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Zentralbanker geben zu: Wir können die Weltwirtschaft nicht länger stützen

Redaktion

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FMW-Redaktion

Aktuelle und ehemalige Mitglieder der wichtigsten Zentralbanken geben jetzt in einem Report offen zu: „Wir können die Weltwirtschaft nicht länger stützen“ – so kann man ihre Botschaft in verständliche Sprache übersetzen. Zinsen auf 0 und Gelddrucken sollten ab 2008 der Politik Zeit für Lösungen geben, aber jetzt hat man keine Mittel mehr.

Zentralbanker können die Weltwirtschaft nicht mehr stützen
Auch aktuelle und ehemalige Fed-Mitglieder sind Mitglied in der „Group of 30“.
Foto: Foto: NilsTycho / Wikipedia / Public Domain

Die „Group of 30“, ein Wirtschaftsverband hauptsächlich mit aktuellen und ehemaligen Notenbankern besetzt (Draghi, Trichet, Dudley, Volcker uvm) gibt in seiner aktuellsten Studie zu, dass die Zentralbanken die Weltwirtschaft nicht länger stützen können, da ihre Mittel jetzt ausgeschöpft seien. Jetzt sei die Politik am Zug. Nach der Lehman-Krise sprangen die großen Zentralbanken wie die Fed, EZB, Bank of Japan etc in die Bresche und bewahrten die Weltwirtschaft vor einer deftigen Rezessions- und Deflationsspirale, in dem sie die Leitzinsen auf 0 senkten und die Kapitalmärkte mit ca. 7 Billionen Dollar fluteten. Aber jetzt machen sich die Damen und Herren ernsthaft Gedanken über den Zustand einer überschuldeten Weltwirtschaft. Sie schreiben ganz offen, dass die strukturellen Probleme der Volkswirtschafen nicht gelöst sind, Zitat:

„After eight years of relying on central banks to resolve the crisis, it remains fundamentally unresolved. Except perhaps in the United States, there is nowhere a sense that the global economy is now back on a normal growth path unimpeded by the headwinds of debt and excessive leverage. Indeed, concerns about the health of most AMEs remain significant, and those concerns have now been extended to many EMEs, as described in Chapter 4. What then might governments do to help resolve the crisis and thereby help restore sustainable growth? Briefly, since this is a paper about central banking, both demand-side and supply-side measures would seem required, though many suggested policies affect both over different time Frames.“

Anders als z.B. die EZB selbst gibt der Zentralbanken-Lobbyverband „Group of 30“ zu, dass die Anleihekaufprogramme nicht so wirken, wie sie sollten, Zitat:

„In Europe, the emphasis has been put on a transmission mechanism that is not functioning properly, especially for small and medium-sized enterprises (SMEs) in peripheral Europe. The ECB has initiated or suggested a number of possible solutions, but the underlying problem remains. While larger firms have significantly increased their recourse to corporate debt markets, SMEs face continuing credit constraints and high borrowing costs.“

Da Zentralbanker sich wie Politiker immer etwas blumig ausdrücken, klingen die folgenden Sätze nicht ganz so dramatisch, sind aber der klage Hinweis darauf, dass man jetzt die Politik und Privatwirtschaft am Zug sieht endlich selbst aktiv zu werden bei der Lösung der strukturellen Krise der Weltwirtschaft.

„Central banks worked alongside governments to address the unfolding crises during 2007–09, and their actions were a necessary and appropriate crisis management response. But central bank policies alone should not be expected to deliver sustainable economic growth. Such policies must be complemented by other policy measures implemented by governments. At present, much remains to be done by governments, parliaments, public authorities, and the private sector to tackle policy, economic, and structural weaknesses that originate outside the control or influence of central Banks.“

Und was ist die große Botschaft der „Group of 30“? Folgendes Zitat ziehen wir dafür heran:

„Nevertheless, for this appearance to become a reality, underlying problems rooted in very high debt levels must be resolved if global growth is to be more sustainably restored.“

Es ist schon eine Ironie. Die Zentralbanker beklagen sich, dass die Weltwirtschaft auf einem zu hohen Schulden-Level sitzt. Dabei haben doch gerade die Zentralbanken das Umfeld geschaffen, in dem sich kaputte Firmen zu quasi 0% Zinsen vollsaugen und so am Leben erhalten konnten. Jetzt haben wir den Salat. Inhaltlich haben sie natürlich recht, dass letztendlich die Politik eine strukturelle Lösung finden muss um die Weltwirtschaft wieder zum Laufen zu kriegen. Außerhalb ihrer eigenen offiziellen Räumlichkeiten scheinen die Damen und Herren Zentralbanker deutlicher zu reden als auf ihren offiziellen PK´s. Man weiß jetzt nicht mehr, ob man Zinsen erhöhen und QE´s beenden soll, oder ob neue QE´s und Zinsen auch weiterhin auf dem Null-Level richtig sind für das, was sie selbst leisten können. Man gibt zu, dass man sich selbst in eine Art Falle manövriert hat:

„There seems to be an almost unanimous view that monetary policy in the major AMEs will have to be normalized at some point. However, even if views differ about what precisely normal might mean, presumed dates for exit also differ due to different countries being at different points in the business cycle. There is also agreement that a danger exists of exiting too soon, thus aborting a nascent recovery, and also of exiting too late, thus encouraging some combination of higher inflation and other imbalances that could also weigh on recovery. However, where serious disagreement arises is when it comes to discussing which danger is the greater. Those worried about too early an exit point to the example of the Federal Reserve in 1937. In contrast, those worried about too late an exit point to the inflation that followed the Fed-Treasury Accord in the late 1940s and to the inflationary surge in the early part of the 1970s.“

Was ist das Endfazit? Die Zentralbanker wissen jetzt auch nicht mehr weiter und senden einen Hilferuf an die Regierungen der großen Industrienationen. „Kümmert euch endlich um die strukturellen Probleme der Weltwirtschaft“, könnte man auch diesen Hilferuf nennen. Aber die Politik hat andere Sorgen (Flüchtlinge, IS) und hat die Stützung der Wirtschaft längst den Zentralbanken überlassen. Lief ja bisher auch, irgendwie…


25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    leser

    13. Oktober 2015 11:36 at 11:36

    Den Preis für Geld zentralplanerisch bestimmen zu wollen funktioniert eben nicht. Die Zentralbanken sind Geldsozialisten. Schafft die Zentralbanken einfach ab und überlasst das Geld dem freien Wettbewerb. Das beste Zahlungsmittel wird sich sehr schnell herauskristallisieren.

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      GN

      13. Oktober 2015 13:39 at 13:39

      ….Sie sollten sich vielleicht erst einmal über unser derzeitiges Geldsystem informieren, bevor Sie einen solchen Unsinn schreiben. Es ist seit spätestens 1971 so, das die größte Geldschöpfung durch die private Geldindustrie stattfindet. Die Zentralbanken haben daran einen verschwindend geringen Anteil!!!!!

      Geld entsteht ausschließlich dadurch, daß jemand (Staat, Unternehmen, Verbraucher) eine Schuld eingeht……leider kommt der Irrglaube, die Zentralbanken schaffen das Geld nicht aus den Köpfen…

      VG

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        UL

        13. Oktober 2015 16:21 at 16:21

        Ihre Kritik ist grammatikalisch und rhetorisch korrekt, inhaltlich aber völlig falsch. Die Privatbanken, von denen sie reden, sind alles Banken außer die Zentralbanken. Es handelt sich um die sogenannten Geschäftsbanken. Wenn der Kunde bei dieser Kredit beantragt, dann bekommt er diesen bei entsprechender Bonität ausbezahlt. Das ist, was Sie sehen. Doch was abläuft, ist etwas völlig anderes. Diese Geschäftsbanken richten sich mit der Kreditanfrage des Kunden an die Zentralbanken, die bei vertragskonformer Anfrage eben diesen Kreditbetrag an die Geschäftsbank zur Weiterleitung an den Kunden überweist. Die Entstehung des Geldes kommt dabei lediglich aus der Kreditnachfrage. Lesen Sie mal die Statuten der Bundesbank, diese hat einen (Vertrag!?) mit der Bundesregierung zur alleinigen Geldschöpfung und „Vernichtung“. Es herrscht auch kein freier Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Geldarten, weil nur dieses Kreditgeld (jetzt Euro) gesetzlich legitimiert ist, sogar unter Annahme-Zwang Paragraphen steht. Jegliche Konkurrenz chancenlos und ausgeschlossen. Es müssen auch alle Geschäftsbanken das von der Zentralbank ausgegebene Geld zurückzahlen, mit Zinsen natürlich. Eine „Vernichtung“ des Geldes ist schon von daher eine Lüge, daß das geliehene Geld mit Zins nicht zurückbezahlt werden kann, ohne neuen Kredit aufzunehmen. Denn Geld entstehen lassen, dürfen wie gesagt nur die ZB. Früher bei DM war es die Bundesbank, heute die EZB. PS: Henry Ford sagte einmal: wenn die Menschen wüssten, wie das Geldsystem funktioniert, dann gäbe es eine Revolution.

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          UL

          13. Oktober 2015 16:33 at 16:33

          Nachtrag: gemeint ist natürlich GN, der einen guten Vorschlag mit Halbwissen meint kritisieren zu müssen und dazu noch persönlich wird.

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          GN

          13. Oktober 2015 17:28 at 17:28

          …..tolle sematische Wortspielerei (Privatbanken/Geschäftsbanken)…..was ist denn bitte eine Geschäftsbank anderes als eine Privatbank?

          Und der Rest den Sie da schreiben ist ebenso falsch!!! Mein „Halbwissen“ beziehe ich u. a. von keinem Geringeren als Prof. Binswanger (Doktorvater von Josef Ackermann) und Prof. Joseph Huber (Monetative e. V)…u. a. Kapazitäten…

          https://vollgeld.files.wordpress.com/2011/05/handout-binswanger_13-mai-2011.pdf

          Die Geldschöpfung durch die Privatbanken ohne Refinanzierung durch Einlagen oder Gegenfinanzierung durch die Zentralbanken ist mittlerweile auch empirisch bewiesen:

          https://www.kreditopferhilfe.net/docs/Koennen_einzelne_Banken_Geld_aus_dem_Nichts_schaffen_(mit_allen_Beilagen).pdf

          Meine Aussage, das die Geldmenge deshalb in der Hauptsache durch die Privatbanken ausgeweitet wird ist dementsprechend folglich.

          VG

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            GN

            13. Oktober 2015 18:43 at 18:43

            …..und hier noch eine kurze aber präzise Darstellung zu unserem Geldsystem von der Monetative e. V. . In der Monetativen haben sich namhafte Kapazitäten zum Thema Geldsystem zusammengefunden, um die Bevölkerung über unser Geldsystem aufzuklären und dazu beizutragen ein neues krisensicheres Geldsystem einzuführen….

            http://www.monetative.de/initiativerklaerung/

            Weiterführende Information zum Geldsystem findet sich auf der Seite….

            VG

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            GN

            13. Oktober 2015 21:19 at 21:19

            Hier noch ein Auszug eines Interviews mit Prof. Joseph Huber zur Geldschöpfung bei „Cashkurs“:

            Helmut Reinhardt: Auf welchen „Schöpfungsakt“ beruht denn überhaupt unser heutiges Geld und wie begründen Sie Ihre Forderung, die Gewaltenteilung um eine monetative Instanz zu erweitern?

            Prof. Dr. Joseph Huber: Moderne Währungen beruhen auf frei geschöpftem chartalem Geld (fiat money), für das der Staat bzw. die Zentralbank bzw. die Allgemeinheit faktisch bürgt. Davon abgesehen ist Geld ein öffentliches Medium, das in der Zirkulation den jeweiligen Besitzer wechselt. Schon alleine von daher muss frei schöpfbares Geld gesetzliches Zahlungsmittel unter öffentlicher Mengenkontrolle sein, mit zurechenbarer Verantwortlichkeit und dem damit verbundenen hergebrachten Geldregal, also dem Vorrecht der Geldschöpfung und dem Nutzen der Erstverwendung neu zu schöpfenden Geldes bzw. der Realisierung des ungeschmälerten Geldschöpfungsgewinns, der sog. Seigniorage.

            Aber mit dem Art. 123.1 AEU haben die Regierungen dieses hergebrachte staatliche Hoheitsrecht faktisch an die Geschäftsbanken abgetreten und sich monetär vom Geschäftsbelieben dieser Banken völlig abhängig gemacht. Ein unerhörter Vorgang.

            Helmut Reinhardt: Läuft es also darauf hinaus, dass die Zentralbank die Kontrolle über die Geldschöpfung verloren hat … ?

            Prof. Dr. Joseph Huber: Faktisch läuft es so, dass die Banken soviel Geld schöpfen oder nicht schöpfen wie ihnen gut dünkt, und zwar in Form der Giralgeldschöpfung durch Kreditvergabe. Die Zentralbank refinanziert jederzeit bereitwillig und billig den Bruchteil an gesetzlichen Zahlungsmitteln, den die Banken dafür, wie überhaupt zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs, noch benötigen. Die Zahlungsreserve gemessen am Giralgeldbestand liegt heute im Durchschnitt bei nurmehr 2 Prozent Bargeld und 6 Prozent unbaren Zahlungsreserven der Geschäftsbanken bei der Zentralbank.

            Helmut Reinhardt: Was ist in Ihren Augen denn so verwerflich an dieser Form der Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken?

            Prof. Dr. Joseph Huber: Das staatliche Geldregal aufgegeben zu haben, ist etwa so, als würde der Staat sein öffentliches Ordnungs- und Gewaltmonopol irgendwelchen Privatmilizen übertragen, oder als würde der Staat neben seinen eigenen Gesetzen noch einen anderen Gesetzeskodex gelten lassen, und dem auch noch Vorrang einräumen, so wie er dem Bankengeld Vorrang vor dem eigenen Geld einräumt. Gewiss ist das nicht willkürlich geschehen. Es hat sich so ergeben durch die allgemeine Ausbreitung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs im zurückliegenden Jahrhundert. Faktisch hat diese Entwicklung der Macht und Größe der Banken in die Hände gespielt. Aber die Bedeutung dessen wurde nicht angemessen erfasst – weitgehender Kontrollverlust staatlicher Organe, überschießende Geldmengen, Übersteigerung von Konjunktur- und Börsenzyklen, instabiles Geld und instabile Finanzmärkte, Inflation und mehr.

            Das gesamte Interview gibt es hier:

            http://www.cashkurs.com/kategorie/wissen/beitrag/die-monetative-im-gespraech-mit-prof-dr-huber-teil-1/

            Ich habe jetzt ausreichend Links zu seriösen Informationsquellen eingestellt, die meine Darstellung bestätigen. Damit hat jeder die Möglichkeit sich zum Thema Geldschöpfung in der Hand der Privatbanken zu informieren….

            VG

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          Hubi Stendahl

          13. Oktober 2015 19:30 at 19:30

          @UL

          Wie die Geldschöpfung bzw. die Erfindung des Geldes durch die Banken funktioniert , können Sie hier einmal bilanztechnisch kontrollieren, falls Sie von Bilanzbuchhaltung etwas verstehen. Man lernt eben nie aus:

          http://www.heise.de/tp/artikel/45/45968/1.html

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    Argonautiker

    13. Oktober 2015 11:44 at 11:44

    Das ist natürlich ein Witz, wenn gerade die Zentralbanker erklären, daß SIE die Wirtschaft nicht mehr stützen können. Wer hat denn daß Ungleichgewicht zwischen Realwirtschaft und Geldwirtschaft mittels ungedecktem Schuldgeld erzeugt?

    Sprach der betrügerische Räuber, nach dem er zusammengestohlen hatte, was er auch nur konnte, zu seinen Opfern, es tut mir aufrichtig Leid, aber ich kann euch nicht mehr länger retten.

    Richtig wäre, die Realwirtschaft, kann das aus der Luft erzeugte Schuldgeld, selbst wenn sie es nun zum NullZins raus geben, nicht mehr mit Wert hinterlegen. Und weil sie daß nicht mehr kann, ist das Schneeballprinzip zu Ende, und muß neu gestartet werden, weil die Zentralbanker sonst nicht mehr ohne Arbeit, Zugriff auf jegliche Güter und Leistung haben.

    Und jetzt nach der Regierung um Hilfe zu rufen, ist ja wohl oberdreist. Das Einzige was hülfe, wäre, die Zentralbanker einzusperren und sie und ihre Nachkommen abarbeiten zu lassen, um was sie die Menschen betrogen haben.

    Auge um Auge, Zahn um Zahn.

    Beste Grüße

    • Avatar

      joah

      13. Oktober 2015 12:01 at 12:01

      („Haltet den Dieb“, sprach der Dieb und zeigte auf einen anderen.)

      • Avatar

        Argonautiker

        14. Oktober 2015 09:32 at 09:32

        Stimmt, und wenn diese Lügner dann irgendwann anfangen ihre eigenen Lügen zu glauben, dann spricht man von Wahn. Und ist man im Wahn, ist man alternativloth. ;-)

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    Jerome

    13. Oktober 2015 12:06 at 12:06

    Der Krug geht eben so lange zum Brunnen bis er bricht. Wenn das nicht aufhört dann ist es eben keine Frage mehr „ob“ sondern „wann“ es passiert.

  4. Avatar

    joah

    13. Oktober 2015 12:09 at 12:09

    „Im Westen nichts Neues“, jedoch macht mir der Spruch „Jetzt sei die Politik am Zug“ ensthaft große Sorgen. Die Politik wird dies nur mit extrem drastischen Maßnahmen zu lösen wissen [1], ansonsten kann dies nur die Wirtschaft selbst klären [2]. Beide Wege werden hart und schmerzvoll werden.

    [1] Enteignungen; harte oder Hyperinflation; extra Steuern; Umverteilung
    [2] Insolvenzen –> Schulden werden vernichtet –> „Selbstheilung“; Neustart; evtl. mit neuer Währung, da kaputt geschossen

    • Avatar

      flowerpower

      13. Oktober 2015 12:45 at 12:45

      Albert Einstein sagt:“Wahnsinn ist immer das Gleiche tun und andere Ergebnisse
      erwarten“

  5. Avatar

    Wächter

    13. Oktober 2015 12:51 at 12:51

    Und wie wird die Politik das strukturelle Problem lösen? Durch ein Bargeldverbot? Durch mehr gesetzlich manifestierten (Konsum-)Zwang (siehe Klimahysterie)? Man kann es drehen wie man will: der Hauptverlierer sind die Bürger, die noch mehr Kontrolle, noch mehr Zwang, noch mehr Schulden und Armut ertragen werden müssen, denn zu einem nachhaltigen “Reset“ hat keiner den Mut, da es die bestehenden Herrschaftsverhältnisse und Plätze an den Futtertrögen des globalen Casinos hinwegfegen würde. Es läuft definitiv auf mehr Restriktion und Diktatur hinaus. Also: wachsam (und clever) beleiben!!

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    Norbert Huber

    13. Oktober 2015 15:46 at 15:46

    Die Lösung von Seiten der Politik ist einfach:
    Das System gehört auf den Kopf gestellt um die Schulden und die damit verbundene Geldknappheit ab zu bauen.
    Die EZB soll das Geld den Staaten schenken, statt den Banken leihen, damit kommt das Geld welches die Staaten den Banken schulden automatisch zu den Banken zurück und von den Banken zur EZB zurück.
    Die Staatsschulden sind dann weg. Die Zinslast für den Steuerzahler ebenso.

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    Dennis Weedmann

    13. Oktober 2015 16:56 at 16:56

    Man sollte jetzt mal sich im klaren sein. das nicht so einfach gesagt werden kann. das dieses Konzept einfach mal nicht so einfach als gescheitert gewertet werden kann und die denen die Verantwortung klar auf der Hand waren.ebenso sich doch allen beteiligten auch bewusst sein sollte was es heißt mit den ganzen Menschen einfach mal die Mitteilung zu überbringen das die Finanzmärkte nicht zu halten sind frage ich mich wie oft das nich geschehen soll bis ihnen doch allen wie beim letzten und nächsten mal nichts bleibt als ihre Unterhosen und die Floskeln die man wie ne platte mit Kratzer ständig wieder auflegt. Irgendwann wird es sich doch wohl klar gestellt haben das doch nicht immer so schnell die Flinte ins Korn gesetzt werden sollte und wir nur mal versuchen sollten umzudenken anstatt umzuwerfen. Volkswirtschaft braucht Volk das wirtschaften kann …es gibt Völker die wissen wie die Technik und die maschienen gebaut werden und andere Völker die sie nutzen könnten um mit ihren Kenntnissen Anbau zu betreiben so das dazwischen mit den erzeugten Produkten wieder ein Markt entstehen kann ..Der sich mit den vielseitig einsetzbaren verwendungsmöglichkeiten der daraus gewonnen Produkten im Handwerk im Gesundheitswesen im steuerwesen und Konsum durchsetzen kann ohne den kompletten ferfall der heutigen Gesellschaft. Das ist keine Provokation weder noch eine Anschuldigung aber ein Gedanke der evtl. Dem Problem eine potenzielle Option mal nur vorschlagen. Niemand darf etwas aufgeben das er nicht mit allen mitteln mit allen zur gerechten Lösung zu suchen versucht haben. Wert schöpft man aus Ideen ..geht nicht gibt’s nicht. Egal was. Aber allgemeinen Vernunft ist angebracht. Danke vielmals

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    oscar

    13. Oktober 2015 18:35 at 18:35

    meine herren, die politik hat nie wirklich etwas geändert !!!! wenn änderung, dann durch das an den rand gepresste volk. aber das hat müde michelarme vom vielen konsumieren und halb acht idiotie. herr wächter hat leider recht. politik ist übrigens in erster linie für sich selber da. das verlangt die „schein demokratie“. wers immer noch nicht kapiert hat ist eigentlich hoffnungslos….leider. was wir hier haben ist eine diktatur geworden. ja klar jeder kann jeden verklagen…toll….nix bringt das. hui ich hoffe es grammatikalisch salonfein und rethorisch angemessen…;-) lol

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Zinsen und Banken – „Verwahrentgeld“ auf dem Vormarsch

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Wer glaubt, sich der finanziellen Repression so leicht entziehen zu können, irrt vermutlich: Immer mehr Banken verlangen negative Zinsen für Bankeinlagen, auch „Verwahrentgelt“ genannt. Hat man auch seine Reservegeldhaltung zurückgeschraubt, wird man von der Anhebung der Gebühren betroffen.

Negative Zinsen: Immer mehr Banken..

Still und leise erhöht sich die Zahl der Kreditinstitute, die von ihren Kunden Strafzinsen oder so genanntes Verwahrentgelt für ihre Einlagen verlangen. War bisher eine Summe von 100.000 Euro davon nicht betroffen, so ist das nicht mehr allzu oft der Fall. Allerdings dürfen die Banken nicht so einfach negative Zinsen erheben, sondern sie brauchen zunächst die Einwilligung ihrer Kunden. Ja wohin ausweichen, wenn es immer mehr Banken gibt, die aufgrund der Zinsssituation auf diese Einnahmequelle zurückgreifen?

Das Verbraucherportal Biallo (ebenso Verivox) hat 1300 Banken untersucht und festgestellt, dass 214 Kreditinstitute in bestimmten Fällen Verwahrentgelt verlangen – 20 mehr als vor Monatsfrist, seit Jahresanfang haben sich 150 Geldinstitute zu diesem Schritt entschieden.

Gab es zunächst überall den Freibetrag von 100.000 Euro, so wird dieser schrittweise abgesenkt, auf 50.000, 10.000 oder sogar auf 0 Euro, auch von Volksbanken. Bisher beläuft sich der Minuszins auf 0,5 Prozent, aber es gibt bereits eine Sparkasse, die bei minus 0,75 Prozent angekommen ist.

Die Ursache für das Verhalten der Banken ist schon ein paar Jahre alt.

Bereits im Jahre 2014 hat die Europäische Zentralbank begonnen Negativzinsen von den Geschäftsbanken zu verlangen und diesen Zinssatz für kurzfristige Einlagen im vergangenen Jahr auf minus 0,5 Prozent gesenkt. Aus den letzten Äußerungen seitens der Notenbanker ist nicht zu erwarten, dass die Zinsen angehoben, sondern die Geldpolitik eher noch gelockert wird. Damit dürfte der Trend zum Verwahrentgelt noch zunehmen.

Jetzt auch Direktbanken

Bisher lehnten sich manche Bankkunden locker zurück, angesichts der neuen Konkurrenz für die alten Geldinstitute – filiallose Direktbanken. Doch ausgerechnet die Handybank N26 verkündete jüngst, Strafzinsen für das Girokonto einführen zu wollen. Zunächst erst ab 50.000 Euro, aber dieses Vorhaben steht im krassen Widerspruch zu dem vor Jahresfrist geäußerten Versprechen auf Negativzinsen zu verzichten. Wird dies eine Welle auslösen, bei der Konkurrenz wie ING, DKB, Consorsbank, Flatex u.a., die als Ausweichsort gesehen wurden, um den Gebühren von Genossenschaftsbanken und Sparkassen zu entgehen? Ein bisschen Verwahrentgelt, was soll’s?

Eine ganze Menge, sollte sich dieser Trend durchsetzen. Schließlich liegen derzeit gigantische 2,489 Billionen Euro auf Giro- oder Tagesgeldkonten. Für diese Summe nur 0,5 Prozent einbehalten – und schon wäre man bei einer zweistelligen Milliardensumme.

Wie lautet seit Langem eine Empfehlung der Vermögensberater für die Reservegeldhaltung der Konsumenten? Man solle auf dem Girokonto eine Notreserve halten, die etwa drei Monatsgehälter beträgt. Und zwar nicht nur für ein paar Wochen, sondern länger und für etwaige größere Anschaffungen.

Die Neigung des Deutschen zur großen Geldhaltung mit ihrem obersten Befürworter, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, hat zu einem gewaltigen Depotvolumen geführt.

Die oben genannte Verfügungsmasse liegt im Wert höher als alle deutschen Aktien zusammen und sogar doppelt so hoch wie die Bewertung des deutschen Leitindex, Dax. Damit sieht man auch, dass ein Crash am deutschen Aktienmarkt wesentlich weniger Vermögensschäden hervorrufen würde, als bei den Amerikanern, wo allein die über 28 Billionen Dollar des S&P 500 einen weit höheren Wert repräsentieren, als das gesamte Bruttoinlandsprodukt der USA.

Fazit

Die finanzielle Repression schlägt hierzulande weiter zu. Nach und nach werden die Freibeträge für die Geldkonten abgesenkt.

Da die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik eher noch lockert – bei der Sitzung im Dezember? – aber bestimmt nicht die Zinsen erhöht, dürfte die Zahl der Banken, die negative Zinsen weiterreichen, noch größer werden.

Keine Zinsen mehr am Anleihemarkt, Strafzinsen auf dem Geldkonto, wozu führt das? Nicht schon wieder das Akronym „TINA“..

Immer mehr Banken verlangen negative Zinsen auf Einlagen

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Gold, Dollar, Öl, Aktienmärkte: Was passiert nach der US-Wahl?

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Das Thema, wie sich die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen auf den Gold auswirken werden, wird viel diskutiert und ist mit Unsicherheit behaftet. Wenn die Ergebnisse zu einem stärkeren Dollar führen, bedeutet dies einen niedrigeren Preis für Gold, und ein schwächerer Dollar bedeutet (in der Regel) einen höheren Goldpreis. Das Wahljahr verursacht mit Sicherheit viel Volatilität, und die Anleger erwägen derzeit drei mögliche Szenarien für den Goldpreis nach dem Wahltag.

In einem dieser Szenarien muss der US-Wahltag für einen Anstieg des bei Gold dazu führen, dass Biden Präsident wird, da viele glauben, dass der Dollar dann fallen wird (aufgrund des größeren Stimulus). Und im Gegenteil, bei einem sinkenden Goldpreis wird der Wahltag mit der Wiederwahl von Trump enden müssen, was zu einem stärkeren Dollar führen sollte. Die Ergebnisse der Wahlen im Jahr 2020 könnten jedoch genau den gegenteiligen Effekt haben – und das ist es, was die Marktsituation noch spannender macht.

Der Ölpreis ist vom Wahlergebnis genauso abhängig wie so ziemlich alle anderen Rohstoffe. Und laut Goldman Sachs müssten die US-Wahlen Biden als neuen POTUS hervorbringen, damit wir einen Anstieg des Ölpreises erwarten können (weil dann die Produktions-Kosten für Öl steigen würden). Aber selbst wenn das Gegenteil der Fall sein sollte, drückte der Investmentbankgigant sein Vertrauen in einen steigenden Ölpreis aus – Wahlergebnisse beiseite.

Und wie wird sich die US-Wahl auf den Aktienmarkt auswirken? David Jones, chief market strategist bei capital.com, blickt auf den S&P 500, auf Gold, den Dollar (Euro-Dollar) und schließlich auf den Ölpreis – und analysiert, welche Auswirkungen ein Sieg von Biden oder von Trump haben würde:

 

 

 

 

Was passiert nach der US-Wahl mit Gold?

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Brexit: Wem schadet er mehr, der EU oder den Briten?

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Angesichts des Anschwellens der Coronazahlen und der großen Spannung vor den US-Wahlen, sind die Verhandlung um den Brexit der Briten ein wenig in den Hintergrund gerückt. In dieser Woche läuft wieder einmal ein Ultimatum aus. Kommt es noch zu einer Einigung vor dem endgültigen Datum, dem 31. Dezember? Und gibt es schon Fakten zu den Frühschäden des Austritts der Briten?

Brexit: Was für Folgen hätte ein No-Deal?

Darüber wird schon seit dem Referendum über den Brexit von 2016 gemutmaßt. Fakt ist bereits, dass bis zum Ende des letzten Jahres Ende 2019 die Investitionen bereits um mehr als 15 Prozent hinter dem Durchschnitt der Vorjahre zurückgeblieben sind. Doch sollte es bis zum 31. Dezember keinerlei Vereinbarung geben, wird dies in jedem Fall wirtschaftliche Auswirkungen auf beiden Seiten haben. Wie waren die bisherigen Wirtschaftsbeziehungen?

Der Export von Gütern und Dienstleistungen der Briten in die EU betrug bislang etwa 14 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes, im Falle der EU in Richtung GB betrug der Anteil nur ganze drei Prozent.

Von Seiten deutscher Unternehmen hat man die lange Zeit seit dem Referendum nicht untätig verstreichen lassen. So ist der Export von Deutschland auf die Insel von 2016 bis vor Kurzem von 7,5 auf 5,6 Prozent gefallen. Gerade in letzter Zeit haben die hiesigen Unternehmen registriert, mit welcher Verbissenheit Boris Johnson den harten, kompromisslosen Brexit vorantreibt. Es ist wie zumeist an der Börse: Was man lange hat kommen sehen, wird versucht zu antizipieren, um den schweren Folgen entgegenzuwirken. Schocks entstehen immer durch das Unerwartete aus heiterem Himmel oder gar durch den berühmten „Schwarzen Schwan“. Klar wird ein harter Brexit beide Seite treffen, mancher Ökonom rechnet für Großbritannien mit einem Rückgang des Trendwachstums um 1,5 Prozent.

Aber wird es keinerlei Vereinbarungen auf dem so bedeutsamen Finanzsektor oder im Güter- und Reiseverkehr geben oder gar beim Handel mit Medikamenten? Zu Zeiten von Corona, wo dem schwedisch-britischen Pharmakonzern AstraZeneca mit seiner Impfstoffentwicklung eine entscheidende Rolle zukommen könnte? Die Pandemie jedenfalls kommt für Großbritannien mit seinem Austrittsvorhaben praktisch zur Unzeit.

Die aktuelle Coronakrise

Was die Covid -19-Infektionen betrifft, hat Großbritannien bereits eine schwere Zeit hinter sich. Nachdem man es zunächst mit einer Herdenimmunisierung versuchte, rückte Boris Johnson entsetzt davon ab, als ihm Wissenschaftler die mögliche Zahl an Todesopfern nahegelegt hatte. Trotz der Wende steht die Nation mit 894.000 Infektionen und fast 45.000 Corona-Toten (an oder mit Corona), der höchsten Zahl an Opfern in Europa derzeit in den Statistiken. Dies findet auch in den Wirtschaftszahlen der zweitgrößten Ökonomie Europas seinen Widerhall.

In den Monaten April bis Juni brach die Wirtschaft Großbritanniens um -20,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal ein. Das war der schlimmste Absturz seit Beginn der britischen Quartalsstatistik im Jahr 1955. Das Land war damit das Schlusslicht Europas, noch vor Spanien, welches den Negativrekord mit einem Einbruch um 18,5 Prozent erleiden musste. Durch die Coronakrise wird Großbritannien wirtschaftlich auf den Stand von 2003 zurückgeworfen.

Das einst so stolze britische Pfund

Das Pfund Sterling, einst der Stolz der Briten und die älteste noch bestehende Währung, hat längerfristig schon eine Entwicklung erlebt, die durch den Brexit noch deutlich beschleunigt werden könnte. Bis in die Hälfte des letzten Jahrhunderts hinein, war das Pfund die globale Leitwährung, die Hälfte der weltweiten Währungsreserven bestand aus der britischen Währung und die Bank of England hatte weltweit sehr großen Einfluss. Dann begann der Abstieg, Mitte der 1970-er-Jahre hatte die britische Währung nur noch einen Anteil von vier Prozent an den globalen Währungsreserven, dabei ist es bis heute geblieben.

Und der Außenwert des GDP?

Das britische Pfund kostete vergangene Woche nur noch 1,10 Euro. Vor gut vier Jahren und dem überraschenden Brexit-Referendum im Juni 2016 musste man noch über 1,30 Euro dafür bezahlen. Auch eine Folge des ewigen Hickhacks um den Sonderweg der britischen Regierung.

Fazit

Aus den bisherigen Fakten ist zu schlussfolgern, dass der ungeregelte Brexit den Briten mehr schaden sollte, als der EU. Aber haben sich die Unternehmen in der langen Zeit der Austrittsverhandlungen nicht schon auf das Austrittsszenario vorbereitet, die Börsen das Ergebnis eingearbeitet? Wann hat denn je ein absehbares Ergebnis Investoren wirklich beim Eintritt noch geschockt – Einzelfälle ausgeschlossen? Aber will Boris Johnson wirklich auf Biegen und Brechen den No-Deal-Austritt Großbritanniens durchziehen, auch wenn sich die Pandemie in der zweiten Welle noch verstärken sollte? Wo Zusammenarbeit in Europa gefragt ist, weiland sich Chinas Aufschwung weiter fortsetzt und auch den USA mit ihrer „America-First-Politik“ ein geschwächtes Europa gar nicht so ungelegen käme?

Es sind für gewöhnlich immer die externen Schocks, die Gewitter aus heiterem Himmel, die für Ungemach sorgen. Aber das Pokern des Boris Johnson – wem hängt das mittlerweile nicht schon zum Halse heraus?

Wem wird der Brexit mehr schaden?

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