Zombieunternehmen von immer weiter fallenden Renditen für ihre Schulden. Wie der folgende zehn Jahre zurückreichende Chart zeigt, ist die durchschnittliche Rendite für Junk Bonds in den USA auf ein neues Rekordtief von 4,45 Prozent gesunken, mehr als zwei Prozentpunkte unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Zombies freuen sich also über immer geringere Kosten für ihre Schulden.

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Der Spar-Michel zahlt die Zeche

Man erinnere sich noch zurück, als hier und da die aller erste Sparkasse oder Volksbank Negativzinsen für Kontoguthaben einführte. Was gab das für einen Aufschrei. Heute ist das Alltag. Und die Lawine rollt immer weiter. Die ganz frische Veröffentlichung des Portals Biallo zeigt, dass auch die Direktbanken immer stärker auf den Zug aufspringen. 240 Banken insgesamt kassieren mittlerweile Negativzinsen im Privatkundenbereich, bei Firmenkunden sind es 317 Geldhäuser. Beim sogenannten Verwahrentgelt gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, die von 5.000 Euro bis zu Millionenbeträgen reichen. Elf Geldhäuser langen bereits ab dem ersten Euro zu. Die DKB folgt aktuell der ING und führt ab sofort einen Negativzins in Höhe von minus 0,5 Prozent ein – für Einlagen ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto. Wie bei der ING sollen Bestandskunden erst mal nicht betroffen sein.

Damit dürfte die Negativzins-Welle, die derzeit auf Sparer zurollt, noch mal deutlich an Fahrt gewinnen. Denn laut jüngsten Recherchen von Biallo haben auch große Regionalbanken in Hamburg, München und Köln zuletzt einen Strafzins für private Einlagen eingeführt. Erst gar keine Negativzinsen, jetzt gibt es immer mehr, aber mit Freibeträgen. Da das Umfeld aus Null- und Negativzinsen noch jahrelang anhalten wird, und da die Banken margentechnisch unter immer größerem Druck stehen, darf man annehmen, dass diese Freibeträge in Zukunft stetig verringert werden, und dass auch immer öfter von Bestandskunden Negativzinsen kassiert werden, und nicht nur von Neukunden.

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Devisen

Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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Im folgenden Video schaue ich direkt am Chart auf die aktuelle Entwicklung im Dow Jones und seine Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten. Auch überlege ich, ob im Yen ein interessanter Trade möglich sein könnte.

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