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Zombie-Firmen: Warum eine Pleitwelle eigentlich gut wäre!

Warum sind Zombie-Firmen gefährlich für die Wirtschaft? Mit Zombie-Firmen sind Unternehmen gemeint, die entweder übeschuldet oder zahlungsunfähig sind – beides wird gemeinhin als „Konkurs“ oder „Insolvenz“ bezeichnet (mehr dazu hier). Nun ist bekanntlich bis mindestens Ende September (aber vermutlich sogar länger, die Rede ist bis Ende April) die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz in Deutschland aufgehoben – und das wird Folgen haben auch für „gesunde Unternehmen“.

Warum ist das so? Weil es „Anreizkonflikte“ gibt zwischen Eigentümern und Gläubigern, wie Christian Rieck klarstellt. Denn Eigentümer von Firmen, denen das Wasser bis zum Halse steht, werden fragwürdige Investitionsentscheidungen treffen – denn sie haben nichts mehr zu verlieren (anders als die Gäubiger dieser Firma). Mit anderen Worten: Kapital wird falsch allokiert – und dadurch, dass Zombie-Firmen immer länger überleben, entziehen sie produktiveren Firmen Kapital, das stattdessen weiter in Zombie-Firmen fließt. Sie saugen damit, wie Rieck formuliert, „das Leben aus der Wirtschaft“, es findet keine „kreative Zerstörung“ mehr statt (Schumpeter). Besonders betroffen sind davon die Banken – deren Aktien auffallend schlecht laufen derzeit, weil die Märkte ahnen, was auf diese Banken zukommen wird.

Das weitere Hinauszögern der Konkurs-Welle zombifiziert in gewisser Weise die Wirtschaft insgesamt – daher, sagt Rieck, wäre es mittel- und langfristig deutlich besser, wenn es eine Insolvenz-Welle geben würde. Aber wer einmal damit anfängt, solche Grundprinzipien ausser Kraft zu setzen, kommt aus der Spiralw nicht mehr hinaus – eben aus Furcht vor dieser Pleitewelle der Zombie-Firmen und der damit verbunden Arbeitslosigkeit und Kreditausfällen der Banken:

Warum Zombie-Firmen für die Wirtschaft gefährlich sind

 



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