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Zoom mit Quartalszahlen – eine echte Corona-Erfolgsstory

Claudio Kummerfeld

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Zoom Videokonferenz auf Laptop

So schlimm die Coronakrise auch ist. Es gibt neben sehr vielen Verlierern wirtschaftlich gesehen nun mal auch Gewinner. Und der Videokonferenz-Anbieter Zoom ist einer der absoluten Gewinner der Krise. Das Verlagern beruflicher Aktivitäten ins Homeoffice lässt die Quartalszahlen von Zoom (Börsenkürzel ZM) quasi explodieren.

Der Umsatz von Zoom lag noch im 2. Quartal 2019 bei 145 Millionen Dollar, jetzt sind es 663 Millionen Dollar, dank der Coronakrise. Der Gewinn explodiert von 5 auf 186 Millionen Dollar, oder von 0,02 auf 0,63 Dollar pro Aktie. Die Übersichtstafel am Ende des Artikels zeigt die finanziellen Details. Man hatte zu Ende Juni 370.200 Kunden mit mehr als 10 Angestellten, eine Steigerung von 458 Prozent im Jahresvergleich. Die Zoom-Aktie notiert heute mit einem Plus von 42,7 Prozent gegenüber dem Schluss gestern Abend. Sagenhaft! Hier der Aktienchart seit Jahresanfang mit dem heutigen Kurssprung.

Zoom Aktie Kursverlauf seit Januar

Natürlich darf man sich fragen, ob es nach diesen sensationellen Quartalszahlen nun immer so weitergeht mit dem Wachstum bei Zoom. Das ist wohl die entscheidende Frage. Natürlich kehren einige Menschen nach und nach wieder zurück in die Büros. Aber wie viele Menschen und Arbeitgeber kommen dauerhaft auf den Geschmack, weil das Pendeln ins Büro entfällt, und weil die Mietkosten für die Büroflächen deutlich gesenkt werden können? Der Trend könnte weitergehen, aber womöglich mit geringeren Wachstumszahlen. Und man darf auch nie außer Acht lassen, dass das Angebot von Video-Konferenzen keine sensationell neue Technologie ist, die nicht kopiert werden kann. Sie wird auch von starken Mitbewerbern angeboten, die ebenfalls von diesem Boom profitieren wollen.

Die Aussichten werden angehoben, hier von Zoom im Wortlaut:

Third Quarter Fiscal Year 2021: Total revenue is expected to be between $685.0 million and $690.0 million and non-GAAP income from operations is expected to be between $225.0 million and $230.0 million. Non-GAAP diluted EPS is expected to be between $0.73 and $0.74 with approximately 300 million non-GAAP weighted average shares outstanding.

Full Fiscal Year 2021: Total revenue is expected to be between $2.37 billion and $2.39 billion. This revenue outlook takes into consideration the demand for remote work solutions for businesses. It also assumed increased churn in the second half of the fiscal year when compared to historic churn levels due to a higher percentage of customers who purchased monthly subscriptions in the first quarter. Non-GAAP income from operations is expected to be between $730.0 million and $750.0 million. Non-GAAP diluted EPS is expected to be between $2.40 and $2.47 with approximately 300 million non-GAAP weighted average shares outstanding.

Aktuelle Quartalszahlen im Detail

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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