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Quartalszahlen Zalando: Rückläufiger Umsatz und Gewinn, aber Prognose-Bestätigung

Zalando hat aktuell seine Quartalszahlen präsentiert. Die hohe Inflation sorgt offenkundig für Kaufzurückhaltung bei den Kunden.

Symbolbild für Onlineshopping

Zalando hat aktuell seine Quartalszahlen präsentiert. Die hohe Inflation sorgt offenkundig für Kaufzurückhaltung bei den Kunden. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 2,62 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 2,73). Das Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Volume, GMV) liegt im Jahresvergleich unverändert bei 3,78 Milliarden Euro. Der Nettogewinn liegt bei 14 Millionen Euro nach 120,4 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die Aktie notiert heute mit 7,9 Prozent im Plus auf Tradegate – offenbar ist man an der Börse erfreut, dass eine große Umsatz-Katastrophe und eine Gewinnwarnung ausgeblieben ist? „Nur“ 4 Prozent Umsatzminus ist noch akzeptabel bei der hohen Inflation und einer drohenden Rezession?

Droht die Rezession und noch mehr Kaufzurückhaltung als im zweiten Quartal? Spätestens wenn die Heizkostennachzahlungen und reihenweise höhere Abschlagszahlungen von den Versorgern in den Briefkästen landen, dürfte die Kauflaune für überflüssige Klamotten sinken? Da schaut man offenbar verstärkt auf die Optimierung der Kosten bei Zalando. So hat Zalando nach eigener Aussage sein Angebot angepasst, um dem „veränderten Konsumverhalten der Kund*innen zu entsprechen“. Um die Kosten pro Bestellung zu optimieren, führte Zalando Anfang Juni in 15 weiteren Märkten ein Mindestbestellwert ein, der nun in allen 25 Zalando-Märkten gilt. Zur Anpassung der Kostenstruktur hat Zalando seine Marketingausgaben und Investitionen in die Logistikinfrastruktur reduziert.

Zur Prognose sagt das Unternehmen, im Wortlaut:

Zalando bestätigt die Prognose vom 23. Juni 2022 für das Geschäftsjahr 2022 mit einem GMV-Wachstum zwischen 3% und 7% auf 14,8 bis 15,3 Milliarden Euro. Es wird erwartet, dass der Umsatz zwischen 0% und 3% auf 10,4 bis 10,7 Milliarden Euro steigen wird, wobei sich das bereinigte EBIT im genannten Zeitraum auf 180-260 Millionen Euro belaufen wird. Investitionen (Capex) von 350-400 Millionen sind geplant.



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