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Zombieunternehmen: Coronakrise lässt sie gedeihen – mehrere Faktoren

Zombieunternehmen breiten sich in der Coronakrise aus

Dass die Zahl der Zombieunternehmen wächst, wenn Pleitefirmen in der Coronakrise nicht verpflichtet sind Insolvenz anzumelden, ist nachvollziehbar. Aber auch andere Faktoren spielen dabei eine Rolle, dass die Zahl der Zombieunternehmen derzeit zunimmt. Das ifo-Institut hat hierzu Wirtschaftswissenschaftler befragt.

So sagten 66 Prozent der vom ifo Institut befragten Wirtschaftswissenschaftler, dass einige der staatlichen Hilfsmaßnahmen leider unerwünschte Nebenwirkungen hätten. Sie würden begünstigen, dass auch Unternehmen künstlich am Leben gehalten werden, die kein überzeugendes Geschäftsmodell haben. Weiter im Wortlaut vom ifo-Institut:

86 Prozent der Befragten sehen das Risiko, dass sogenannte Zombieunternehmen entstehen, weil die Pflicht ausgesetzt wurde, eine Insolvenz im Falle von Zahlungsunfähigkeit bei Gericht anzumelden. Seit ersten 1. Oktober gilt diese Sonderregel jedoch nicht mehr. Auch das Kurzarbeitergeld fördert nach Meinung von 50 Prozent der Befragten Zombie-Unternehmen. 32 Prozent halten in diesem Sinne auch staatliche Kredite an Unternehmen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau für risikoreich.

64 Prozent der Befragten erwarten, dass die Zahl der Pleiten nach Ende der staatlichen Wirtschaftshilfen „eher steigen“ dürfte. Weitere 32 Prozent gehen sogar von „stark steigenden“ Insolvenzzahlen aus. Der Freiburger Volkswirt Oliver Landmann ergänzt, die Hilfen jetzt schon einzustellen, sei verfrüht. Wohl aber sende ein langsames, berechenbares Abschmelzen ein wirksames Signal aus.



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3 Kommentare

  1. Die FMW-interne Suchfunktion hat ergeben, dass dies der neunte Zombieartikel mit immer gleichem Inhalt innerhalb von 81 Tagen ist. In 81 Tagen durch die Unterwelt oder die neun Kreise der Hölle oder neuntäglich grüßt das Murmeltier, für jeden etwas dabei. Aber irgendwann untodlangweilig.

    1. Das Thema ist ja auch seit Gelddruckorgien und Nullzins aktuell. Denn es geht nur noch um die Frage, wie die Kredite ohne Schaden wieder aus dem System kommen. Da die EZB bereits über eine Europabank laut nachdenkt, scheint es doch keinen besseren Weg zu geben bei den Strippenzieher. Zombieunternehmen scheinen der gleichen Lösung zugeführt zu werden wie die Targetsalden der Schuldnerländer gegenüber DE. Deutschland freut sich gut dazustehen und nimmt die Targetsalden, die eigentlich die Bilanz belasten müssten nicht einmal wahr, bzw. wird von allen Tätern der guten Bilanz einfach ausgeblendet. So kann man natürlich jedes Problem schönrechnen und Kritiker einfach als ewig Gestrige abtun.

      1. Das ist aber kein Grund, 40 Mal pro Jahr das Thema anzuschneiden, ohne neue bzw. überhaupt mal irgendwelche grundsätzlichen Erkenntnisse zu veröffentlichen. Sobald es neue Zahlen nach Wiedereinsetzen der Insolvenzmeldepflicht, ungefähre Angaben über die Höhe der geschuldeten Kredite, irgendetwas Handfestes gibt, gerne.

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