Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte die Zinsen im Juni anheben, da der Iran-Krieg die Inflation in diesem Jahr spürbar antreibt. Der geopolitische Konflikt im Nahen Osten sorgt für steigende Energiepreise und erhöht den Druck auf die Geldpolitik. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen erwarten Marktbeobachter dennoch nur begrenzte Zinserhöhungen. Entscheidend bleibt, ob die Inflation dauerhaft erhöht bleibt oder sich mittelfristig wieder stabilisiert.
EZB dürfte Zinsen moderat anheben
Die Europäische Zentralbank wird laut einer Bloomberg-Umfrage die Zinsen im Juni um einen Viertelprozentpunkt anheben. Diese Maßnahme dürfte jedoch die einzige ihrer Art bleiben, da der aktuelle Konflikt voraussichtlich keinen langfristigen Preisschock auslösen wird.
Die Inflation im Euroraum wird für dieses Jahr nun auf 2,8 % geschätzt, nachdem zuvor lediglich 2 % erwartet wurden. In den Folgejahren soll sich die Teuerung wieder abschwächen: Für 2026 rechnen Ökonomen mit 2,1 %, für 2027 mit 2 % – und damit wieder im Einklang mit dem Inflationsziel der EZB.
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Innerhalb der EZB zeichnet sich aktuell eine vorsichtige Haltung ab. Bei der nächsten Sitzung Ende April tendieren viele Währungshüter dazu, die Zinsen unverändert zu lassen, wie mit der Diskussion vertraute Personen berichten.
Allerdings gibt es auch Stimmen, die eine frühere Anhebung nicht ausschließen. Dazu gehört unter anderem Bundesbank-Präsident Joachim Nagel, der betont, dass ein Zinsschritt bereits zu diesem Zeitpunkt möglich sei.

Markterwartungen vs. Ökonomen
Noch vor der EZB-Sitzung im März gingen die meisten Ökonomen davon aus, dass die Notenbank auf den Iran-Konflikt überhaupt nicht reagieren würde. Diese Einschätzung hat sich inzwischen deutlich verschoben.
Investoren hingegen preisen aktuell eine deutlich restriktivere Geldpolitik ein und setzen derzeit auf zwei Zinserhöhungen im laufenden Jahr. Damit liegen die Markterwartungen über den Prognosen vieler Analysten.
Der Krieg im Nahen Osten und die daraus resultierenden steigenden Energiepreise bringen die EZB in eine schwierige Lage. Höhere Zinsen könnten die ohnehin fragile wirtschaftliche Erholung im Euroraum mit seinen 21 Mitgliedsstaaten zusätzlich bremsen.
Analysten erwarten für dieses Jahr nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,9 %, nachdem sie zuvor 1,2 % prognostiziert hatten. Die höheren Energiekosten belasten sowohl Unternehmen als auch private Haushalte.
Für die kommenden Jahre wird jedoch wieder mit einer moderaten Beschleunigung gerechnet: 1,3 % Wachstum im Jahr 2027 und 1,4 % im Jahr 2028.
FMW/Bloomberg
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Eine Zinserhöhung… im bedeutenden Ausmaß wird nicht kommen….weil die PIIGS im EZB Rat die Mehrheit haben…
Außerdem wird man versuchen …die Last der Inflation …wieder auf’s kleine Volk abzuwälzen…
Was bedeutet das für uns ? Zwar hat die deutsche Umlaufrendite zugelegt…verharrt aber immer noch im unteren Drittel des langfristigen Durchschnitts…der Abwärtstrend ist immer noch nicht gebrochen…
Er wäre erst gebrochen …wenn die 5,46 Prozent …aus dem Frühjahr 2000 fielen…davon sind wir Lichtjahre entfernt…