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Zalando: Wachstum vs. Profitabilität – Börse ist Wachstum wichtiger

FMW-Redaktion

Zalando ist, kaum in der Gewinnzone, im letzten Quartal mit 23,5 Mio Euro wieder in die Verlustzone gerutscht. Damit entscheidet sich das Unternehmen weiterhin für Wachstum auf Kosten der Profitabilität.
Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal zwar um satte 42% auf 713 Mio Euro, aber u.a. die Inkasso-Einnahmen schwächelten.

Auch hat Zalando viel in seine App investiert sowie Geld ausgegeben für das Testen von taggleichen Lieferungen – auch wurden hohe Rabatte auf Restware gewährt. Zalando-Vorstand Rubin Ritter zeigte sich mehr als überzeugt, dass der jetzige Verzicht auf Gewinne in Zukunft mehr Gewinne bringen wird. Im Gesamtjahr 2015 jedenfalls soll ein guter Gewinn anfallen. Und 2016? 2017? Wann werden die konstanten nachhaltigen Gewinne kommen? Wir hatten schon mehrfach am Konzept des ständigen brutalen Wachstums ohne strukturelle Gewinne Zweifel angemeldet. Irgendwann will auch der letzte Investor mal sehen, dass statt ständig neuen Investitionen konstante Gewinne ausgeschüttet werden.

Aber es mag auch Anleger geben, die nicht langfristig auf Dividenden schielen, sondern nur auf eine relativ kurzfristige Wachstumsstory. Und mit den 42% Plus beim Umsatz von einem Jahresquartal auf das nächste ist diese Story voll in Gange, Hut ab! Die Börsianer suchten sich heute diese Story als positiven Anhaltspunkt und lassen die Zalando-Aktie aktuell um 2,86% auf 31,82 Euro steigen.

Zalando



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