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Zentralbanker geben zu: Wir können die Weltwirtschaft nicht länger stützen

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FMW-Redaktion

Aktuelle und ehemalige Mitglieder der wichtigsten Zentralbanken geben jetzt in einem Report offen zu: “Wir können die Weltwirtschaft nicht länger stützen” – so kann man ihre Botschaft in verständliche Sprache übersetzen. Zinsen auf 0 und Gelddrucken sollten ab 2008 der Politik Zeit für Lösungen geben, aber jetzt hat man keine Mittel mehr.

Zentralbanker können die Weltwirtschaft nicht mehr stützen
Auch aktuelle und ehemalige Fed-Mitglieder sind Mitglied in der “Group of 30”.
Foto: Foto: NilsTycho / Wikipedia / Public Domain

Die “Group of 30”, ein Wirtschaftsverband hauptsächlich mit aktuellen und ehemaligen Notenbankern besetzt (Draghi, Trichet, Dudley, Volcker uvm) gibt in seiner aktuellsten Studie zu, dass die Zentralbanken die Weltwirtschaft nicht länger stützen können, da ihre Mittel jetzt ausgeschöpft seien. Jetzt sei die Politik am Zug. Nach der Lehman-Krise sprangen die großen Zentralbanken wie die Fed, EZB, Bank of Japan etc in die Bresche und bewahrten die Weltwirtschaft vor einer deftigen Rezessions- und Deflationsspirale, in dem sie die Leitzinsen auf 0 senkten und die Kapitalmärkte mit ca. 7 Billionen Dollar fluteten. Aber jetzt machen sich die Damen und Herren ernsthaft Gedanken über den Zustand einer überschuldeten Weltwirtschaft. Sie schreiben ganz offen, dass die strukturellen Probleme der Volkswirtschafen nicht gelöst sind, Zitat:

“After eight years of relying on central banks to resolve the crisis, it remains fundamentally unresolved. Except perhaps in the United States, there is nowhere a sense that the global economy is now back on a normal growth path unimpeded by the headwinds of debt and excessive leverage. Indeed, concerns about the health of most AMEs remain significant, and those concerns have now been extended to many EMEs, as described in Chapter 4. What then might governments do to help resolve the crisis and thereby help restore sustainable growth? Briefly, since this is a paper about central banking, both demand-side and supply-side measures would seem required, though many suggested policies affect both over different time Frames.”

Anders als z.B. die EZB selbst gibt der Zentralbanken-Lobbyverband “Group of 30” zu, dass die Anleihekaufprogramme nicht so wirken, wie sie sollten, Zitat:

“In Europe, the emphasis has been put on a transmission mechanism that is not functioning properly, especially for small and medium-sized enterprises (SMEs) in peripheral Europe. The ECB has initiated or suggested a number of possible solutions, but the underlying problem remains. While larger firms have significantly increased their recourse to corporate debt markets, SMEs face continuing credit constraints and high borrowing costs.”

Da Zentralbanker sich wie Politiker immer etwas blumig ausdrücken, klingen die folgenden Sätze nicht ganz so dramatisch, sind aber der klage Hinweis darauf, dass man jetzt die Politik und Privatwirtschaft am Zug sieht endlich selbst aktiv zu werden bei der Lösung der strukturellen Krise der Weltwirtschaft.

“Central banks worked alongside governments to address the unfolding crises during 2007–09, and their actions were a necessary and appropriate crisis management response. But central bank policies alone should not be expected to deliver sustainable economic growth. Such policies must be complemented by other policy measures implemented by governments. At present, much remains to be done by governments, parliaments, public authorities, and the private sector to tackle policy, economic, and structural weaknesses that originate outside the control or influence of central Banks.”

Und was ist die große Botschaft der “Group of 30”? Folgendes Zitat ziehen wir dafür heran:

“Nevertheless, for this appearance to become a reality, underlying problems rooted in very high debt levels must be resolved if global growth is to be more sustainably restored.”

Es ist schon eine Ironie. Die Zentralbanker beklagen sich, dass die Weltwirtschaft auf einem zu hohen Schulden-Level sitzt. Dabei haben doch gerade die Zentralbanken das Umfeld geschaffen, in dem sich kaputte Firmen zu quasi 0% Zinsen vollsaugen und so am Leben erhalten konnten. Jetzt haben wir den Salat. Inhaltlich haben sie natürlich recht, dass letztendlich die Politik eine strukturelle Lösung finden muss um die Weltwirtschaft wieder zum Laufen zu kriegen. Außerhalb ihrer eigenen offiziellen Räumlichkeiten scheinen die Damen und Herren Zentralbanker deutlicher zu reden als auf ihren offiziellen PK´s. Man weiß jetzt nicht mehr, ob man Zinsen erhöhen und QE´s beenden soll, oder ob neue QE´s und Zinsen auch weiterhin auf dem Null-Level richtig sind für das, was sie selbst leisten können. Man gibt zu, dass man sich selbst in eine Art Falle manövriert hat:

“There seems to be an almost unanimous view that monetary policy in the major AMEs will have to be normalized at some point. However, even if views differ about what precisely normal might mean, presumed dates for exit also differ due to different countries being at different points in the business cycle. There is also agreement that a danger exists of exiting too soon, thus aborting a nascent recovery, and also of exiting too late, thus encouraging some combination of higher inflation and other imbalances that could also weigh on recovery. However, where serious disagreement arises is when it comes to discussing which danger is the greater. Those worried about too early an exit point to the example of the Federal Reserve in 1937. In contrast, those worried about too late an exit point to the inflation that followed the Fed-Treasury Accord in the late 1940s and to the inflationary surge in the early part of the 1970s.”

Was ist das Endfazit? Die Zentralbanker wissen jetzt auch nicht mehr weiter und senden einen Hilferuf an die Regierungen der großen Industrienationen. “Kümmert euch endlich um die strukturellen Probleme der Weltwirtschaft”, könnte man auch diesen Hilferuf nennen. Aber die Politik hat andere Sorgen (Flüchtlinge, IS) und hat die Stützung der Wirtschaft längst den Zentralbanken überlassen. Lief ja bisher auch, irgendwie…


25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    leser

    13. Oktober 2015 11:36 at 11:36

    Den Preis für Geld zentralplanerisch bestimmen zu wollen funktioniert eben nicht. Die Zentralbanken sind Geldsozialisten. Schafft die Zentralbanken einfach ab und überlasst das Geld dem freien Wettbewerb. Das beste Zahlungsmittel wird sich sehr schnell herauskristallisieren.

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      GN

      13. Oktober 2015 13:39 at 13:39

      ….Sie sollten sich vielleicht erst einmal über unser derzeitiges Geldsystem informieren, bevor Sie einen solchen Unsinn schreiben. Es ist seit spätestens 1971 so, das die größte Geldschöpfung durch die private Geldindustrie stattfindet. Die Zentralbanken haben daran einen verschwindend geringen Anteil!!!!!

      Geld entsteht ausschließlich dadurch, daß jemand (Staat, Unternehmen, Verbraucher) eine Schuld eingeht……leider kommt der Irrglaube, die Zentralbanken schaffen das Geld nicht aus den Köpfen…

      VG

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        UL

        13. Oktober 2015 16:21 at 16:21

        Ihre Kritik ist grammatikalisch und rhetorisch korrekt, inhaltlich aber völlig falsch. Die Privatbanken, von denen sie reden, sind alles Banken außer die Zentralbanken. Es handelt sich um die sogenannten Geschäftsbanken. Wenn der Kunde bei dieser Kredit beantragt, dann bekommt er diesen bei entsprechender Bonität ausbezahlt. Das ist, was Sie sehen. Doch was abläuft, ist etwas völlig anderes. Diese Geschäftsbanken richten sich mit der Kreditanfrage des Kunden an die Zentralbanken, die bei vertragskonformer Anfrage eben diesen Kreditbetrag an die Geschäftsbank zur Weiterleitung an den Kunden überweist. Die Entstehung des Geldes kommt dabei lediglich aus der Kreditnachfrage. Lesen Sie mal die Statuten der Bundesbank, diese hat einen (Vertrag!?) mit der Bundesregierung zur alleinigen Geldschöpfung und “Vernichtung”. Es herrscht auch kein freier Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Geldarten, weil nur dieses Kreditgeld (jetzt Euro) gesetzlich legitimiert ist, sogar unter Annahme-Zwang Paragraphen steht. Jegliche Konkurrenz chancenlos und ausgeschlossen. Es müssen auch alle Geschäftsbanken das von der Zentralbank ausgegebene Geld zurückzahlen, mit Zinsen natürlich. Eine “Vernichtung” des Geldes ist schon von daher eine Lüge, daß das geliehene Geld mit Zins nicht zurückbezahlt werden kann, ohne neuen Kredit aufzunehmen. Denn Geld entstehen lassen, dürfen wie gesagt nur die ZB. Früher bei DM war es die Bundesbank, heute die EZB. PS: Henry Ford sagte einmal: wenn die Menschen wüssten, wie das Geldsystem funktioniert, dann gäbe es eine Revolution.

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          UL

          13. Oktober 2015 16:33 at 16:33

          Nachtrag: gemeint ist natürlich GN, der einen guten Vorschlag mit Halbwissen meint kritisieren zu müssen und dazu noch persönlich wird.

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          GN

          13. Oktober 2015 17:28 at 17:28

          …..tolle sematische Wortspielerei (Privatbanken/Geschäftsbanken)…..was ist denn bitte eine Geschäftsbank anderes als eine Privatbank?

          Und der Rest den Sie da schreiben ist ebenso falsch!!! Mein “Halbwissen” beziehe ich u. a. von keinem Geringeren als Prof. Binswanger (Doktorvater von Josef Ackermann) und Prof. Joseph Huber (Monetative e. V)…u. a. Kapazitäten…

          https://vollgeld.files.wordpress.com/2011/05/handout-binswanger_13-mai-2011.pdf

          Die Geldschöpfung durch die Privatbanken ohne Refinanzierung durch Einlagen oder Gegenfinanzierung durch die Zentralbanken ist mittlerweile auch empirisch bewiesen:

          https://www.kreditopferhilfe.net/docs/Koennen_einzelne_Banken_Geld_aus_dem_Nichts_schaffen_(mit_allen_Beilagen).pdf

          Meine Aussage, das die Geldmenge deshalb in der Hauptsache durch die Privatbanken ausgeweitet wird ist dementsprechend folglich.

          VG

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            GN

            13. Oktober 2015 18:43 at 18:43

            …..und hier noch eine kurze aber präzise Darstellung zu unserem Geldsystem von der Monetative e. V. . In der Monetativen haben sich namhafte Kapazitäten zum Thema Geldsystem zusammengefunden, um die Bevölkerung über unser Geldsystem aufzuklären und dazu beizutragen ein neues krisensicheres Geldsystem einzuführen….

            http://www.monetative.de/initiativerklaerung/

            Weiterführende Information zum Geldsystem findet sich auf der Seite….

            VG

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            GN

            13. Oktober 2015 21:19 at 21:19

            Hier noch ein Auszug eines Interviews mit Prof. Joseph Huber zur Geldschöpfung bei “Cashkurs”:

            Helmut Reinhardt: Auf welchen „Schöpfungsakt“ beruht denn überhaupt unser heutiges Geld und wie begründen Sie Ihre Forderung, die Gewaltenteilung um eine monetative Instanz zu erweitern?

            Prof. Dr. Joseph Huber: Moderne Währungen beruhen auf frei geschöpftem chartalem Geld (fiat money), für das der Staat bzw. die Zentralbank bzw. die Allgemeinheit faktisch bürgt. Davon abgesehen ist Geld ein öffentliches Medium, das in der Zirkulation den jeweiligen Besitzer wechselt. Schon alleine von daher muss frei schöpfbares Geld gesetzliches Zahlungsmittel unter öffentlicher Mengenkontrolle sein, mit zurechenbarer Verantwortlichkeit und dem damit verbundenen hergebrachten Geldregal, also dem Vorrecht der Geldschöpfung und dem Nutzen der Erstverwendung neu zu schöpfenden Geldes bzw. der Realisierung des ungeschmälerten Geldschöpfungsgewinns, der sog. Seigniorage.

            Aber mit dem Art. 123.1 AEU haben die Regierungen dieses hergebrachte staatliche Hoheitsrecht faktisch an die Geschäftsbanken abgetreten und sich monetär vom Geschäftsbelieben dieser Banken völlig abhängig gemacht. Ein unerhörter Vorgang.

            Helmut Reinhardt: Läuft es also darauf hinaus, dass die Zentralbank die Kontrolle über die Geldschöpfung verloren hat … ?

            Prof. Dr. Joseph Huber: Faktisch läuft es so, dass die Banken soviel Geld schöpfen oder nicht schöpfen wie ihnen gut dünkt, und zwar in Form der Giralgeldschöpfung durch Kreditvergabe. Die Zentralbank refinanziert jederzeit bereitwillig und billig den Bruchteil an gesetzlichen Zahlungsmitteln, den die Banken dafür, wie überhaupt zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs, noch benötigen. Die Zahlungsreserve gemessen am Giralgeldbestand liegt heute im Durchschnitt bei nurmehr 2 Prozent Bargeld und 6 Prozent unbaren Zahlungsreserven der Geschäftsbanken bei der Zentralbank.

            Helmut Reinhardt: Was ist in Ihren Augen denn so verwerflich an dieser Form der Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken?

            Prof. Dr. Joseph Huber: Das staatliche Geldregal aufgegeben zu haben, ist etwa so, als würde der Staat sein öffentliches Ordnungs- und Gewaltmonopol irgendwelchen Privatmilizen übertragen, oder als würde der Staat neben seinen eigenen Gesetzen noch einen anderen Gesetzeskodex gelten lassen, und dem auch noch Vorrang einräumen, so wie er dem Bankengeld Vorrang vor dem eigenen Geld einräumt. Gewiss ist das nicht willkürlich geschehen. Es hat sich so ergeben durch die allgemeine Ausbreitung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs im zurückliegenden Jahrhundert. Faktisch hat diese Entwicklung der Macht und Größe der Banken in die Hände gespielt. Aber die Bedeutung dessen wurde nicht angemessen erfasst – weitgehender Kontrollverlust staatlicher Organe, überschießende Geldmengen, Übersteigerung von Konjunktur- und Börsenzyklen, instabiles Geld und instabile Finanzmärkte, Inflation und mehr.

            Das gesamte Interview gibt es hier:

            http://www.cashkurs.com/kategorie/wissen/beitrag/die-monetative-im-gespraech-mit-prof-dr-huber-teil-1/

            Ich habe jetzt ausreichend Links zu seriösen Informationsquellen eingestellt, die meine Darstellung bestätigen. Damit hat jeder die Möglichkeit sich zum Thema Geldschöpfung in der Hand der Privatbanken zu informieren….

            VG

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          Hubi Stendahl

          13. Oktober 2015 19:30 at 19:30

          @UL

          Wie die Geldschöpfung bzw. die Erfindung des Geldes durch die Banken funktioniert , können Sie hier einmal bilanztechnisch kontrollieren, falls Sie von Bilanzbuchhaltung etwas verstehen. Man lernt eben nie aus:

          http://www.heise.de/tp/artikel/45/45968/1.html

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    Argonautiker

    13. Oktober 2015 11:44 at 11:44

    Das ist natürlich ein Witz, wenn gerade die Zentralbanker erklären, daß SIE die Wirtschaft nicht mehr stützen können. Wer hat denn daß Ungleichgewicht zwischen Realwirtschaft und Geldwirtschaft mittels ungedecktem Schuldgeld erzeugt?

    Sprach der betrügerische Räuber, nach dem er zusammengestohlen hatte, was er auch nur konnte, zu seinen Opfern, es tut mir aufrichtig Leid, aber ich kann euch nicht mehr länger retten.

    Richtig wäre, die Realwirtschaft, kann das aus der Luft erzeugte Schuldgeld, selbst wenn sie es nun zum NullZins raus geben, nicht mehr mit Wert hinterlegen. Und weil sie daß nicht mehr kann, ist das Schneeballprinzip zu Ende, und muß neu gestartet werden, weil die Zentralbanker sonst nicht mehr ohne Arbeit, Zugriff auf jegliche Güter und Leistung haben.

    Und jetzt nach der Regierung um Hilfe zu rufen, ist ja wohl oberdreist. Das Einzige was hülfe, wäre, die Zentralbanker einzusperren und sie und ihre Nachkommen abarbeiten zu lassen, um was sie die Menschen betrogen haben.

    Auge um Auge, Zahn um Zahn.

    Beste Grüße

    • Avatar

      joah

      13. Oktober 2015 12:01 at 12:01

      (“Haltet den Dieb”, sprach der Dieb und zeigte auf einen anderen.)

      • Avatar

        Argonautiker

        14. Oktober 2015 09:32 at 09:32

        Stimmt, und wenn diese Lügner dann irgendwann anfangen ihre eigenen Lügen zu glauben, dann spricht man von Wahn. Und ist man im Wahn, ist man alternativloth. ;-)

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    Jerome

    13. Oktober 2015 12:06 at 12:06

    Der Krug geht eben so lange zum Brunnen bis er bricht. Wenn das nicht aufhört dann ist es eben keine Frage mehr “ob” sondern “wann” es passiert.

  4. Avatar

    joah

    13. Oktober 2015 12:09 at 12:09

    “Im Westen nichts Neues”, jedoch macht mir der Spruch “Jetzt sei die Politik am Zug” ensthaft große Sorgen. Die Politik wird dies nur mit extrem drastischen Maßnahmen zu lösen wissen [1], ansonsten kann dies nur die Wirtschaft selbst klären [2]. Beide Wege werden hart und schmerzvoll werden.

    [1] Enteignungen; harte oder Hyperinflation; extra Steuern; Umverteilung
    [2] Insolvenzen –> Schulden werden vernichtet –> “Selbstheilung”; Neustart; evtl. mit neuer Währung, da kaputt geschossen

    • Avatar

      flowerpower

      13. Oktober 2015 12:45 at 12:45

      Albert Einstein sagt:”Wahnsinn ist immer das Gleiche tun und andere Ergebnisse
      erwarten”

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    Wächter

    13. Oktober 2015 12:51 at 12:51

    Und wie wird die Politik das strukturelle Problem lösen? Durch ein Bargeldverbot? Durch mehr gesetzlich manifestierten (Konsum-)Zwang (siehe Klimahysterie)? Man kann es drehen wie man will: der Hauptverlierer sind die Bürger, die noch mehr Kontrolle, noch mehr Zwang, noch mehr Schulden und Armut ertragen werden müssen, denn zu einem nachhaltigen ”Reset” hat keiner den Mut, da es die bestehenden Herrschaftsverhältnisse und Plätze an den Futtertrögen des globalen Casinos hinwegfegen würde. Es läuft definitiv auf mehr Restriktion und Diktatur hinaus. Also: wachsam (und clever) beleiben!!

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    Norbert Huber

    13. Oktober 2015 15:46 at 15:46

    Die Lösung von Seiten der Politik ist einfach:
    Das System gehört auf den Kopf gestellt um die Schulden und die damit verbundene Geldknappheit ab zu bauen.
    Die EZB soll das Geld den Staaten schenken, statt den Banken leihen, damit kommt das Geld welches die Staaten den Banken schulden automatisch zu den Banken zurück und von den Banken zur EZB zurück.
    Die Staatsschulden sind dann weg. Die Zinslast für den Steuerzahler ebenso.

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    Dennis Weedmann

    13. Oktober 2015 16:56 at 16:56

    Man sollte jetzt mal sich im klaren sein. das nicht so einfach gesagt werden kann. das dieses Konzept einfach mal nicht so einfach als gescheitert gewertet werden kann und die denen die Verantwortung klar auf der Hand waren.ebenso sich doch allen beteiligten auch bewusst sein sollte was es heißt mit den ganzen Menschen einfach mal die Mitteilung zu überbringen das die Finanzmärkte nicht zu halten sind frage ich mich wie oft das nich geschehen soll bis ihnen doch allen wie beim letzten und nächsten mal nichts bleibt als ihre Unterhosen und die Floskeln die man wie ne platte mit Kratzer ständig wieder auflegt. Irgendwann wird es sich doch wohl klar gestellt haben das doch nicht immer so schnell die Flinte ins Korn gesetzt werden sollte und wir nur mal versuchen sollten umzudenken anstatt umzuwerfen. Volkswirtschaft braucht Volk das wirtschaften kann …es gibt Völker die wissen wie die Technik und die maschienen gebaut werden und andere Völker die sie nutzen könnten um mit ihren Kenntnissen Anbau zu betreiben so das dazwischen mit den erzeugten Produkten wieder ein Markt entstehen kann ..Der sich mit den vielseitig einsetzbaren verwendungsmöglichkeiten der daraus gewonnen Produkten im Handwerk im Gesundheitswesen im steuerwesen und Konsum durchsetzen kann ohne den kompletten ferfall der heutigen Gesellschaft. Das ist keine Provokation weder noch eine Anschuldigung aber ein Gedanke der evtl. Dem Problem eine potenzielle Option mal nur vorschlagen. Niemand darf etwas aufgeben das er nicht mit allen mitteln mit allen zur gerechten Lösung zu suchen versucht haben. Wert schöpft man aus Ideen ..geht nicht gibt’s nicht. Egal was. Aber allgemeinen Vernunft ist angebracht. Danke vielmals

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    oscar

    13. Oktober 2015 18:35 at 18:35

    meine herren, die politik hat nie wirklich etwas geändert !!!! wenn änderung, dann durch das an den rand gepresste volk. aber das hat müde michelarme vom vielen konsumieren und halb acht idiotie. herr wächter hat leider recht. politik ist übrigens in erster linie für sich selber da. das verlangt die “schein demokratie”. wers immer noch nicht kapiert hat ist eigentlich hoffnungslos….leider. was wir hier haben ist eine diktatur geworden. ja klar jeder kann jeden verklagen…toll….nix bringt das. hui ich hoffe es grammatikalisch salonfein und rethorisch angemessen…;-) lol

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Pläne von Merkel, Macron, EZB: “Brandgefährlich” für unser Geld

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Thomas Mayer war ehemals Chefvolkswirt der Deutschen Bank und ist heute für Flossbach von Storch tätig. Aktuell hat er Mission Money ein Interview gegeben, in dem die neuen Vorschläge von Angela Merkel und Emmanuelle Macron besprochen werden. Sie wären eine neue Ära der Eurozone in Sachen Verschuldung, so Thomas Meyer. Wie schon nach der Gründung des Euro werde es auch diesmal keine Anpassungsprozesse in den Südländern der Eurozone geben, sondern es gebe halt nur neue Schuldentöpfe, die aufgemacht und angezapft werden (unsere Wortkreation). Es brauche laut Thomas Mayer Punkte wie Deregulierung und flexiblere Arbeitsmärkte in diesen Ländern. Warum Macron auf dem Schuldentrip sei? Thomas Mayer ist der Meinung, dass Frankreich sich nach der Coronakrise nun den Südländern zugehörig fühle, weil die Krise das Land wirtschaftlich viel härter treffe als Deutschland. Auch nennt Meyer Gründe, warum Angela Merkel wohl beim Plan für EU-Schulden und quasi Geschenke Richtung Südländer mitmacht. Aber schauen Sie selbst!

Merkel und Macron
Merkel und Macron. Foto: Kremlin.ru CC BY 4.0

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EZB-Bilanz explodiert immer weiter – zu großer Hunger auf deutsche Papiere

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Die Zentrale der EZB in Frankfurt

Seit gestern liegt die EZB-Bilanz für den Stichtag 29. Mai vor. Am Ende dieses Artikels drucken wir die Übersicht der Aktiva ab, woraus auch die gigantischen Anleihekäufe der EZB ersichtlich sind. Die gesamte Bilanzsumme wuchs binnen einer Woche um 40,8 Milliarden auf 5,596 Billionen Euro! Noch im Februar waren es 4,7 Billionen Euro. Tja, das Geld für all die aufzukaufenden Staatsschulden und für die Kredite an die Banken muss irgendwo her kommen. Euros aus dem Nichts erschaffen, das bläht die Bilanzsumme auf! Die zu “geldpolitischen Zwecken gehaltene Wertpapiere” (Anleihekaufprogramme) haben jetzt ein Volumen von 3,019 Billionen Euro erreicht – ein Plus von 24 Milliarden Euro in nur sieben Tagen.

Die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (Kredite an Banken) wuchsen um 18 Milliarden Euro im Vergleich zur Vorwoche. Die EZB-Bilanz macht nun 47 Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone aus. Abgesehen von der Summe ist auch diese prozentuale Relation ein Rekord! Interessant ist auch, dass die EZB derzeit offenbar mehr deutsche Staatsanleihen aufkauft, als es nach dem Kapitalschlüssel angedacht wäre. Schon mal vorsichtshalber viele deutsche Papiere aufkaufen, bevor es der Bundesbank nach dem Urteil aus Karlsruhe endgültig verboten wird an den Anleihekäufen der EZB mitzuwirken? Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf der EZB-Bilanz seit der Entstehung der Zentralbank.


source: tradingeconomics.com

EZB-Bilanz mit Stand 29. Mai

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Coronakrise und das Sparverhalten der Menschen

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Die Volkswirtschaften taumeln rund um den Globus in der Coronakrise. Notgedrungen halten sich die Menschen mit ihren Konsumausgaben zurück. Sei es aus Gründen der Einkommenseinbußen oder aus dem Umstand, dass bestimmte Formen des Shoppings in Zeiten der Sicherheitsmaßnahmen wegen Covid-19 einfach weniger Freude bringen. Aber wie verhält es sich eigentlich mit dem Sparverhalten der Menschen in diesen Zeiten? Gibt es ein Umdenken in deutschen Landen?

Das Geldvermögen der Deutschen und die Coronakrise

Trotz der Konzentration des Gesamtvermögens der Deutschen auf das obere Zehntel, „die oberen Zehntausend“, hält in der Breite der Bevölkerung ein Trend an: Man misstraut der „riskanten“ Aktienanlage und spart vorwiegend in kurzfristigen und „sicheren“ Bankeinlagen. So stieg das Geldvermögen der Deutschen innerhalb der letzten fünf Jahre von 5,36 auf 6,46 Billionen Euro, knapp 40 Prozent davon in Form von Bargeld und Bankeinlagen.

Zum Vergleich: Der Wert aller deutschen Dividendentitel im DAX, M-Dax, Tech-Dax u.s.w. beträgt gerademal um die zwei Billionen Euro und davon befindet sich ein erheblicher Anteil auch noch in ausländischen Händen.

Obwohl die Zinsen bereits seit 2012 oft real unter null liegen und seit 2016 permanent, ignoriert man den schleichenden Kaufkraftverlust. Seit 2012 ist dies ein dreistelliger Milliardenverlust, egal welche Schätzung man zu Rate zieht.

Eine Umfrage des Bankenverbandes ergab, dass 53 Prozent der Sparer nicht bereit sind, für eine höhere Rendite ein größeres Risiko einzugehen. Diese Einstellung vererbt sich anscheinend von Generation zu Generation. Nach einer Berechnung der ING Deutschland hat sich das Finanzvermögen der Bundesbürger in den letzten 20 Jahren glatt verdoppelt – was aber nicht an den üppigen Zinsen lag, sondern daran, dass man einfach die Sparrate erhöht hat, insbesondere nach Krisen (das dürfte in der Cornakrise nicht anders sein!). Seit 2014 sei jeder zweite Spar-Euro in Bankeinlagen geflossen. Mit real unangenehmen Folgen, schließlich schlägt die Geldentwertung in jedem Jahr mit ein bis zwei Prozent zu. Auch wenn die Geschichte von negativen Realzinsen nicht wirklich neu ist – in den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder solche Phasen, allerdings verschleiert durch positive Zinssätze – so gibt es derzeit kein Entrinnen.

Die besondere Lage in den USA

Im Gegensatz zu den Deutschen legen die Amerikaner nicht so viel zur Seite, die Sparquote betrug jahrelang um die sieben Prozent. Allerdings sind einer Studie der Notenbank zufolge fast die Hälfte der Bevölkerung nicht einmal in der Lage 400 Dollar für Ersatzbeschaffungen oder Reparaturen aufzubringen. Da müsste man eigentlich bei derzeit über 41 Millionen Arbeitslosen das Schlimmste befürchten. Aber die wöchentlichen Schecks von 600 Dollar pro Woche durch die US-Regierung sorgen für eine Sondersituation: Niedriglöhner mit mehreren Jobs haben derzeit mehr in der Tasche als vor der Coronakrise.

In den USA ist im April die Sparrate sprunghaft auf 33 Prozent gestiegen, es ist der höchste je gemessene Wert seit man diesen Wert ermittelt – in den 1960-ern. Die bisher höchste Quote stammt aus dem Mai 1975 mit 17,3 Prozent.

Anscheinend spart der Durchschnittsamerikaner einen Teil der Summe, den er von Seiten des Staates erhält für die kommende Zeit oder er zockt am Aktienmarkt, wie es Markus Fugmann kürzlich in einem Video dargestellt hat.

Coronakrise: Italien sorgt sich um seine Sparer

Eine ebenso ungewöhnliche Situation für Sparer ergibt sich derzeit in dem sehr durch die Coronakrise gebeutelten Italien. Das italienische Finanzministerium hat in der letzten Woche eine Anleihe aufgelegt, die eine Positivrendite von 1,4 Prozent oberhalb der Inflationsrate garantiert – Laufzeit bis Mai 2024. Der Umfang der Emission lag auf rekordverdächtigem Niveau von 22 Milliarden Euro, gezeichnet von Privatanlegern und Institutionellen. Dieses Papier ist für den Staat damit erheblich teurer, als man es über den ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) hätte haben können, wahrscheinlich um die 1,6 Milliarden Euro bis Laufzeitende. Ein eindeutiges Geschenk für italienische Sparer, denn Ausländer kamen nicht zum Zuge.

Fazit

Egal ob Coronakrise oder andere Krisen, ob die Zinsen hoch oder niedrig sind: die Deutschen sind und bleiben Geldsparer. Sinken die Zinsen, erhöht man, wenn man es kann, ganz einfach die Sparrate. Solange der Nominalbetrag nicht schrumpft und der Normalverbraucher den realen Verlust nicht auf seinem Kontostand sieht. Aber was wird passieren, wenn das Sparen Verluste einbringt? Aus unzähligen Untersuchungen der Psychologen weiß man, dass Verluste in unserem limbischen System (dem Gefühlszentrum) sehr viel mehr schmerzen, als Gewinne Freude bereiten, der Fachbegriff ist Verlustaversion. Wird es in Deutschland nach der Coronakrise eine Umorierentierung in riskantere Anlageformen geben? Schnell bestimmt nicht, allerdings gab es auf dem Höhepunkt der Coronakrise bei der ING Deutschland anscheinend Rekordzahlen bei den Abschlüssen von Sparplänen auf Fonds und ETFs. Das niedrige Kursniveau hatte nicht wenige zu diesem Schritt animiert. Geworben wird für die Aktienanlage in unzähligen Artikeln auf Wirtschaftsseiten der Zeitschriften sowieso und auch in vielen Fernsehbeiträgen. Mal sehen, ob daraus ein Trend wird, die Zinsen dürften so schnell nicht steigen, aus ebenfalls x-fach dargelegten Gründen.

Auch in der Coronakrise wird fleißig gespart

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