Nur in gewissen Abständen erfährt man ansatzweise, wie viel Gold die Zentralbanken weltweit aufkaufen. Im alltäglichen Blick auf die Bewegung im Goldpreis ist dieser im Hintergrund laufende Kaufdruck nicht ersichtlich. Heute aber sehen wir: Im dritten Quartal haben die Zentralbanken ihre Aufkäufe wieder deutlich hochgeschraubt, und das trotz der hohen Preise! In diesem XAUUSD Chart sehen wir den Verlauf im Goldpreis seit März. Rot markiert ist das dritte Quartal, in dem der Goldpreis von 3.336 Dollar auf 3.864 Dollar gestiegen ist (aktuell Preise um die 4.000 Dollar). Immer weiter steigende Preise haben die Zentralbanker also nicht vom Goldkauf abgehalten.
Zentralbanken haben wieder mehr Gold gekauft
Die Zentralbanken haben ihre Goldkäufe im dritten Quartal beschleunigt, da mehrere zurückkehrende Käufer trotz Rekordpreisen auf den Wert von Gold als Absicherung gegen einen anfälligen US-Dollar setzten, so Bloomberg News. Die 220 Tonnen Gold, die im Zeitraum Juli bis September gekauft wurden, markierten einen Anstieg von 28 % gegenüber dem Vorquartal und kehrten den Rückgang zu Beginn des Jahres um, wie aus einem Bericht des World Gold Council hervorgeht. Die Nationalbank von Kasachstan war der größte Einzelkäufer, während die brasilianische Zentralbank zum ersten Mal seit mehr als vier Jahren Gold kaufte.
Die Zentralbanken stockten ihre Reserven bis September um 634 Tonnen Goldbarren auf – weniger als im gleichen Zeitraum der letzten drei Jahre, aber deutlich über dem Durchschnitt vor 2022, also vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine. Das World Gold Council prognostiziert für das Gesamtjahr 2025 Käufe von Gold in einer Größenordnung von 750 bis 900 Tonnen.
„Die verschärften geopolitischen Spannungen, der anhaltende Inflationsdruck und die Unsicherheit in Bezug auf die globale Handelspolitik haben die Nachfrage nach sicheren Anlagen angeheizt“, erklärte Louise Street, Senior Markets Analyst beim WGC, in einer Stellungnahme anlässlich der Veröffentlichung des heutigen Berichts.
Trotz eines jüngsten Rückgangs hat Gold in diesem Jahr rund 50 % an Wert gewonnen und Anfang dieses Monats einen Rekordwert von über 4.380 USD pro Unze erreicht. Der rasante Anstieg wurde zum Teil durch Käufe der Zentralbanken sowie durch das Bestreben der Mainstream-Anleger, ihre Portfolios gegen Risiken abzusichern, angeheizt.
Weitere Antriebsfaktoren am Goldmarkt
Der WGC erklärte, der Preisanstieg sei „wahrscheinlich ein begrenzender Faktor“ für Käufe in der ersten Jahreshälfte gewesen, während die steigende Nachfrage im dritten Quartal „ein Beweis dafür ist, dass die Zentralbanken weiterhin strategisch Gold hinzufügen“. Der Rat schätzte außerdem, dass 66 % der Nachfrage des letzten Quartals weiterhin nicht gemeldet sind.
Die Nachfrage der Anleger nach Goldbarren stieg im Vergleich zum Vorquartal um 13 %, da die steigenden Preise die Angst schürten, weitere Gewinne zu verpassen (FOMO), so das World Gold Council. Gleichzeitig gewann Gold als sicherer Hafen und Absicherung zunehmend an Attraktivität – ein Trend, der nach Ansicht des Councils für den Rest des Jahres anhalten wird. Das dritte Quartal war ein Rekordquartal für goldgedeckte börsengehandelte Fonds, heißt es in dem Bericht weiter, mit globalen Zuflüssen in Höhe von 26 Milliarden US-Dollar.
Die Erwartungen einer weiteren geldpolitischen Lockerung und die Sorgen um die Gesundheit der US-Wirtschaft trieben die Marktteilnehmer im Laufe des Quartals ebenfalls in Gold, so das World Gold Council. Die US-Notenbank Federal Reserve hatte gestern Abend eine weithin erwartete Zinssenkung um einen Viertelpunkt vorgenommen, obwohl Fed-Chef Jerome Powell sagte, eine weitere Senkung im Dezember sei „keine ausgemachte Sache”.
Der hohe Goldpreis drückte unterdessen den Schmuckkonsum im dritten Quartal auf den niedrigsten Stand seit 2020, was das WGC dazu veranlasste, seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach unten zu korrigieren. Dennoch stiegen die Verbraucherausgaben für Schmuck aufgrund des höheren Preises im Jahresvergleich um 13 % auf 41 Milliarden US-Dollar.
FMW/Bloomberg
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Es wäre mal interessant zu erfahren, wieviel Gold Geschäftsbanken als Eigenkapital halten.
Bzw. wieviel sie in der letzten Zeit gegen Papierwerte umgetauscht haben.
Denn nach Basel III können Banken Gold mit der Sicherheit Tier 1 in ihren Bilanzen angeben.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Geschäftsbanken selbst halten in der Regel keine nennenswerten physischen Goldmengen.
Sie verwalten das Gold ihrer Kunden in Schließfächern und Sammellagern. Mehr nicht.
@Columbo: Was Helmut hier immer wieder erwähnt meint wohl mehr oder weniger das da:
https://www.axinocapital.de/make-money/artikel/basel-iii-das-aus-fuer-die-gold-tricks-der-banken
Nicht bekannt?
Eine Einschätzung wäre schon wirklich extrem interessant nach dem Motto, sind die auf den Zug aufgesprungen oder fahren die mit dem Auto von Bahnhof zu Bahnhof und hoffen, dass er anhält?
Das einzige was ich bisher dazu gefunden habe sind tagesaktuelle Einträge in den Comex-Infos.
https://www.cmegroup.com/solutions/clearing/operations-and-deliveries/nymex-delivery-notices.html
Ich glaube, die Daten werden auf längere Zeiträume nicht aggregiert, d.h., täglich nachschauen und prüfen wer hat liefern lassen. Stopped ist glaube ich der Empfänger.
Es gibt bestimmt irgend jemanden in der großen weiten Welt des Internets der das macht. Mich würde das auch interessieren.
Die beiden genannten Länder sind Teil von BRICS, wo man demnächst mit Gold und nicht mehr mit Dollar bezahlen will. Den Chinesen wird das gefallen, denn dann wird ein Krieg um Taiwan problemloser. Bei Russland konnte man schon sehen, dass Dollar im Kriegsfall wertlos werden können. Zum Glück haben wir viel Gold, so dass wir auch dann die chinesischen Exporte bezahlen können. Läuft für China.
die inder wollen ab april auch silber im verhältniss 10:1 zu gold zur kreditabsicherung akzeptieren,
weiters will die nationalbank silber als zweites asset zusätzlich dem gold zur seite stellen.
sieht doch gut aus, für edelmetall
In dem Fall braucht man funktionierende Methoden echtes Gold und Silber zu identifizieren. Ich sehe da leider immer wieder Videos, wie Käufer betrogen werden.
Jetzt habe ich mal die kostenlose google KI gefragt, wieviel Gold es wäre wenn 5% der deutschen Rentenversichrungseinnahmen in Gold investiert würden. Wenn die Zahlen stimmen, wäre das schon erstaunlich und wundere mich, warum es keine Abgabenpflicht für Kauf von Gold für die Reservesicherheit des Staates gibt
Nun hoffe ich mal, dass die Zahlen einigermaßen Stimmen und keine KI Lüge (nennt man KI Halluzination) ist.
Hier mal zusammengefasst das Ergebnis der KI:
Antwort:
Wenn 5 % der Einnahmen der Deutschen Rentenversicherung aus dem Jahr 2024 in Gold investiert würden, entspräche dies ungefähr 181.258 Kilogramm Gold, basierend auf einem angenommenen Goldpreis von 110.896,42 Euro pro Kilogramm
Dies entspricht 20,1 Milliarden Euro
Jährliche Fördermenge weltweit
Die weltweite Goldproduktion liegt jährlich bei etwa 3.000 bis 3.600 Tonnen, wobei die genauen Zahlen je nach Quelle und Jahr leicht variieren.
Im Jahr 2023 betrug die globale Goldförderung laut Schätzungen etwa 3.250 Tonnen.
der puppendokta hat vor einigen tagen geschrieben:
zentralbanken verkaufen ihr gold ………..
meinte er jetzt oder vor dreissig jahren?
Wer ist denn dieser Dr.?
@nobody,
meine antwort ist wieder einmal der zensur zum opfer gefallen,
dafür haben die pippi langstrümpfe und dünnhäutigen hier narrenfreiheit wie im kindergarten
@schwachkopff
Schwachköpffe können sich halt nicht benehmen. Dazu fehlen innen Abstand und Grips.
Vielleicht mal ein Benimmseminar besuchen?
Eine Runde Mitleid für dich ❤️
robert h. schwachkopff
Ich habe Columbo um einen Link zu seiner Behauptung gebeten.
Bei der zweiten Nachfrage habe ich dann die Antwort erhalten, dass ich selbst suchen solle.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Richtig @Helmut😄. Ich habe Besseres zu tun, als Links zu suchen.
Ja @ Columbo
So ist das bei Dir, nur Geschwätz verbreiten und keine Belege dafür liefern.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut, Geschwätz ist immer noch besser als Schwurbellinks.
@Helmut
wenn wir für deinen gesammelten Unsinn immer Links fordern würden….