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Zalando-Quartalszahlen: Gewinn geringer aufgrund hoher Investitionen

FMW-Redaktion

Die Zalando-Quartalszahlen wurden heute früh veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 1,1 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 916 Millionen Euro).

Der Nettogewinn liegt bei 47,4 Millionen Euro (Vorjahresquartal 50,9 Millionen Euro).

Im Jahresvergleich steigt die Zahl der Mitarbeiter deutlich von 10.639 auf 13.218. Somit steigen also auch die Personalkosten!

Die Anzahl der Bestellungen stieg von 17,5 auf 22,2 Millionen.

Die durchschnittliche Warenkorbgröße pro Einkauf sank von 66,2 auf 64,5 Euro. Das kann man vielleicht als negativen Aspekt an den Zahlen bemängeln.

Die Aktie notiert heute mit 0,68% im Plus.

Zalando auszugsweise im Wortlaut:

Eine leicht niedrigere Bruttomarge und erhöhte Fulfillmentkosten konnten durch verbesserte Marketingkosten nicht vollständig kompensiert werden. Die höheren Fulfillmentkosten sind im Wesentlichen auf den Anstieg der Logistikkosten zurückzuführen, darunter Investitionen in schnellere Lieferungen und Retouren sowie der weitere Ausbau von Kapazitäten und Automatisierung an verschiedenen Logistikstandorten.

Der Investitionsaufwand belief sich im ersten Halbjahr 2017 ohne Unternehmenszukäufe auf 130 Millionen Euro, wobei überwiegend in Infrastruktur und selbst entwickelte Software investiert wurde. Zalando peilt für das Gesamtjahr Investitionsausgaben ohne Unternehmenszukäufe in Höhe von rund 250 Millionen Euro an.

Für das Gesamtjahr strebt Zalando ein Umsatzwachstum in der oberen Hälfte der 20-25% Spanne und eine bereinigte EBIT-Marge in der unteren Hälfte der 5-6% Spanne an.

Im Rahmen seiner anhaltenden Wachstumsinvestitionen plant Zalando den weiteren Ausbau seines europäischen Logistiknetzwerkes mit zwei großen Logistikzentren in Polen und Italien. Zalando verfügt bereits über ähnlich große Standorte in Erfurt, Mönchengladbach und Lahr sowie in Gryfino bei Stettin (Polen), der im dritten Quartal 2017 in Betrieb genommen wird. Ergänzt werden die Hauptstandorte durch einen kleineren Logistikstandort in Brieselang bei Berlin, sowie lokale Logistikzentren in Stradella bei Mailand, Moissy-Cramayel bei Paris und zum Jahresende auch in Brunna bei Stockholm.

„Wir sind davon überzeugt, dass Wachstum die richtige Strategie für uns ist, den Unternehmenswert von Zalando zu steigern. Unsere Jahresprognose unterstreicht unseren Fokus auf Wachstum bei gleichzeitig solider Profitabilität“, sagte Co-CEO Rubin Ritter. „Es ist Teil unserer DNA, laufend Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren, neue Ideen auszuprobieren und diese schnell auszubauen. Das reicht von der Erweiterung unseres Sortiments bis hin zu unserem kürzlich gestarteten Vorteilsprogramm Zalando Zet.“



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