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Yahoo mit verheerendem Signal beim Angebot zum Selbstverkauf

FMW-Redaktion

Ja, das ist ein verheerendes Signal, so meinen wir. Wie ja allgemein bekannt ist, hatte Yahoo potenziellen Käufern bis zum 11. April Zeit gegeben verbindliche Kaufangebote für das Kerngeschäft oder auch Einzelteile von Yahoo abzugeben – sozusagen ein Angebot zum Selbstverkauf. Im Zuge dieses Angebots kommt heute heraus, dass Yahoo diese Frist um eine Woche bis zum 18. April verlängert hat.

Ohne nähere Details zu wissen, kann das wohl nur bedeuten: Es gab keine konkreten Kaufangebote, oder zumindest keine befriedigenden Angebote – oder die Käufer zögern alle noch in der Hoffnung nach einem gescheiterten Selbstverkauf noch billiger an Teile von Yahoo zu kommen. Oder am Allerschlimmsten: Niemand hat Interesse bei Yahoo einzusteigen!? Erst gestern kam das Gerücht auf Google wolle Yahoo kaufen – bisher aber auch nur ein Gerücht.

Die heutige Info mit der Fristverlängerung stammt vom Portal Re/Code, welches in den letzten Monaten aus der Tech-Szene immer wieder verlässliche Hintergrundinfos lieferte. Also kann man sich wohl auf diese Info verlassen. Re/Code gab auch einen Hinweis auf die Art seiner Quelle. Zitat:

„…according to sources close to the situation and the blabby bankers they talk to.“

Also gibt es im Umfeld von Yahoo anscheinend Banker, die allzu sehr gesprächig sind bzgl. der Details der Verkaufsverhandlungen! Berichtet wird auch, dass Yahoo-Chefin Marissa Mayer damit beschäftigt sei aufdringlich um die Investoren zu werben – so spiele sie z.B. die schwachen Geschäftsaussichten herunter, die Yahoo in Unterlagen an potenzielle Investoren genannt hat.

Auf jeden Fall ist der ganze Vorgang desaströs für die Firma. Man bietet sich an, will sich selbst quasi hergeben, und niemand will so richtig. Einst die weltweit wichtigste Suchmaschine, ist Marissa Mayer mit ihren großen Plänen zur Wiederauferstehung von Yahoo gescheitert. Darf man es jetzt bereits so drastisch ausdrücken? Wo wird der Kurs der Yahoo-Aktie nach dem 18. April notieren, wenn sich auch dann kein Käufer gefunden hat?

Dann wird nämlich die Börsianer-Gemeinde wissen: Mensch, diese Firma ist derart unattraktiv, dass keiner der großen Konzerne, die im Cash schwimmen, hier einsteigen will. Da kann was nicht stimmen… so könnte die Denkweise sein ab dem 19. April. Bei der Yahoo-Aktie tut sich heute jedenfalls nichts. Abwarten ist angesagt, jetzt bis zum 18. April.



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