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Zalando-Aktie im Minus: Kräftiges Umsatzwachstum, trotzdem Verlust – wenn diese lästigen Kosten nicht wären…

Die Zalando-Aktie ist heute im Minus, nachdem man seine Quartalszahlen veröffentlicht hat. Es lohnt sich einen Blick in die Detailzahlen zu werfen. Der Umsatz liegt bei 1,07 Milliarden Euro nach 835 Millionen Euro vor einem Jahr. Eine kräftige...

FMW-Redaktion

Die Zalando-Aktie ist heute im Minus, nachdem man seine Quartalszahlen veröffentlicht hat. Es lohnt sich einen Blick in die Detailzahlen zu werfen. Der Umsatz liegt bei 1,07 Milliarden Euro nach 835 Millionen Euro vor einem Jahr. Eine kräftige Steigerung! Verbucht wird letztlich ein Netto-Verlust von 10,5 Millionen Euro für das 3. Quartal nach +5 Millionen Euro im Vorjahr. Wer nur auf das EBITDA (vor Zinsen und Steuern) schaut, sieht ein Plus von 15,7 Millionen nach 30,6 Millionen Euro vor einem Jahr. So oder so, das sind keine guten Zahlen. Bei dem kräftigen Umsatzwachstum müsste doch was hängen bleiben, oder?

Kräftiges Umsatzwachstum auf Kosten der Gewinne – die Story funktioniert nur bei Startups, aber nicht bei einem inzwischen etablierten Onlineshopping-Konzern, der seit drei Jahren börsennotiert ist. Als Grund für den Nettoverlust führt Zalando aber wie schon öfters an, dass man kräftig in Infrastruktur und Logistik investieren müsse (16,6 Mio in eigene Software + 18,9 Mio in Logistik). Aber herje, alle anderen Onlineshopping-Riesen investieren auch fortlaufend in ihre Infrastruktur und Technik. Wenn Zalando bei inzwischen über 1 Milliarde Euro Umsatz im Quartal keinen Gewinn (oder konstante Gewinne mehrere Quartale nacheinander) aufzeigen kann, wie lange soll es dann noch dauern?

Während der Umsatz um 240 Millionen Euro im Jahresvergleich steigt, zeigt die erste Grafik, dass die Umsatzkosten um 146 Millionen Euro steigen. Gleichzeitig steigen die Verwaltungskosten um 14 Millionen, die Vertriebskosten um 100 Millionen Euro. Es ist also ein Gesamtproblem bei den Kosten. Die zweite Grafik zeigt: Die Site-Visits steigen spürbar, ebenso die Zahl aktiver Kunden und die Bestellungen. Negativ kann man anmerken, dass das Fulfillmentkostenverhältnis zum Umsatz steigt, und die Warenkorbgrößte leicht sinkt. Im Großen und Ganzen kann man auch hierzu sagen: Wachstum ist ja da – wenn nur die steigenden Kosten nicht wären…

In den ersten neun Monaten des Jahres hat man insgesamt einen Gewinn von 42,5 Millionen Euro erzielt. Wenn man das konstant Quartal für Quartal durchhalten könnte – aber immer wieder diese nervigen Kosten zwischendurch… jeder Onlineversender investiert ständig kräftig. Auf Investitionskosten zu verweisen, als Grund für ausbleibende Gewinne, ist ein schwaches Argument bei einer inzwischen so etablierten Firma! Aber das ist natürlich nur unsere Meinung.

Der Ausblick von Zalando im Wortlaut:

Zalando strebt für das Gesamtjahr weiterhin ein Umsatzwachstum in der oberen Hälfte des Korridors von 20% – 25% an – trotz eines schwächer als erwarteten Oktobers. Infolgedessen erwartet Zalando für das vierte Quartal eine bereinigte EBIT-Marge leicht unter dem Niveau des starken Vorjahres und für das Gesamtjahr eine bereinigte EBIT-Marge von leicht unter 5%.

Die Aktie notiert aktuell gegenüber gestern Abend mit -3,6%. Schaut man auf die Gesamt-Performance seit dem Börsengang 2014 (Chart am Ende des Artikels), dann glauben die Aktionäre nach wie vor an die Story. Das Umsatzwachstum ist ja vorhanden. Aber die Gewinne, das ist halt ein lästiges Thema.


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Die Zalando-Aktie seit dem IPO 2014.



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1 Kommentar

  1. ahhhhhhhhhhhhh,…schrei vor Glück

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