In einem geopolitischen Kraftakt hat Donald Trump ein brisantes Abkommen mit Japan verkündet – ein Deal, der nicht nur neue Zölle von 15 % auf japanische Exporte in die USA einführt, sondern auch die wirtschaftliche Machtbalance zwischen den beiden Nationen neu auslotet. Während Japan mit einem gigantischen Investitionsfonds von 550 Milliarden Dollar lockt, zeigt Trump einmal mehr, wie er Zölle als strategisches Druckmittel in der Handelspolitik der USA einsetzt. Doch was steckt wirklich hinter diesem Deal zwischen Washington und Tokio?
Trump-Deal mit Japan
Wie Bloomberg berichtet, hat Donald Trump ein Handelsabkommen mit Japan geschlossen und den Zollstreit beendet. Der Deal sieht Einfuhrzölle von 15% auf US-Importe aus dem Land vor – darunter auch auf Autos. Gleichzeitig beinhaltet die Vereinbarung einen von Japan gestützten Investitionsfonds in Höhe von 550 Milliarden Dollar, der Kapital in die USA lenken soll.
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Trump lobte das Abkommen bei einem Auftritt im Weißen Haus am Dienstagabend. Zuvor hatte sich der US-Präsident mit Japans ranghöchstem Handelsgesandten zu einem abschließenden, 75-minütigen Gespräch im Weißen Haus getroffen, in dem der Durchbruch gelang. Die Vereinbarung verschont den wichtigen US-Verbündeten damit vor einem angedrohten Strafzoll von 25%, der andernfalls bereits in der kommenden Woche in Kraft getreten wäre. “Sie hatten ihre besten Leute hier, wir haben lange und hart daran gearbeitet, und es ist ein großartiger Deal für alle”, sagte Trump.
In einer separaten Vereinbarung mit den Philippinen legten die USA Zölle in Höhe von 19 % fest, der dem von Indonesien vereinbarten Zollsatz entspricht und einen Prozentpunkt unter den Zöllen in Höhe von 20 % für Vietnam liegt, was darauf hindeutet, dass der Großteil Südostasiens wahrscheinlich einen ähnlichen Satz erhalten wird. Damit wächst auch der Druck auf die EU. Die Deadline 1. August rückt näher. Bis dahin soll auch die EU den USA akzeptable Handelsbedingungen anbieten, sonst treten hohe Zölle in Kraft.
Details zum Abkommen
Laut einem hochrangigen Vertreter der US-Regierung, der anonym bleiben wollte, sollen japanische Autos und Autoteile künftig dem gleichen Zollsatz von 15 % unterliegen wie andere Importe aus Japan. Im Gegenzug akzeptiert Japan Fahrzeuge, die nach amerikanischen Sicherheitsstandards gebaut werden, ohne zusätzliche Anforderungen zu stellen. Dies könnte ein entscheidender Schritt sein, um mehr in den USA hergestellte Autos auf dem japanischen Markt zu verkaufen.
Zentrales Element des Abkommens ist die Zusage über 550 Milliarden Dollar. Wie der US-Handelsvertreter erläuterte, handelt es sich dabei um ein Vehikel ähnlich einem Staatsfonds, über den Trump persönlich Investitionen innerhalb der Vereinigten Staaten lenken könnte.
Die endgültige Ausgestaltung des Abkommens muss noch in einer formellen Präsidialverfügung festgeschrieben werden. Auch mit Blick auf die rechtlichen Feinheiten und Details rund um die Milliardensumme wird nach Angaben des Beamten weiterhin verhandelt.
Unklar ist zudem, wann genau die Investitionen fließen sollen – und ob Trump die volle Summe überhaupt während seiner Amtszeit einsetzen kann.
Auch die Quelle der japanischen Finanzierung war nicht umgehend ersichtlich. Japans Premierminister Shigeru Ishiba erklärte, die Investitionssumme könne bis zu 550 Milliarden Dollar betragen und teilweise in Form von Kreditgarantien bereitgestellt werden.
FMW/Bloomberg
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…da hat der alte Dealmaker Trump aber ordentlich zugeschlagen…geil…mal sehen wieviel die EU in den Fond reinpumpen muss…also wir als Bürger die USA unterstützen dürfen…wird das dann aus dem Entwicklungshilfebudget bezahlt?