Folgen Sie uns

Allgemein

Zentralbanker geben zu: Wir können die Weltwirtschaft nicht länger stützen

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Aktuelle und ehemalige Mitglieder der wichtigsten Zentralbanken geben jetzt in einem Report offen zu: „Wir können die Weltwirtschaft nicht länger stützen“ – so kann man ihre Botschaft in verständliche Sprache übersetzen. Zinsen auf 0 und Gelddrucken sollten ab 2008 der Politik Zeit für Lösungen geben, aber jetzt hat man keine Mittel mehr.

Zentralbanker können die Weltwirtschaft nicht mehr stützen
Auch aktuelle und ehemalige Fed-Mitglieder sind Mitglied in der „Group of 30“.
Foto: Foto: NilsTycho / Wikipedia / Public Domain

Die „Group of 30“, ein Wirtschaftsverband hauptsächlich mit aktuellen und ehemaligen Notenbankern besetzt (Draghi, Trichet, Dudley, Volcker uvm) gibt in seiner aktuellsten Studie zu, dass die Zentralbanken die Weltwirtschaft nicht länger stützen können, da ihre Mittel jetzt ausgeschöpft seien. Jetzt sei die Politik am Zug. Nach der Lehman-Krise sprangen die großen Zentralbanken wie die Fed, EZB, Bank of Japan etc in die Bresche und bewahrten die Weltwirtschaft vor einer deftigen Rezessions- und Deflationsspirale, in dem sie die Leitzinsen auf 0 senkten und die Kapitalmärkte mit ca. 7 Billionen Dollar fluteten. Aber jetzt machen sich die Damen und Herren ernsthaft Gedanken über den Zustand einer überschuldeten Weltwirtschaft. Sie schreiben ganz offen, dass die strukturellen Probleme der Volkswirtschafen nicht gelöst sind, Zitat:

„After eight years of relying on central banks to resolve the crisis, it remains fundamentally unresolved. Except perhaps in the United States, there is nowhere a sense that the global economy is now back on a normal growth path unimpeded by the headwinds of debt and excessive leverage. Indeed, concerns about the health of most AMEs remain significant, and those concerns have now been extended to many EMEs, as described in Chapter 4. What then might governments do to help resolve the crisis and thereby help restore sustainable growth? Briefly, since this is a paper about central banking, both demand-side and supply-side measures would seem required, though many suggested policies affect both over different time Frames.“

Anders als z.B. die EZB selbst gibt der Zentralbanken-Lobbyverband „Group of 30“ zu, dass die Anleihekaufprogramme nicht so wirken, wie sie sollten, Zitat:

„In Europe, the emphasis has been put on a transmission mechanism that is not functioning properly, especially for small and medium-sized enterprises (SMEs) in peripheral Europe. The ECB has initiated or suggested a number of possible solutions, but the underlying problem remains. While larger firms have significantly increased their recourse to corporate debt markets, SMEs face continuing credit constraints and high borrowing costs.“

Da Zentralbanker sich wie Politiker immer etwas blumig ausdrücken, klingen die folgenden Sätze nicht ganz so dramatisch, sind aber der klage Hinweis darauf, dass man jetzt die Politik und Privatwirtschaft am Zug sieht endlich selbst aktiv zu werden bei der Lösung der strukturellen Krise der Weltwirtschaft.

„Central banks worked alongside governments to address the unfolding crises during 2007–09, and their actions were a necessary and appropriate crisis management response. But central bank policies alone should not be expected to deliver sustainable economic growth. Such policies must be complemented by other policy measures implemented by governments. At present, much remains to be done by governments, parliaments, public authorities, and the private sector to tackle policy, economic, and structural weaknesses that originate outside the control or influence of central Banks.“

Und was ist die große Botschaft der „Group of 30“? Folgendes Zitat ziehen wir dafür heran:

„Nevertheless, for this appearance to become a reality, underlying problems rooted in very high debt levels must be resolved if global growth is to be more sustainably restored.“

Es ist schon eine Ironie. Die Zentralbanker beklagen sich, dass die Weltwirtschaft auf einem zu hohen Schulden-Level sitzt. Dabei haben doch gerade die Zentralbanken das Umfeld geschaffen, in dem sich kaputte Firmen zu quasi 0% Zinsen vollsaugen und so am Leben erhalten konnten. Jetzt haben wir den Salat. Inhaltlich haben sie natürlich recht, dass letztendlich die Politik eine strukturelle Lösung finden muss um die Weltwirtschaft wieder zum Laufen zu kriegen. Außerhalb ihrer eigenen offiziellen Räumlichkeiten scheinen die Damen und Herren Zentralbanker deutlicher zu reden als auf ihren offiziellen PK´s. Man weiß jetzt nicht mehr, ob man Zinsen erhöhen und QE´s beenden soll, oder ob neue QE´s und Zinsen auch weiterhin auf dem Null-Level richtig sind für das, was sie selbst leisten können. Man gibt zu, dass man sich selbst in eine Art Falle manövriert hat:

„There seems to be an almost unanimous view that monetary policy in the major AMEs will have to be normalized at some point. However, even if views differ about what precisely normal might mean, presumed dates for exit also differ due to different countries being at different points in the business cycle. There is also agreement that a danger exists of exiting too soon, thus aborting a nascent recovery, and also of exiting too late, thus encouraging some combination of higher inflation and other imbalances that could also weigh on recovery. However, where serious disagreement arises is when it comes to discussing which danger is the greater. Those worried about too early an exit point to the example of the Federal Reserve in 1937. In contrast, those worried about too late an exit point to the inflation that followed the Fed-Treasury Accord in the late 1940s and to the inflationary surge in the early part of the 1970s.“

Was ist das Endfazit? Die Zentralbanker wissen jetzt auch nicht mehr weiter und senden einen Hilferuf an die Regierungen der großen Industrienationen. „Kümmert euch endlich um die strukturellen Probleme der Weltwirtschaft“, könnte man auch diesen Hilferuf nennen. Aber die Politik hat andere Sorgen (Flüchtlinge, IS) und hat die Stützung der Wirtschaft längst den Zentralbanken überlassen. Lief ja bisher auch, irgendwie…


25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    leser

    13. Oktober 2015 11:36 at 11:36

    Den Preis für Geld zentralplanerisch bestimmen zu wollen funktioniert eben nicht. Die Zentralbanken sind Geldsozialisten. Schafft die Zentralbanken einfach ab und überlasst das Geld dem freien Wettbewerb. Das beste Zahlungsmittel wird sich sehr schnell herauskristallisieren.

    • Avatar

      GN

      13. Oktober 2015 13:39 at 13:39

      ….Sie sollten sich vielleicht erst einmal über unser derzeitiges Geldsystem informieren, bevor Sie einen solchen Unsinn schreiben. Es ist seit spätestens 1971 so, das die größte Geldschöpfung durch die private Geldindustrie stattfindet. Die Zentralbanken haben daran einen verschwindend geringen Anteil!!!!!

      Geld entsteht ausschließlich dadurch, daß jemand (Staat, Unternehmen, Verbraucher) eine Schuld eingeht……leider kommt der Irrglaube, die Zentralbanken schaffen das Geld nicht aus den Köpfen…

      VG

      • Avatar

        UL

        13. Oktober 2015 16:21 at 16:21

        Ihre Kritik ist grammatikalisch und rhetorisch korrekt, inhaltlich aber völlig falsch. Die Privatbanken, von denen sie reden, sind alles Banken außer die Zentralbanken. Es handelt sich um die sogenannten Geschäftsbanken. Wenn der Kunde bei dieser Kredit beantragt, dann bekommt er diesen bei entsprechender Bonität ausbezahlt. Das ist, was Sie sehen. Doch was abläuft, ist etwas völlig anderes. Diese Geschäftsbanken richten sich mit der Kreditanfrage des Kunden an die Zentralbanken, die bei vertragskonformer Anfrage eben diesen Kreditbetrag an die Geschäftsbank zur Weiterleitung an den Kunden überweist. Die Entstehung des Geldes kommt dabei lediglich aus der Kreditnachfrage. Lesen Sie mal die Statuten der Bundesbank, diese hat einen (Vertrag!?) mit der Bundesregierung zur alleinigen Geldschöpfung und „Vernichtung“. Es herrscht auch kein freier Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Geldarten, weil nur dieses Kreditgeld (jetzt Euro) gesetzlich legitimiert ist, sogar unter Annahme-Zwang Paragraphen steht. Jegliche Konkurrenz chancenlos und ausgeschlossen. Es müssen auch alle Geschäftsbanken das von der Zentralbank ausgegebene Geld zurückzahlen, mit Zinsen natürlich. Eine „Vernichtung“ des Geldes ist schon von daher eine Lüge, daß das geliehene Geld mit Zins nicht zurückbezahlt werden kann, ohne neuen Kredit aufzunehmen. Denn Geld entstehen lassen, dürfen wie gesagt nur die ZB. Früher bei DM war es die Bundesbank, heute die EZB. PS: Henry Ford sagte einmal: wenn die Menschen wüssten, wie das Geldsystem funktioniert, dann gäbe es eine Revolution.

        • Avatar

          UL

          13. Oktober 2015 16:33 at 16:33

          Nachtrag: gemeint ist natürlich GN, der einen guten Vorschlag mit Halbwissen meint kritisieren zu müssen und dazu noch persönlich wird.

        • Avatar

          GN

          13. Oktober 2015 17:28 at 17:28

          …..tolle sematische Wortspielerei (Privatbanken/Geschäftsbanken)…..was ist denn bitte eine Geschäftsbank anderes als eine Privatbank?

          Und der Rest den Sie da schreiben ist ebenso falsch!!! Mein „Halbwissen“ beziehe ich u. a. von keinem Geringeren als Prof. Binswanger (Doktorvater von Josef Ackermann) und Prof. Joseph Huber (Monetative e. V)…u. a. Kapazitäten…

          https://vollgeld.files.wordpress.com/2011/05/handout-binswanger_13-mai-2011.pdf

          Die Geldschöpfung durch die Privatbanken ohne Refinanzierung durch Einlagen oder Gegenfinanzierung durch die Zentralbanken ist mittlerweile auch empirisch bewiesen:

          https://www.kreditopferhilfe.net/docs/Koennen_einzelne_Banken_Geld_aus_dem_Nichts_schaffen_(mit_allen_Beilagen).pdf

          Meine Aussage, das die Geldmenge deshalb in der Hauptsache durch die Privatbanken ausgeweitet wird ist dementsprechend folglich.

          VG

          • Avatar

            GN

            13. Oktober 2015 18:43 at 18:43

            …..und hier noch eine kurze aber präzise Darstellung zu unserem Geldsystem von der Monetative e. V. . In der Monetativen haben sich namhafte Kapazitäten zum Thema Geldsystem zusammengefunden, um die Bevölkerung über unser Geldsystem aufzuklären und dazu beizutragen ein neues krisensicheres Geldsystem einzuführen….

            http://www.monetative.de/initiativerklaerung/

            Weiterführende Information zum Geldsystem findet sich auf der Seite….

            VG

          • Avatar

            GN

            13. Oktober 2015 21:19 at 21:19

            Hier noch ein Auszug eines Interviews mit Prof. Joseph Huber zur Geldschöpfung bei „Cashkurs“:

            Helmut Reinhardt: Auf welchen „Schöpfungsakt“ beruht denn überhaupt unser heutiges Geld und wie begründen Sie Ihre Forderung, die Gewaltenteilung um eine monetative Instanz zu erweitern?

            Prof. Dr. Joseph Huber: Moderne Währungen beruhen auf frei geschöpftem chartalem Geld (fiat money), für das der Staat bzw. die Zentralbank bzw. die Allgemeinheit faktisch bürgt. Davon abgesehen ist Geld ein öffentliches Medium, das in der Zirkulation den jeweiligen Besitzer wechselt. Schon alleine von daher muss frei schöpfbares Geld gesetzliches Zahlungsmittel unter öffentlicher Mengenkontrolle sein, mit zurechenbarer Verantwortlichkeit und dem damit verbundenen hergebrachten Geldregal, also dem Vorrecht der Geldschöpfung und dem Nutzen der Erstverwendung neu zu schöpfenden Geldes bzw. der Realisierung des ungeschmälerten Geldschöpfungsgewinns, der sog. Seigniorage.

            Aber mit dem Art. 123.1 AEU haben die Regierungen dieses hergebrachte staatliche Hoheitsrecht faktisch an die Geschäftsbanken abgetreten und sich monetär vom Geschäftsbelieben dieser Banken völlig abhängig gemacht. Ein unerhörter Vorgang.

            Helmut Reinhardt: Läuft es also darauf hinaus, dass die Zentralbank die Kontrolle über die Geldschöpfung verloren hat … ?

            Prof. Dr. Joseph Huber: Faktisch läuft es so, dass die Banken soviel Geld schöpfen oder nicht schöpfen wie ihnen gut dünkt, und zwar in Form der Giralgeldschöpfung durch Kreditvergabe. Die Zentralbank refinanziert jederzeit bereitwillig und billig den Bruchteil an gesetzlichen Zahlungsmitteln, den die Banken dafür, wie überhaupt zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs, noch benötigen. Die Zahlungsreserve gemessen am Giralgeldbestand liegt heute im Durchschnitt bei nurmehr 2 Prozent Bargeld und 6 Prozent unbaren Zahlungsreserven der Geschäftsbanken bei der Zentralbank.

            Helmut Reinhardt: Was ist in Ihren Augen denn so verwerflich an dieser Form der Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken?

            Prof. Dr. Joseph Huber: Das staatliche Geldregal aufgegeben zu haben, ist etwa so, als würde der Staat sein öffentliches Ordnungs- und Gewaltmonopol irgendwelchen Privatmilizen übertragen, oder als würde der Staat neben seinen eigenen Gesetzen noch einen anderen Gesetzeskodex gelten lassen, und dem auch noch Vorrang einräumen, so wie er dem Bankengeld Vorrang vor dem eigenen Geld einräumt. Gewiss ist das nicht willkürlich geschehen. Es hat sich so ergeben durch die allgemeine Ausbreitung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs im zurückliegenden Jahrhundert. Faktisch hat diese Entwicklung der Macht und Größe der Banken in die Hände gespielt. Aber die Bedeutung dessen wurde nicht angemessen erfasst – weitgehender Kontrollverlust staatlicher Organe, überschießende Geldmengen, Übersteigerung von Konjunktur- und Börsenzyklen, instabiles Geld und instabile Finanzmärkte, Inflation und mehr.

            Das gesamte Interview gibt es hier:

            http://www.cashkurs.com/kategorie/wissen/beitrag/die-monetative-im-gespraech-mit-prof-dr-huber-teil-1/

            Ich habe jetzt ausreichend Links zu seriösen Informationsquellen eingestellt, die meine Darstellung bestätigen. Damit hat jeder die Möglichkeit sich zum Thema Geldschöpfung in der Hand der Privatbanken zu informieren….

            VG

        • Avatar

          Hubi Stendahl

          13. Oktober 2015 19:30 at 19:30

          @UL

          Wie die Geldschöpfung bzw. die Erfindung des Geldes durch die Banken funktioniert , können Sie hier einmal bilanztechnisch kontrollieren, falls Sie von Bilanzbuchhaltung etwas verstehen. Man lernt eben nie aus:

          http://www.heise.de/tp/artikel/45/45968/1.html

  2. Avatar

    Argonautiker

    13. Oktober 2015 11:44 at 11:44

    Das ist natürlich ein Witz, wenn gerade die Zentralbanker erklären, daß SIE die Wirtschaft nicht mehr stützen können. Wer hat denn daß Ungleichgewicht zwischen Realwirtschaft und Geldwirtschaft mittels ungedecktem Schuldgeld erzeugt?

    Sprach der betrügerische Räuber, nach dem er zusammengestohlen hatte, was er auch nur konnte, zu seinen Opfern, es tut mir aufrichtig Leid, aber ich kann euch nicht mehr länger retten.

    Richtig wäre, die Realwirtschaft, kann das aus der Luft erzeugte Schuldgeld, selbst wenn sie es nun zum NullZins raus geben, nicht mehr mit Wert hinterlegen. Und weil sie daß nicht mehr kann, ist das Schneeballprinzip zu Ende, und muß neu gestartet werden, weil die Zentralbanker sonst nicht mehr ohne Arbeit, Zugriff auf jegliche Güter und Leistung haben.

    Und jetzt nach der Regierung um Hilfe zu rufen, ist ja wohl oberdreist. Das Einzige was hülfe, wäre, die Zentralbanker einzusperren und sie und ihre Nachkommen abarbeiten zu lassen, um was sie die Menschen betrogen haben.

    Auge um Auge, Zahn um Zahn.

    Beste Grüße

    • Avatar

      joah

      13. Oktober 2015 12:01 at 12:01

      („Haltet den Dieb“, sprach der Dieb und zeigte auf einen anderen.)

      • Avatar

        Argonautiker

        14. Oktober 2015 09:32 at 09:32

        Stimmt, und wenn diese Lügner dann irgendwann anfangen ihre eigenen Lügen zu glauben, dann spricht man von Wahn. Und ist man im Wahn, ist man alternativloth. ;-)

  3. Avatar

    Jerome

    13. Oktober 2015 12:06 at 12:06

    Der Krug geht eben so lange zum Brunnen bis er bricht. Wenn das nicht aufhört dann ist es eben keine Frage mehr „ob“ sondern „wann“ es passiert.

  4. Avatar

    joah

    13. Oktober 2015 12:09 at 12:09

    „Im Westen nichts Neues“, jedoch macht mir der Spruch „Jetzt sei die Politik am Zug“ ensthaft große Sorgen. Die Politik wird dies nur mit extrem drastischen Maßnahmen zu lösen wissen [1], ansonsten kann dies nur die Wirtschaft selbst klären [2]. Beide Wege werden hart und schmerzvoll werden.

    [1] Enteignungen; harte oder Hyperinflation; extra Steuern; Umverteilung
    [2] Insolvenzen –> Schulden werden vernichtet –> „Selbstheilung“; Neustart; evtl. mit neuer Währung, da kaputt geschossen

    • Avatar

      flowerpower

      13. Oktober 2015 12:45 at 12:45

      Albert Einstein sagt:“Wahnsinn ist immer das Gleiche tun und andere Ergebnisse
      erwarten“

  5. Avatar

    Wächter

    13. Oktober 2015 12:51 at 12:51

    Und wie wird die Politik das strukturelle Problem lösen? Durch ein Bargeldverbot? Durch mehr gesetzlich manifestierten (Konsum-)Zwang (siehe Klimahysterie)? Man kann es drehen wie man will: der Hauptverlierer sind die Bürger, die noch mehr Kontrolle, noch mehr Zwang, noch mehr Schulden und Armut ertragen werden müssen, denn zu einem nachhaltigen “Reset“ hat keiner den Mut, da es die bestehenden Herrschaftsverhältnisse und Plätze an den Futtertrögen des globalen Casinos hinwegfegen würde. Es läuft definitiv auf mehr Restriktion und Diktatur hinaus. Also: wachsam (und clever) beleiben!!

  6. Avatar

    Norbert Huber

    13. Oktober 2015 15:46 at 15:46

    Die Lösung von Seiten der Politik ist einfach:
    Das System gehört auf den Kopf gestellt um die Schulden und die damit verbundene Geldknappheit ab zu bauen.
    Die EZB soll das Geld den Staaten schenken, statt den Banken leihen, damit kommt das Geld welches die Staaten den Banken schulden automatisch zu den Banken zurück und von den Banken zur EZB zurück.
    Die Staatsschulden sind dann weg. Die Zinslast für den Steuerzahler ebenso.

  7. Avatar

    Dennis Weedmann

    13. Oktober 2015 16:56 at 16:56

    Man sollte jetzt mal sich im klaren sein. das nicht so einfach gesagt werden kann. das dieses Konzept einfach mal nicht so einfach als gescheitert gewertet werden kann und die denen die Verantwortung klar auf der Hand waren.ebenso sich doch allen beteiligten auch bewusst sein sollte was es heißt mit den ganzen Menschen einfach mal die Mitteilung zu überbringen das die Finanzmärkte nicht zu halten sind frage ich mich wie oft das nich geschehen soll bis ihnen doch allen wie beim letzten und nächsten mal nichts bleibt als ihre Unterhosen und die Floskeln die man wie ne platte mit Kratzer ständig wieder auflegt. Irgendwann wird es sich doch wohl klar gestellt haben das doch nicht immer so schnell die Flinte ins Korn gesetzt werden sollte und wir nur mal versuchen sollten umzudenken anstatt umzuwerfen. Volkswirtschaft braucht Volk das wirtschaften kann …es gibt Völker die wissen wie die Technik und die maschienen gebaut werden und andere Völker die sie nutzen könnten um mit ihren Kenntnissen Anbau zu betreiben so das dazwischen mit den erzeugten Produkten wieder ein Markt entstehen kann ..Der sich mit den vielseitig einsetzbaren verwendungsmöglichkeiten der daraus gewonnen Produkten im Handwerk im Gesundheitswesen im steuerwesen und Konsum durchsetzen kann ohne den kompletten ferfall der heutigen Gesellschaft. Das ist keine Provokation weder noch eine Anschuldigung aber ein Gedanke der evtl. Dem Problem eine potenzielle Option mal nur vorschlagen. Niemand darf etwas aufgeben das er nicht mit allen mitteln mit allen zur gerechten Lösung zu suchen versucht haben. Wert schöpft man aus Ideen ..geht nicht gibt’s nicht. Egal was. Aber allgemeinen Vernunft ist angebracht. Danke vielmals

  8. Avatar

    oscar

    13. Oktober 2015 18:35 at 18:35

    meine herren, die politik hat nie wirklich etwas geändert !!!! wenn änderung, dann durch das an den rand gepresste volk. aber das hat müde michelarme vom vielen konsumieren und halb acht idiotie. herr wächter hat leider recht. politik ist übrigens in erster linie für sich selber da. das verlangt die „schein demokratie“. wers immer noch nicht kapiert hat ist eigentlich hoffnungslos….leider. was wir hier haben ist eine diktatur geworden. ja klar jeder kann jeden verklagen…toll….nix bringt das. hui ich hoffe es grammatikalisch salonfein und rethorisch angemessen…;-) lol

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Old Economy: Gewinnexplosion voraus – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

welche Unternehmen werden zwischen 2020 und 2022 die größten Gewinnzuwächse verbuchen? Netflix, Amazon, SAP oder etwa Nvidia? Was ist Ihre Prognose?

Ich lehne mich aus dem Fenster: In den kommenden 2 bis drei Jahren werden die großen „Gewinndynamiker“ nicht aus der Technologie-Branche kommen, sondern – ja Sie lesen ganz richtig – aus der Old Economy. Alt eingesessene Unternehmen, die wir alle schon seit Jahrzehnten kennen, stehen vor einem beispiellosen Gewinnschub. Hier steht eine Erholung bevor, wie wir sie selbst in den Boomjahren der Nachkriegszeit nicht gesehen haben. Ich habe Ihnen drei Beispiele aus der DACH-Region mitgebracht.

Beispiel BASF: Der deutsche Chemie- und Ölkonzern wird aller Voraussicht nach das laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von mindestens 1 Euro je Aktie abschließen. Dann wird BASF allerdings eine mächtige Aufholjagd starten und im Geschäftsjahr 2022 einen Gewinn je Aktie von rund 3,70 Euro ausweisen. Das ist noch weit entfernt vom Niveau der Vorkrise, als man rund 9 Euro je Aktie verdiente. Aber von unter Null auf 3,70 Euro je Aktie ist sehr viel Holz.

Beispiel Wienerberger: Die Österreicher haben in diesem Coronajahr auch nur wenig Spaß gehabt. Das Unternehmen der Baustoff-Branche wird den Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr wahrscheinlich fünfteln. Aber danach wird man wieder mächtig durchstarten. So erwarten die Analysten, dass Wienerberger seinen Gewinn bis 2022 um rund 360 % steigern wird.

Ein kleiner Vergleich: Der Video-Streaming Spezialist Netflix erwartet bis 2022 eine einfache Gewinnverdopplung. Auch das natürlich eine großartige Zahl, aber verglichen mit den erwarteten Gewinnzuwächsen von BASF oder Wienerberger nimmt sich die eher bescheiden aus.

Beispiel Swatch: Der Schweizer Uhrenhersteller litt ebenfalls erheblich unter der Pandemie und erlebte einen Gewinneinbruch wie noch nie zuvor in seiner Unternehmensgeschichte. Das klingt nicht gut, oder? Nun, die Swatch Group erwartet eine mächtige Gewinnexplosion. So wird man in den…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Allgemein

Umsätze der Wirtschaft genau so hoch wie im Februar? Ziemlich erstaunlich!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Arbeiter in der Metallverarbeitung

Die Umsätze in der gewerblichen Wirtschaft (Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen) lagen im Oktober nur noch 0,3 Prozent unter dem Niveau aus Februar, als direkt vor Ausbruch der Coronakrise. So sagt es heute das Statistische Bundesamt. Der folgende Chart zeigt die Umsätze als Index. Es ist eine fast V-förmige Erholung. Von September auf Oktober stiegen die Umsätze um 1,5 Prozent. Gut, man darf annehmen, dass sie nun im November dank dem Lockdown für die Gastronomie wieder schrumpfen werden. Aber dass man bis Oktober die Delle quasi komplett aufgeholt hat, ist doch erstaunlich.

Die Statistiker sprechen bei ihrer heutigen Veröffentlichung von einem Frühindikator. Was wichtig sein könnte: Diese Betrachtung der Umsätze in der gewerblichen Wirtschaft wurde von den Statistikern aus den monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen ermittelt. Dazu muss man wissen: Viele kleine Unternehmen melden nur quartalsweise an die Finanzämter. Und das gigantische Heer an Solo-Selbständigen reicht gar keine Umsatzsteureerklärungen (und somit auch keine Voranmeldungen) ein, weil die Einnahmen unter der Mindestschwelle liegen. Es ist also unklar, in wie weit die oft völlig erodierten Umsätze dieser Selbständigen in dieser Statistik mitgezählt oder geschätzt werden.

Man müsste doch eigentlich annehmen, dass diese dramatischen Umsatzausfälle von Millionen von Ein-Personen-Dienstleistern immer noch eine riesige Lücke gegenüber Februar reißen. Oder man darf in diesem Fall eher annehmen, dass die Statistiker nur jene Umsätze mit früheren Umsätzen vergleichen, die auch schon damals umsatzsteuerpflichtig waren. Dann allerdings hätte diese Statistik wenig Aussagekraft, weil sie das gesamte Bild der Umsatzentwicklung der deutschen Wirtschaft nicht vollständig darstellt.

Chart zeigt Umsätze der Wirtschaft in den letzten Jahren

weiterlesen

Allgemein

Janet Yellen – wird sie den Dollar weiter abstürzen lassen?

Was bedeutet die faktische Ernennung von Janet Yellen zur zukünftigen US-Finanzminsterin für den Dollar? Sind die USA auf den Spuren Japans?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Was bedeutet die faktische Ernennung von Janet Yellen zur zukünftigen US-Finanzminsterin für den Dollar? Mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden kehrt wieder etwas Berechenbarkeit in die amerikanische Politik zurück. Auch erkennbar an den ersten Postenbesetzungen im neuen Kabinett. Der Vorschlag für die Nachfolge Steven Mnuchins schlug in den letzten Tagen wie eine kleine Bombe in der Finanzszene ein, schließlich möchte der neue Präsident eine „altbewährte“ Ökonomin mit dieser Schlüsselposition besetzen: die ehemalige Präsidentin der Federal Reserve, Janet Yellen. Was heißt das für die künftige Geld- und Fiskalpolitik  – und amit für den Dollar?

Die Karriere der Janet Yellen

Mit der ehemaligen Wirtschaftsprofessorin wird eine Person vom Fach den Posten des obersten Geldverwalters oder korrekter der Geldverwalterin in den USA antreten, was in anderen Ländern nicht generell der Fall ist. Janet Yellen kam neben ihrer Lehrtätigkeit schon früh in Kontakt mit der US-Notenbank, wo sie bereits ab 1975 Mitarbeiterin beim Board of Governors im System der Federal Reserve gewesen ist. Von 1994 bis 1997 war sie Mitglied im Vorstand der Federal Reserve, anschließend wurde sie Vorsitzende des Rates der Wirtschaftsberater von US-Präsident Bill Clinton. Also eine Funktion, wie sie jüngst Larry Kudlow in besonderer Art und Weise ausgefüllt hat.

Von 2004 bis 2010 war sie Präsidentin der Fed von San Francisco, ab dem Jahr 2009 stimmberechtigtes Mitglied im Federal Open Market Committee. Im Jahr 2010 wurde sie zur Stellvertreterin von Fed-Chef Ben Bernanke ernannt und ab 2013 gelangte sie als erste Frau an die Spitze der bedeutendsten Zentralbank der Welt. Diese Position verlor sie als Demokratin nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten, der mit diesem Schritt einmal mehr von der bisherigen Tradition abwich. Ihr Nachfolger Jerome Powell ist bereits seit 2012 im Direktorium der Federal Reserve, somit dürften sich die neue Finanzministerin und der Fedchef sehr gut kennen. Janet Yellen ist mit dem Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften George A. Akerlof verheiratet – sie ist also privat und beruflich immer im Umfeld der Ökonomie.

Die „dovishe“ Janet Yellen

Für die Benennung der Wirtschaftsprofessorin als neue Finanzministerin hat der neue US-Präsident sicherlich mehrere Gründe: Zum einen gilt die Demokratin als sehr ausgleichend zwischen den Parteien, was nach Donald Trump sicherlich äußerst bedeutsam wird, und zum anderen wird sie eine Konnexion zwischen Politik und Notenbank gewährleisten, was in der jetzigen Verschuldungssituation sehr vonnöten ist. Die Regierung braucht den kurzen Draht zur Geldpolitik, eine Sonderstellung der Notenbank wäre in der kommenden Zeit sehr hinderlich. Die Märkte gehen von einer guten Weichenstellung aus, deshalb auch die erste positive Börsenreaktion. Die Tauben sind demnächst in den USA am Drücker – daher tendiert auch der Dollar wieder schwächer.

Des einen Freud, des anderen Leid

Was wird diese neue Konstellation Janet Yellen – Powell für geldpolitische Konsequenzen haben? Zunächst freut man sich an den Märkten, dass „der Kelch“ in Gestalt der linken Demokratin Elisabeth Warren an ihnen vorübergegangen ist. Deren während ihrer Kandidatur vorgetragenes Programm hätte die Wirtschaft und die Finanzmärkte eine Zeit in Wallung gebracht, denn ob Warren ihre Vorstellungen in die Tat hätte umsetzen können, steht auf einem anderen Blatt. Nach einer Corona-Schonfrist würden bald schon die Midterm Elections anstehen, die rasche Veränderungen im Kongress bringen können.

Wer sind die Profititeure, wer die Leittragenden?

Zunächst dürften die Finanzmärkte sich über eine weiterhin lockere Geldpolitik freuen, denn es sind zwei Tauben an den Schaltstellen, die über alles sinnieren werden, jedoch nicht über künftige Zinserhöhungen.

Bevor eine Massenimpfung eine echte Erleichterung am Arbeitsmarkt bringt – Stichwort: Maximum Employment – wird man vonseiten der Federal Reserve das Anleihekaufprogramm fortsetzen und retten, wo es zu retten gilt. Hinzu kommen wird der unbedingte Wille der Durchsetzung von Konjunkturprogrammen, speziell im Umweltbereich, einem zentralen Thema von Joe Biden, in dem er ganz besonders den neuen Wind nach Trump symbolisieren könnte. Was nichts anderes bedeutet, als weiter die Verschuldung nach oben zu treiben, auch unter Inkaufnahme einer ansteigenden Inflation. Sowohl Fed-Chef Powell als auch die mögliche neue Finanzministerin haben eine gewisse Flexibilität mit einer höheren Inflationsrate bekundet. Niedrige Zinsen, bei steigender Teuerungsrate – damit wird deutlich, wer dabei besonders leiden könnte: der Dollar!

Aber in der jetzigen Situation kommen einige frühere Bemerkungen von Janet Yellen ins Gedächtnis, wenn es um die Bewältigung einer Rezession geht. Bereits auf einer Konferenz im September 2016 brachte die damalige Notenbankchefin den Gedanke von neuen Instrumenten ins Spiel, die die Fed zur Bewältigung einer Wirtschaftsschrumpfung benötigen könnte: Ankauf von Firmenbonds und Aktien. Letzteres wiederholte sie in diesem Jahr bei einem Interview im April. Die USA auf den Spuren Japans, was für ein Gedanke! Diesen Gedanken hatte unser Autor bei FMW, Hannes Zipfel, in seinem bemerkenswerten Artikel vom 30.6.2020 schon ins Spiel gebracht („Aktienmarkt: Verlassen Sie sich auf die Fed“!)

Fazit

Noch ist es zu früh irgendwelche Schlussfolgerungen über ungelegte Eier anzustellen. Aber eines dürfte klar sein: Bei zwei Verfechtern einer lockeren Geldpolitik wird es von innen heraus keine große Änderung in der Fiskal- und Geldpolitik geben. Das Zusammenspiel zweier Vertreter einer taubenhaften Geldpolitik wird in der jetzigen Lage den monetären Impuls nicht ohne Not verringern.

Und von woher könnte eine solche Notsituation kommen? Eher nicht von einer opulent anspringenden Wirtschaft, die ohne Stütze auskommt, sondern eher von der Inflation, die nun schon ein Jahrzehnt wie tot erscheint. Aber in diesem Zeitraum haben die Notenbanken weltweit auch nicht sieben Billionen Dollar binnen eines Dreivierteljahres ins System geschleust.

Wird die dovishe Janet Yellen den Dollar weiter schwächen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage